Kathrynsky's: books
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Dienstag, April 10, 2018

Ein Buchtipp: Gott bewahre von John Niven. Gelesen von mir 🙋

Dienstag, April 10, 2018 0
Ein Buchtipp: Gott bewahre von John Niven. Gelesen von mir 🙋


Der Wunsch in diesem Jahr mehr zu lesen, wird erfolgreich in die Tat umgesetzt. Im Moment lese ich die Bücher von Kathrin Weßling – Super und dir? und Katrin Bauernfeind – Alles kann, Liebe muss: Geschichten aus der Herzregion. Beide Bücher kann ich sehr empfehlen! Dank dem Talk-O-Mat mit Visa Vie und Max Raabe ist mir ein weiteres Buch wieder eingefallen, welches ich euch heute gern empfehlen würde: Gott bewahre von John Niven.

Dieses Buch habe ich vor Jahren gelesen und bin immernoch der Meinung, es sollte als Standardliteratur in der Oberstufe gelesen werden. Trotz des göttlichen Titels, bedarf es keinem Glauben um an dem Buch Gefallen zu finden, es relativiert die Religion an sich – auf Werte die wir untereinander leben sollten. Und dies wird äußerst polemisch beschrieben. 

Vor vier Jahren durfte ich einen Teil des Buchs für ein neues Produkt des Elektronikhersteller Samsung lesen. Wir haben damals zwei Stellen eingesprochen (gelesen?), doch die Zweite war am Ende zu sarkastisch und blasphemisch und durfte nicht online gehen 👀 ...

Schaut mal rein, vielleicht habt ihr danach ja Lust auf das Buch:



Mittwoch, Mai 10, 2017

Free your dreams oder Wieso haben die Sommerferien früher so schön lang gedauert?

Mittwoch, Mai 10, 2017 0
Free your dreams oder Wieso haben die Sommerferien früher so schön lang gedauert?


Eine Woche weg vom Alltag – sich treiben lassen und machen, was das Herz begehrt. Nicht so einfach. Weil es da noch den privaten Alltag gibt, das Leben, die Freunde, die Steuer, alles geht weiter, niemand hat es bislang geschafft die Zeit anzuhalten. In der vergangenen Woche war ich fast jeden Tag am Ostseestrand, bin Rad gefahren und habe eine Menge erlebt. Doch gegen Abend haben wir uns gewundert, dass der Tag schon wieder vorbei ist. Wie war es früher nochmal? Oh wie ich es nicht leiden kann, wenn jemand nach dem Früher jammert – doch wie war es nochmal? Ohne Gejammer! Wieso haben die Sommerferien früher so schön lang gedauert? Weil es noch Langeweile gab und Momente, in denen Luftlöcher gestarrt wurden? Kann ich heut gar nicht mehr ... Vielleicht möchte ich aber auch gar nicht mehr? Weil es so viel zu erleben gibt und mit dem Alter die Idee des Verpassens kommt? Immer wieder wichtig ist Momente zu genießen. Geht im Sommer aber eben doch ein wenig besser. Oder?
 

 Mantel: mint & berry
Hose: Selected
Mantel: Black Velvet Circus
Hipbag: Ethel Vaughn
Brille: VIU
Fahrrad: Dock Inn
Strand: Warnemünde
 

Mittwoch, Dezember 14, 2016

Travel Books von Gloria - The Blog Abroad - & Kash - budget traveller -

Mittwoch, Dezember 14, 2016 1
Travel Books von Gloria - The Blog Abroad - & Kash - budget traveller -


Habt ihr schon Reisepläne für das kommende Jahr? Oder seid ihr etwa jetzt bereits auf dem Weg und kommt erst im Januar zurück? Falls ihr ein bißchen Inspiration braucht, möchte ich euch zwei Bücher ans Herz legen, die, dies darf ich voller Stolz sagen, von lieben Freunden, ebenfalls Bloggern geschrieben wurden:

Kash, aka the budget traveller, hat zuletzt den Traveler Reader Award 2016 bekommen – zu recht, denn er ist fast ständig im Einsatz und mit ihm kann man sich ganz herrlich über Trends austauschen, philosophieren, diskutieren und auch für ernsten Quatch hat er immer ein offenes Ohr.

In dem Buch dreht sich alles um seine Leidenschaft: Übernachten in Hostels. Nach einem Jahr in dem er über 100 Hostels besucht hat, gibt es nun diesen Guide zu Luxus-Herbergen in ganz Europa. Ihr könnt es auch als e-Book runterladen, schaut mal hier, die: 2nd edition, Luxury Hostels of Europe guidebook. 


"Whatever happens in certain phases of life, 
it'll either be a good time or a good story. 
Embrace them both."
Glo


Gloria, the blog abroad, für deren Buch der zweite Tipp ist, habe ich durch Kash kennengelernt. Sie ist eine wahre Frohnatur, die einen sehr angenehm derben Humor hat. Schon früh morgens gibt es keinen Grund für Müdigkeit und spätestens durch ihre Witzchen wird man selbst auch wach.

From Excuses to Excursions: How I Started Traveling the World, erzählt, wie der Titel schon sagt von ihren Anfängen und Geschichten, wie sie die Welt bereist. Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt: Der Traum, die Reise, das Abenteuer und das Ziel. Darin finden sich viele Tipps und Zitate von Glo, die immer wieder Zuversicht versprechen. Ihr könnt es auch als eBook oder pdf kaufen, meine Ausgabe möchte ich in den Händen halten und sie befindet sich bereits in der Post.
Wollt ihr noch mehr von ihr, folgt ihr neben Instagram doch auch auf Snapchat (Gl0 with zero), dort gibt es fast täglich die geballte Gl0Power.

http://instagram.com/budgettraveller


Ich hoffe, im kommenden Jahr gehen wir zusammen auf eine Reise – noch steht nicht alles zu 100%, deswegen sag ich noch nix, da bin ich abergläubisch, doch es wird großartig! La dolce vita!

Freitag, Oktober 30, 2015

Rasha Khayat. Hamburger Menschen #107

Freitag, Oktober 30, 2015 0
Rasha Khayat. Hamburger Menschen #107
Wenn sie vom, "sich finden in der Stadt und Welt" schreibt, bekomme ich ein wenig Gänsehaut. Ankommen, sich verlieren, wiederfinden, einen Platz und Wurzeln haben und bekommen – wie ist es in der Welt die sich, gefühlt, schneller dreht, als noch zu den Zeiten meiner Oma? Ich freue mich sehr, dass ich heute Rasha Khayat im Interview meiner Freitagsserie "Hamburger Menschen" habe. Und nun mehr zu ihr, erzähl mal, wer bist du?

Rasha Khayat. Wortmensch, Vagabundin aus Leidenschaft.

Woher kommst du?

Schwere Frage. Aufgewachsen in der arabischen Heimat meines Papas. Irgendwann sind wir zurück nach Deutschland, alle zusammen, zur Familie meiner deutschen Mama, in den Ruhrpott. Da war ich 11.  Dort habe ich dann Abi gemacht, aber danach war ich eigentlich nur noch unterwegs, höchstens mal 4 Jahre an einem Ort, bin viel durch die Weltgeschichte gereist.
Ich komme also irgendwie aus der Wüste, irgendwie aber auch aus dem Ruhrpott ... Aber ich glaube, ich bin eher so ein Zigeunerkind, von überall und nirgends.


Seit wann bist du in Hamburg?

2005 bin ich wegen eines Jobs nach Hamburg gekommen und es war Liebe auf den ersten Blick. Ich bin dann 2011 mal kurz weggezogen, der Liebe wegen, nach Berlin. Das hielt dann aber nicht und ich bin 2013 reumütig meiner großen Liebe, also Hamburg, wieder in die Arme gefallen. Ich glaube nicht, dass man mich hier nochmal wegbewegt ...

Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich übersetze Bücher und schreibe Texte. Übersetzen tue ich aus dem Englischen und Arabischen. Das mache ich seit 2007 als Freiberuflerin. Ich liebe es, frei zu arbeiten, ohne feste Strukturen, man kann sich die Arbeit schön abwechslungsreich gestalten, das liegt mir.

Außerdem schreibe ich leidenschaftlich gern. Artikel für Zeitungen und Magazine, Geschichten, und auch ein Blog über Multi-Kulti-Themen: westoestlichediva.com

Die letzten 2 Jahre habe ich damit verbracht, endlich mal meinen ersten Roman zu schreiben.  Der wird im kommenden Frühjahr erscheinen und spielt natürlich auch teilweise in Hamburg.  Wenn alles gut läuft, würde ich natürlich gern weiter machen mit dem Bücherschreiben. Das macht mir großen Spaß.


Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Als ich klein war, wollte ich mal Ärztin werden. Aber ich glaube, mir fehlt die Disziplin für’s Medizinstudium ... Irgendwas, wo ich viel reisen könnte, wäre schön.

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Lesen. An der Elbe sitzen. Ins Kino gehen. Mit Freunden Zeit verbringen. Nichts Aufregendes. Aber immer schön. In meinem Kopf ist den ganzen Tag eigentlich Nonstop Aufregung, das ist einfach so, wenn man schreibt. Da tut’s mir immer gut, wenn ich einfach nur sein darf, sobald der Stift weggelegt und der Laptop ausgeschaltet ist.

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Mit einem Fuß in der Schanze, mit dem anderen in Eimsbüttel.

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen, wenn ja, wo?

Ich mag meine Straße und meine Wohnung. Ich glaube, ich bleibe erstmal hier.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

In Hamburg – natürlich irgendwo mit Elbblick, vielleicht noch hinter Blankenese.
Außerhalb von Deutschland: Ich war vor vielen Jahren mal in einem kleinen Dorf in Spanien, Jimena de la Frontera. Da hab ich irgendwie mein Herz verloren, und träume seither immer mal wieder davon, da ein Haus zu besitzen, so mit kleinem andalusischen Innenhof, mit arabischen Kacheln, kleinem Brunnen und Oleanderbüschen ...

Ist Hamburg für dich Kulturstadt? Was macht sie dazu?

Hamburg ist schon toll, was Kultur angeht. Es gibt ja viele Museen, tolle Kinos, Musik, Theater und auch Literatur.
Es gibt echt tolle Leute, die super Dinge auf die Beine stellen. Das Festival Ham.Lit zum Beispiel ist wirlich eine tolle Veranstaltung. Die Organisatoren machen sich viel Mühe und stellen immer ein tolles Programm auf die Beine. Auch die Leute vom Nochtspeicher haben immer tolle Sachen im Programm. Ich fänd’s gut, wenn da noch mehr passieren würde. Dafür braucht es natürlich auch die Mittel – noch ein bisschen mehr Kulturförderung wäre eine schöne Sache, die der Stadt bestimmt gut tun würde!

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Mietpreise bremsen. Aber sowas von!
Naja, und Kultur mehr fördern, s.o.

Warum Hamburg und nicht Istanbul, Berlin oder New York?

Weil’s einfach die schönste Stadt der Welt ist. Die Leute sind entspannt, offen und locker, aber nicht zu aufdringlich. Man kann einfach sein Ding machen und die Stimmung ist so herrlich unaufgeregt, im Gegensatz zu zB Berlin. Das liegt mir. Außerdem liebe ich die Nähe zum Wasser. 


Alster oder Elbe?

Elbe all the way. An den Landungsbrücken, auf dem allerletzten Poller, hinter der Brücke 10 ist mein absoluter Lieblingsort in der ganzen Stadt. Man sitzt da genau neben den Schleppern und schön abseits der Touristenströme. Da habe ich schon bei Wind und Wetter gesessen, meine Sorgen in die Elbe geworfen, einfach nur aufs Wasser gestarrt, wenn der Kopf mal wieder zu voll war, oder wie im letzten Jahr mal 10 Stunden lang am Stück in der Frühlingssonne gesessen und mich mit jemandem über Gott und die Welt unterhalten, bei Bier und Krabbenbrötchen, bis es dann um halb eins in der Nacht dann doch zu kalt wurde. Schön war das.

Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Immer, außer wenn ich schlafe. Leider. Nur wenn ich schreibe, schalte ich alles aus, Telefon, Internet, alles. 

Keine Frage, doch ein wenig Platz für etwas, was du loswerden möchtest:

Durch das viele Rumreisen und sehr früh in der Weltgeschichte herum geschifft werden, hat sich dieses komische Ding namens „Heimat“ in mir verwässert. In Hamburg fühle ich mich zum ersten Mal in meinem Leben irgendwie angekommen und weiß – ich lebe am schönsten und besten Ort der Welt, um von hier abzureisen und jeder Zeit wieder nach Hause zu kommen. Das ist für mich ein ganz besonderes Geschenk!

Lieblingssong des Moment?


Lieblingssong forever?


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:
  • Ohlsdorfer Friedhof
  • Das Gewürzmuseum in der Speicherstadt
  • Das Nowa Huta in der Lindenalle ☺  


Dienstag, Oktober 20, 2015

Ein Buch, ein Tipp: Der Sohn des Terroristen.

Dienstag, Oktober 20, 2015 1
Ein Buch, ein Tipp: Der Sohn des Terroristen.
Der Flug nach Istanbul dauert von Hamburg aus 3,5 Stunden – Zeit genug, ein neues Buch anzufangen. Insgesamt hatte ich also knapp 7 Stunden Zeit zu lesen und habe mich für "Der Sohn des Terroristen" von Zak Ebrahim entschieden. Nun ist das Buch ausgelesen und ich habe eine neue Empfehlung für euch.



Das Buch hat mich nachhaltig beschäftigt, doch bevor ich euch etwas zum Inhalt erzähle, wie es zu diesem Buch kam, finde ich nicht weniger spannend. Zak Ebrahim, der Autor, sprach 2014 auf einer TED-Konferenz (TED = Technology, Entertainment, Design) und erzählte dort seine Geschichte.

Jährlich finden mehr als 400 dieser Veranstaltungen in über 160 Ländern statt – hier bekommen hochkarätige Redner die Chance, ihre Ideen weltweit vorzustellen. Die besten Beiträge werden ins Netz gestellt, wo sie jährlich mehr als eine Milliarde Mal abgerufen werden. Im Fischer Taschenbuch Verlag erscheinen ausgewählte TED Beiträge dann als Lektüre.

"Der Sohn des Terroristen", gewann nicht nur den Alex Award, der Büchern verliehen wird, die sowohl von Erwachsenen gelesen werden können, sich aber auch an Jugendliche richten, sondern war das erste veröffentlichte Buch in der TED-Reihe.

Diese Bücher knüpfen dort an, wo der Talk endete und da Zak Ebrahims Talk, mit Hilfe von Journalist Jeff Giles, als Buch erschien, erfahren wir in "Der Sohn des Terroristen", noch viel mehr zu seiner Geschichte, als im Vortrag gibt es in diesem VIDEO.

Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit und wird aus der Perspektive des Sohnes erzählt: Ein aufgeweckter kleiner Junge, der nie der Beliebteste in der Schule war und sich oft fragt, warum finden mich andere Kinder blöd? Die Antwort lässt sich vor allem mit seinem Vater beantworten – der gilt als Top-Terrorist und sitzt, unter anderem, wegen einem Mordanschlag auf einen Rabbi im Gefängnis. Das wissen auch die anderen Kinder, Nachbarn, Mitmenschen ...

Auch wenn es einfach wäre, Zak möchte nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten, für ihn ist die Gewalt keine Lösung und so beginnt er einen schmerzhaften Prozess der Loslösung. Dabei bekommt der Leser einen guten Einblick in die Welt des religiösen Fanatismus. Dieses Buch ist keine Fantasie, es erzählt Zaks Geschichte. Auch von damals, als sein Vater noch liebevoll war und sie eine scheinbar, heile Familie waren. Die Vorstellung nach dieser Sehnsucht ist Hoffnung – Hoffnung und Glaube an das Gute in seinem Vater.

In dem Buch geht es viel über Vorurteile und Intoleranz. Fehlendes Selbstvertrauen und Erniedriegung. Doch, so Zak, auch Menschen, die nichts haben, können sich entscheiden, ob sie für oder gegen den Terror sind. Er liest unglaublich viel, Philosophen und Schriftsteller aus der ganzen Welt regen sein Denken an, er trifft Menschen, die seine eigenen Vorurteile wiederlegen und ist vor allem von Gandhis Gewaltfreiheit inspiriert. Zwei schöne Stellen aus dem Buch lassen seine Einstellung schnell klar werden:

"Für die Opfer des Terrorismus spreche ich mich gegen diese sinnlosen Taten aus und verurteile die Handlungen meines Vaters. Mit dieser schlichten Tatsache bin ich der lebende Beweis dafür, dass Gewalt nicht in einer Religion oder Volksgruppe innewohnt und dass der Sohn nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten muss. Ich bin nicht mein Vater."     

"Ich bin überzeugt, dass Empathie mächtiger ist als Hass, und wir deshalb dafür sorgen sollten, dass sie sich wie ein Lauffeuer verbreitet. (...) Gewaltlosigkeit ist nicht mit Passivität gleichzusetzen."

Falls auch ihr die ganze Geschichte lesen wollt, das eBook kostet 6,99 Euro und ist beim FISCHER Verlag zu kaufen. Es hat 122 Seiten und ist schnell durchgelesen – bleibt jedoch nachhaltig im Gedächnis.




Montag, August 24, 2015

Winternähe – ein Roman über das eigene Leben und die Suche. Ein Buch von Mirna Funk

Montag, August 24, 2015 0
Winternähe – ein Roman über das eigene Leben und die Suche. Ein Buch von Mirna Funk

Ich schwimme, ich tauche ein, in Momente, in Leben. Mal mit der Flut, mal gegen den Strom. Das Leben ist nie dasselbe. Alles bleibt anders, wer Veränderungen akzeptiert, wächst. Lust auf Leben, Meer, Kunst, Neues, Altes, Menschen, mich selbst. Bin der Mensch meiner Geschichte, die ist immer dabei, im Schlepptau. Vor mir liegt nur Zukunft und die strahl ich an, manchmal muß ich blinzeln. Ich lese:

Lola lernt sich kennen. Dabei kennt sich schon ganz gut und weiß eine Menge und doch ist sie neugierig und wissbegierig. Darauf, sich, ihre Familie und das Leben zu entdecken und einen Weg zu finden, der der ihre ist und für den sie einstehen und sich dabei ehrlich im Spiegel anschauen kann – auch wenn sie sich nicht immer leiden mag. Lola ist Anfang 30, lebt in Berlin und Tel Aviv und ist Jüdin. Sie ist Deutsche. Sie ist Jüdin. Für die einen so und die anderen so. Dabei kennt sie sich doch selbst am besten und weil sie genug davon hat, dass andere bestimmen wollen, entscheidet sie selbst konsequenter. Geht, wenn es ihr nicht passt, gibt sich selbst Zeit, lernt und gibt zu: Verletzungen, "Fehler", Entscheidungen. Lola ist die Protagonistin in dem Buch "Winternähe" von Mirna Funk.

Ihr Leben entstand aus dem Vater, der noch vor 1989 Ost-Berlin verlassen hat und ab und zu wieder in ihr Leben kam. Die Mutter die auch ging, doch eh nie so nahbar war, dass es auch mal weh tun konnte und man sich danach wieder umarmt hat, weil sie eben so ist, wie sie ist. Und die jüdischen Großeltern, sie haben den Holocaust überlebt und auch deren Geschichten prägen Lola. Wie soll man also locker und entspannt bleiben, wenn man antisemitische Sprüchen hört? Wie kann man dann überhaupt entspannt bleiben, wenn man Ungerechtigkeiten zu hören, sehen und fühlen bekommt?


Ich selbst bin sehr dankbar, dass ich in meiner Kindheit und Jugend viel Gerechtigkeit erfahren habe. Nicht alles war rosarot, keines Falls, doch die Geschichten aus der deutschen Vergangenheit, auch Vor-, Nach- und Kriegsgeschichten von meinen Großeltern (mütter-, wie väterlicherseits), waren ein Teil der Geschichten, die ich als Kind immer wieder gerne gehört habe. Weil sie mich näher zu der Kindheit und Jugend meiner Großeltern gebracht haben, weil ich neugierig auf alles war und bin, was sie mir erzählten, schöne und auch traurige Geschichten. Weil ich tolle Großeltern habe!

Weil ich, ohne viel zu verstehen, gern neben meinen Elten gesessen habe, wenn sie die Tagesschau schauten, nicht wusste was da passiert, doch noch heut die Momente in Erinnung habe, an denen sie damals sagten; "Kathrin, das wirst du mal in deinen Geschichtsbüchern lesen!". Weil ich tolle Eltern habe.

Fand ich natürlich nicht immer so, es gab Jahre, da hab ich doll rebelliert, doch ich fand es immer gut, dass keine Unterschiede gemacht wurden, wenn ich Menschen kennelernte und mir selbst eine Meinung bilden durfte. Erst ziemlich viel später, habe ich realistiert, es gibt sie, die Vorurteile. Ich mochte sie nie und vielleicht ist es zu naiv zu glauben, ohne sie leben zu können, denn wir haben alle Vorurteile im Kopf. Weil wir durch Erfahrungen zu Menschen mit individuellen Geschichten werden. 


Vielleicht hat mich das Buch "Winternähe" so angesprochen, weil es politische und religöse Geschichten erzählt und mich eben diese Geschichten und Ungerechtigkeiten berühren. Weil es zeigt, das Menschen auf der ganzen Welt durch ihre Geschichten und die Historie verbunden sind und weil ich mich in Lola in Teilen auch wiedergefunden habe. Weil sie zum Beispiel ab und an gern diskutiert, ab und an aber auch nicht und schweigt oder geht. Weil sie gerne allein ist, weil sie viele Gedanken hat, die selbstreflektierend sind. So wie viele in diesem Alter, in dieser, meiner Generation, weil sie verändern wollen. Weil sie neugierig sind, gerne dazulernen und auch in gesundem Maß egoistisch sein, erst lernen müssen. Weil es den Einblick in eine Familie zeigt, die Stärken und Schwächen hat.


Lola reist im Sommer 2014 von Berlin nach Tel Aviv, als dort der Krieg erneut beginnt. Sie besucht ihren Großvater und trifft Shlomo wieder. Trennungen gehen nicht ohne Spuren, egal von wem und warum, egal ob nur für den Moment oder immer oder räumlich oder weil man selbst so entscheidet und den anderen Menschen trotzdem noch sieht. Lola sucht ihre Identität und ihr eigenes Leben und findet es ein Stück weit in diesem tollen Buch. Ich habe beim lesen gelacht und geweint und werd es nochmal lesen.


"Winternähe" ist im S. Fischer Verlag erschienen und HIER oder auch HIER erhältlich.

Ein schönes Interview mit der Autorin Mirna Funk und mehr Hintergründe zu ihrer Person und dem Buch gibt es bei den Janes.

Während ihrer Lesereise ist sie auch in Hamburg: am 13.09. beim Debütantensalon des Harbour Front und Termine für NRW kommen bestimmt auch noch.



Die Bilder sind alle von mir und entstanden, als ich das Buch gelesen habe. Das von Mirna, das ist von Mirnas Instagram Bildern.

Freitag, Mai 22, 2015

Tina Wolf. Hamburger Menschen #87

Freitag, Mai 22, 2015 0
Tina Wolf. Hamburger Menschen #87
Fast alle Menschen, die in der Serie Hamburger Menschen zu Gast sind, habe ich schonmal getroffen. Aber eben doch nicht alle. Heute zum Beispiel habe ich eine Schriftstellerin zu "Besuch", deren Buch ich gerade angefangen habe zu lesen. Ich freu mich sehr, dass sie in diesem Interview so viel erzählt und es so einiges Spannendes und Lustiges zu lesen gibt. Liebe Tina, ich freu mich dich bald mal im echten Leben zu treffen und mit dir eine Runde zu schnacken. Nun euch so viel Spaß wie mir beim lesen:
 
Wer bist du?

Ich bin Tina Wolf. Eigentlich heiße ich Bettina, aber wie es denn immer so ist: Die Eltern machen sich monatelang Gedanken und dann nennt kein Mensch das Kind so. Und dafür bin ich auch ganz dankbar. Bettina wurde ich als Kind wirklich nur gerufen, wenn es „ernst“ wurde. Ansonsten nennt mich keiner so. Außer mein Onkel Torsten. Ich weiß aber auch bis heute nicht, warum er das tut ;-)


Woher kommst du?

Meine ersten zehn Lebensjahre habe ich in Bad Segeberg verbracht, wo ich auch die Jahre danach noch regelmäßig war, um meinen Vater an den Wochenenden zu besuchen. Bis ich 26 Jahre alt war, lebte ich dann in Kiel. Und danach bin ich nach Hamburg gezogen. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens!

Seit wann bist du in Hamburg?

Seit 1999. Damals habe ich ein Praktikum bei der Welt am Sonntag gemacht. In der großen Stadt Hamburg. Das war vielleicht aufregend. Vor allem weil ich mich einfach mal gar nicht auskannte. Ohne eine Vorstellung von den einzelnen Stadtteilen zu haben, habe ich damals in Eimsbüttel, fast direkt an der Schanze eine tolle Altbauwohnung mit kleinem Garten gefunden. Erst im Nachhinein wurde mir dann klar was für ein unfassbares Glück ich hatte! Statt zum Schulterblatt zu gehen bin ich damals als erstes Richtung S-Bahnhof Holstenstraße und habe die Leute nach einem kleinen Café oder Bäcker gefragt. Darüber kann ich heute noch lachen! Wo es den leckersten Galao direkt um die Ecke gab. Nur eben in der anderen Richtung ...

Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich bin schreibende Moderatorin mit Fotografenausbildung und Volontariat. Das müsste es eigentlich auf den Punkt bringen ;-)
Auf der Suche nach einem „kreativen“ Beruf habe ich 1992 in Kiel eine Ausbildung zur Fotografin begonnen, anschließend in einem Fotoatelier gearbeitet, dann aber alles stehen und liegen gelassen und bin sechs Monate nach Maui geflogen. Im Anschluss habe ich als Kamera-Assistentin beim NDR in Kiel angefangen. Dabei habe ich allerdings festgestellt, dass mich die Arbeit der Redakteure sehr viel mehr interessiert, als die Frage welches Mikro auf dem Dreh benötigt wird und welche Lampen. Also bin ich noch einmal zurück auf „LOS“ gegangen, habe meinen Job und meine Wohnung gekündigt und habe mit knapp 27 Jahren ein mehrmonatiges Praktikum bei der Welt am Sonntag gemacht. Danach hatte ich das große Glück bei RTL-Nord ein Praktikum und ein Volontariat zur Online- und On Air Redakteurin machen zu können. Noch während der Zeit des Volontariates wurde ich gecastet und hatte schneller als ich gucken konnte eine Sendung: „Guten Abend Schleswig Holstein“ habe ich zwei Jahre lang moderiert.
Eine Ausbildung zur Kundalini-Yogalehrerin folgte und ein neuer, alter Sender: Für den NDR in Mecklenburg-Vorpommern moderierte ich jahrelang „Land und Leute“, „Nordmagazin“ und ein paar Sondersendungen und  große Konzertveranstaltungen. Seitdem kenne ich das Land wie mein Westentasche und bin immer noch gerne dort, um an der Ostseeküste auf Rügen z.B. Urlaub zu machen. So wie gerade erst ...
Für das „Hamburg Journal“ habe ich dann noch ein Jahr die Nachrichten gesprochen, was aber nicht meins war und mich dann daran erinnert, was ich eigentlich schon immer am liebsten gemacht habe: Geschichten erzählen, Leute unterhalten und zum Lachen bringen. Gerade ist  mein neuer Roman, ein Mops-Krimi erschienen. „Zum wilden Eck“ (Heyne Verlag/ unter dem Pseudonym Fritzi Sommer) Außerdem arbeite ich mit einer Fernsehproduktionsfirma zusammen und entwickle neue Sendeformate. Ich kann also sagen: Ich mache das, was mir Spaß macht!


Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich kann mir so viel vorstellen und hätte zu so vielem Lust. Das Problem ist ja nur, dass man nicht mehrere Leben parallel führen kann. Manch einer kriegt das hin, aber ich glaube mir wäre das zu stressig. Also muss man sich entscheiden. Wenn ich die Augen schließe und darüber nachdenke sehe ich mich in einem kleinen Café irgendwo am Strand. Vielleicht auf Maui. Oder La Gomera. Oder Frankreich? Nichts touristisches, etwas ganz kleines. Ein schöner Laden würde auch gehen. Und ich hätte allerhand Hunde und Katzen, die mich ständig besuchen würden. Ich könnte mir aber auch vorstellen ein Projekt für Kinder auf die Beine zu stellen oder ... oder ...

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich gehe laufen, unternehme etwas mit meinem 8-jährigen Sohn, wühle im Garten rum, lese einen Krimi ...

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Wir leben seit ein paar Jahren in Altrahlstedt, nachdem wir sehr lange in Ottensen waren. Ich liebe Ottensen nach wie vor. Die Nähe zur Elbe, die schönen Geschäfte und Restaurants. Es ist ein ganz wunderschöner Stadtteil! Aber irgendwann wurde es uns dann doch etwas zu voll, zu laut ... man wird eben komisch, wenn man älter wird ;-)

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Ich könnte es mir vom Wohnen her nicht schöner vorstellen. Wir haben ein tolles Haus mit großem Garten, das möchte ich nicht mehr eintauschen. Wenn es die Möglichkeit gäbe unser Haus zu transportieren, ja, dann könnte ich mir auch einen anderen Stadtteil vorstellen ... Ganz viele sogar.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Das habe ich schon, aber sollte es doch noch zu einem überraschenden Lotto-Gewinn kommen, stelle ich mir ein großes, weißes Haus mit Veranda irgendwo direkt am Strand, in den Dünen vor.  So wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt. Kilometerlanger Strand und kaum Menschen ... Also total realistisch ;-)  Vor allem, weil ich kein Lotto spiele.


Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Die Tatsache, dass wir nicht nur die großen Bühnen haben von Thalia bis Opernhaus, sondern eben auch die kleinen Bühnen. Die ganze Subkultur. Wie zum Beipspiel die „Die2teHeimat“. Ein ganz besonderer Ort, der unbedingt einen Besuch wert ist! Vor allem für alle die gerne essen .... denn hier gibt ist nicht „nur“ eine Bühne, sondern am Ende eines jeden Stückes auch eine Überraschung:  Ein gemeinsames Essen bei dem alle zusammen an langen Tischen sitzen und man mit Leuten ins Gespräch kommt, die man sonst vielleicht nicht einfach so angesprochen hätte. Außerdem sind die beiden Besitzer ganz zauberhaft!
Und wenn wir schon bei meinem Lieblingsthema sind: Nicht zu vergessen die unfassbare Vielfalt an Restaurants aller Richtungen, die natürlich auch alle nur existieren, weil Hamburg so bunt ist.
Die ganze Vielfalt, auf allen Ebenen. Egal ob man alleine, mit Freunden oder auch mit Kindern etwas unternehmen möchte, man findet etwas. Es gibt so tolle Aktionen selbst für die ganz Kleinen wie z.B. das Hamburger „Kinderzimmer“ von Olafur Eliasson in der Kunsthalle. Dann die Ausstellungen in der Deichtorhalle, kleine Galerien im Portugiesenviertel ... Lesungen ... Ganz neu: Die Kulturwerkstatt!

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde vielleicht eine neue Elbtunnelröhre bauen und eine neue Elbbrücke – wenn das Geld da wäre. Im Osten und im Westen, damit dieser ganze Verkehrswahnsinn aufhört. Busfahren, S- und U-Bahnfahren attraktiver machen, günstigere Parkmöglichkeiten für Pendler die das Park and Rideangebot nutzen. Gängeviertel und Filmfestivals stärker fördern, leer stehende Gebäude intelligenter nutzen.


Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Berlin ist attraktiv, keine Frage, aber mir zu groß, zu viel. Ich fahre sehr gern mal hin, schaue mir alles an und fahre dann wieder zurück nach Hamburg und freue mich, dass ich hier lebe. In NY war ich ehrlich gesagt noch nicht, obwohl ich sogar eine Reise dorthin geschenkt bekommen habe. Vielleicht sollte ich es doch bald mal machen. Wenn nur diese Flugangst nicht wäre ...

Alster oder Elbe?

Elbe. Ich mag die Alster, freue mich jedes mal aufs Neue, wenn ich vorbeifahre oder gehe, wie schön es aussieht, mitten in der Stadt dieses ganze Wasser, die Schiffe. Wunderbar! Aber die Elbe ist eben ein ganz anderer Schnack.  Ich kann mir stundenlang die Container und Kräne auf der anderen Seite anschauen, die Größe der Schiffe bewundern,  die tollen neuen Hausboote u.a. an den Seitenärmeln. Es wird einfach nie langweilig ...

Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Bekloppterweise den ganzen Tag. Selbst wenn ich jogge ist es an, weil ich die Strecke messe. Und natürlich für den Notfall. Seitdem ich mal mitten im Wald über eine Baumwurzel gestolpert und hingeflogen bin, laufe ich nicht mehr ohne.
 
Lieblingssong des Moment?

Von Herbert Grönemeyer „Roter Mond“ und „Neuer Tag“, weil ich davon fasziniert bin wie er es immer wieder schafft, Gefühle so auf den Punkt zu bringen. Er findet Worte für  Momente und Gefühle auf die ich nicht kommen würde.

 

Lieblingssong forever?

Mit der Entscheidung wird es schwierig, aber wenn es eine Sängerin gibt, die ich jederzeit hören könnte, dann ist es „Sade“.

Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Ich würde jedem der Hamburg nicht kennt raten ein Stück abseits der „üblichen Verdächtigen“ zu schauen. Zum Beispiel die schönen Parks die wir haben oder die Alsterkanäle. Mit dem Kanu zu fahren, unterwegs zu stoppen und am Rand einen Kaffee oder ein Eis zu kaufen und weiter zu paddeln ...
Oder die Hausboote anzuschauen, die es unter anderem an der Eilenau oder am Hochwasserbassin gibt. Natürlich ist das Treppenviertel in Blankenese genauso ein Muss wie die Hafencity, Speicherstadt und all die anderen schönen Plätze dieser Stadt. Aber wenn man eben etwas abseits schaut, entdeckt auch viele schöne Stellen ...  Stadtpark mit Planetarium, Isemarkt, Falkensteiner Ufer.

Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Meine Schwester Jana, die in Brüssel lebt! 

Herr Schröder ist nicht mein Hund, aber ich bin seine Leihmama, wenn Herrchen Lars nicht da ist.  Durch ihn, seine lustige Art, seine Komik und gute Laune habe ich mich inspirieren lassen. So ist "Zum wilden Eck" entstanden. 

Dienstag, September 10, 2013

Buchempfehlung: Taube Nuss von Alexander Görsdorf aka not quite like beethoven

Dienstag, September 10, 2013 2
Buchempfehlung: Taube Nuss von Alexander Görsdorf aka not quite like beethoven
Es ist schon eine Weile her ... so ziemlich genau sieben Jahre ... da fing ich an zu bloggen und Blogs zu lesen. Auch wenn man bei mir vermehrt Mode, Kunst, Photographie oder Musik findet, ich selbst lese am liebsten Blogs die sich mit ganz anderen Dingen beschäftigen. So zählen der Shopblogger, der LawBlog oder auch notquitelikebeethoven dazu.

Vor einigen Jahren verging keine Woche, an dem ich nicht mit Alexander oder Katja von Berlinessa in NY geschrieben habe. So wurde quasi der Grundstein gelegt ... Denn bis heute bin ich mit vielen anderen Bloggern in dauerhaftem Kontakt und Austausch. Die, die schon von Beginn an "dabei" waren, sind ein wenig wie alte Freunde, mit denen man ein Stückchen Leben teilt.

Nun hat Alexander den nächsten Schritt gemacht. Aufs Papier. In seinem Buch erzählt er vom eigenen Leben als Schwerhöriger. Durch seine Sprachwitz ist dies jedoch kein Thema, was man lieber "beschweigt", sondern über das man auch mal Lachen kann. 



Bereits auf der ersten Seite wusste ich, ich mag das Buch. Ich möchte nichts verraten und ich bin ja auch noch nicht am Ende angelangt, holt es euch einfach:

Taube Nuss von Alexander Görsdorf

Dienstag, Juli 16, 2013

Luxury Hostels of Europe E-Book by Budget Traveller

Dienstag, Juli 16, 2013 0
Luxury Hostels of Europe E-Book by Budget Traveller
Als ich Kash zum ersten Mal hier in Hamburg getroffen habe, hatte ich im Anschluß Bauchschmerzen vor Lachen. Gemeinsam mit Melvin und Nicolas haben wir das typische Hamburgtouriprogramm durchgezogen. Die Jungs sind allesamt Reiseblogger und seitdem verfolge ich, wohin es sie auf der Welt verschlägt ...


Im nicht vorhandenen deutschen Frühling machte sich Kash auf eine Reise durch die Bundesrepublik und natürlich auch in Hamburg Halt. Mit Freunden ließen wir uns durch die Nacht treiben, waren im Kinofilm Spring Breakers (die Meinungen gingen von Großartig bis worst movie ever) bei Lukullus auf der Reeperbahn Wurst essen und einem Secret Wars Gig.


Nun hat der quirlige Kash den nächsten Coup gelandet und ich freu mich sehr euch bekannt zu geben, dass ihr ab sofort einen Guide zu Luxus-Herbergen in Europa als E-Book auf seinem Blog herunterladen könnt. Alle von dem Buget Traveller selbst getestet.


Viel Spaß beim planen eurer nächsten Reise – ich bin mir sicher, ihr werdet den ein oder anderen Tipp in dem E-Buch finden!

Freitag, September 28, 2012

Buchtipp: Wäis Kiani

Freitag, September 28, 2012 0
Buchtipp: Wäis Kiani
Ich wollte eigentlich das Buch von Katja - In Higheels um die Welt kaufen, doch es war in dem Buchladen gerade nicht zu haben, also wurde es bestellt ... Trotzdem machte ich einen kleinen Freudensprung, als ich den ersten Roman von Wäis Kiani entdeckte. Habe jetzt ein Viertel des Buches durch und bin begeistert ... wer ihre Kolumnen in der Maxi und der Grazia mag, sollte es sich holen.


Donnerstag, Dezember 15, 2011

Ein Drama in sechs Aufzügen und einem Reclam-Heftchen.

Donnerstag, Dezember 15, 2011 3
Ein Drama in sechs Aufzügen und einem Reclam-Heftchen.
Erster Auftritt
Erzähler: 18.000 Mädchen, 18.000 große Träume. So begann die Suche nach der Schönsten der Schönen. Nur 50 durften mit auf die Reise in die ganze Welt. Fast 100 Tage auf drei Kontinenten. In 11 Städten. Es gab Triumphe. Es gab Tränen und wir waren alle dabei. Heute finden wir sie, die neue Königin des Catwalks. Live aus der ausverkauften Lanxess Arena in Köln. Die absolute Haute Couture unter den Shows: "Germany's Next Topmodel 2011 - das große Finale".
(Jubel. Applaus.)
 
Zweiter Auftritt
(Thomas R. und Thomas H. sind nicht zu sehen. Sie sprechen aus dem Off.)
Thomas R.: Du, Thomas!
Thomas H.: Ja, Thomas?
Thomas R.: Du, sag mal, bist du auch schon so aufgeregt?
Thomas H.: Aufgeregt? - Come on!
(Jubel. Applaus.)
Erzähler: Ladys and Gentleman, hier ist Heidis coolste Jury aller Zeiten. Hier sind die Juroren von Germany's next Topmodel 2011: Thomas Hayo und Thomas Rath!

Vierter Auftritt
(Lena und Louisa erscheinen auf der Leinwand.)
Lena: Hallo Heidi!
Heidi: Schön, dass ihr da seid!
Louisa: Hallo Heidi!
Lena und Louisa: Hallo!
Lena: Hallo Köln!
Heidi: Schön, dass ihr da seid ihr zwei. Wie is'n die Stimmung da hinten? Was ist los? Berichte, Berichte!

...

Die Studenten Weichbrodt und Stanjek haben das “Germany's Next Model” Finale abgetippt und daraus ein Buch gemacht. Braucht man das auch noch? Ein Drama in sechs Aufzügen und einem Reclam-Heftchen - "Das ist der Tag, von dem ihr noch euern Enkeln erzählen werdet". Noch nicht im Handel, doch ich warte darauf. ... bitte lest mehr beim Spiegel.

Update: Ihr könnt es auch online durchlesen. Auf issuu - typo-buch-gntm findet ihr alles!
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Freitag, April 01, 2011

Istanbul, mit scharfe Soße - Bir gavurun İstanbul'u keşfi

Freitag, April 01, 2011 2
Istanbul, mit scharfe Soße - Bir gavurun İstanbul'u keşfi
"Von den deutschen Medien geprägt hatte ich mehr Vorurteile als mir lieb war.", so Alexandra Klobouk die das Buch „Istanbul, mit scharfe Soße?“ geschrieben hat. Tolles Buch!

Die Deutsch-Türkische Community lebt schon seit 40 Jahren außerhalb der Türkei und hat sich somit in vieler Hinsicht unabhängig voneinander entwickelt. Wo so viel über Integrationsdebatte, Migrationshintergrund, Integrationsverweigerung, bildungsferne Menschen in Deutschland und mehr geschrieben wird, habe ich mich versucht zu erinnern ... 
In meiner Erinnerung waren sie schon immer da. Im Kindergarten kann ich mich an keinen kulturellen Unterschied zwischen meinen Basteltischkumpels und mir erinnern. Meine erste Wahrnehmung dazu hatte ich in der Grundschule. Doch, das lag daran, dass Ramazan einfach einen ungewöhnlich schönen Namen hatte, sehr nett war und er der einzige Junge in meiner Klasse, der im Sport genauso schnell rennen konnte wie ich. 
Das war der einzige Unterschied den ich wahrnahm! Ich habe das große Glück so aufgewachsen zu sein, das ich nie gelernt habe, auf Grund der Herkunft zu urteilen. Die eine war meine Freundin, die andere eben nicht ... Weiß Gott (!!!), warum!

Ich liebe fremde Länder und Kulturen, entdecke gerne. In der Uni habe ich jeden Sprachkurs den mein Stundenplan zuließ belegt, doch die einzige Sprache die mich wirklich gefangen hat, war die Türkische! 
Ich liebe die bildlichen Geschichten die mit der türkischen Sprache erzählt werden können, die Freude die in Kleinigkeiten investiert wird und den Zusammenhalt in diesem Land. Das sind Eigenarten die mir sehr nah sind und meinem Land doch fremder erscheinen als sie es, so glaube ich, am Ende selbst sind.

Doch, zurück zu dem Buch! Wie sieht es mit der Integration in der Türkei aus: Wie „integriert“ man sich als Deutscher in der Türkei?
Die Berliner Illustratorin Alexandra Klobouk hat genau diese Frage gestellt. Ihr Kopf war voller typisch Berlin-Kreuzberg geprägter Klischees über die Türken und die Türkei. In dem Buch sammelt sie  Geschichten aus ihrem Leben in Istanbul, dokumentierte den Alltag und unterstreicht alles mit kleinen Illustrationen in einem liebevoll illustrierten Band.

Das Buch habe ich mir kurz nach Erscheinen gekauft und gestern war ich auf der Buchlesung hier in Hamburg. Dort war auch Kerim Pamuk, ein Hamburger Kabarettist, der in der Türkei geboren wurde. Er führte ein großartiges Gespräch mit Alexandra. Was mir davon in Erinnerung blieb? Einordnen ist für Deutsche ganz wichtig! Abfrage, vorstellen, einordnen!

Stellen wir uns gegenseitig auch mal die Fragen: 

- Wie bist Du aufgewachsen? War Dein Vater der Mann im Haus, beschäftigte sich den ganzen Tag mit seiner Arbeit, Rasenmähen und Autowaschen und Deine Mutter, war sie zu Haus und hat gekocht und Euch umsorgt?
- Bist Du gläubig? Was für eine Rolle spielt Deine Religion in Deinem Leben?
- Warum sind die meisten im Ausland lebenden Deutschen so schlecht integriert?

Und lernen wir mehr kennen. Eigenarten, Gewohnheiten und Menschen!
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Sonntag, Mai 09, 2010

vom schisser zum glückspilz - ein buch von maori kunigo

Sonntag, Mai 09, 2010 0
vom schisser zum glückspilz - ein buch von maori kunigo
Das Leben ist wie die große Liebe.

Zunächst ist es dir fremd, und von allein ändert sich daran nichts. Es wird dich vor ungeahnte Herrausforderungen stellen. Es wird dir schlaflose Nächte bereiten. Es wird dir so manches Rätsel aufgeben. Es wird deine Nerven bis zum Äußersten strapazieren.

Du musst Dich anstrengen, um dessen Aufmerksamkeit zu erregen. Du musst dich aus tiefster Überzeugung auf es einlassen.

Aber wenn du es erobert hast, wird es dich lieben, so wie du es lieben wirst. Es wird dir mehr geben als alles andere, und du wirst bereit sein mehr zu geben als für alles andere. Es bedeutet Leid. Es bedeutet Glück.

Das Leben ist die große Liebe.
aus dem Intro zum Buch
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Es ist kein reiner Reisebericht, kein reiner Reiseführer, eher Ergänzungs- und Unterhaltungsliteratur eines Menschen, der wie viele seiner Generation »irgendwas mit Medien« macht. Das Buch ist ein  Appell gegen das versnobte, bedeutungslose Leben auf der Überholspur.
Jahrelang kann sich Maori nicht überwinden, seinem Fernweh zu folgen. Als der Alltag ihn zu erdrücken droht, überwindet er die Angst und nimmt sich von blindem Aktionismus getrieben gleich den Jakobsweg vor. Ein halbes Jahr später schleppt er sich bei vierzig Grad Celsius über einen spanischen Schotterweg und denkt sich: »Ich bin bescheuert.«


Bild 11

»Vom Schisser zum Glückspilz« ist mit Hilfe seiner akribischen Tagebucheintragungen auf der Reise entstanden. Nun kann er gar nicht mehr aufhören zu laufen und als ich ihn treffe, erzählt er mir von zurückgelegten Strecken innerhalb der Stadt, mit denen er angefangen hat und seinen gesunden Füssen auf der Reise. So ist das mit dem Schweinehund. Dem Inneren. Überwindung und Konsequenz. Und dann liebt das Leben dich zurück.

Alle Einnahmen des Buches kommen caritativen Einrichtungen in Deutschland zu. "Alle?", frage ich ein wenig erstaunt. "Ja, alle Einnahmen. Ich hab meinen Lohn auf und durch die Reise an sich ja schon bekommen.", ist seine Antwort. 
Wer auch so viel Spaß an seiner Schreibweise hat wie ich, kann entweder ein bißchen in seinem Blog, dem Dosenapfel stöbern, oder bei AMAZON.DE sein Buch kaufen.

Sein nächstes Projekt existiert auch schon. Maori trägt einen Brief von Hamburg nach Smederevo (Serbien) und überreicht ihn persönlich an den Empfänger.  Sind schlappe 1600 bis 1800 Kilometer.
Erlaubt ist die Fortbewegung zu Fuß, per Fahrrad oder per Anhalter. 
Die Bedingung dazu; die Facebook Gruppe
müsste bis Ende Juli 2010 10.000 Mitglieder erreichen.

Hey, das ist doch machbar. Ich hätte nämlich gerne ein zweites Reisberichttagebuch.
Go Maori!!!

Dienstag, Mai 26, 2009

Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet.

Dienstag, Mai 26, 2009 4
Die ganze Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet.
"Ich sauge den Sommer in mich ein wie die Wildbienen den Honig", sagte sie.
"Ich sammel mir einen großen Sommerklumpen zusammen und von dem werde ich leben, wenn...
wenn es nicht mehr Sommer ist. Und weißt Du woraus er besteht?
Es ist ein einziger großer Kuchen aus Sonnenaufgängen und Blaubeerreisig mit reifen Beeren und Sommersprossen,
die du auf den Armen hast, und abendlichem Mondschein auf dem Fluss und Sternenhimmel und Wald in der Mittagshitze.
Voll von Sonnenlicht auf den Fichten und kleinen Regenschauern und so was.
Und voller Eichhörnchen und Füchse und Hasen und Elche und dazu alle Wildpferde, die wir kennen.
Und auch noch unser Schwimmen und Reiten im Wald, ja, da hörst du,
dass mein großer Kuchen aus allem besteht, was Sommer ist."

aus ronja räubertochter