Kathrynsky's

Montag, Dezember 10, 2018

Mit Sicherheit: Rucksackliebe. Do more, be more, see more! pacsafe #SAFETRAVELS. *unbezahlte Werbung, PRSample*

Montag, Dezember 10, 2018
Mit Sicherheit: Rucksackliebe. Do more, be more, see more! pacsafe #SAFETRAVELS. *unbezahlte Werbung, PRSample*

Ich gebe zu, es ist nicht mein Erster. Er hat jedoch einen Vorteil gegenüber seiner Kokurrenten – er ist sicher. Es ist ein pacsafe. Sicher, weil in ihm ein nicht sichtbares Edelstahl-Drahtgewebe eingearbeitet ist, dass ein Durchtrennen des Stoffes mit einem Messer unmöglich macht. Dies gilt auch für die Gurte. Diese sind mit Edelstahl-Drahtkabeln verstärkt. Und weil er eben sehr auf Sicherheit bedacht ist, sind auch die Reißverschlüsse mittels Roobar-Klemmschloss fest vor ungewolltem Zugriff sichern und im Laptopfach befindet sich eine Kletttasche mit einem Schutzmaterial, dass es nicht ermöglicht die Daten von z.B. Karten und dem Pass kontaktlos auszulesen (RFID-Safe). 

Dieser Rucksack, nein, die Idee der Gründer hat mich schwer begeistert. Und der Grund, warum sie ihre Idee umgesetzt haben, ist denkbar einfach. Die beiden Australier haben nämlich selbst den größten Teil ihres Lebens damit verbracht, die Welt zu bereisen und Abenteuer zu suchen. Sind via Trekking durch Asien, haben sich durch Europa getrampt und waren auf hoher See segeln.



Und weil sie eben selbst wissen, wie schön es ist, wenn man an bislang unbekannten Orten durch geschäftige Städte in geheimen Gassen unterwegs ist, sich von lokalen Delikatesse bezirkzen lässt und voller Ehrfurcht zwischen den alten Mauern steht, wissen sie auch, wie das Gefühl ist, wenn einem die Pässe gestohlen werden, oder man ungemütlich auf den eigenen Rucksäcken schläft – der Sicherheit wegen. Deswegen haben sie selbst etwas entwickelt, was ein wenig mehr Schutz bietet vor Langfingern. 

1998 gründeten sie pacsafe – dabei rausgekommen sind praxisgerechte Taschen, die auf Schnickschnack verzichten und dafür eine robuste Ausführung haben. Die Basis bildet bei allen Taschen das Edelstahl-Drahtgewebe. Und auch wenn ihr einen Rucksack habt, den ihr nicht eintauschen wollt ist es möglich diesen mit einem Edelstahl-Drahtgewebe zu optimieren – es wird einfach über den Rucksack gezogen.

Optisch diesem sicheren Netz ähnlich ist der Panzer der Schildkröten. Für pacsafe steht die Schildkröte auch als Symbol für einen Reisenden ohne Grenzen. Leider verheddern sich mittlerweile aber zu viele Meerestiere in Müll, Fangnetzen und und und. Und weil zum einen bereits bei der Produktion der Taschen auf eine nachhaltige Erstellung geachtet wird, tun sie einfach noch mehr und haben 2014 den "Turtle Fund" gegründet, der sich um genau diesen Erhalt kümmert. Wer dazu mehr lesen möchte, unter pacsafe.com/ExploreTurtles findet ihr viele Infos und Bilder.



Und weil es neben den Rucksäcken noch mehr Taschen gibt, haben sie mittlerweile auch das Portfolio erweitert und bieten Schulter-, Geld-, Foto- oder eben eine Handtasche an. Damit es egal wo sicherer ist.


Dienstag, Dezember 04, 2018

Mit dem Scent Carry Fahrrad durch Hamburg - Mini-Guide und Tipps für die Schanze, St.Pauli und Neustadt

Dienstag, Dezember 04, 2018
Mit dem Scent Carry Fahrrad durch Hamburg - Mini-Guide und Tipps für die Schanze, St.Pauli und Neustadt

Die warmen Tage des Jahres sind vorbei und doch finde ich nichts schöner, als mich nicht in Bus und Bahn einreihen zu müssen, sondern mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.  Dank meines neuen Fahrrads von Kalkhoff (Werbung für das Produkt, unbezahlt, ein Barter Deal) bin ich endlich wieder mobil und kann selbst die Entscheidung treffen, wo ich halten möchte. Ich liebe die Einbahnstrassen der kleinen Hamburger Stadtviertel und auch, das Radfahrer in die meisten von beiden Seiten einfahren dürfen. Es gibt hier viele schöne Orte, die am besten auf zwei Rädern zu erreichen sind. So viel, was es neben dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen zu sehen gibt. Ein paar dieser Orte stelle ich euch nun hier vor, die Bilder dafür sind alle von mir selbst und bis dato unbekannten Passanten, die ich spontan gefrag habe, entstanden – sollte eine/r seine Bilder nun hier entdecken: 1000 Dank!

Nach einem Rennrad, bei dem mir die Reifen für das viele Kopfsteinpflaster hier zu dünn und das Hollandrad zu schwer waren, ist dieses Rad optimal. Ich habe mein neues Gefährt, das Scent Carry von Kalkhoff, schon jetzt so liebgewonnen, es soll mir bitte lang erhalten bleiben – es fährt sich toll und, ich habe mir hier einen großen Wunsch für mehr Transportmöglichkeit erfüllt: Zwei Gepäckträger, vorne und hinten 💞 Alltagstauglich und doch alles andere als alltäglich, dieses matte Blau, ich bin schwer verliebt! Dazu kommt das einfache Handling und das geringe Gewicht.


Mehr Infos zum Fahrrad:

Das Kalkhoff Scent Carry ist mit einer wiederstandsfähigen Pulverbeschichtung ausgestattet,
welche dem Rahmen eine robuste und hochwertige Oberfläche verleiht.
Das Besondere an diesem Bike ist der praktische Aluminium Frontgepäckträger.
Das City-Bike ist mit einer LED Beleuchtung ausgestattet, welche ganz besonders hell, sowie langlebig und unempfindlich gegen Erschütterungen ist. Unfassbar angenehm und doch sofort da wenn sie benötigt wird: Die Hydraulische Shimano Scheibenbremse.


Hamburg hat sage und schreibe 560 Kilometern Radweg, das längste Radwegenetz Deutschlands! Woop woop! Und doch bemerken Kraftfahrer die Radfahrer hier oft erst, wenn sie sich fast berühren. Na klar, es gibt unter allen Beteiligten Rowdys, doch die meisten Verkehrsteilnehmer fahren ordentlich. Was hier allerdings noch fehlt ist die Möglichkeiten mehr miteinander fahren zu können. So effizient wie der öffentliche Nahverkehr in den letzten Jahren, mit den aufeinander abgestimmten Fahrplänen von Bus und Bahn, geworden ist, so gut soll es bitte auch mit den Rad- und Kraftfahrern werden.

Seit Jahren wird verbessert, in der Stadt gibt es im Vergleich zu vor zehn Jahren mittlerweile deutlich mehr Radstreifen auf der Fahrbahn oder auch bessere Leitsysteme und doch, da geht noch was. Wer sich mit innovativen Fahrradstädten wie Kopenhagen, Münster oder gar Berlin vergleichen möchte, der muß die Räder konsequent auf die Straße holen – abgetrennt durch Linien ("Schutzstreifen"). An der Feldstrasse klappt es zumindest in die Richtung Innenstadt so gut, dass ich hier gern und ohne Sorge Rad fahre.

Hier, in der Schanze, liegt der Anteil der Radler sechs Prozent über dem Stadtdurchschnitt. Viele Radwege sind breiter als im Stadtdurchschnitt – und nur was da ist, kann genutzt werden, oder? Nur wenn das Angebot für die Bürger da ist, können sie das Angebot zum "umsteigen" auch annehmen!



Bei meiner kleinen obligatorischen "Standard" Radtour halte ich immer wieder an selben Ecken und bei den gleichen Läden – von der Schanze zur Neustadt. 

Zum einen ist da die B-Lage in der Kampstrasse. Eher ein Pop Up statt ein Concept Store, doch als langfristiges Projekt, ein dauerhafter Laden angelegt. Der Clou dort ist, dass es ständig etwas Neues zu entdecken gibt und die verkauften Labels regelmäßig wechseln. Gleichzeitig hat es überhaupt nichts mit Fast Fashion zu tun. Die Mädels hier wissen genau, wer hinter den Produkten steckt, wer die Idee dazu hatte und wer die Produkte wie und wo genau fair produziert hat. Wenn uns in der Shopping-Hysterie nicht die Zeit bleibt uns Gedanken zu machen, dieser Laden hat die richtige Wahl schon vorher für uns getroffen. 💚


Ein Interview mit B-age Inhaberin Vanessa findet ihr HIER

Suppenläden eröffnen im Moment ja noch und nöcher – ich mag es gern, denn ich LIEBE Suppen jeglicher Art. Was ich nicht mag, dass ich mich mit Freunden immer entscheiden muß ob Phở oder Ramen. Bei ume no hana ist allerdings beides möglich! Nach dem Motto: Ramen trifft auf Phở, alle sind froh! gibt es hier köstliche Phở, unfassbar leckere Ramen und vietnamesische Bowls vom Feinsten.

Mehr Infos zu dem Restaurante findet ihr in
diesem schönen Artikel von Geheimtipp Hamburg oder diesem hier von Mit Vergnügen

Mein liebster Buchladen in Hamburg und ein Stop der definitv sein MUSS! Die Buchhandlung Cohen + Dobernigg ist seit 2002 ein fester Bestandteil des Hamburger Schanzenviertels. Das Oval in dem Laden ist mehr als ungewöhnlich für einen Buchladen. Doch so fühlt man sich als würde man gemeinsam an einem Tisch lesen. Hier gibt es viele Designbücher, Bücher zu den Themen Popkultur und auch Fach- und Kinderliteratur. Lesungen, bunte Abende und und und ... die Bücher werden auch via Fahrradkurier ausgeliefert. Was ich hier so gern mag, wenn man sich beraten lassen möchte, tun die Buchhändler dies, ob ausführlich oder nur kurz. Ich weiß, ich schaffe es in zehn Minuten mit einem Buch den Laden zu verlassen, das mir gefallen wird. Ich kann aber genauso gut zwei Stunden hier sitzen und schmökern! 💙

Mehr zu der Buchhandlung findet ihr in diesem Börsenblatt Artikel

Mein letzter Stop ist meist die Rindermarkthalle, inmitten des Dreiecks von Schanze, Karoviertel und St. Pauli. Hier findet man alles was man braucht auf einem Fleck und ich kann die Gepäckträger befüllen. Da sie wirklich mal als Zentralviehmarkthalle errichtet wurde (1950/51), blieb der Name über die Jahre erhalten. Und weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht, durfte es glücklicherweise nicht abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, sondern wurde ein Jahr lang für eine neue Einzelhandelsnutzung grundsaniert. Seit September 2014 ist der knapp 15.000 Quadratmeter große Gebäudekomplex, liebevoll die "Rindi" genannt, wieder geöffnet. Von hier aus geht es über meinen liebsten Fahrradweg an der Feldstrasse und durch die Einbahnstrassen der Neustadt nach Hause. 

Um bei einem der wenigen Kioske in der Neustadt nochmal auf einen Schnack vorbeizuschauen, oder ein Getränk oder Snack oder einfach nur so winken.


Wenn ihr nun von dem Kalkoff Rad so angetan seit wie ich, ihr könnt sie über Händler kaufen. Über diesen Link macht ihr die die Kalkhoff-Händler ausfindig: 
So sind in Zukunft hoffentlich noch mehr Radfahrer in der Stadt zu finden und es gibt mehr miteinanderfahren auf Augenhöhe. Weniger zugeparkte Radwege, genommene Vorfahrten, und und und ... 
👋👋👋

Danke an Kalkhoff für dieses tolle Fahrrad!
Und wer noch mehr Fakten und Infos zu der Geschichte der in Deutschland hergestellten Räder möchte,
Friederike von freiseindesign war für eine Radtour mit ihnen auf Mallorca unterwegs, lest euch mal dort rein.
HIER!

Freitag, November 30, 2018

Bruna. Hamburger Mensch #209

Freitag, November 30, 2018
Bruna. Hamburger Mensch #209
Heute bei den Hamburger Menschen zu Gast, die DJ Bruna. Vielleicht seit ihr ihr in Hamburg schon über den Weg gelaufen? Bzw. habt zu ihrer Musik getanzt? Was sie sonst noch so macht und wo sie ihr Traumhaus bauen würde, das erzählt sie uns nun, los geht es, Bruna, wer bist du?

Ich bin Bruna und bin 27 Jahre alt. Aufgewachsen bin ich im grünen Viertel Poppenbüttel, in Hamburg.

© Lukas Wentzke


Woher kommst du?

Also eigentlich komme ich aus der anderen Hälfte der Erdhalbkugel, aus Brasilien. Geboren bin ich in Recife, eine Stadt an der Nord-Ost-Küste. Wenn ich ab und an meine Familie dort besuche und Urlaub mache ist genau das mein Ruhepol. Das Meer, die Sonne, meine Familie und die Natur, all diese Dinge bringen mich immer wieder zurück zu mir selbst.


Seit wann bist du in Hamburg?

Im Jahr 1995 bin ich im Alter von vier Jahren mit meiner Mutter, meiner großen Schwester und meinen inzwischen verstorbenen Stiefvater nach Hamburg gezogen. Hier bin ich groß geworden und bin sehr froh darüber, dass ich hier aufgewachsen bin. Seit 24 Jahren lebe ich in Hamburg und liebe diese Stadt mehr als je zuvor.

© Richie Racoon



Erzähl mal von deinem Beruf?

Die meistens kennen mich wohl aus dem Nachtleben und aus den Hamburgern Clubs, in denen ich fast jedes Wochenende elektronische Musik auflege. Die Anderen kennen mich bestimmt als Moderatorin aus meiner Livestream Sendung  “behind the decks” auf Tide Radio. Namhafte Acts werden für ein kurzes Interview und ein Liveset eingeladen, wenn sie am selben Wochenende in Hamburg spielen. Die anderen kennen mich als ehrenamtliches Clubkind oder auch als Veranstalterin für die DJ-Newcomer Förderung “Bruna & Kollektiv”. Auf dieser Veranstaltung die ich mit zusammen mit Gülay von den Clubkindern gestalte, bieten wir Newcomer DJs eine Plattform zum Auflegen an. Die Eintrittsgelder, werden alle für die soziale Organisation Clubkinder gespendet, die sich wiederum für soziale Projekte in Hamburg einsetzen. Tanzen für den guten Zweck! Das alles passiert an meinen Wochenenden und unter der Woche arbeite ich für ein Label. Ich liebe meine Arbeit, nicht nur weil sie vielfältig ist, sondern weil die Musik und das Miteinander im Vordergrund stehen.  Für mich ist es wichtig, dass Musik und Kultur Zeit und Raum haben sich entfalten und immer wieder weiterentwickeln zu können. Das gibt mir große Freude und es macht mich glücklich etwas in Hamburg zu bewegen und voranzutreiben. Aktuell arbeite ich daran meine musikalische Karriere nachzugehen ... ist aber ein Prozess mit viel Geduld.

© Richie Racoon
© Lukas Engelhard




Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Dann wäre ich Synchronsprecherin für die übersetzten Hollywood-Filme! Die Anrufbeantworter Stimme kann ich schon mal ganz gut. Parallel dazu würde Ich weiterhin für gemeinnützige Initiativen in Bezug auf Mensch und Umwelt aktiv sein, da Tätigkeiten für den guten Zweck mich erfüllen.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Mit Freunden und Familie was essen! Um Stress abzubauen in die Sauna oder zum Sport. Ich mache seit vier Jahren Thaiboxen und Boxen und muss sagen, dass ich meinen Ausgleich gefunden habe. Es fördert meine Konzentration, mein Reaktionsvermögen und pusht mich über meine Grenzen hinaus. Außerdem gibt es mir jedes Mal Motivation in bestimmten Sachen im Leben nicht aufzugeben sondern Geduld und Mut zu haben und weiterzumachen.



In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Ich wohne an der Sternschanze. Ich muss sagen von Poppenbüttel zur Sternschanze ist es das höchste Upgrade ever und ich bin mehr als dankbar hier wohnen zu können. Ich hab hier ALLES  was ich brauche vor der Haustür. Wenn ich in den Clubs auflege bin ich ruck zuck zuhause. Das erspart mir ne ganze Menge Zeit!



Möchtest du nochmal in einem Anderen Viertel wohnen?

Gerade fühle ich mich hier wohl und kann mir auch nichts besseres vorstellen.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Da ich das Meer liebe, in Övelgönne mit Ausblick auf die Elbe.


©Anna Marieke Gerke


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Clubsterben verhindern und das Hamburg auf der Musiklandkarte bleibt. 
Und Plastik Verbot!

 

Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

In Berlin bin ich oft und in New York war ich schon mal. Beides tolle Städte und alle haben so ihre Charaktereigenschaften. Zwar fehlt mir etwas mehr Offenheit in Hamburg, wo Berlin und New York Vorreiter sind, aber solange mich nichts berufliches aus der Stadt rauszieht, werde ich in Hamburg bleiben. Außerdem hab ich das Gefühl in Hamburg ist man jemand und nicht einer von tausend.



Alster oder Elbe?

Elbe.

© Richie Racoon

Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

24/7. Wenn es mal vorkommt, dass  ich unterwegs bin und es dann aus geht weil ich kein Akku mehr habe, dann freue ich mich auch mal nicht erreichbar zu sein. 


Keine Frage, doch ein wenig Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest:

sharing is caring but it also reduces the burden and double the happiness.

© Mathias Bak Larsen

Lieblingssong im Moment?

Pional - Time Of The G’s


Lieblingssong forever?

Görkem Han - Ocean


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Planetarium
Park Fiction
Der geilste Irrgarten und Plattenladen Deutschlands: Freiheit & Roosen / dephekt


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Ich möchte mich bei meiner Familie und Freunden bedanken, die immer zu mir stehen und an mich glauben und mich wo sie können unterstützen! Ein großes Dankeschön geht an meine Oma und besonders an meine Mutter, die für mich so wahnsinnig viel getan hat, ich bin so stolz auf dich, Powerfrau! Und zuletzt danke ich meinem Coach und Freund Milton, der mich bei jeder Lebensphase im Leben unterstützt!

Brasilien
© Richie Racoon
© Bettina Theuerkauf

Montag, November 26, 2018

Widdewidde wie sie mir gefällt ... Die Clutch Bag von Tiefenbacher Lehmann aus Hamburg

Montag, November 26, 2018
Widdewidde wie sie mir gefällt ... Die Clutch Bag von Tiefenbacher Lehmann aus Hamburg

Eins und eins, das macht zwei. Oder eben umgekehrt. Ich habe eine neue Clutch von Tiefenbacher Lehmann (PR Sample) – die ist klein, doch eine Verwandlungskünstlerin. Doch nicht nur bei ihr, bei allen Taschen des Hamburger Labels gibt es die Möglichkeit sie sowohl mit langem Schulterriemen oder als Clutch auszuführen. 

Das war es noch nicht mit den Kombinationsmöglichkeiten: Mit Hilfe von Karabinerringen kann auch eine Acryl Chains statt dem Ledergurt angebracht werden, oder einer der geflochtenen Gurte, oder ... es gibt eben Möglichkeiten. Die beiden Einzelteile werden mit vier stabilen Druckknöpfen zusammengeklippt und auch mit viel Kram darin und wildem *schnellüberdenkopfwerfen* und rennen mit dem Hund – was zusammengehört bleibt zusammen.



Das Label aus Hamburg fertigt alle ihre Produkte fair in kleinen Manufakturen in Italien. Meine Clutch Bag entstand zum Beispiel in einer kleinen Manufaktur in der Nähe von Florenz.

https://www.tiefenbacherlehmann.com/product-page/clutch-bag-petrol-avocado

Die Fakten: 

Leder: 100% strukturiertes italienisches Nappaleder 
Innenfutter: 100% beiges italienisches Veloursleder    
Die Maße: Je ca. 21cm x 16,5 x 3 cm (LxHxB)     
Jede der zwei Clutches hat ein kleines Innenfach. 

Die zwei Clutches sind mit Druckknöpfen verbunden, welche voneinander getrennt und jeweils einzeln getragen werden können.  

Zu jeder Tasche hinzu kommen auch noch zwei Schultergurte:  
Ein schmaler Gurt: ca. 107 - 114 - 121 cm x 1,5 cm (LxB) (auf den Bildern hier nicht zu sehen)
und ein in der Länge dreistufig verstellbarer  breiter Gurt:  100 cm x 4 cm (LxB)


Freitag, November 23, 2018

Tanmay Saxena, Designer des unisex, handmade-clothing labels LaneFortyfive im Interview

Freitag, November 23, 2018
Tanmay Saxena, Designer des unisex, handmade-clothing labels LaneFortyfive im Interview
Heute gibt es mal ein Interview aus London, nicht Hamburg. Tan kommt zwar nicht aus London und bezeichnet sich auch selbst als Reisender, doch im Moment lebt er dort. 
 
Bereits seit seiner Kindheit beschäftigt er sich mit Stoffen, Materialien, Strukturen und Farben. Vor etwa drei Jahren hat er dann angefangen auf einem Flohmarkt in London selbstgemachte Shirts zu verkaufen. Und zwar ziemlich erfolgreich, denn die Nachfrage nach eben diesen wuchs stetig. Also brachte er sich mithilfe von YouTube-Videos das Nähen bei und gründete relativ schnell das Label LaneFortyfive

Das Label steht für unisex, hand-made clothing. Von seiner 5.2 Kollektion (Cordorama) bin ich ziemlich begeistert, denn sie ist für mich die Verkörperung der Saison, kuschelig und doch nicht nach Geschlecht urteilend und für jeden tragbar. 

Und auch mit dem Label ging es bislang stets aufwärts, so hat er sich in London bereits einen Namen gemacht und arbeitet unteranderem auch mit Musikern wie Alan Gregory Isaac und Leon Bridges zusammen. Nachdem die britische Presse schon etwas über ihn geschrieben hat, ist er heut an der Reihe hier bei mir etwas über sich zu erzählen, also los Tan, sag mal:

Who are you?

Hah. Well. Clearly no easy starts here!
Errm … Should we come back to this one towards the end?
Because this to me is the question to an answer that would be perpetually changing. And perpetually wanting to be answered.
 
As of now, lets just say Im travelling. So a traveler. Making things, clothes, stories to keep the journey interesting and worthwhile.

So yeah, a traveler for now.

Wer bist du?

Mhhhh. Ganz klar, kein einfacher Start.
Ähm ... können wir auf die Frage vielleicht am Ende nochmal zurückkommen? 
Denn das ist für mich die Frage auf eine Antwort, die sich ständig ändern würde. Und ständig neu beantwortet werden müsste.
 
Jetzt gerade würde ich sagen, reise ich. Also bin ich ein Reisender. Ein Reisender der Dinge, Kleidung und Geschichten erschafft, damit die Reise spannender und lohnenswerter ist.

Also ja, jetzt gerade bin ich ein Reisender.


 
Where are you from?

May be now every question will seem like a double-edged sword to me, ha!
Ok. I will try to be less of my philosophical self for a change.
I was born in a small village town in the north of India. An old-skool tier-C town, and that too as per Indian standards.

Woher kommst du?

Vielleicht wird jetzt jede weitere Frage wie ein zweischneidiges Schwert für mich sein, ha!
Ok. Zur Abwechslung werde ich versuchen weniger mein philosophisches Selbst zu sein.
Ich wurde in einem kleinen, sehr ländlichen Dorf im Norden von Indien geboren. Ein Dorf nach indischen Standards.


Since when do you live in London?

Been in the UK since 2008. But in London since 2010.

Seit wann lebst du in London?

Ich lebe seit 2008 in Großbritannien. Aber seit 2010 bin ich in London. 


Tell me about your job?

It's not a job thankfully. I'd like to think I tell tales. Stories. Made up or otherwise. Primarily through designing and making clothes these days form y clothing label called LaneFortyfive

But then also writing short stories or, writing and making short films.


Erzähl mal von deinem Beruf?

Es ist glücklicherweise kein Job in dem Sinne. Ich liebe es Dinge zu erzählen. Geschichten. Eigene oder was auch immer. In erster Linie erzähle ich Geschichten durch das Design und die Herstellung von Kleidung meines Label LaneFortyfive

Aber ich mag es auch Kurzgeschichten oder Kurzfilme zu schreiben und zu drehen.

Mein Favorit 💛
LaneFortyfive



What would be your job, if you wouldn't do what you are currently doing?

A professional, highly efficient Day-dreamer. Or a top-notch freelance Procrastinator. I would be amazing at that. Please let me know if you know someone hiring for any of those positions. 

Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ein professioneller, hocheffizienter Tagträumer. Oder ein erstklassiger und freiberuflicher Zögerer. Darin wäre ich unfassbar gut. Falls du wen kennst der solche Stellen ausgeschrieben hat, lass es mich wissen.


What do you do when you are not working? 

You know what, the line has got blurred lately. I don't know if there is a time when I'm not working. There were 3 grey hair in my beard in 2016. As of today, that figures is a staggering 19.
 
But to answer your question, may be sleeping. At least that is when I am consciously not working.

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ach weisst du, seit einiger Zeit verwischen diese Linien mehr und mehr.
Ich kann dir nicht mal sagen, ob es Zeiten gibt in denen ich nicht arbeite. 2016 hatte ich 3 graue Barthaare. Heute zähle ich ganze 19.
 
Aber um deine Frage zu beantworten, wahrscheinlich schlafen. Wenn ich bewusst nicht arbeite, dann schlafe ich.

LaneFortyfive



In which part of London do you live?

Currently near Finsbury Park. It’s not a very good park. My work-studio is 7 minutes walk away. And I always wanted to live 7 minutes walk away from my studio. So it's working well for me so far.

In welchem Stadteil von London lebst du?

Aktuell lebe ich in der Nähe vom Finsbury Park. Es ist kein sehr schöner Park. Mein Studio ist 7 Minuten zu Fuß entfernt. Ich wollte immer 7 Minuten zu Fuß von meinem Studio entfernt wohnen. Daher ist es momentan vollkommen in Ordnung für mich.


In which other part of London could you imagen to live too?

I can live anywhere. And my imagination can run amok sometimes.

Möchtest du noch einmal in einem anderen wohnen?

Ich kann überall wohnen. Meine Fantasie kann manchmal Amok laufen.


Where would you build your dream house?

It would have to be in a warm country. Because you will have to walk mid-riff deep in water if you enter the house and walk through it from the kitchen to the bedroom, to the hall. That’s how I want to make it.
 
So probably India. Unless I get VERY rich soon and build it in Iceland.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Es müsste in einem warmen Land sein.
Denn wenn du das Haus betrittst und von der Küche in das Schlafzimmer zur Halle gehst, stehst du hüfttief im Wasser. So möchte ich es erschaffen.
 
Also wahrscheinlich Indien. Es sei denn, ich werde sehr bald seeeeehr reich sein, dann baue ich ein Haus in Island.


Is London a city full of culture for you and if yes why?

London is everything to me. I'm sure you can get a stronger dose of culture somewhere else. But the pace suits me very well. The balance suits me very well. You can go back to your boring cocoon to let your head hibernate for a while, and then be welcomed back at your own pace seamlessly.
Not sure if that was the answer you were looking for. But yes.
The answer is yes.

Ist London für dich eine Kulturstadt und was macht sie dazu?

London ist alles für mich. Ich bin mir sicher, dass man irgendwo anders eine stärkere Dosis an Kultur findet. Für mich ist dieses Tempo hier jedoch perfekt. Dieses Gleichgewicht gefällt mir.
Wenn du magst kannst du dich in deinen langweiligen Kokon zurückziehen, um deinem Kopf einen kleinen Winterschlaf zu gönnen und wenn es Zeit ist, kannst du wieder in deinem eigenen Tempo herauskriechen.
Ich bin mir nicht sicher ob dies die Antwort ist die du hören wolltest. Aber ja. Die Antwort ist ja.

LaneFortyfive


What would you change if you were mayor?

Oh, thinking about what has been going on lately, that list would be a long one.

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Oh, wenn man darüber nachdenkt was in der letzten Zeit alles passiert ist, dann wäre diese Liste enorm lang.


Why London and not Hamburg or New York? 

Wasn’t in my hand. I had not even planned to move out of India. Just happened by chance. But I can't tell how happy I am about London.

Warum London und nicht Hamburg oder New York?

Diese Entscheidung lag nicht in meiner Hand. Es war nicht mal geplant aus Indien wegzuziehen. Es ist ganz zufällig passiert. Aber ich kann gar nicht in Worte fassen wie glücklich mich London macht.


How many hours a day is your smartphone on?

Do you mean for how long I am on it ?  A lot more than I would like to. Necessary evil, that guy.

Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Meinst du, wie lange ich mich mit meinem Smartphone beschäftige? Bei weitem länger als ich gerne würde. Notwendiges Übel, dieses Ding.


No question, but a little space for your answer or what you want to get rid of:

I would get rid of that Mayor question ☺

Keine Frage, doch ein wenig Platz für deine Fragen oder für etwas was du gerne loswerden möchtest:

Ich würde gerne diese Bürgermeister-Frage loswerden 😊


Favorite song of the moment? / Lieblingssong des Moment?

“I get overwhelmed” by Dark rooms


Favorite song forever? / Lieblingssong forever?
“Universe” by Gregory Alan Isakov / “On and On” by Longpigs
 


Three places you must see while visiting London:

I can tell exactly which ones, but that wont be any fun. 
- I think you should roam along the Regents Canal in East London. You get to see some really good things.
- Barbican.
- Serpentine gallery

Drei Plätze, die man sich in London unbedingt angeschaut haben sollte:

Natürlich kann ich sie direkt beim Namen nennen, aber das würde keinen Spaß machen.
- Man sollte auf jeden Fall den Regents Canal in East London durchstreifen. Dort sieht man ein paar wirklich schöne Dinge.
- Barbican.
- Serpentine Gallery.


Would you like to greet someone else? Here is room for it:

I started writing names and the list just got too long… So I deleted it.

Möchtest du noch jemanden grüßen? Hier wäre Platz dafür:

Ich habe angefangen Namen runterzuschreiben und die Liste wurde einfach zu lang.
Also habe ich sie wieder gelöscht. 

💙💛💚
Danke für das Interview lieber Tan!

Sonntag, November 18, 2018

Musiktipp: Fluru aus Schweden. Ihr Debütalbum: "Where The Wild Things Grow"

Sonntag, November 18, 2018
Musiktipp: Fluru aus Schweden. Ihr Debütalbum: "Where The Wild Things Grow"
Gestern wurde mir von einer Band erzählt, deren Album seitdem auf Dauerschleife läuft, weil es einfach großartig ist. Eine moderne Version von Country und jedes Lied trotzdem ein bißchen anders. Kaum zu glauben, dass dieses so schön arrangierte Album das Erste der Band ist! FLURU!

Es klingt nach viel Sehnsucht und perfekt für den Herbst ohne zu depressiv zu sein. Warme Country-Klänge um Herz und Seele zu erwärmen. Die fünf Bandmitglieder kommen aus dem nordschwedischen Örtlein Hammarstran, doch das Video zu "In a Million Ways" und auch "Where The Wild Things Grow" sind in Hamburg gedreht worden. 

Hört mal:




Malin und ihr Ehemann Claes, sowie Nicklas, Robin und Jesper gründeten FLURU 2014. Fünf Menschen die in dieser Band ihre Liebe zur Musik teilen und damit etwas Schönes kreieren. Die mit Ihren Instrumenten und in der Musik nach Harmonie suchen und die Magie entdecken und in den Zuhörern erwecken.

 
Anfang November haben sie noch in der Pony Bar in Hamburg gespielt, wie schade, dass ich sie da noch nicht kannte, was ein Glück dass sie 2019 auf Tournee sein werden. Und weil der Vinyl Fan blog es so wunderschön geschrieben hat, lest euch doch mal deren Album Review durch: HIER.

Mehr FLURU!

Freitag, November 16, 2018

Helga Siebert. Hamburger Mensch #208

Freitag, November 16, 2018
Helga Siebert. Hamburger Mensch #208
Heute freue ich mich meine Nachbarin zu Gast in der Serie "Hamburger Menschen" zu haben. Es ist für mich immer wieder spannend ihren Geschichten zum Beruf und auch Hamburg zuzuhören. Oder auch bei ihren Auftritten ihren Worten zu lauschen? Was für Auftritten? Na, das erzählt Helga mal selbst, also los, erzähl mal, wer bist du?

Ich bin Helga Siebert, eine „stiergeborene Niedersächsin“ von 1,62 m (schon 1 cm kleiner als vor 10 Jahren), habe 'nordischlichtaschblond' Haare (stand irgendwann mal auf der Packung) mit vielen Silberstreifen. Meine Schuhgröße ist 38 – die Konfektion war auch mal 38 – ich esse gern Äpfel, trinke gern Rotwein, vertrage mehr Äpfel ... als ... na ja.


Woher kommst du?

Vom Rande der Lüneburger Heide wurde ich mit einem halben Jahr in den Süden der Stadt Hamburg hineingeworfen, nach Harburg. Ich habe noch intensive Erinnerungen an die Tanzschule Häderich, den „Jungfernzwinger (Mädchengymnasium), das Kino Gloriapalast, die Außenmühle und die Eichenhöhe (Tanzdielen).
 

Erzähl mal von deinem Beruf?

Ursprünglich bin ich gelernte Kauffrau im Groß- und Außenhandel, dann habe ich zehn Jahre eine Tochterfirma mit aufgebaut für Projekte in Westafrika, die ich betreut habe. Reisen und so inbegriffen. War Betriebsrätin.

Dann kam der Wendepunkt, ich bin für drei Jahre zur Schauspielschule. In der Zeit hatte ich Jobs als Blumenbinderin, Bedienung auf Barkassen im Hafen und Verkäuferin – alles um das Studium zu finanzieren.
 
Jetzt bin ich seit vielen Jahren als Schauspielerin, Kabarettistin und Schreiberin mehr als glücklich.
Schaut doch mal unter www.helgasiebert.de



Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Die Frage stellt sich mir jetzt nicht mehr, da ich ja bereits einmal alles hingeschmissen habe und seit so vielen Jahren von der Kunst leben kann, was sollte ich mehr wollen?


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Da gibt es fast nur eine Antwort: Lesen!!! Lesen ist für mich genauso wichtig, wie Essen und Trinken und natürlich mit meinem lieben Mann herumreisen.


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Südliche Neustadt – Am Michel.


Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

N e i n !!!


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Eigentlich gar nicht, aber wenn ... dann in Westschottland in der Nähe von Plocton in der Mitte eines Birkenhains und an einem kleinen Gewässer gelegen (Gibt es nicht, hört sich doch aber gut an?!).


Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Das ich mich zu jeder Minute des Tages noch entscheiden zu können, eine Veranstaltung, Kino, Konzert, Oper usw. besuchen zu können ... das ist „de luxe“.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde das Kohlekraftwerk Moorburg dicht machen.


Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Es sind beides wunderbare Städte, aber wer will schon weg aus Hamburg? Ich nicht!



Alster oder Elbe?

Elbe


Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Immer auf der Lauer.

 
Lieblingssong des Moment?



Lieblingssong forever?



Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Die verrate ich Euch nicht, dann wäre ich ja nicht mehr alleine dort. Bitte um Verständnis.


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Ich grüße alle netten Nachbarn in der südlichen Neustadt.

Donnerstag, November 15, 2018

Gerechtigkeit. Das Thema der aktuellen ARD Themenwoche. Denkt mal, fragt mal, was meint ihr?

Donnerstag, November 15, 2018
Gerechtigkeit. Das Thema der aktuellen ARD Themenwoche. Denkt mal, fragt mal, was meint ihr?
Im Rahmen der ARD Themenwoche dreht sich diesmal alles um Gerechtigkeit. Ich lausche den Beiträgen im Radio schon die ganze Woche gespannt, denn Gerechtigkeit, dieser Wert liegt mir ganz besonders am Herzen. Seit ich denken kann, ist es für mich nicht zu ertragen, wenn es einem Menschen besser geht als einem Anderen und ich habe bereits als Jugendliche mit meinem kleinen Bruder viel über die Verteilung in der Welt gesprochen ... wobei er immer viel rationaler sein konnte als ich ...

Die ARD behandelt das Thema natürlich nicht nur im Radio, sondern auch auch im Fernsehen. An einem der Berichte sind meine Gedanken besonders hängen geblieben. In diesem Film dreht es sich um das Thema Smartphone (den Konsum und die Produktion) und darin kommen ausschließlich Menschen zu Wort, die spontan auf der Straße angesprochen und eingeladen wurden, in einem geschützten Raum über ihren Konsum nachzudenken und Lösungsansätze zu entwickeln.

Ich bin daran hängengeblieben, weil es für mich gerade so aktuell ist, denn, in meinem Oktober Dänemark Urlaub habe ich bei meinem Seeunfall neben dem Bewusstsein (kurzzeitig - die Geschichte ist spektakulärer als es scheint; Welle schmeißt Kathrin beim Spaziergang um, Kathrin landet mit der Stirn auf einem Stein, ab ins Krankenhaus, alles gut sagt Dr. Michael.) auch mein schlaues Telefon, das GooglePixel2 (selbstgekauft, kein PRSample), im Meer verloren. Also habe ich mir das Fairphone geholt, dessen Philosophie ich 1a mit Sternchen finde. Es ist ein ethisch korrektes, modulares Smartphone. 

Leider ist das Telefon aktuell nicht so schnell, wie ich geduldig und ich habe es schweren Herzens zurückgeschickt, um eines meiner alten Telefone wieder aus dem Schrank zu holen. Und dann wollte ich irgendwann im kommenden Jahr das Shiftphone (ebenfalls nachhaltig hergestellt, aus Deutschland und mit einem größeren Speicher) ordern. Und was passiert dann? 

Bei dem Panel Talk "Soziale Verantwortung übernehmen" mit u.a. Miriam Amro, Hila und Wana Limar, spende ich für deren Verein Visions for Children und habe damit gleichzeitig ein Los gekauft. Und mit diesem Los gewinne ich: Das Pixel3XL 🎉 Flippste aus – also ich. 

Und dann? Hab ich doch irgendwie ein schlechtes Gewissen. Was meint ihr? Was meinen wohl die Leute in dem Film? Und welches Thema der ARD Themenwoche begeistert euch?



Mehr Themenwoche findet ihr hier: 

Mehr YouTube Filme dazu:
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Dienstag, November 06, 2018

Wie ich durch Mückenschutz etwas über Palmen lernte und in einem Krankenhaus in Athen landete.

Dienstag, November 06, 2018
Wie ich durch Mückenschutz etwas über Palmen lernte und in einem Krankenhaus in Athen landete.
Seit etwa zwei Jahren habe ich auf Reisen immer etwas Insektenschutzbekleidung von NosiLife im Gepäck. Insekten find ich im Allgemeinen nicht so schlimm, aber Mücken, auf die reagiere ich allergisch – weswegen da eine kleine, dauerhaft anhaltende, Panik meinerseits entstand. Also hatte ich natürlich auch in meinem griechischen Monat Mai die Kleidung von Craghoppers dabei. Unter anderem eine klassische Kombi, mit der wohl Jede/r so aussieht, als wolle er oder sie auf Safari gehen.

Die britische Marke arbeitet seit 1965 an innovativen Technologien für die Reise und neben Insekten- und Sonnenschutz (NosiLife) sind die Sachen auch feuchtigkeitsregulierend und bleiben knitterfrei, zudem haben sie RFID-Sicherheitstaschen. Am letzten Tag meiner Zeit auf Paros wollte ich unbedingt noch ein paar Bilder in meiner Safari-Kombi machen.

Neben der Anlage in der ich den ganzen Monat verbrachte war ein verlassener Pool, einst ein Schwimmbad für alle, liegt es heute brach. Ich mag solche surrealen Umgebungen und hatte sie mir als Location ausgeguckt. Dafür musste ich allerdings erst durch viel Gestrüpp klettern. Auch an Palmen vorbei, um die sich seit Jahren niemand mehr gekümmert hatte und die nicht beschnitten waren. "Ach, was solls, einfach durch!", dachte ich mir und schwupps, aua, ich hatte mich an irgendwas gestochen, doch, da war ich ja auch schon am Pool. 

Das Wasser im Pool ist schon lange nicht mehr zum schwimmen geeignet und darin befanden sich trotzdem noch allerlei Kram wie vergessene Schwimmbrillen oder Tiere, die den Pool für sich als Wohnort erkoren hatten und verschiedenstartigste Pflanzen, die sowieso alles bewachsen, wenn sie nicht daran gehindert werden, herrlich.


Wieder zurück auf dem Zimmer tat mir der Arm so komisch weh ... ich wusste erst gar nicht wieso, doch erinnerte mich dann wieder an den Stich, oder eher den Stoß an dem "Palmenblatt". Mit den V-förmig gefalteten Blätter ist es so, sie verwelken irgendwann. Sind allerdings immernoch sehr spitz und die untersten sind zu Dornen umgewandelt. Durch ihre Trockenheit sind sie auch extrem "hart" und eine dieser Dornen steckte mir ja beim klettern in der Elle und ließ sich nur durch einen kräftigen Ruck entfernen. Zuerst habe ich mir dabei nix gedacht, doch als es dann schwieriger wurde den Arm zu bewegen, habe ich angefangen mich etwas zu wundern.

Ein Telefonat nach Hause verbreitete dann etwas Panik, denn, Palmen sind giftig. Ja, ... echt? Ich hab natürlich sofort Dr. Google befragt und auch dieser sagte nach ganz oberflächlicher Suche natürlich; 'Achtung, obacht bei Palmenblättern!'. Na doll und nun? Schließlich befand ich mich ja aktuell auf einer Insel, also erstmal abwarten was die Nacht bringt. Am nächsten Morgen stellte ich jedoch schmerzhaft fest, es war nicht besser, sondern schlimmer geworden. Meine Gasteltern hörten sich meine Sorgen zwar an und wussten auch, Palmen sind giftig, wunderten sich jedoch eher, was ich an dem Pool wollte. Und ja, sie würden sich bei der Bewirtung des hauseigenen Gemüses auch ab und zu an Palmen stechen, doch der Schmerz wurde mit der Zeit weniger. Ich soll mir mal keine Sorgen machen. Ok, dann eben nicht.


Wie zu Beginn geschrieben, es war mein letzter Tag, es ging zurück nach Athen, ab auf die Fähre. Knapp vier Stunden Fahrt zurück in die griechischen Hauptstadt. Dort angekommen, konnte ich meinen Arm nicht mehr knicken und hatte deswegen mittlerweile einen echten Doktor und Freund kontaktiert, der lange Zeit im Tropeninstitut gearbeitet hat. Dieser meinte "Ja, komm mal bitte vorbei, wenn du zurück bist und es noch immer so ist."

So lange wollte ich allerdings nicht abwarten und entschied mich nach einem Besuch des Akropolis Museums (ein bißchen Kultur geht schließlich immer) dazu, ein Krankenhaus vor Ort aufzusuchen. Ha, diesmal konnte mir Dr. Google nicht helfen – es gibt einfach zu viele Krankenhäuser in Athen. Also kontaktierte ich über einen befreundeten Reiseblogger jemanden, der für die Tourismus Abteilung der griechischen Hauptstadt arbeitet und dieser empfahl mir zwei Häuser in meiner Nähe. Also los, nochmal los in die Notaufnahme.


Nach Erklärungen in gebrochenem Griechisch und unmedizinischem Englisch meinerseits, sprach der Arzt auf einmal etwas Deutsch, holte eine deutsche Krankenschwester hinzu und alles wurde einfacher. Ein zweiter Facharzt wurde hinzugezogen, zum Röntgen musste ich auch noch und am Ende stand fest, zum Glück ging der Stachel nicht bis auf dem Knochen, es war nur eine starke Prellung. Und nun der HAMMER: Das ganze dauerte nur etwa 40 Minuten – danach war ich inklusive der Wartezeit und allen Untersuchungen wieder aus dem Krankenhaus raus, ohne dafür Unmengen an Geld hinzulegen (es waren genau 150€ all inklusive, die ich direkt vor Ort zahlen musste).

Ich habe ein Rezept mit Schmerzmittel mitbekommen, die ich allerdings nie genommen habe und am nächsten Tag ging es zurück nach Hamburg. Es hat – ohne Spaß – noch ein paar Wochen gedauert, bis der Schmerz wieder verschwunden war – Wahnsinn, oder? Eigentlich ging es mir um Mückenschutz, doch die kamen mir ja – bestimmt auch dank der Kleidung – nie in die Quere.

 Hose und Hemd wurden mir von Craghoppers zur Verfügung gestellt.