Kathrynsky's

Samstag, Juni 15, 2019

Ein "bunter Einrichtungs-Mix mit Herz" – sagt Roombeez über mein Wohnzimmer.

Samstag, Juni 15, 2019 0
Ein "bunter Einrichtungs-Mix mit Herz" – sagt Roombeez über mein Wohnzimmer.

Im letzten Jahr war Roombeez bei mir zu Gast. Sie haben sich einen Rundumblick von meinem Wohnzimmer verschafft. Warum? Hier findet ausschließlich „Leben auf der Couch“ statt. Das heißt: Keine Arbeitsecke, kein Esstisch, kein Bücherregal, sondern ein bunter Mix aus Alt und Neu und vielen hübschen Accessoires.

Dabei ist ein wirklich schönes Interview, in Schrift– als auch Videoform entstanden. Schaut mal:



Mittlerweile steht nicht mehr alles so, doch das ganze Interview und noch viel mehr Bilder aus der Wohnung gibt es HIER HIER HIER zu lesen. Wenn ihr selbst auch mal Lust auf dieses Interview habt, findet ihr auf der Seite auch alle Infos um euch zu bewerben. 

Freitag, Juni 14, 2019

Marco Carini. Hamburger Mensch #214

Freitag, Juni 14, 2019 0
Marco Carini. Hamburger Mensch #214
Dieses Interview liegt schon so lange in meinem Postfach und ich weiß gar nicht so genau, wieso mir immer etwas dazwischen gekommen ist. Denn, ich bin stolz, dass er sich die Zeit genommen hat, die Fragen zur Blogserie "Hamburger Mensch", zu beantworten. Er ist Redakteur und Autor und waschechter Hamburger. Lieber Marco Carini, erzähl mal, wer bist du und woher kommst du!

Autor, Journalist, ein politisch und kulturell interessierter und aktiver Mensch, Freigeist, Familienvater, FC. St.Pauli-Fan, Genussmensch und vieles, vieles mehr. Aber das würde den Rahmen sprengen.

Seit wann bist du in Hamburg?

Seit meiner Geburt. Hamburg ist meine Stadt.



Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich arbeite bei der Nordausgabe der taz als Redakteur, beackere da politische Themen, mit gelegendlichen Ausflügen in die Sphären der Kultur und des Sports. Und über Themen, für die ich brenne, die aber nicht auf eine Zeitungsseite passen, schreibe ich Bücher. Das können Sachbücher aber auch Romane sein. 

Mein aktueller Roman Blutsgeschwister, ist dabei für mich sicher ein persönliches Highlight meines Schaffens: Ein Freundschaftsroman, in dem ich vier fiktive Personen, zwei Frauen und zwei Männer, über vierzig Jahre begleite und versuche, ein wenig auch die Geschichte meiner Generation zu erzählen. 

Das schon mehrere Hamburger Buchhandlungen den Roman zur Perle des Monats und zum "Lieblingsbuch" erklärt haben, gehört zu den Würdigungen, die die Arbeit, die in so einem 500-Seiten-Roman steckt, absolut aufwiegen.


Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Gerne etwas mit Musik, Theater oder Film. Obwohl ich viel Musik höre, bin ich in der Praxis leider der unmusikalischte Mensch, dem ich je begegnet bin. Mein Therapeut sagt, daran trage der Blockflötenunterricht in der Grundschule eine gerüttelte Mitschuld.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ausspannen, Musik hören, ans Meer fahren. Und mit FreundInnen weinseelige Abende verbringen und mit ihnen weniger über Gott, mehr über die Welt und immer wieder über die Liebe und persönliche Lebensentwürfe zu reden.


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Direkt auf der Grenze zwischen Eimsbüttel, der Schanze und Altona-Nord. Wenn ich richtig nachgemessen haben, liegt mein Schlafzimmer in Altona, das Bad aber in Eimsbüttel.


Möchtest du nochmal in einem anderen wohnen?

Nein. Habe zuletzt 20 Jahre lang in Groß-Flottbek gewohnt und meine Kindheit in Poppenbüttel verbracht. Nun bin ich da gelandet, wo ich mich am wohlsten fühle.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Trotz dem Überschuss an Eitlen und Reichen: Auf Sylt. Hier habe ich einen Großteil meiner Kindheit verbracht und manchmal denke ich, in Abwandlung zu den Ärzten: Ich will zurück nach Braderup.


Ist Hamburg für dich eine Kulturstadt? Warum ja oder nein?

Na klar. Wir haben hier tolle FilmemacherInnen und eine Super-Musikszene, viele Theater, gute Clubs, super Festivals und auch das Gängeviertel und das Eurograb Elbphilharmonie entpuppen sich als Bereicherung für die Hamburger Kulturszene. Zwar gibt Hamburg viel zu wenig für die Kultur aus, aber in der Stadt wohnen so viele creative Menschen, dass immer wieder Neues entsteht. Und auch hier muss sich Hamburg nicht ständig mit Berlin messen. Big ist nicht immer beautiful.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde alles tun, um die Kinderarmut in dieser reichen Stadt abzubauen, Menschen, die aus anderen Ländern zu uns stoßen, freundlicher zu empfangen und den motorisierten Individualverkehr zurückzudrängen. Und kleine Theater, Verlage und Labels mehr zu unterstützen, um die kulturelle Vielfalt der Stadt auf noch breitere Füße zu stellen. 



Warum lebst du in Hamburg und nicht Berlin, Istanbul oder New York?

Weil ich in gerne in einer Stadt lebe, die noch kein Moloch ist und die deutsche Sprache mein wichtigstes Ausdrucks- und Arbeitsmittel ist. Ein Leben in der Türkei als Journalist gehört zudem nicht zu den größten Verheißungen, die dieses Berufsfeld zu bieten hat.


Alster oder Elbe?

Ich habe mich schon als Jugendlicher nicht zwischen den Stones und den Beatles entscheiden wollen. Wenn ich mich aber festlegen muss: Elbe!


Wieviele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Sehr viele Stunden, aber ich schaue nicht ständig drauf und wenn ich privat verabredet bin, hat es Pause.


Keine Frage, doch ein wenig Platz für etwas was du mal loswerden möchtest:

Mit meiner Beunruhigung über die zunehmend nationalistisch-autoritären Tendenzen über Klimawandel-Ignoranten und den neuen Rassismus und Antifeminismus mag ich nicht hinterm Berg halten. Wir alle müssen raus aus unseren Komfortzonen und uns wieder stärker einmischen.


Lieblingslied / buch / serie des Moments?

Bei Musik kann ich mich nicht für einen einzigen Song entscheiden:
No Sound but the Wind von den Editors,
Angela von William Fitzsimmons und
Birds oft the Nights von Stella Sommer waren für mich die Highlights der vergangenen Monate. 

Das schönste Buch meiner jüngsten Lesevergangenheit ist „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky, weil diese Autorin ein so sinnliches Verhältnis zur Sprache hat. 

Serien schaue ich gar nicht, Netflix gehört nicht zu meinem Kosmos.


Lieblingslied / buch / serie forever ever?

Es gibt nur Lieblingslieder für bestimmte Anlässe und Stimmungen.
Susan von Leonhard Cohen macht mir immer noch eine Gänsehaut,
Shine on you Crazy Diamond von Pink Floyd war der erste Song, in den ich mich verliebt habe,
In a Bar von Tango with Lions ist die schönste Hintergrundmusik forever.

Das Herz ist eine miese Gegend von Thommie Bayer ist eine der schönsten Coming-on-age-Romane, mein Herzensbuch seit langem. 

Und die Serie die für mich noch immer alles toppt, ist Raumschiff Enterprise, First Generation. Genialer Trash, der meine Vorliebe für spitze Ohren begründet hat.


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt mal angeschaut haben sollte:

Natürlich den Hafen, ja auch die Elphie und unbedingt den Stadtpark.
Und es gibt noch ein paar wundervolle Orte, die aber geheim bleiben sollen.


Möchtest du jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Alle Menschen, die mir etwas bedeuten, und vor allem die beiden großartigsten Kinder der Welt: Ella und Timon. Es gibt niemanden, der mein Leben mehr bereichert hat.


Donnerstag, Juni 13, 2019

DO GOOD, LOOK GOOD, FEEL AMAZINGY - eine BOX mit nachhaltiger Pflege und Make-up

Donnerstag, Juni 13, 2019 0
DO GOOD, LOOK GOOD, FEEL AMAZINGY - eine BOX mit nachhaltiger Pflege und Make-up
Vielleicht kennt ihr bereits Amazingy? Es ist eine Online Beauty-Boutique für ausgesuchte organische Marken. Sie gründeten erst im Jahr 2011 und sind mittlerweile eine lebendige und interaktive Plattform mit eigenem Magazin.

Das Gründungskonzept von Amazingy geht allerdings weit über das Angebot nachhaltiger Pflege und Make-up hinaus. Mit dem Fokus auf Ganzheitlichkeit und Umweltbewusstsein, wird mit jeder platzierten Bestellung ein Baum gepflanzt. Zusätzlich unterstützt Amazingy in der ganzen Welt kleinere Charity-Projekte. 

In diesem Sommer gibt es neben all diesen schönen Dingen die es sowieso schon gibt noch eine tolle Neuigkeit: Es wird eine limitierte Charity Box geben. Eine DO GOOD, LOOK GOOD, FEEL AMAZINGY BOX, welches auch das Motto von Amazingy ist. 



Gemeinsam mit ihrem erstklassigen Kundenportfolio haben sie eine Box umgesetzt, dies es im wahrsten Sinne in sich hat. Mit dabei sind Brands wie RMS Beauty, Kjaer Weis, Absolution, Abel Odor, Votary, Dr. Alkaitis, Kahina Giving Beauty, Jack ‘n Jill, FYI Cosmetics, The Konjac Sponge Co., Organicup, HIRO Cosmetics, Nuori, und viele mehr.

Der Kostenpunkt der Box ist 100 Euro, der tatsächliche Verkaufswert beläuft sich allerdings auf 400 Euro. Von den 100 Euro gehen 90 Euro direkt an eine Stiftung, die restlichen 10 Euro werden für das Verpackungsmaterial, den Versands sowie die Abwicklung verwendet. Mit dieser Aktion macht Amazingy demnach keinerlei Profit, sie pflanzen sogar pro verkaufter Box 10 Bäume.

Die Stiftung, die die beiden Gründer Floris und Ingrid van Onna dafür ausgesucht haben, ist Because We Carry - eine Stiftung aus Amsterdam, die mit rotierenden Freiwilligenteams Flüchtigen, die immer noch aus Kriegsgebieten nach Griechenland fliehen, unterstützen. Darunter sind viele Frauen, junge Mütter und allein flüchtende Kinder und Jugendliche.

Also los, ab wann gibt es diese kleine Wunderbox?
Ab dem 21. Juni 2019 ist sie auf www.amazingy.de erhältlich.
Wartet nicht zu lange, sie ist limitiert auf 150 Stück à 100 Euro.

Mittwoch, Mai 29, 2019

New Shoes with scandinavian design: Arkk Shoes Copenhagen

Mittwoch, Mai 29, 2019 0
New Shoes with scandinavian design: Arkk Shoes Copenhagen

Sneaker werden nicht mehr nur von den BigPlayern designed, sondern sie stehen aktuell auch in jedem Schaufenster der Mönkebergstrasse. Diese haben allerdings oft sehr viel BlingBling an den Schuhen – etwas, was wir in skandinvischen Designs wohl niemals finden werden.

Wo ich direkt bei meinen neuen Schuhen bin, denn seit ein paar Wochen bin ich in skandinavischen Sneakern unterwegs. Von einer Schuh Marke die ich, vor ihrer Mail an mich, überhaupt nicht kannte. Die Sneaker-Marke, mit Sitz in Kopenhagen, bringt, von der minimalistischen skandinavischen Architektur und dem Lebensstil inspiriert, sehr schöne Schuhe hervor. Das Designs ist klar und einfach, trotzdem gibt es einige Details und vor allem steht der Komfort. Das kann ich bezeugen.

Dies ist noch lange nicht alles, sie sind nachhaltig und so gut es geht ohne Abfall produziert – das Unternehmen ist bestrebt, so nachhaltig wie möglich zu sein. Jeder Schuh wird von Hand gefertigt und die Sohle des PWR55 wird sogar im Null-Abfall-Verfahren hergestellt. Die Kollektionen der nordischen Sneaker-Marke, die 2014 eingeführt wurde und heute in über 30 Ländern weltweit vertreten ist, werden zu 100% in Kopenhagen entworfen. 

Die Köpfe hinter ARKK sind Kasper Høj Rasmussen und Thomas Refdahl. Sie sind bereits ihr Leben lang Freunde und haben dann vor ein paar Jahren beschlossen, den Sneaker neu zu erfinden. Mit der Designfindung in Kopenhagen soll der Geist des nordischen Designs in jeden Sneaker kommen.

Für den ersten ARKK Schuhe brauchten die beiden ein Jahr – die beiden haben keinen sportlichen Hintergrund, sie kommen aus den Bereichen Architektur und Mode und wollten auch genau dies in die Identität der Marke mit einfließen lassen. Etwas, was mir besonders gut gefällt, denn ohne die Natur und meine Zeit in ihr, in Sportschuhen, könnte ich gar nicht sein 😉


Mehr Schuhe findet ihr auf arkkcopenhagen.com
(mein Schuh ist ein Presse Sample)

Freitag, Mai 03, 2019

Lena Scherer. Hamburger Menschen #213

Freitag, Mai 03, 2019 0
Lena Scherer.  Hamburger Menschen #213
Mein heutiger Gast der  Serie "Hamburger Menschen" ist eine Fotografin, deren Bilder ich für das ein oder andere Interview schon genutzt habe. Genau aus diesem Grund stellt Sarah, von AWAKE (ihr Interview findet ihr HIER), sie heute vor:

Nicht ohne Grund wird hier heute Lena Scherer vorgestellt. Denn vergangene Woche war eine ganz besondere Woche: die Fashion Revolution Week. Die Events dieser Woche hallen noch immer nach und der Kopf rattert. Aber was hat denn jetzt eigentlich Lena damit zu tun? Als Fotografin mit Schwerpunkt Fair Fashion- und Portrait- Fotografie bewegt Lena nicht nur durch ihre Bilder die Welt in eine richtige Richtung. Sie war dieses Jahr nicht ganz unbeteiligt an der Orga für den Fashion Revolution – The Move in Hamburg. Mit der Fashion Revolution Week wollen die Organisatoren auf die Missstände der Textilindustrie aufmerksam machen und die Endkonsumenten auffordern mit #whomademyclothes nachzufragen, wer hinter der Produktion steckt. Für den Hamburger Move, hat Lena eine wunderschöne und vor allem kraftvolle Kampagne fotografiert (hier findet ihr die Bilder) und tatkräftig dabei unterstützt diesen Move in Bewegung zu setzen. Lena ist ein wahnsinnig bewundernswerter Mensch, der sich extrem mit ihrer Umwelt auseinandersetzt. Sie nutzt ihr Talent und ihre Berufung dafür diese Welt ein stückweit zu verändern. Also los, Lena, wer bist du?

Lena Scherer. Fotografin für Fashion und Portrait, mit Schwerpunkt auf faire und nachhaltige Modelabels.

© Lena Scherer

Und sonst wohl eine junge Frau, die ihren individuellen Platz in dieser Gesellschaft sucht zu finden, nicht immer mit allem einverstanden ist und hoffentlich ihren Beitrag zu einer etwas besseren Welt leistet. 


Woher kommst du?

Aus dem Süden Deutschlands. Aus München.


Seit wann bist du in Hamburg?

Seit dem Sommer 2016. Die wohl beste Entscheidung bisher, meine Homebase nach Hamburg zu verlegen. 



Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich bin selbstständige Fotografin, arbeite in ganz Deutschland, manchmal auch international - und arbeite selbst und ständig.

Nach einer Reise von Alaska nach Peru 2015/16 habe ich für mich gemerkt, dass ich einiges ändern möchte. Auch meinen Schwerpunkt in der Fotografie erweitern. Einen, den ich auch persönlich lebe und als äußerst wichtig empfinde. Und so kam ich dazu, mich zusätzlich auf faire und nachhaltige Modelabels zu spezialisieren. Oft sind das gründergeführte Brands. Hier helfe ich einen modernen Bildstil umzusetzen, ja manchmal auch erst zu entwickeln. Wir wollen weg vom reinen Öko-Image. Daher ist mein Ziel mit meiner Bildsprache eco fashion auch wie Fashion aussehen zu lassen. Und so hoffentlich zunehmend zur Bekanntheit und Attraktivität des Labels beizutragen.

© Lena Scherer
© Lena Scherer

Aber eigentlich arbeite ich für alle Brands gern, die eine Idee haben und die soziale & ökologische Verantwortung im Blick haben ☺

Ich wünsche mir, dass faire und nachhaltig produzierte Mode zukünftig die erste Wahl ist, und fast fashion an Popularität verliert. Als Fotografin ist man bisschen ein Allround-Talent. Mein Beruf ist sehr abwechslungsreich, ich bin viel unterwegs und habe inhaltliches Mitbestimmungsrecht.  So kann ich zB. darauf achten, dass bei meinen Shootings keine Magermodels fotografiert werden. Oder die Models sich auch als Person wahrgenommen fühlen und neben der Kleidung ebenso im Fokus stehen.
    

© Lena Scherer

Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Sicherlich wäre es auch ein kreativer Beruf geworden.
Art Direktion könnte ich mir vorstellen, aber dann auch für ein soziales/verantwortungsbewusstes Unternehmen.



Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich reise gern, versuche Schlaf oder Zeit mit meinem Partner nachzuholen oder treffe mich mit meinen Freunden oder meinem Flüchtlings-Tandem. Aktuell lerne ich Töpfern. Ich gehe wahnsinnig gern ins Theater und zu Konzerten und ja, ab und an Besuche ich natürlich meine Familie in München.



In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Im Grindelviertel, nahe der Uni.



Möchtest du nochmal in einem anderen wohnen?

In meiner Laufbahn bin ich wahnwitzige 13x umgezogen.
Der letzte Umzug erst Anfang Dezember, eben ins Grindel.
Ich kann mir also gut vorstellen, da erst mal ein Weilchen zu bleiben. ☺


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Nahe dem Meer mit schneller Verbindung nach Hamburg.



Ist Hamburg für dich eine Kulturstadt? Warum ja oder nein?

Ja. Als ich von München hier her kam, war ich völlig platt, wie viel Angebot es in Hamburg gibt. Neben den offensichtlich großen Institutionen,  hat mich vor allem das subkulturelle Angebot erfreut. Wohnprojekte mit Galerien und eigenorganisierten Ausstellungen; viele kleine, charmante Konzertlocations;  Hilfsprojekte; kleine und große Theaterbühnen; Soli-Parties - die Liste ist lang. Hier kann man jeden Tag vielfältig Dinge unternehmen. Leider habe ich für viel zu viel davon, viel zu wenig Zeit.

© Lena Scherer
© Lena Scherer

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Puh. Das ist eine Frage, über die man eine Hausarbeit schreiben könnte! 
Ich würde wohl zunächst schärfere Regularien für die Verwendung von Plastik einführen.

Versuchen mehr Förderung für soziale Projekte zu generieren und irgendwie einen Weg finden, wie die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos würden. Aber ehrlich gesagt glaube ich, Politiker sein ist einer der schwersten Jobs überhaupt und ich würde es sicherlich nicht allen Recht machen können.



Warum Hamburg und nicht Berlin, Istanbul oder New York?

Auch wenn ich wahnsinnig gerne reise und super neugierig auf die Welt bin, möchte ich in einer Stadt leben, in der ich meine Muttersprache sprechen kann. München wurde mir zu klein, Berlin ist mir zu groß. 

Als ich von München weg wollte, war ich beruflich in Berlin und bin ein paar Wochen nach Hamburg, um rauszufinden, ob ich hier leben möchte. Es hat nicht mal eine Woche gedauert, und das Ding war entschieden. Hier habe ich mich frei gefühlt, konnte atmen und fand die Stadt im Sommer 16 einfach nur wunderschön. Hamburg ist (für mich) genau richtig. Die ruhigen, ehrlichen Gemüter, der Hafen und der offene Geist dazu, die Nähe zum Meer und dass Berlin schnell erreichbar ist, machen Hamburg perfekt.

© Lena Scherer

Alster oder Elbe?

Elbe


Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Den ganzen Tag, weil wichtiges Tool für meine Arbeit. Nachts schalte ich auf Flugmodus.


Lieblingssong des Moments?

Better Than, Lake Street Drive


Lieblingssong forever ever?

Talkin’ bout A Revolution, Tracy Chapman

© Lena Scherer


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt mal angeschaut haben sollte:
  • Das Vju, ein Cafe auf dem Energiebunker in Wilhelmsburg
  • Die fairen und grünen Läden glore und Werte Freunde
  • Die Fischbeker Heide bei Abendstimmung

Möchtest du jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Ganz kitschig: Meinen Partner, der mir Raum gibt, so zu sein wie ich bin. Und durch den Hamburg ein wahres Zuhause wurde. 

Donnerstag, Mai 02, 2019

Break the rules of fashion. Before they break you!

Donnerstag, Mai 02, 2019 0
Break the rules of fashion. Before they break you!

Nachhaltig shoppen ist öko? Was ist eigentlich öko? Kleidung und Accecoires, die ihren Weg zu ReBELLE (eine Online Plattform für hochwertige Second Hand Luxusartikel) finden, sind wohl nicht genau das, was man als öko im Kopf hat. Doch auch Second Hand zu shoppen ist nachhaltig. 'Don’t mix prints, don’t show your bra, don’t trust Secondhand'. So eben:



Also befolgt schön alle Regeln und habt Spaß! 😬

Sonntag, April 28, 2019

Hamburg, meine Perle! Eine Liebeserklärung an die Hansestadt. ⚓️❤️ Mal wieder.

Sonntag, April 28, 2019 0
Hamburg, meine Perle! Eine Liebeserklärung an die Hansestadt. ⚓️❤️ Mal wieder.
Wettertechnisch kommen wir in Hamburg gerade ziemlich gut weg. Für die Natur und die Landwirtschaft ist es nicht so gut, doch es gegenüber dem üblichen Hamburger Schietwetter ist es schon ein bißchen schön. Denn hier wundert sich hier niemand über Regen. Erst recht nicht im dafür bekannten April. So ist es nicht nur in der Hafenstadt, doch ich frage mich zwangsläufig, warum halte ich diese stürmischen Tage und Nächte seit fast zehn Jahren aus? Warum packe ich meine Winterjacke nie wirklich weg, sondern immer "erstmal" ein? Und warum bin ich trotz allem glücklich, wenn ich klitschnass vom seitlichen Regen nach Hause komme? 

Ich denke an einen Moment im Spätsommers 2017 zurück: Ich bin 2.290 Kilometer von zu Hause entfernt, schaukle bei 18 Grad auf der Luftmatratze hin und her und warte bis die Sonne endlich hinter dem griechischen Horizont untergegangen ist. Es ist nicht warm, doch es ist egal. Meine Füße baumeln im Meer und als ich glücklich in ein Handtuch gehüllt und bibbernd zu meinem Bungalow zurücklaufe, werde ich von den deutschen Urlaubsnachbarn angesprochen: „Du kommst bestimmt aus Norddeutschland.“



Ich verspreche euch, ich habe keine HSV-Flagge gehisst oder St.Pauli-Parolen vor meiner Terasse aus zum Besten gegeben. Als wir uns unterhalten stellt sich heraus, sie kommen selbst aus einer Stadt im Nordwesten Deutschlands und schwärmen für Hamburg.

Der Liebe zu dieser Stadt, bin ich schon in den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands begegnet. Wer einmal im Venedig des Nordens war, fängt wohl zwangsläufig an, für die Stadt zu schwärmen. Beim Abendessen zwischen all den unterschiedlichen deutschen Akzenten horche ich automatisch nach plattdütsch und frage ich mich, was ist eigentlich so toll an Hamburg?

Obwohl ich vorher niemanden in dieser Stadt kannte, bin ich immer wieder froh den Umzug gewagt zu haben. Nun lebe ich seit 2010 hier und kann mich an nur eine Woche erinnern, in der ich großes Heimweh hatte. Wegen akuter Sehnsucht nach dem Witz und Sarkasmus der Ruhrgebietsmenschen. Etwas, nachdem man in Hamburg länger suchen muss. Damals habe ich diese Eigenschaften so sehr vermisst, dass ich überlegte zurückzugehen. Doch ich blieb, wartete ab, fand sie auch im Norden und habe es nie wieder bereut.


Damals stand am nächsten Urlaubsmorgen auf einer deutschen Zeitung des griechischen Kiosk: „111 Gründe, Hamburg zu hassen“ – so der Titel eines Buches. Ich erschrecke kurz, was ist denn da los, MUSS ich mich nun mit diesem Thema auseinandersetzen oder sieht man einfach immer, was einen beschäftigt?

Ich denke in jedem Fall darüber nach, warum ich diese Stadt liebe. Kann ich es in nur eine Antwort packen? Sämtliche schöne Orte sind aufzählbar, doch darum geht es eigentlich nicht. Die schönste Stadt Deutschlands zu sein, dies behaupten auch Köln oder München von sich. Und dass es hier schöne Ecken gibt, hat uns das Stadtmarketing so oft erzählt, dass auch die New York Times es mittlerweile weiss

Nachdem ich mit diesen Gedanken an einem nichtdeutschen Strand liege, möchte ich behaupten, es gibt noch einige andere Städte auf der Welt, die unfassbar schön sind. Der Eine mag Berge, die Andere Wasser. Ich bin trotz der ganzen Touristen, die sich am Hafen an Hamburg-Käppis und -Pullis vorbeidrängeln, gern dort und schau auf das Wasser und die Besucher. Ich freue mich, dass so viele Menschen zu Besuch kommen und sich an den Barkassen, Lastschiffen und Kreuzfahrtdampfern erfreuen.
Ich muss nicht, doch ich kann hier am Hafen sein und genau dieses einfache Gefühl macht für mich die Stadt aus: Ich muss nicht, doch ich kann. Ich muss nicht zu den touristischen Großveranstaltungen der Stadt, doch ich kann. Ich mag kein Astra, doch ich kann eine Apfelschorle trinken, während mein Gegenüber sein Lebensgefühl mit diesem Bier aus Hamburg zelebriert.

Ich muss in Hamburg nicht alles gut finden. Jeder hat hier etwas, gegen dass er ist: War es Olympia, ist es das (noch nicht) begrünte Dach auf dem Feldstrassenbunker oder einfach nur die Hafencity.
Es ist so alles so nah, Kunst, Kultur, Street Art, Kiez, Klassisches, Neues. Man kennt sich und lässt sich doch immer wieder von Neuem beeinflussen. Die Offenheit in Verbindung mit der Sturheit passt irgendwie nicht zusammen, ist jedoch typisch.

Typisch für die Sturheit ist zum Beispiel: Es gibt so vieles auf der nördlichen Elbseite, was einen Besuch begründen würde und doch waren viele Menschen bislang noch nie in Wilhelmsburg. Es wird als "zu weit weg " bezeichnet und würde zu lange dauern. Trotzdem stellen sich die Menschen ohne Murren in den Stau auf die Elbchaussee, um sich einen freien Zentimeter am Elbstrand zu suchen. Der Beachclub in Harburg liegt an einem weiteren Hafen und einer ausgebauten Fahrradstrasse. Die Schickeria findet sich dort nicht ein, doch nette Menschen allemal.

 
Trotz all der Unterschiede, die schon aufgrund der Stadtteile personifiziert werden könnten, gibt es das schlichte Wir-Gefühl. Es ist kleinstädtisch hier in Hamburg. Und doch ist es das Tor zur Welt. Das lieben Besucher, Quiddjes und Hamburger. Hier kann Jeder gut sein und deswegen lässt es sich hier gut leben.

⚓️❤️

Tipp: Wer noch nie hier war und nun akute Lust verspürt die Stadt kennenzulernen oder wiederzusehen, schaut mal hier (achtung, Werbung wegen Verlinkung), bei Expedia.de. Dort findet ihr mittlerweile nicht nur komplette Reisen, sondern auch Möglichkeiten bei einem Städtetrip in einem der Hotels der Stadt unterzukommen. Gute Reise!

Mittwoch, April 24, 2019

WHO MADE MY CLOTH? - Willkommen zum Fashion Revolution Day Germany

Mittwoch, April 24, 2019 0
WHO MADE MY CLOTH? - Willkommen zum Fashion Revolution Day Germany
Seit etwa einem Jahr kann ich bei neuen Klamotten sagen, woher diese kommen. Trotzdem weiß oft  nicht, woher wurde eigentlich die Baumwolle für den Stoff angebaut und ist dies wirklich nachhaltig?
Vorher war es war mir nicht egal, doch, da wollte ich ein paar Dinge einfach gern haben.

Und so geht es noch zu vielen. Dafür kauft man meist bei Konzernen, wo die Produktionskette undurchsichtig ist. Die Bilder der überfüllten und eingestürzten Fabriken sind trotzdem bekannt. Ein weiterer Punkt sind die sozialen und schlechten Arbeitsbedingungen am vermeintlich anderen Ende der Welt. "Ist ja weit weg!" - doch je mehr ich mich mit nachhaltiger Produktion beschäftigt habe, umso weniger kann ich diese schnell produzierte Kleidung kaufen. 


Mein Schlüsselerlebnis war der Sparpril, in dem ich mit einer Freundin ausgemacht hatte nichts zu "shoppen". In diesem Monat besuchte ich den Vortrag eines nachhaltigen Taschenlabels und die Gründerin trug einen Pulli, den ich unfassbar schön fand. Ich bin gar nicht davon ausgegangen, dass dieser nicht auch nachhaltig ist. Irgendwann lag er auf dem Stuhl vor mir und ich konnte einen Blick auf das Tag erhaschen. Ich war richtig geschockt, er kam aus einem der größten Textilunternehmen der Welt die dafür bekannt sind, alles andere fair zu produzieren (er war neu, nicht second hand). Was sie danach über die eigenen Produktion erzählte, war toll, doch hatte für mich einen Faden Beigeschmack. Das Wohl der eigenen Arbeiter ist wichtig, doch das der eigenen Klamotte?

Mittlerweile kann ich selbst gar nicht mehr bei den Fast Fashion Konzernen einkaufen. Natürlich habe ich im Schrank vieles, was noch davon stammt, ich trage es auf, sortiere aus, mache Flohmarkt, spende und und und.
 
Seitdem hat sich mein Blickwinkel verändert, ich konzentriere mich auf Sachen, von denen ich weiß, das die Produktionskette transparenter ist. Oder eben Vintage, bzw. Second-Hand. Dies ist gar nicht so schwer, wie ich zuerst angenommen habe und meist kaufe ich lokal, wo ich die Designer kenne. Wer niemanden in der Nähe hat, es gibt auch viele Online-Shops, die Wert darauf legen.

                         BEI UTOPIA FINDET IHR HIER EINE LINK LISTE MIT ONLINE SHOPS

Wenn ihr also demnächst also unbedingt einen Leomuster-Rock (Bsp.) haben wollt, schaut doch mal, bevor ihr dafür zu den üblichen Verdächtigen geht, wo er ganz bestimmt hängt, weil er eben gerade im Trend ist. Zumal bedeutet ein Modetrend, das es eine Wiederholung ist – ihr findet also Second Hand oder bei Mutti im Kleiderschrank sogar eher ein Teil, was richtig schicki UND einzigartig ist. Na klar, es wird sich nicht von 0 auf 100 ändern, doch eine Umstellung ist nötig!

Dafür müssen wir alle anfangen nachzufragen - wer hat meine Klamotten gemacht? Diese Nachfrage passiert bislang noch nicht ausreichend und so wird weiter munter auf Masse und ohne Rücksicht auf Verluste produziert. Nachhaltig zu sein, ist gerade Trend, alle schnell produzierenden oder grossen Modeketten machen da mit, doch nur weil etwas zum Beispiel vegan ist, wurde es noch lange nicht fair produziert.

Macht euch die Mühe und schaut Mal nach, wie Bio und fair er wirklich ist und ob es das Teilchen nicht auch in einem Laden gibt, der etwas über die Produktion und Herstellung erzählen kann. Wir selbst können dies allerdings einfordern – Also fragt nach, schafft Aufmerksamkeit - startet eine Revolution. So kann daraus ein Umdenken passieren. Eine Bewegung, die natürlich ist und irgendwann selbstverständlich.

Dies ist nur der Anfang, denn es gibt in allen Bereichen so viel was getan werden kann. Kosmetik, Pflegeprodukte, Nahrung, Konsumgüter, Spielzeug, Autos, Strom ... Für die Welt, für uns.

Was ist der Fashion Revolution Day?
Menschen aus über 68 Ländern beteiligen sich mit Events, Flashmobs,
Workshops und einer weltweiten Selfie-Kampagne. Prominente und jeder der mag stellen den Modemarken alle die gleiche Frage: „Who made my clothes?“

Die deutsche Initiative startete offiziell im Januar 2014 in Berlin.

Wenn ihr noch mehr darüber erfahren wollt, wo Events dazu stattfinden, oder welche Projekte damit unterstützt werden, besucht mal die Webseite:
https://www.fashionrevolution.org/europe/germany/

Dienstag, April 09, 2019

Wie riecht Hamburg? Nach Acqua di Hamburg!

Dienstag, April 09, 2019 0
Wie riecht Hamburg? Nach Acqua di Hamburg!

Wenn ich durch die Strassen meiner Stadt laufe, schnupper ich so gern. Wenn Dom ist, riecht nach gebrannten Mandeln, wenn man sich in der Nähe der Speicherstadt befindet, nach frischem Kaffee oder auch mal nach Erde, wenn es gerade Ebbe und die Fleete leer sind. Und da ist noch so einiges was mir über den Weg kommt. Diese Gerüche hat nun ein Parfümeur versucht einzufangen und so gibt es seit Ende 2018 für unsere Hansestadt ein eigenes Parfum.

Es sind vier verschiedene Unisex Düfte: Classic, Alster, Hafen und Kiez. Die Mischung des Hafen hat mich am meisten angesprochen und so rieche ich seit ein paar Wochen (dank dem Presse-Sample für mich) nach frisch-würziger Kopfnote mit Grapefruit und schwarzem Pfeffer, sowie markanter würzig-holziger Wandel mit Vanille, Weihrauch und Sandelholz. 

Neben der Duftrichtung Hafen gibt es natürlich auch noch den Kiez, die Alster und Classic. Na, neugierig geworden wie sie riechen? Schaut doch mal auf die Seite von acqua di hamburg und wenn die Düfte auch euch begeistern, bekommt ihr mit dem Code kathrynsky10 bis zum Ende Mai 10% Rabatt für euch.Tadaaa!

Welche Ecke von Hamburg riecht eigentlich wie ... ?

Freitag, März 29, 2019

DEF ERENDUM und Jan Böhmermann: U.S.E. United States of Europe

Freitag, März 29, 2019 0
DEF ERENDUM und Jan Böhmermann: U.S.E. United States of Europe
Wie schön wäre es, wenn diese Idee des NEO MAGAZIN Royale in die Tat umgesetzt werden würde. Superhelden Power! Die 80er Jahre! Und ganz viel Spaß! Wie schön wäre es, wenn er es damit zum Eurovision schaffen würde. Schaut mal das Video von DEF ERENDUM und Jan Böhmermann:



Mehr http://neomagazinroyale.de unter dem Link :-)
Und die Superhelden findet ihr alle HIER! Yuchuuu!

Donnerstag, März 28, 2019

Der Kopf sitzt quer und die Kleidung gut. Was ist mit der Einzigartigkeit?

Donnerstag, März 28, 2019 0
Der Kopf sitzt quer und die Kleidung gut. Was ist mit der Einzigartigkeit?


Durch die Zunahme des Wunsches nach Einzigartigkeit verschwindet leider und trauriger Weise die ursprüngliche, gegebene Einzigartigkeit eines jeden Menschen. Die Suche nach Profilierung lässt ihn in unserer Gesellschaft mit all seinen Stärken, Schwächen und Qualifikationen nicht mehr sein und akzeptiert. Ich behaupte, man profiliert sich nur deswegen, um aus der Masse herauszustechen und Vorurteilen entgegenzuwirken.

Früher stellte sich die Frage (zu der Zeit der Romantik – Ende des 18. Jahrhunderts bis ins späte 19. Jahrhundert), eher der Suche nach dem Besonderem, dem Authentischen und dem Moment. Es ging um das Verhältnis vom Individuum zu der Welt.

Die singuläre Orientierung hängt heutzutage so stark von Marktmechanismen, wie Aufmerksamkeit, zusammen, dass eher das Außergewöhnliche als das Normale Anerkennung findet. Wer sind bei diesem Spiel die Gewinner und wer ist der Verlierer? Geht es um Klicks und keine Klicks, die moderne Stadt im Verhältnis zum Industrieverlierer?

Was ist mit der ursprünglichen Einzigartigkeit? Wir sind doch alle einzigartig - wie werden wir jedoch im sozialen Kontext als einzigartig wahrgenommen? Sind kollektive Bewegungen "besondere", neue, die sich singular von anderen Gemeinschaften abgrenzen? Wo entstehen warum und wie Trends, die die Masse aufnimmt?



Dinge, Orte, Ereignisse und Projekte sind häufig besonders einzigartig: Kollektive mit ganz eigenen Individuen. Eine ganze Welt voll Singulären. Wer sind wir in dieser Spirale und wie können wir Identifikation finden, ohne ausgetauscht werden zu können? Scheitern wir an uns selbst eher durch diese gesellschaftliche Konkurrenz?

Dabei funktioniert Gesellschaft doch nur, wenn es Verbindlichkeiten gibt, diese könnte man auch als das Allgemeine, das allen Gemeine bezeichnen. Das Individuelle ist für viele Menschen der Aspekt des Lebens, der zu ihrem Glück beiträgt. Tun was mir gefällt, machen, was ich möchte. Aus diesem allgemeinen Bedürfnis entstanden ganze Wirtschaftszweige, die dies heute bedienen. Diese wiederum machen das BESONDERS SEIN zu einer erwünschten Verhaltensweise. 

Je mehr Stabilität die Gesellschaft in ihren Normen aufweist, umso mehr Individualisierung kann sie dem Bürger zugestehen. Sei individuell, doch übertreibe es nicht. Zu allgemein kann schaden, denn was bleibt dann? 




Meine Stiefelette ist von Fashion Schuh
und das Kleid ist von Basic Apparel

(beides PresseSamples)

Mittwoch, März 27, 2019

Zum Yoga ins StrandGut nach St.Peter Ording. 3 Tage Freundinnen-Urlaub im Nordseeheil- und Schwefelbad.

Mittwoch, März 27, 2019 0
Zum Yoga ins StrandGut nach St.Peter Ording. 3 Tage Freundinnen-Urlaub im Nordseeheil- und Schwefelbad.


Planung ist das A und O. Zumindest jetzt, wo ich in einem Alter bin, in dem spontane Verabredungen schwieriger geworden sind. Da sind Kinder, Schul- und Kindergartenferien oder von den Kollegen bereits festgelegte Urlaube. Und überhaupt, Geburtstage, Hochzeiten, Feiern und nicht zu vergessen die Arbeitstermine die auf das Wochenende fallen ... Der schönste Nebeneffekt an solchen Zusammentreffen die im Vorfeld überlegt werden: Die Vorfreude hält besonders lange an.
Apropo Freude, Eis bereitet mir IMMER Freude und dieses hier schmeckt bei Salzluft noch besser :-)

Eine meiner Besten und ich wollten seit langem ein gemeinsames Wochenende verbringen. Im Ausland? Städtetrip? Mal richtig viel Neues erleben? Oder schön entspannen? Nach kurzem Überlegen entschieden wir uns für die zweite Option. Ja, es ist so weit, statt Action wählen wir mit Mitte Dreißig die Entschleunigung. Und das ohne schlechtes Gewissen – warum auch? Das Wichtigste war ja schließlich gemeinsam Zeit zu verbringen. Ohne ablaufende Zeit ohne Zwischenfragen.
 

Am letzten Wochenende war es endlich so weit. Nichtmal zwei Stunden Autofahrt und wir sind im StrandGut in St.Peter Ording angekommen. Sofort konnte sich das Auge bei Sandweitblick entspannen.  Genau wie der Körper beim Yoga mit Dünenblick und in dem Restaurant des 3-Sterne-Resort StrandGut 'Deichkind' bei wunderbarstem veganen Dinner.

Doch von vorne, das StrandGut, das erste Lifestyle-Hotel an der Nordsee', wurde am 1. Juli 2007 eröffnet. Als Lifestyle Hotel konzentrierten sie sich als erstes Resort vor Ort auf Lebenswelten' und nicht auf bestimmte 'Zielgruppen'. Hier tummeln sich Aktivurlauber, Erholungssuchende, Design-Begeisterte, Naturfreunde, Familien mit Kindern und Hundefans – eins haben alle gemeinsam; sie fühlen sich wohl.

Das St.Peter Ording, was man heute vorfindet, war damals ein anderes. Vielleicht erklärt es die Überschrift der 'Die Zeit' von 2010 ganz gut: "Das StrandGut bringt die Gegenwart ins verschlafene St. Peter-Ording." So kam durch das StrandGut auch ein Wandel in das kleine Nordseeheil- und Schwefelbad mit dem weiten Strand. Viele lokale Akteure trugen zu der Aufbruchsstimmung bei, in dem sie sich und ihre bestehenden Angebote erfolgreich neu positionierten. Egal ob im Bereich Beherbergung, Gastronomie, Handel oder Dienstleistung. Natürlich gab es auch ein paar Neueröffnungen von Hotels, wie z.B. dem 'Beach Motel' oder der 'Zweite Heimat'.

Da Stillstand für das StrandGut nichts ist und sie ständig an sich arbeiten, entschlossen sie sich 2014, nur gut sieben Jahre nach der Eröffnung, die Zimmer, das Restaurant, Lobby und Tagungsräume komplett zu erneuern.


 
Das StrandGut Resort hat sich also dem Lifestyle und Design gewidmet. Durch das schnörkellose, moderne und doch sehr warme Design mit viel Holz entsteht ein angenehmes Wohlfühl-Ambiente. Cool und liebenswert. Aufregend und entspannend. Fortschrittlich und traditionell.

So hat sich St. Peter-Ording in den letzten Jahren entwickelt und ist zu einem Ort der Harmonie geworden. Menschen unterschiedlichster Interessen treffen hier aufeinander und lassen einander sein. Durch die Weite der Natur, habe ich hier immer wieder das Gefühl ganz bei mir zu sein.





Direkt an der Strandpromenade mit Blick auf die Nordsee ging es vor allem ums Nichtstun und Entscheidungen nach dem Lust-Prinzip zu treffen. Was ein Glück, dass wir uns auch einfach 'sein lassen' konnten. So freute sich meine Freundin vor allem aufs Ausschlafen und abhängen, da es zu Haus dank ihrer wunderbaren Kinder nicht soooo gut möglich ist. Ich mich auf die Strandpaziergänge ohne sichtbares Ende, damit der Hund laufen kann und ich keine Strasse fürchten muß.


So kam es, das wir erst nach zwei Tagen mal den ganzen Tag gemeinsam verbrachten. Zuvor fanden wir 'erst' zum Abendessen zusammen, hatten uns dafür eine Menge zu erzählen. Vom Strand, vom Yoga, von dem Erlebten. Und das Essen im Deichkind, dem Restaurante des Hotels, das hatte es so in sich, das wir davon noch stundelang schwärmten. Die Küche zauberte für uns ein veganes Dinner bestehend aus allerlei Vor- und Hauptspeisen – großes Kompliment an die Küche. Ich hätte mir gewünscht, ich hätte drei Mägen gehabt um alles aufzuessen!


Und wie war das jetzt mit dem Yoga?

Bei meinem letzten Besuch im StrandGut war der Yogaraum zwar schon fertig, doch es gab noch niemanden, der hier unterrichtete. Seit Januar 2018 ist Claudia jedoch als feste YogaLehrerin im StrandGut. Nach einem Jobwechsel ihrerseits bietet sie nun mehrmals in der Woche Yogakurse an. Für Hausgäste ist dies gratis, alle anderen kostet es 15€. Sowohl Yoga Anfänger als auch erfahrene Yogis kommen hier auf ihre Kosten, denn basierend auf dem Hatha-Yoga kümmert sich Claudia sehr liebenswürdig um Jede_n einzeln, korrigiert, hilft und erklärt.


Mit Blick in die Dünen startet das morgendliche Yoga meist etwas dynamischer, ganz nach dem Motto: Hinaus aus den Federn, rein in die Yogastunde und mit Sonnengrüßen den Tag beginnen. Gegen Abend ist es etwas ruhiger, doch genauso schön. Durch die angeleiteten Atemtechniken ist es noch besser möglich die Frische des Nordens aufzunehmen und mit den gelernten Entspannungstechniken neue Energie zu tanken.


So entspannt ging es für uns natürlich auch noch ins Schwimmbad – direkt an das Hotel angeschlossen ist nämlich die DünenTherme, bei der wir erstmal zwölfendrölfzig mal mit den dicken Reifen die Rutschen genutzt haben. Die Rutsche mit dem freien Fall habe ich mir für den nächsten Besuch aufgehoben - hihi.


Ihr findet, das klingt alles richtig gut? Na, dann ab nach St.Peter Ording – es war bestimmt nicht mein letzter Besuch. Und, weil ich dies auf den anderen Social Media Plattformen schon gefragt wurde, ja, es ist möglich hier auch noch ein bisschen mehr Yoga zu machen. Ihr könnt auch eine Privatstunde buchen, die individuell auf euch abgestimmt wird. Oder die Yoga-Retreat Angeboten nutzen. So lassen sich die neu erworbenen Techniken und Asanas unter professioneller Anleitung noch mehr vertiefen und erweitern.

Zum Abschluß ging es für mich nochmal in den Wald, denn neben dem Resort und der Therme geht es durch einen wunderschönen Wald, den kleine Bachläufe durchziehen und in dem auch immer wieder geschichtliche Tafeln stehen – das mag ich. Vorsicht vor den Zecken, die sind hier nämlich dank der immer wärmer werdenden Winter sehr aktiv.






Liebes StrandGut, danke für die Möglichkeit bei euch mal wieder so richtig schön zu entspannen, die Welt Welt sein zu lassen und die Möglichkeit zu haben ohne großen Aufwand das Meer genießen zu können. Bis bald 💙👋

Hunde P.S.:
💖🐶