Kathrynsky's

Freitag, September 20, 2019

Sarajane McMinn. Hamburger Mensch #217

Freitag, September 20, 2019 0
Sarajane McMinn. Hamburger Mensch #217

Heute habe ich eine wahnsinnig tolle Künstlerin, die zudem ein sehr herzlicher Mensch und eine wahre Motivationskanone ist, zu Gast in der Interview Serie "Hamburger Menschen". Sarajane McMinn stammt aus einem deutsch-britischen Haushalt und kam für die Musik von Niedersachen nach Hamburg – wie wundervoll. Mittlerweile macht sie sich schon länger als hervorragende Sängerin einen Namen. Sowohl mit ihrer eigenen Band als auch als Background-Sängerin für andere Showgrößen. Im Jahr 2015 veröffentlichte sie ihr Debütalbum und im Mai 2019 erschien bereits ihr zweites Album „FUEL“. Doch ich mag noch nicht zu viel verraten, erzähl mal Sarajane, woher kommst du und seit wann lebst du in Hamburg.

Ich bin Sarajane McMinn, halb englisch und halb deutsch. Ich bin auf dem Dorf in Niedersachsen aufgewachsen. Ich bin nun schon seit 13 Jahren in Hamburg – und ich bin so gerne hier!

Erzähl mal von deinem Beruf.

Mein Beruf ist wahrscheinlich der Schönste der Welt, denn ich bin immer dabei, wenn es im Leben eines Menschen gerade etwas zu feiern gibt. Ich bin Sängerin, Songwriter, Performer und Motivationsmensch, große Schwester, Krafttankstelle. Man findet mich im Club mit meiner Band aber auch auf Geburtstagen und Hochzeiten. Es ist so schön, Leute in Bewegung zu bringen. Ich bin sehr dankbar, dass so viele Menschen Lust haben mit mir zu tanzen!


                       
Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich glaube es müsste etwas sein wie Tierpflegerin oder Lehrerin. Ich bin vom Land und stelle mir manchmal vor, dass ich wiederkehrende Aufgaben wie Futter bringen, ausmisten, rauslassen und wieder reinholen übernehme. Jeden Tag auf ein Neues, das ist so schön, weil die Tiere sich ja jeden Tag darüber freuen. Das hat etwas meditatives was mir sehr gut tut und mir in der Stadt tatsächlich etwas fehlt.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Dann schlafe ich. Ich habe selten Momente in denen ich nicht arbeite, weil immer viel zu tun ist. Ich bin nicht so gut darin mir Freiräume zu schaffen und diese zu verteidigen.


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Ich lebe im schönen Ottensen was seit ein paar Tagen in großen Teilen autofrei ist. Ottensen macht Platz! Das ist so schön!
                       
 
Möchtest du nochmal in einem anderen wohnen?

Im Augenblick bin ich sehr glücklich hier, gehe jeden Tag durchs Viertel, man kennt sich, hier und da wird geplaudert, das ist schon sehr sehr toll.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

An einem Ort ohne Nachbarn. Landschaftlich mag ich in England gerne die Mitte oder den Süden, dort kommt auch meine Familie her. Auch in Schweden würden mir ein paar Plätzchen einfallen. Aber Niedersachsen ist auch schön, Mecklenburg oder Brandenburg. Ich bin in letzter Zeit viel umher gefahren um Konzerte zu spielen und hab immer wieder Gegenden mit toller Natur, Wald und Wiesen gesehen, an denen ich es sehr gut aushalten könnte. Muss ich mich auf einen Ort festlegen?


Ist Hamburg für dich eine Kulturstadt? Warum ja oder nein?

In Hamburg passiert sehr viel Kultur, das ist der Grund weswegen ich hierher gekommen bin. Ich kenne viele Menschen und Organisationen die sich dolle einsetzten. Ich habe das Glück in dieser Stadt Konzerte spielen zu dürfen die meine Miete bezahlen. Es gibt auch tolle Förderungen für Kultur. Es gibt aber auch die andere Seite, hey wir bauen mal auf den Feldstraßen Bunker – wo Hamburgs größter Musikladen und diverse künstlerische Ausbildungsstätten zuhause sind – einen Stadtgarten mit Luxushotel und sorgen dafür das alle Bewohner rausmüssen oder die Räume gerade nicht nutzen können. Das ist sehr schade.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst? 

Puh, das ist eine schwere Frage. ich würde dafür Sorgen, das man keine 9 Quadratmeter für 500€ vermieten darf. Also sicherstellen, dass wir leere Räume füllen und Mieten im Rahmen halten. Ganz groß gedacht würde ich eine Sprechstunde einrichten in der Bürger aus verschiedenen Vierteln ihre Anliegen vorbringen. Auch wenn ich sie nicht alle ändern könnte, so hätte ich wenigstens einen ganz echten Bezug zu den Menschen in meiner Stadt und wüsste besser worauf es genau ankommt. Denn als Politiker führt man ja ein eher künstliches Leben, hat vermutlich keine Geldsorgen oder keine Kinderbetreuungs Porbleme, wenn die Kita mal zu hat ..

.


Warum lebst du in Hamburg und nicht Berlin, Istanbul oder New York? 

Ich bin für die Musik nach Hamburg gekommen. Als ich wusste, ich möchte Musik studieren, aber eben nicht klassisch oder rein Jazz, gab es die neue Popakademie in Mannheim, und die Hamburg School of Music. Die meisten Unis boten keine Popularmusik an. Ich hatte damals einen Freund in Heide, also zog ich in den Norden! Ich möchte Istanbul und NewYork gerne besuchen, ich war aber noch nie dort. 


Alster oder Elbe?

Elbe. Ich LIEBE die Elbe. 




Wieviele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Es ist immer an. Ich habe fast alle Benachrichtigungen und Töne aus, aber das Handy ist an. Ich habe eine große Familie und sehr gebrechliche Großeltern, es ist mir wichtig, dass die mich jederzeit erreichen können.

 


Lieblingslied / buch / serie des Moments?

Ich bin verliebt in Lizzo. Wenn ihr mal Musik braucht um so richtig gut drauf zu kommen, hört euch diese Frau an. Und was ich so schön finde, sie ist (auf insta) auch noch witzig, sympathisch und macht ihr Ding. Ich bewundere sie sehr!

Meine Lieblingsserie ... hmmm also für mich ist wichtig, das quasi nichts passiert. Ich bin da komisch, aber ich musste Gilmore Girls abbrechen, weil das Familiendrama zu nah an meinen echten Familiendrama war, also schaue ich Tatortreiniger oder Master of None ... wo einfach NCHTS oder etwas sehr witziges passiert. Kann ich empfehlen.


Lieblingslied / buch / serie forever ever? 

Destiny’s Child – Bills Bills Bills

Die Säulen der Erde von Ken Follett. Das hab ich sooo oft gelesen ... allerdings schon eine Weile nicht mehr ... vielleicht ist es mal wieder Zeit.


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt mal angeschaut haben sollte:

Den Mojo Club, das ist der, wo der Bürgersteig hochklappt, wenn der Club geöffnet hat. So etwas habe ich bisher nirgendwo gesehen. Man sollte aber auch unbedingt zum Elbe Camp gehen, das ist am Falkensteiner Ufer, meine Oase in Hamburg. Ein Besuch lohnt sich auch wenn man nicht vor hat zu campen. Und die Dove Elbe zum Baden im Sommer. Und, schaut euch das Knusperkeks Café in Wilhelmsburg an. Das hat ein Freund von mir vor kurzem eröffnet. Es ist schön, liebevoll gemacht und alles ist lecker (und halal).


Möchtest du jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

This goes out to all Ladies in Hamburg doing their thing and helping other women on their way! YOU ARE FUEL!

Ich habe besonders in den letzten zwei Jahren so viele tolle kreative und mutige Frauen kennengelernt die ihr Wissen gerne teilen. Danke euch allen! 


Ihr möchtet noch mehr von Sarajane?
Hier findet und seht ihr sie:
►I AM FUEL TOUR
https://linktr.ee/iamfueltour

::08.11. Bocholt
::11.11. Buchholz
::14.11. Magdeburg
::15.11. Celle
::20.11. Hamburg
::23.11. Schwerin
::17.01. Hannover
::18.01. Göttingen
::29.01. Bonn
::30.01. Kiel
::31.01. Harburg

► new album ‚FUEL‘ out now:   

https://lnk.to/Sarajane_Fuel
► new single „Diamonds&Pearls“ over 65k on youtube watch here: 
https://youtu.be/-DwYBP9DL4M 
► new single "Bullets out of Love" over 71k on youtube watch here: 

Donnerstag, September 12, 2019

“Kühnen und Wagenden steht ungesehen das Glück bei, plötzlich ist etwas geraten.” - Jacob Grimm - Märchenwelten Hamburg

Donnerstag, September 12, 2019 0
“Kühnen und Wagenden steht ungesehen das Glück bei, plötzlich ist etwas geraten.” - Jacob Grimm - Märchenwelten Hamburg
Vor etwa einem Jahr wurde ich gefragt, ob ich bei dem Projekt "Märchenwelten" dabei sein möchte. Eine neue Ausstellung, die in der Hafencity gebaut wird. Ich liebe Märchen – nicht die mit dem altbackenem Frauenbild (auch als Kind nicht), doch, ich liebe Märchen. Nun ist es endlich so weit, die Ausstellung eröffnet an diesem Wochenende im Baakenhafen (Start 15.September).

Für die Märchenwelten durfte ich mich auf die Suche nach gelebten Werten begeben. Denn, darüber habe ich zuvor noch nie nachgedacht - doch bei der Vorbereitung für das Projekt schnell gemerkt - was dem Leser oder Zuhörer in einem Märchen vermittelt wird, sind Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt, Ehrlichkeit, Treue, Beharrlichkeit oder auch Mut. Ohne praktische Ratschläge regen uns diese Geschichten an und geben uns allgemeine Werte und Lebensregeln für kluges Handeln mit. Es geht nicht um gut und böse, es geht um richtig oder falsch. Das Richtige ist oft auch das Gute, aber manchmal eben auch nicht. Im Märchen wird der, der richtig handelt belohnt, und der, der falsch handelt oft sogar bestraft.

Ich habe gelesen „Märchen“ ist die Verkleinerungsform des mittelhochdeutschen „Märe“, und bedeutet „Kunde“, im späten Mittelalter dann kleine „Erzählung“ von wundersamen Begebenheiten. Die Brüder Grimm waren jedoch nicht die Schreiber, sondern die Sammler dieser unterschiedlichen Erzählungen.

Jacob Grimm war dt. Sprach- und Literaturwissenschaftler und gilt als Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenschaft. Gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm hat er als "Brüder Grimm" z.B. "Kinder- und Hausmärchen" veröffentlicht. Beide waren auch politisch aktiv und traten für Ihre Ideale in Reden und Artikeln ein. Damit waren die beiden moderne Traditionalisten. Ihr Blick richtete sich in die Vergangenheit, ihre Haltung aber gehörte ganz der Gegenwart.

Ihre gesammelten Märchen waren zuweilen auch brutal und grausam, politisch und religiös oder hatten einen sozialkritischen Aspekten wie 'Der starke Hans', 'Kaiser und Abt', 'Die kluge Bauerstochter' oder auch 'Gevatter Tod'. Denn Märchen enthalten immer auch Konfliktkonstellationen, die jeder Mensch, egal in welcher Zeit, egal in welcher gesellschaftlichen Situation, irgendwann einmal durchlebt. Das Kind, was sich von den Eltern loslöst und auf sich allein gestellt ist und der Welt mit Mut und Selbstvertrauen entgegen treten muss, taucht häufiger auf. Genauso wie die Geschichte von Geschwistern oder Spielgefährten, mit denen man in Rivalität gerät. Genauso wie die Begegnungen mit dem anderen Geschlecht – Keine Techtelmechtel, sondern wie es ist in eine wirkliche, den gesamten Menschen erschütternde Beziehung zu geraten. Das alles erzählen Märchen seit eh und je. Und genau dies können viele Menschen, egal in welcher Zeit sie leben, nachvollziehen.

Die moderne Märchen werden eher von Disney oder Pixar geschrieben, doch auch dabei geht es, wie in den alten Märchen, oft um zu bestehende Abenteuer, gemeinsame, wundersame Erlebnisse,  das Treffen von Feinden und Finden von Freunden. Die, mittlerweile verfilmten „Fantasy-Abenteuer“ wie „Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ werden nicht ohne Grund Moderne Märchen genannt.

Insofern haben Märchen eigentlich immer Renaissance oder eben: Die Märchen sind nie gestorben, „und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“

Die drei Hamburger Menschen, die ich für dieses Projekt interviewen durfte, zeichnen sich durch eine besonders wertvolle Lebensweise auf verschiedene Art und Weise aus, weil sie für viele Menschen Märchen wahr werden lassen; Micha Fritz, Jannes Vahl und Hila Limar. Schaut doch mal das Interview mit der zauberhaften Hila:



Mehr Videos der Märchenwelt 
und die Interviews mit Michael Fritz und Jannes Vahl findet ihr 
HIER.



Und die Märchenwelten Ausstellung? Die findet ihr auf einer 3.000 Quadratmeter große Fläche im Baakenhafen. Dort können sich die Besucher bei einem interaktiven Rundgang durch die Märchen schauen. Dabei ist es nicht ausgeschlossen, dass alle etwas anderes erleben. Denn Märchenfreunde von sechs Jahren bis ins hohe Alter werden mit moderner Technik durch die zeitlosen Motive der Gebrüder Grimm geführt. In acht Erlebniskammern müssen Prüfungen alleine und in der Gruppe bewältigt werden, bevor in der Schatzkammer die historischen Werke der Märchenerzähler gezeigt werden.

https://maerchenwelten.net/

Mittwoch, September 11, 2019

What does Hamburg sound like? #HamburgSounds - Die Musik einer Stadt.

Mittwoch, September 11, 2019 0
What does Hamburg sound like? #HamburgSounds - Die Musik einer Stadt.
Wie klingt Hamburg? Möwen Kreischen und Schiffe tuten? Doch was hört man dann? Wir haben zahlreiche Bands in dieser Stadt – was klingt nach? Zur Premiere von VYNL sprach Michael Otremba, Geschäftsführer von Hamburg Tourismus, über das, was Hamburg aus- und einzigartig macht. Dabei stellte er besonders die Haltung und die damit verbundenen Kontraste der Hansestadt heraus.

Trotz den existierenden Gegensätzen wird hier die gemeinsame Verbindung gesucht und JedeR kann eine eigene, auch gern andere, Meinung haben. Optisch wird Hamburg vor allem durch das Design und die unterschiedliche Architektur geprägt. Hier finden sich neueste Gebäude und alte Siedlungen. Jedoch ist die Stadt natürlich in keiner Weise mit den Prachtbauten in z.B. Wien oder München zu vergleichen. Doch was wir hier haben, ist die Lage am Wasser. Die Elbe ist so vieles und vor allem Energie. Und *zack* schon hat bestimmt JedeR von uns den Sound der Elbe im Kopf. Die Schiffe, die Möwen, die Micheltrompeter. Doch was bedeutet Musikstadt? Was für eine Musik ist die von Hamburg – wie klingen wir? Nach Telemann, Brahms, den zahlreichen Festivals und HipHop ... nach Vielfalt. Und genau dieser Aufgabe hat sich das Projekt VYNL angenommen: Den Sound of HH einzufangen. Doch eben nicht nur DEN Sound, sondern DIE Stimmen. Die auch für Haltung und die Stadt Hamburg stehen. Die ihre Stimmen erheben und sich einmischen. So wie es hier eben schon immer war. 

Der US-amerikanische DJ Kemit hat dafür Stars, Künstler, Hit-Produzenten und Trendsetter der Hansestadt getroffen. Das Bo, Chefboss, Rhonda, JOCO, Meute, Alexander Krichel, das Ensemble Resonanz und viele mehr - sie alle zeigen ihr einzigartiges Hamburg und damit die vielen Facetten der Musikmetropole. Hier gibt es schonmal einen Teaser der Dokumentation:



Den ganzen Film findet ihr auf 
www.hamburg-tourism.de/vynl 
 
Wie klingt Hamburg für euch?

Sonntag, September 08, 2019

Ein kleiner Wohnungseinblick - ein Ausblick in den Bildmotiven und eine Bilderleiste auf der fröhlich getauscht werden darf

Sonntag, September 08, 2019 0
Ein kleiner Wohnungseinblick - ein Ausblick in den Bildmotiven und eine Bilderleiste auf der fröhlich getauscht werden darf
 


Dank dem Angebot des Poster Store hatte ich die Möglichkeit mir für einen Gutschein neue Bilder inklusive Rahmen bei ihnen auszusuchen. Wenn ihr auf deren Seite schaut, geht es euch bestimmt wie mir. So viel Schönes - wie soll ich mir da bloß eine Richtung, einen Stil, zusammenpassende Bilder, bzw. genug für eine Bilderleiste und nicht zu viele raussuchen?

Als ich in meine aktuelle Wohnung gezogen bin, wollte ich auf keinen Fall alle Wände voller Bilder hängen, sondern an mindestens einer Wand eine Leiste haben - um mal wechseln zu können. Ein Jahr lang blieb die Wand ganz leer. Die Leiste war zwar gekauft, doch, upsi, wurde nicht angebracht. Vor einem Jahr war es dann so weit, die Leiste kam endlich an die Wand und die Bilder die irgendwie "übrig" waren, wurden darauf gestellt. Mit der Zeit kamen immer mehr dazu und es wurde doch etwas eng. 



An den restlichen Wohnungswänden regiert übrigens die klassische Petersburger Hängung. Dabei bedecken zahlreiche, dicht an dicht platzierte Bilderrahmen eine ganze Wand. Und die Bilder, die eben doch nicht mehr auf die Bilderleiste passen, finden einen anderen Stellplatz - in der Küche, auf dem Wohnzimmerboden. Für schöne Weitsichten im Bilderrahmen findet sich bei mir immer ein schöner Platz. Und wenn man sie für eine Weile wegsortiert, dann freut man sich beim erneuten aufhängen oder stellen umso mehr.
Das Bild in der Küche sagt mir zum Beispiel jeden Morgen Hallo. Ha, natürlich bekomme ich es jeden Morgen persönlich gesagt, doch es nochmals Weiß auf Schwarz neben dem Küchenradio zu lesen, freut mich jeden Tag auf ein Neues.   👀
 



Bei der aktuellen Motivauswahl habe ich mich an dem orientiert, was mich im Moment am meisten interessiert. Die Natur und die Wälder, sowie die See und die Planeten. Zack, schon hatte ich viel zu viele Bilder in meinem Warenkorb, bzw. schnell auch zu Hause.

Vielen Dank für die Möglichkeit der neuen Bilder an den Poster Store. In der Abteilung "Inspiration" bin ich dann ziemlich lange hängen geblieben - die hier zusammengestellten Vorschläge hätte ich fast alle gern. Allerdings bräuchte ich dafür auch eine zweite Wohnung. Dort ist es möglich, genau die Vorschläge für sich selbst zu bestellen. Einmal in den Warenkorb sortiert, lassen sich hier immernoch munter die Holzfarbe oder auch gar das Material der Rahmen, bzw. die Größe derer oder der Bilder selbst ändern. 

Welches meiner Bilder ist euer persönlicher Favorit? 😁
Vielleicht habt ihr auch Lust euch ein oder zwei, oder gar drei neue Bilder zuzulegen?
Netterweise bekommt ihr mit dem Code kathrynsky30 bis zum 08.10.2019 
30% Rabatt auf alle Poster bei posterstore.de (exklusive der Kategorie Selection). 
Es ist jedoch nicht kombinierbar mit anderen Rabattaktionen.
Ein fröhliches aussuchen! 


Samstag, September 07, 2019

Ist es ein Wanderschuh oder ein Sneaker? Die neue Columbia Sportswear SH/FT-Kollektion

Samstag, September 07, 2019 0
Ist es ein Wanderschuh oder ein Sneaker? Die neue Columbia Sportswear SH/FT-Kollektion

Mit dem Hund laufe (nicht jogge) ich fast jeden Tag zehn Kilometer – weil er es kann. Ich auch und es tut mir sehr gut. Was ich in diesem Jahr mit dem lauffreudigem Hund gelernt habe: Dabei ist nichts so wichtig, wie ein guter Schuh. Also habe ich mir in dem vergangenen Jahr mehr als ein Paar zugelegt, was unfassbar bequem ist. Dabei greife ich immer wieder zu Sportschuhen – schließlich sind sie ja dafür gemacht, oder? Dabei laufen wir ja gar nicht, sondern entdecken und wandern eher. Ein Wanderschuh ist für diese Touren allerdings nicht geeignet. 

So war ich mehr als begeistert über die neueste Pressemitteilung die in dieser Woche in mein Postfach flatterte: Gemeinsam mit dem Musikproduzenten und DJ Zedd präsentiert Columbia Sportswear eine sehr schön anzusehende und funktionelle Schuhlinie für Outdoor-Enthusiasten.

Na büdde - darauf habe ich gewartet ohne es zu wissen. Denn, so wie mir, geht es wohl noch mehr Menschen. Es gibt immer mehr Outdoor-Liebhaber, die auch auf urbanem Untergrund eine gute Figur hinterlassen wollen. Bei den neuen Modelle wurden Style und Funktion vereint und gleichzeitig passen sich die Schuhe allen Bodengegebenheiten an – ob Stadt oder Natur. Ab dem 18. September sind die Modelle auch in Deutschland verfügbar. Leider erstmal nur für Männer und ab dem Frühjahr 2020 dann auch für Frauen.

Wieso Columbia Sportswear dafür mit dem mehrfach ausgezeichneten GRAMMY-Künstler, DJ und ProduzentZedd zusammengearbeitet hat? Zum einen natürlich, um die neue SH/FT-Kollektion vor allem einer jungen Zielgruppe zugänglich zu machen, die das Leben in der Natur sowie in der Stadt kombinieren. Doch auch, weil er selbst viel seiner Freizeit in der Natur verbringt, um eine ausgewogene Balance zum Arbeitsalltag in der Musikindustrie zu finden. 
Ich würde behaupten, anders schafft man es doch auch gar nicht richtig viel zu arbeiten. Dieser Ausgleich der mir durch die Natur gegeben wird, ist essentiell nötig, damit ich im Job gut bin.  



Das Columbia Sportswear weiß, was sie tun, beweisen sie bereits seit mehr als 80 Jahren. Mit der SH/FT- Kollektion gehen sie noch einen Schritt weiter und so zeichnet sich die Kollektion neben Langlebigkeit und Style vor allem durch folgende Eigenschaften aus:
  • Nylon-Obermaterial im Deconstructed-Strick-Look für ganztägigen Tragekomfort – maximale Abriebfestigkeit, getestet an hawaiianischen Vulkanfelsen
  • OutDry, Columbias branchenführende wasserdichte, atmungsaktive Membran-Technologie
  • SH/FT-Zwischensohle mit Zwei-Komponenten-Dämpfung, die der Energierückgewinnung dient und hohe Elastizität bietet
Ihr Ziel ist es, Produkte zu erschaffen, die die Menschen das ganze Jahr über warm, trocken, kühl und sicher halten. Die Herausforderung dabei ist den Innovationsgeist und die Leidenschaft für die Natur kontinuierlich mit neuen Technologien und Entwicklungen von hochfunktionellen Produkten zu verbinden. Könntet ihr euch entscheiden? Ich mag die Kombi Schwarz-Rot, genauso gern wie Grün-Grau oder Gelb-Schwarz-Blau (!!!!) und auch den beigen Schuh. Gerade die farbigen Modelle erinnern mich an Basketball-Sneaker der 90er Jahre. 😻


Wer genauso begeistert ist wie ich, der SH/FT wird in Deutschland ab dem 18. September in den drei Varianten SH/FT OUTDRY MID (UVP: 149,99 ), SH/FT WP HIKER (UVP: 149,99 ) und SH/FT WP BOOT (UVP 159,99 ) verfügbar sein.

Bei folgenden Händlern könnt ihr ihn offline kaufen (online gibt es noch mehr Optionen): 
  • Mono Concept Store in Hamburg
  • 43einhalb in Fulda
  • BSTN in München
  • HHV in Berlin

Freitag, September 06, 2019

Leyla Liebrecht. Hamburger Mensch #216

Freitag, September 06, 2019 0
Leyla Liebrecht. Hamburger Mensch #216
Vor einem Jahr habe ich Leyla kennengelernt. Sie hat gefragt, ob wir uns einfach mal zum Essen treffen – einfach so um zu schauen, was man sich gegenseitig so Gutes tun könnte. In diesem Jahr ist viel passiert, mittlerweile hat sie diverse Kurse veröffentlicht, die man bei ihr nehmen kann. Gerade schneidet sie zum Beispiel an einem Video für den nächsten Kurs: Business-School. Hier geht es darum, wie man sich richtig selbständig macht und sich, durch das Herausheben des Alleinstellungmerkmales, wirklich gut auf dem Markt positioniert. Ab Mitte Oktober geht der Kurs auf "Re-Train your brain" online. Doch vorab erzählt sie uns erstmal ein wenig von sich, also los, Leyla, wer bist du und woher kommst du?


Ich bin Leyla Liebrecht: Frau, Mutter, Freundin Tochter und Schwester. Ich bin gebürtige Iranerin und habe meine ersten 12 Lebensjahre in Tehran verbracht.


Seit wann bist du in Hamburg?

Seit nunmehr 30 Jahren und ich kann mir keine schönere Stadt vorstellen. Sogar das Hamburger Grau kann mich nicht lange auf Distanz halten. Sind die ersten Sonnenstrahlen da, sind Hamburg und ich wieder schwer verliebt.




Erzähl mal von deinem Beruf.

Ich habe Jura studiert und zwischen dem ersten und zweiten Examen eine Menge ausprobiert: Html- Programmierung, Mädchen für Alles in einer Werbeagentur und Dateneingabe in bei einer Versicherungsmassenfabrik. Nach dem 2. Staatsexamen begann ich bei einer Bank zu arbeiten und das war genau der richtige Job, um meinen Ausstieg aus Rechtswissenschaften zu planen.

Ich fragte mich, was ich gut kann, was mir einfach fällt und was mich glücklich macht. Da war recht schnell klar, dass ich einen Laden machen wollte. Aber ich wusste, ich wollte nicht einen Laden, sondern ein Unternehmen. Daher unterschrieb ich den zweiten Mietvertrag bevor die erste Boutique überhaupt eröffnet war. Nach 5 Fashionshops und 2 Töchtern, kam der Wunsch nach Veränderung. Ich gründete die Brow Bar Chou Chou Berlin und produzierte meine eigene kleine Kosmetiklinie.

Nach 2 Jahren konnte ich diese Marke fröhlich verkaufen und entschied ganz und gar aus dem stationärem Handel raus zu gehen. In all diesen Jahren begleitete ich meine Mitarbeiterinnen, Freundinnen und Freundesfreundinnen auf ihrem beruflichen Weg. Und genau diesen Weg gehe ich nun aus vollem Herzen weiter. Ich motiviere Menschen und stehe ihnen lebensbejahend zur Seite, wenn es um lebensverändernde Entscheidungen oder kriesenreiche Phasen geht. Zu sehen, dass Frauen über sich hinaus wachsen und ihre innere Stärke entdecken, macht mich zufrieden.


Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Dann würde ich gern Kundalini-Yoga unterrichten. Die enge Verbindung zwischen Anspannung und Entspannung, außen und innen, Körper und Geist gefällt mir wahnsinnig gut. Da mir Kundalini Yoga so große Freude gemacht hat, begann ich übrigens mit der Ausbildung, um einfach die Lehre kennenzulernen. Und tatsächlich unterrichte ich auch schon.




Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich liebe es zu tanzen. Dazu brauche ich nicht Gesellschaft und auch nicht die Nacht: Ich kann einfach 60 Minuten für mich Zuhause tanzen und bin danach sehr glücklich. Ich lese gern, viel und unterschiedliches. Außerdem liebe ich es mir auf YouTube Hair-Tutorials anzuschauen und ausprobieren. Aber am allermeisten lese ich mit meinen Töchtern schöne Kinderbücher und erfreu mich mindestens genauso sehr an „die Kinder von Bullerbü“, „Die Krachmacherstrasse“ und „Pipi Langstrumpf“.


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Ich wohne in Eppendorf. Einerseits liebe ich es mitten im Geschehen zu sein und genieße all die kleinen Cafés, die schönen Altbauhäuser und die verführerischen Schuhläden. All das ist genau meins. Andererseits gibt es einen ganz eigenen Eppendorfer-Chic, das mir zu uniform ist. Obwohl ich nun so lange hier lebe, entgeht er meinem Auge nicht. Ich hab mich also immer noch nicht dran gewöhnt.


Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Ich bin ganz fasziniert von Ottensen und seinem rund-um-die-Uhr belebten Straßen. Ich mag die bunte Mischung und das Selbstverständnis der Leute: Beim nächsten Mal Umziehen gerne dorthin.



Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Mein Traumhaus wäre sicherlich in Malaga. Ich liebe den weichen Akzent in Andalucia; Das Licht und das Essen. Die Stadt hat die schöne Größe, um Kulturangebote zu haben, aber zu uninteressant für den Massentourismus zu sein. Ich sehe geradezu das strandnahe Haus mit seiner schön in gelb, rosa und orange gekachelten Terrasse. Ja, da wäre mein Traumhaus richtig platziert.



Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Hamburg bietet nicht nur Kultur. Hamburg lebt Kultur. Hier sprühen die verschiedenen Kulturen der hamburger Bevölkerung in vollem Glanz. Ich finde zu allen wunderbaren Kulturen dieser Welt fantastische Veranstaltungen.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde sofort die Fahrradwege vergrößern. Jeden Hamburger für 12 Monate zur Patenschaft für einen Neuhamburger verpflichten. In allen Schulen Yoga und Meditation unterrichten und wieder die 13 Jahre bis zum Abitur einführen. Und die Straßenbahn hätte ich auch gern wieder: Sie ist nicht nur romantisch, sondern auch umweltfreundlich.


Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

New York kenne ich noch nicht, bin aber an einem Kennenlernen sehr interessiert.
Die Berliner Schnauze ist mir zu rotzig und Berlin verändert sich so mega schnell. Kaum ist man mal 2 Monate nicht in einer Straße gewesen, sind schon alle Häuser restauriert und ein riesen Mall aus dem Boden gestampft.
Daher sehr gern, Du schönes Hamburg: Du hast die genau richtige Offenheit, Dein Multikulti tut mir gut und ich mag Deine Menschen sehr gern!

Alster oder Elbe?

Alster! Von meiner Wohnung in weniger als in 10 Minuten zu erreichen und sie bietet mir immer einen kleinen Platz zum Picknicken.


Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Mein Smartphone schalte ich an, wenn meine Kinder aus dem Haus sind. Das bedeutet ab 8:00 Uhr ist es an – bis ich schlafe. Das ist gerade für mich ein Luxus. Denn vorher machte ich das Handy direkt nach dem Aufstehen an und wurde gestresst von Krankmeldungen, E-Mails oder Nachrichten, die eigentlich noch weniger als zweitrangig waren.

Nun lasse ich bewußt das Handy aus, solange wir im Fertig-mach-, und Frühstückstrubel sind und erfreu mich an die Ruhe.


Keine Frage, doch ein wenig Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest:

Der feste Glaube dran, dass ich mein Leben gestalten kann, ist mein Motor. Viel zu häufig wird einem glaubhaft gemacht, man habe sich an Spielregel anderer zu halten. Davon halte ich nichts. Lieber erfinde ich selbst das Spiel. Gern hätte ich außerdem meinem 20jährigem ICH gesagt, dass alles gut wird und sie sich nicht so viel Sorgen zu machen braucht.




Lieblingssong des Moment?

So einfach und so schön: Nina Simone - Ain't Got No I've Got Life
Ich habe neulich eine Live-Version von ihr gehört und das hat mich gepackt.


Lieblingssong forever?

Ich habe erst die Realschule gemacht und dann bin ich aufs Gymnasium. In der 11. Klasse müsste ich also den gesamten Französisch-Unterricht von der 7. bis zur 10. Klasse nachholen. Es war nicht gerade ein Spaziergang im Sommerregen. Aber etwas Gutes hatte es: Ich lernte das wichtigste Kulturgut aus Frankreich kennen: Den Chanson. Direkt nach dem Abitur vergrub ich alles, was ich gelernt hatte, irgendwo ganz hinten unten in meinem Gehirn; aber die Liebe zur Chansons blieb.

Daher sind meine absoluten Liebingssongs:
Jacques Brel - Ne me quitte pas
Francoise Hardy - J'Aurais Voulu
Und noch ganz viele andere wunderschöne kitschige Chanson-Lieder.


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

- Den Brunnen im Innenhof vom Rathaus: das ist der italienischste Platz in Hamburg.
- Mittagslunch im Cafe-Paris: ich liebe diesen gezettelten Trubel. Etwas ruhiger, aber schön gediegen, kann man auch im ersten Stock von Café Paris speisen.
- Övelgönne, weil es einen perfekten Nachmittag in einem schönen Abend verwandeln kann.


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Ich möchte meine Töchter grüßen. Sie sind meine größten Lehrer und Kritiker zugleich. Das Leben mit Ihnen ist sicherlich nicht ruhig, aber dafür bunt, lustig und sehr herausfordernd.

Dienstag, September 03, 2019

Heimat – Wo bist du? Im Ruhrgebiet? In Hamburg? Was bist du für mich?

Dienstag, September 03, 2019 0
Heimat – Wo bist du? Im Ruhrgebiet? In Hamburg? Was bist du für mich?


Heimat – dieser Begriff ist mir in der letzten Zeit immer mal wieder vor den Augen aufgetaucht. In Tags an Häuserwänden, in Büchern ... in den Nachrichten. Was ist Heimat für mich? Spontan würde ich immer sagen: Das Ruhrgebiet! Ist doch klar. Doch mittlerweile ... ich muß mich korrigieren. Meine Heimat ist mein Zuhause in Hamburg. Meine Heimat ist dort, wo ich mich wohlfühle – so platt es klingen mag, genau dieses Gefühl macht es für mich aus. Laut Wikipedia hat der Begriff eher etwas mit einem Territorium zu tun und verweist zumeist auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum.

Wo wäre dann meine Heimat? Am Baldeneysee in Essen? Am Nordpark in Gladbeck? Am Ufer der Ruhr oder den Kanälen, die sich durch das Ruhrgebiet ziehen? Am Wasser! An der dänischen Küste! In Griechenland auf den kleinen Inseln. An der Dove Elbe in Hamburg ... an jedem Hafen.

Von Gladbeck bis Velbert

Und doch, es zieht in meinem Herzen, wenn ich an das Ruhrgebiet denke. Ich habe vermeintlich sehr großes "Heimweh". An Momente die ich mit den besten Menschen der Welt dort verbracht habe. Und es immernoch tue, wenn ich in der 4435 Quadratkilometern großen, nordrhein-westfälischen Region bin. Das Ruhrgebiet gilt als der größte Ballungsraum Deutschlands und der fünftgrößte Europas. Hier ist viel los. Nachdem die letzte Zeche Deutschlands – in Bottrop – im Dezember 2018 geschlossen, sucht die Region immernoch nach ihrer Identität? Oder hat sie diese schon längst gefunden? Seit wie vielen Jahren findet der Wandel statt?

Als ich vor 21 Jahren meine Jahresarbeit an der Schule über "Industriekultur im Ruhrgebiet – Eine Region im Wandel" geschrieben habe, war noch lange nicht Schicht im Schacht. Die Kumpels zogen täglich unter Tage und an aufhören wollte lieber Keiner denken. 

Schon damals gab es bereits umfunktionierte Gelände: In Meiderich wurde bereits im alten Wasserspeicher getaucht, an den Hochöfen geklettert und im Dortmunder Soundgarden sogar seit den 80er Jahren getanzt. Einst gehörte das Gebäude zum ehemaligen Ostbahnhof, einem Güterbahnhof welcher im zweiten Weltkrieg zum Stahltransport genutzt wurde. Und im Januar habe ich euch ja bereits von der Wandlung in Düsseldorf Wehrhahn geschrieben. Das Güterbahnhof-Areal, heißt heute nur noch 'Le Quartier Central' und es befinden sich neueste Wohnugen und Hotels darauf.

Und doch, wenn ich sage, wo ich aufgewachsen bin, denken noch immer viele an Bergbau und Fabriken. Im Zuge der Renaturierung gibt es heute, dort, wo früher Bergwerke standen, zig Bäume die angepflanzt wurden. Flüsse durften wieder ihren natürlichen Lauf fließen und aus Grau wurde innerhalb der letzten Jahrzehnte Grün. 

💚 

Wer die Gegend NICHT kennt und sie sich mal selbst anschauen möchte, 
der bucht sich doch einfach ein Zimmer, z.B. bei Expedia Dortmund

Von Duisburg nach Dortmund


Noch immer ist alles im Wandel ... auch hier werden Kulturleistungen gekürzt und die Busverbindungen fallen zu oft aus. Der Soundgarden der 90er-Jahren existiert heute nicht mehr. Wo früher wilde Partys stiegen, liegt heute ein ruhiges Neubaugebiet mit spielenden Kindern. Von diesen Vierteln gibt es viele. Überall im Ruhrgebiet gibt es arme und reiche Ecken – dies ist bereits an den Häusern zu erkennen. Manche Viertel sind praktisch, schnell und günstig gebaut worden, andere mit neu aufbereitetem Stuck und Verzierungen. Und die dazwischen, die Normalen – davon gibt es wohl die meisten. Dort wo es statt riesigen Gärten eher eine Parkanlage gibt und Kioske an jeder Ecke. 

Bei dem Gedanken daran fällt mir auf, was ich vermisse und mir dieses Gefühl bereitet: Diese bodenständige, charmante, ehrliche Art – die an jedem Kiosk zu finden ist. Nicht das Prollige, was es heute überall gibt. An was hängt also das Herz? Nach was hat es Sehnsucht und was bedeutet Heimat?

Von Essen bis Datteln

Sein wie man ist – das ist es, was ich aus meiner ursprünglichen Heimat mitbekommen habe. In der Zeit (95/96) als ich auf der Südtribüne des Westfalenstadions in Dortmund gestanden, getanzt und gesungen habe, habe ich es mehr als deutlich mitbekommen. Die Fans haben geliebt und gehasst –  für 90 Minuten. 

Stets ehrlich und direkt loswerden, was einem da auf der Seele liegt, so sind die Menschen im Ruhrgebiet. Sie schimpfen, fluchen und beleidigen sich auch mal – ist doch Spaß oder gemeinsame Therapie! Denn schon fünf Minuten später klopft man sich wieder lachend auf die Schulter. Damit habe ich als Jugendliche am meisten Probleme gehabt, denn, ich wollte gern mal für länger trotzig sein. Hat meistens nicht geklappt. 

Im Ruhrgebiet bekommt man keinen Honig ums Maul für die eigene Zufriedenheit, sondern auf eine Frage auch eine ehrliche Antwort. Oder auf keine Frage eine ehrliche Ansage. Wer jetzt nicht kontern kann, der kommt hier eher nicht klar, oder geht unter. Doch hinter diesem rauen Ton steckt ganz viel Herz und Liebe zum Leben. Egal ob in Jogger oder Anzughose. Diese Heimat habe ich mitgenommen. In mir – an jede Ecke der Welt.


 💘

Freitag, August 16, 2019

Die Segel sind gehisst. Ab sofort gibt es von Franz Albers und Käpt’n Kruse eigene Musik. Musiktipp: 'Mach’s gut Baba'

Freitag, August 16, 2019 0
Die Segel sind gehisst. Ab sofort gibt es von Franz Albers und Käpt’n Kruse eigene Musik. Musiktipp: 'Mach’s gut Baba'
Könnt ihr euch noch an das Interview mit Franz Albers und Käpt’n Kruse erinnern? Franz Albers und Käpt’n Kruse, kurz FAKK, sind zwei Hamburgerinnen, die sich vor ein paar Jahren zusammengetan haben, um die Männerdomäne Seemannsmusik erfolgreich an sich zu reißen, sie auf links zu drehen und zu einer Frauendomäne zu machen. Seit DIESEM Interview hat sich jedoch einiges getan. Sie haben sich von der Matrosin zur Navigatorin entwickelt und steuern nun ihr eigenes Schiff. Von Seemannsmusik, über Seefrauenmusik sind sie jetzt bei ihrer eigenen Musik angekommen.


Warum? Es war ihnen einfach nicht genug, es hat gekribbelt, sie wollten Neues, etwas für sich allein entdecken und so haben sie angefangen eigene Songs zu schreiben. Um diesen noch mehr Wumms und Hymnenpotential mitzugeben, hat es sich eine Band um die zwei Mädels gemütlich gemacht.

Diese Fünf touren seit mittlerweile einem Jahr durch die Republik. Dabei wurden die eigenen Songs schon präsentiert und sie kamen ziemlich gut an. Sehnsüchtig ohne schwülstig und durch und durch romantisch ohne sich unterzuordnen. Zudem sind Franz und Käpt’n das süßeste Couple ohne Couplestatus, das die meisten Couplegoals erreicht hat, ergo beste Freundinnen. Das alles hört man in ihren Songs. 

Passenderweise ist seit genau heute ihr erster Song raus, der ein sehr aktuelles Thema behandelt: 'Ghosting'. Ein eigentlich gut erzogener Bub aus Wien lässt darin ein Mädel aus Hamburg einfach mitten in ihrer Verliebtheit sitzen ohne 'Tschüss' zu sagen. Der Käpt’n nennt das schlechte Manieren. Und FAKK haben das Lied 'Mach’s gut Baba', genannt. Hört und schaut mal und schwoft mit:


💃 Na, wer ist sitzengeblieben? 💃

Ihr könnt sie in diesem Jahr auch noch hier live sehen:
31 Aug 2019  CSD Bremen
11 Sep 2019  19:00  FAKK + Die Strottern Tour, Hamburg 
12 Sep 2019  19:30  FAKK + Die Strottern Tour, Süderstapel  ​  ​  ​  
14 Sep 2019  20:00  FAKK + Die Strottern Tour, Lübeck 
 16 Sep 2019  19:00  FAKK + Die Strottern Tour, Wien AT (Theater am Spittelberg)

Donnerstag, August 08, 2019

Podcast Tipp: Was fragst du? – Von NDR Kultur

Donnerstag, August 08, 2019 0
Podcast Tipp: Was fragst du? – Von NDR Kultur
Wer hört eigentlich keine Podcasts? Ich höre sehr gerne welche und deswegen freue ich mich, dass sich einer meiner liebsten Radiosender in die Welt der Podcasts gewagt hat. NDR Kultur sucht seit geraumer Zeit fragen aus dem Internet unter dem Titel: "Was fragst du?" – Jeden Freitagabend treffen in diesem Format unterschiedliche Fragen aufeinander aus denen dann ein Gespräch entsteht, welches weitergeht. Denn was steckt dahinter? Welche Geschichten, Motive und Gedanken führen zu dieser Frage? Es geht von der Alltagsfrage ins Abseitige, vom Nischeninteresse zum Großen und Ganzen. Oder ins All.

Da wird schonmal gefragt, warum fliegen Insekten zum Licht? Was sind Permanenzen? Wer ist Madame Bovary? Was koche ich heute? Wohin mit meiner Wut? Wie endet Game of Thrones? Warum zuckt man beim Einschlafen? Wie sieht das schwarze Loch aus? Wie alt wurde Goethe? Warum ist Wikipedia down? Hättet ihr eine Antwort? Wenn nicht, vielleicht findet ihr sie im Podcast.

Den gibt es zwar schon länger, doch im Rahmen der Sommerserie haben die Theaterdramaturgin Anja Sackarendt und der Radiojournalist Stefan Forth ihr Studio verlassen und sind in Norddeutschland unterwegs, um Fragen der Menschen an die Welt zu finden und, eventuell auch zu beantworten.

In der ersten Folge treffen sie dafür den Musiker Dave Doughman in der St. Pauli Music School im Millerntorstadium. Wusstet ihr, was er da in dem Bunker an der Feldstrasse alles macht? Nach dem Podcast habt ihr auf jeden Fall einen kleinen Eindruck von seiner großartigen Arbeit.
 
Die anderen Sommer-Folgen sind mit  Prof. Dr. Christer Lindqvist, der Experte für nordische Sprachen ist, die Politikerin Aminata Touré in Kiel, zu deren Schwerpunktthemen Gleichstellung und Migration gehören und Autorin Hengameh Yaghoobifarah, die gerade ein Buch mit dem Titel "Eure Heimat ist unser Albtraum" unterwegs ist. 

Alle Ausgaben des Sommers stehen grob unter dem Motto „Heimat“. Damit treffen sie den Zeitgeist und das Bewusstsein der Gesellschaft mal wieder auf den Punkt.

Hört mal rein, stellt euch selbst die Fragen oder lauscht einfach den Gedanken der Protagonisten. Und weil es dann fast schade ist, dass es vorbei ist – hört einfach die anderen Folgen von "Was fragst du?" weiter 😉


https://www.ndr.de/ndrkultur/sendungen/was_fragst_du/Was-fragst-Du-Der-Podcast-von-NDR-Kultur,wasfragstdu144.html
 

Montag, August 05, 2019

Tania Eke. Hamburger Mensch #215

Montag, August 05, 2019 0
Tania Eke. Hamburger Mensch #215
Waldsterben überall in Deutschland, Raubbau am Brasilianischen Regenwald, Lippenbekenntnisse zum  Klimawandel aus der Politik, ... es gibt allerdings auch Menschen, die etwas für die grüne Lunge dieses Planeten tun. aktiv. Neben Äthiopien, die diese Woche 353 633 660 Bäume gepflanzt haben und der »Fridays For Future« Bewegung ist dies zum Beispiel die zauberhafte Tania Eke aus Panama. Ihre Mutter Iliana Armién hat mit Mitstreitern die Hamburger Genossenschaft The Generation Forest (zuvor: Waldmenschen) gegründet, bei der Tania tatkräftig mit anpackt. Wie? Darüber durfte ich mit ihr sprechen. Ich freue mich auf eine echte Klimaschützerin:

Also los, Tania, erzähl mal, wer bist du.

Vorallem bin ich begeistert und überzeugt von der Idee des „Social Business“, also mit wirtschaftlichen Mitteln die Welt besser zu machen, anstatt sich am Profit zu orientieren. Ich bin Tania Eke und in Hamburg geboren und in Panama aufgewachsen. Als Tochter von zwei Umweltunternehmern war nachhaltig schon Teil meines Lebens, bevor ich mir über die Wichtigkeit dieses Themas bewusst war. 


Woher kommst du und seit wann bist du in Hamburg?


Ich komme aus Panama und seit Januar 2018 wohne ich dieser schönen Stadt.


 
Erzähl mal von deinem Beruf?

Als Botschafterin von der Genossenschaft „The Generation Forest“ bringe ich Menschen aus Deutschland und der Welt den panamaischen Regenwald und unsere Aufforstungsprojekte etwas näher. Ich bin viel unterwegs auf Konferenzen, Messen, bei Präsentationen, vor Ort in Panama und kläre die Menschen über die enorme Wichtigkeit von Aufforstungsprojekten auf. Ich glaube vielen Menschen hier in Europa wird jetzt erst bewusst, dass auch sie eine Beziehung zum Regenwald haben. Die Natur ist über den ganzen Globus vernetzt, wir können sie nicht isoliert betrachten. Klimawandel-Leugner wie Trump und Jair Bolsanaro, zeigen immer wieder, dass wir uns nicht immer auf die Politik verlassen können. Jeder einzelne von uns kann und muss zu einer besseren Welt beitragen. Als Panamaerin fällt mir immer wieder auf, dass sich viele Leute in Deutschland gar nicht dessen bewusst sind, was für ein Privileg es eigentlich ist, hier geboren zu sein. Ich bin überzeugt, dass mit diesem Privileg auch Verantwortung einhergeht. Das gilt natürlich auch für mich, deswegen engagiere ich mich gerne für neue Wälder in meinem Heimatland.


Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich würde für Julianne Zimmermann arbeiten, sie leitet einen etwas anderen Investmentfond in den USA. Der Fond investiert gezielt in Unternehmen, welche von Frauen und People of Colour geführt werden. Das große Problem bei der Gründung ist gerade, dass weniger Wagniskapital für Frauen und nicht weiße Menschen zur Verfügung steht. Diese Systematik verstärkt sich selbst, denn in wen schon einmal investiert wurde, hat höhere Chancen, dass dies nochmal passiert. So sind wir an einen Punkt gekommen, wo der typische US-amerikanische Gründer aus privilegierten Verhältnissen wesentlich einfacheren Zugang zu Kapital hat als Menschen, die bisher weniger Vorsprung in ihrem Leben hatten.





Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Auf meine Pflanzen aufpassen und mich mehr um meine Freunde kümmern.



In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

In Eppendorf, aber das ist eher eine Zwischenlösung.

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?


Am liebsten im Karoviertel oder Altona, die Lebensqualität und die Vielfalt der Menschen spricht mich dort sehr an.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Ein Traumhaus ist gerade noch in so weiter Ferne, da denke ich gar nicht viel drüber nach.



Ist Hamburg für dich Kulturstadt? Was macht sie dazu?

Die kulturellen Angebote sind nicht nur sehr vielfältig, sondern auch zugänglich. Viele Angebote kosten nicht viel. Im Vergleich zu Panama Stadt sind die öffentlichen Verkehrsmittel ein Traum, auch mit dem Fahrrad ist man gut unterwegs. Das macht das Kulturprogramm noch attraktiver.




Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Konsequent fossile Energieträger abschaffen, alternative Treibstoffe für die Schifffahrt subventionieren, mehr Radwege, weniger Autos.




Warum Hamburg und nicht Istanbul, Berlin oder New York?

Es ist etwas übersichtlicher hier. Hamburg ist eine große Stadt, bei dem trotzdem manchmal etwas Dorfgefühl aufkommt. Außerdem mag ich die hanseatische Bodenständigkeit.

Alster oder Elbe?

Karibischer Strand in Panama.

Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Mit Arbeit sind es 2.5 Stunden pro Tag.


Lieblingssong des Moment?



Lieblingssong forever?



Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Das Karoviertel
Der Wohlerspark
St. Pauli-Elbtunnel


Mehr über dieses tolle und wichtige Projekt findet ihr unter