Kathrynsky's

Sonntag, November 17, 2019

Gemeinsam für plastikfreies Wasser: Plastikfischen in der Hamburger Alster. Damit NICHT MEHR jährlich 8,1 Milliarden Kilo Plastik in die Weltmeere gelangen.

Sonntag, November 17, 2019 0
Gemeinsam für plastikfreies Wasser: Plastikfischen in der Hamburger Alster. Damit NICHT MEHR jährlich 8,1 Milliarden Kilo Plastik in die Weltmeere gelangen.
Im Juni war ich Plastikmüll fischen in der Alster. Denn leider ist es immernoch so, dass jährlich 8,1 Milliarden Kilo Plastik in die Weltmeere gelangen. Mittlerweile sind es 100 bis 142 Millionen Tonnen Müll. Fast drei Viertel davon ist Kunststoff. Höchste Zeit um aktiv zu werden und etwas gegen die Plastikberge im Wasser zu unternehmen! Keen, Plastic Whale, Cal Major von Paddle Against Plastic und Globetrotter haben mich eingeladen auf einem Boot mitzufahren, was selbst aus Plastikmüll erschaffen wurde.


Das Problem ist, nach einiger Zeit geht Plastik unter, da sich Muscheln und Algen ansetzen. Diese Schwere lässt die Plastikprodukte in die Tiefe sinken. Und dann? Schätzungsweise braucht es bis zu 450 Jahren, bis sie sich selbst zersetzen. Mit Sicherheit kann man das nicht sagen, denn die erste Plastikflasche ist noch nicht einmal 80 Jahre alt. Angelschnuren sollen sogar 600 Jahre brauchen. Wegwerfwindeln 450, Strohhalme 200, ein Styroporbecher 50 Jahre. Das ist definitv zu lang!

Doch der Verbrauch nimmt nicht ab, sondern eher in einem besorgniserregenden Tempo zu. Bis zum Jahr 2050 soll sich nach Berechnungen die Menge an produziertem Plastik wohl auf zwölf Milliarden Tonnen vergrössert haben. Das Problem ist nicht nur die grosse Menge an Plastik, die täglich wächst, sondern auch, dass Kunststoff nicht vollständig abgebaut werden kann. Es zerfällt zu immer kleineren Teilchen, bis hin zu Plastikpartikeln, die für unser Auge nicht mehr sichtbar sind. Durchschnittlich treiben auf jedem Quadratkilometer Meeresfläche 13.000 Plastikmüllpartikel. Tiere, die sich von Plankton und anderen Kleinstlebewesen ernähren, verwechseln kleine Kunststoffteile immer mehr mit ihrer Nahrung und fressen sich daran langsam zu Tode. Viele Menschen essen Tiere aus dem Meer und so ist Kunststoff auch in unseren Mägen zu finden.

Ihr möchtet das nicht? Dann tut etwas dagegen. Denn nicht nur in den Meeren ist das Plastik zu finden, sondern auch in Süßgewässern wie der Hamburger Alster. Genau deswegen war ich, gemeinsam mit Keen, Plastic Whale, Cal Major von Paddle Against Plastic und Globetrotter unterwegs um die Alster etwas von Plastik zu befreien.

Das Boot, mit dem wir unterwegs waren ist von der Organisation Plastic Whale. Diese stammen aus den Niederlanden und haben das Boot aus gesammeltem Müll der Grachten in Amsterdam gebaut. Dort sind sie zweimal täglich mit mittlerweile elf Booten unterwegs um die Grachten plastikfreier zu machen. Dort sammeln sie mit jedem Boot, bei JEDER Fahrt rund 30Kilo Plastik. Das ist eigentlich kaum zu glauben, doch leider wahr.

In Hamburg hatten wir mehr Glück (eventuell hat es aber auch am Wind gelegen) und haben nur 15 Kilo mit drei Booten gesammelt. Mit dem gelben Boot waren wir auf der Alster ein Hingucker, uns wurde geholfen, zugewunken und sogar Beifall geklatscht. Besonders ganz junge Menschen haben es total abgefeiert. Das macht ein bisschen Hoffnung. Jeder von uns kann etwas tun! Im Park, am Badesee, auf der Strasse. Egal wo.

Bienchen, Bienchen, sammel für deinen Honig.

Infos gab es natürlich auch eine Menge, so haben wir zum Beispiel gelernt, dass es Tiere gibt, die sich das Plastik zu Nutze machen. So nutzen Blesshühner Plastik als Nistmaterial – es dämmt nämlich besser als natürliche Materialien wie Gräser. So ist es ihnen mittlerweile möglich häufiger zu brüten als ohne Plastiknest. Andere Wasservögel, wie z.B. Enten nutzen es nicht, was dazu führen wird, dass die Population nicht mehr ausgewogen ist. Die Plastikverschmutzung hat vielfältige Auswirkungen auf das Ökosystem.

Und so sah es aus:

Danke für den schönen Nachmittag an 
Keen, Plastic Whale, Cal Major von Paddle Against Plastic und Globetrotter.

Mittwoch, Oktober 30, 2019

Do all things with love - kurze Auszeit in Kismet

Mittwoch, Oktober 30, 2019 0
Do all things with love - kurze Auszeit in Kismet
 

Ein paar Tage raus, kurz die gewohnte Umgebung verlassen und den Gedanken mal Raum geben um auf neue Ideen zu kommen. Das geht mit einem kleinen räumlichen Wechsel, mit Mediation, einem Waldspaziergang oder oder oder. Der Kopf ist schließlich rund, damit die Gedanken ihre Richtung ändern können. Ich war in der vergangenen Woche an der Schlei und habe neben viel gutem Essen und Kartenspielen, wieder die kleinen Momente entdeckt um sie mit der Kamera festzuhalten. Und sonst nicht viel - denn Nichts tun ist im Moment meine Lieblingsbeschäftigung ... die allerdings nicht so viel Raum einnimmt. Zum einen, weil ich auch die meisten Dinge die ich tue liebe und zum anderen, weil ich so schlecht still sitzen kann. Mediation ist also nicht das, womit ich mich entspannen kann. Aber Yoga und auf dem Sofa rumhängen sind dafür ziemlich gut und das alles in eine neuen Bux von Kismet, deren Philosophie einen nachhaltige Idee auf mehreren Ebenen ist.

Die Mode von Kismet wird aus dem Naturprodukt Modal (Lenzing), recyceltem Polyester und Bio-Baumwolle gefertigt. Dafür wird Polyester recycelt und das Garn zu einem Material, welches sich aus 85% Polyester und 15% Elasthan zusammensetzt, versponnen.  Den Grundstoff für das Polyester-Garn bilden recycelte PET-Flaschen. Um Wasser zu sparen, wird dieses Garn bereits direkt beim Spinnen eingefärbt (spart in etwa 10 Liter Wasser auf 1 Kilogramm Garn im Vergleich zum herkömmlichen Färben)

Gefertigt werden sie von Kleinbetrieben in Portugal und Indien, denen faire Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entlohnung wichtig sind. Warum? Weil es ihnen von Beginn an wichtig war, dass sie die "Fashion Revolution Bewegung" mit der ganzen Produktionskette und von ganzem Herzen unterstützen. Diese Bewegung setzt sich für mehr Transparenz, Nachhaltigkeit und Ethik in der Modeindustrie ein. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Produktion von Kleidung ist auch die Qualität, denn wer lange Freude an seiner Bekleidung hat, kauft hoffentlich lange nichts Neues und auch das ist gelebte Nachhaltigkeit.  
 
🙏
 

Die Bilder sind alle an der Schlei, Arnis und im Reetdorf an der Geltinger Birk entstanden. 
Die Yogahose wurde mir als PR-Sample von kismet-yogastyle.com zur Verfügung gestellt.
Begeistert von der Idee war ich schon vorher 🙌

Dienstag, Oktober 29, 2019

YUCCS – der komfortabelste Schuhe der Welt + Interview mit Gründer Pablo Mas

Dienstag, Oktober 29, 2019 0
YUCCS – der komfortabelste Schuhe der Welt + Interview mit Gründer Pablo Mas
Seit dem Mai 2018 gibt es ein Schuhlabel, welches sich auf die Fahne schreibt, die Pioniermarke für nachhaltige Merinowolle-Sneakers zu sein. Die Idee, bzw. der Traum dahinter war, Natur, Komfort und Design in einem Produkt zu vereinen und eine neue Kategorie zu schaffen, die nur von hochwertigen Naturmaterialien inspiriert ist: YUCCS.

Der Ausgangspunkt von Gründer Pablo Mas, selbst Mallorquiner und zuvor Produktmanager bei Camper, war der Respekt vor der Umwelt. Damit diese Idee auch auf gutem Fundament steht, tat er sich mit dem Technologischen Institut AITEX zusammen und die Entwicklung ging los.

Mit dem Material, Merinowolle, griffen sie auf eine Jahrhunderte alte spanische Tradition zurück, denn einst galt es in Spanien als Gold. Wer nun denkt; "Als Pulli sehr gern, doch wieso sollte ich einen Schuh aus Wolle tragen?", der sollte wissen, das Merinowolle vor allem für sein atmungsaktives, weiches Gewebe bekannt ist und dank der antibakteriellen Eigenschaften auch gut ohne Socken getragen werden können. 
Die Schuhe gibt es in den Größen 36 - 44 und sie kosten 105,00€
Verarbeitet und gefertigt wird der Schuh, wie auch die Sohlen aus Naturkautschuk, in der spanischen Region Alicante, womit Pablo Mas seiner Idee treu bleibt. Ich wollte noch ein bißchen mehr wissen und hatte die Chance ihm ein paar Fragen zu stellen. Auf Drei geht es los, 3, 2, 1:

Wie lange dauert es in der Produktion, bis ein Schuh fertig ist? 

Die Produktion dieser einzigartigen Schuhe dauert ungefähr 5-6 Monate. Wir arbeiten direkt mit 11 spanischen Lieferanten zusammen und kontrollieren zu jeder Zeit den Herstellungsprozess. Dies ermöglicht es uns, die Qualität der Materialien sicherzustellen, nachhaltige Prozesse aufrechtzuerhalten und faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. 

Was können wir in Zukunft erwarten? Wird es ein Modell bleiben oder wird es mehr geben? 

Wir haben eine neue Kategorie in der Schuhindustrie geschaffen, die von nachhaltigen natürlichen Materialien inspiriert ist. Wir gestalten jedes Produkt auf der Grundlage von Komfort, Qualität und natürlicher Innovation. Wir werden unsere Forschung fortsetzen, um in Kürze neue nachhaltige Alternativen mit anderen natürlichen Materialien anzubieten. Haltet die Augen offen!

Hast du schon einmal selbst ein Merinoschaf geschoren? 

Ich hatte noch nie die Chance! Nach dem, was ich von unseren Lieferanten weiß, ist das Scheren von Schafen eine sehr anspruchsvolle Aufgabe und erfordert fachkundige Hände. Aber ein experimentierter Schafscherer kann ein Merinoschaf in weniger als zwei Minuten rasieren!

Was wolltest du eigentlich als Kind machen?

Wie die Mehrheit der spanischen Kinder wollte ich professioneller Fußballspieler sein! Aber der Ehrgeiz, neue Ideen, Ansätze und Strategien zum Schutz der Menschen und natürlicher Ressourcen auf den Markt zu bringen, brachte mich dazu, meinen eigenen Weg zu gehen.

Was macht den Unterschied zwischen Herren- und Damenschuhen aus? 

Wir wollen eine Generation sein, die an sich selbst glaubt, sich mit dem, was sie sind, wohlfühlt und ihren eigenen Weg geht. Wir wollen nicht durch das Alter, Geschlecht oder die Kleidung definiert werden, sondern nur durch die Leidenschaften. Deshalb hat Yuccs ein Unisex-Design.

Wie viele Schritte hat dein Schrittzähler am Ende des Tages gezählt? 

Wenn ich einen hätte, bin ich mir sicher, dieser würde sehr viele Schritte zählen ... wegen meines busy Lebenstempos. Dank meiner Yuccs laufe ich allerdings mit dem größtem Komfort. Tatsächlich war das einer der Gründe für die Entwicklung der Sneaker, wie auch unser Motto "Comfy people moving forward" widerspiegelt.


Freitag, Oktober 25, 2019

Tonic Water – viel mehr als nur ein Wasser. Ingredient Hunt nach den besten Zutaten mit Fever Tree.

Freitag, Oktober 25, 2019 0
Tonic Water – viel mehr als nur ein Wasser. Ingredient Hunt nach den besten Zutaten mit Fever Tree.

Was ist eigentlich Tonic-Water? Gibt es ein Tonic-Gewürz oder ist es gar ein Industrieprodukt? Wisst ihr, womit eure Drinks da gemischt werden? Fever-Tree hatte in Hamburg eingeladen, um genau dies mal zu erklären und natürlich auch, um die neuen Produkte und Drinks für den Herbst vorzustellen.

So habe ich vor Ort gelernt, dass Tonic Water ein chininhaltiges, oft farbloses, mit Kohlensäure versetztes Erfrischungsgetränk ist und zu den Bitterlimonaden zählt. Achtung, obacht, aufgrund seines Chiningehalts leuchtet es sogar unter UV-Licht. Und was ist Chinin? Ein weißes kristiallines Pulver, was aus der Rinde des Chinarindenbaums gewonnen wird. Und dieses Pulver gibt dem Tonic Water den bitteren Geschmack.

Der Chinarindenbaum stammt aus dem Hochwald der Anden und die dort lebenden Ureinwohner haben die Chinarinde schon lange als Medizin genutzt, denn sie hatten rausgefunden, dass das Pulver der Rinde unter anderem Fieber senkt. Doch nicht nur das, es war auch, bei regelmäßiger Einnahme, eine Form der Malaria-Prophylaxe (ab 1934 gab es ein Arzneimittel dafür: Chloroquin). Der damals höhere Chiningehalt des Tonic Water machte es sehr bitter und um diesen Geschmack abzumildern, wurde es unter anderem mit Gin zu Gin Tonic gemischt, woraus sich dann der gleichnamige Longdrink entwickelte. Der Rest ist quasi Geschichte – diese Kombination kam so gut an und mit der  zunehmenden Beliebtheit von Gin Tonic erhöhte sich auch die Produktvielfalt von Tonic Water.


Da die Geschmäcker verschieden sind, machen wenige Zutaten bereits eine Menge aus und so gibt es heutzutage ein vielfältiges Angebot an Gin und Tonics. Dank des Pairing-Wheel gibt es eine kleine Übersicht zu den unterschiedlichen Matches:



Mein Highlight des Abends: Ginger Ale kommt wieder in Mode! Ich verstehe überhaupt nicht, wie es jemals weg sein konnte, bzw. hab es eh nicht mitbekommen, dass es mal nicht da war. Ich mag den Geschmack so gerne, dass ich es oft einfach so trinke. Netter Nebeneffekt, es beruhigt den Magen und wenn dieser mal grummelt hilft auch ein Ginger Ale. Fever-Tree hat ein besonders leckeres Ginger Ale und ein schärferes Ginger Beer im Angebot.



Für das Ginger Ale haben die Fever-Tree Gründer, Tim und Charles, drei Ingwersorten ausgewählt, die sich perfekt zu einem Geschmack ergänzen. Der frische grüne Ingwer von der Elfenbeinküste unterscheidet sich von allen anderen Sorten weltweit durch seine frische Zitronengrasnote. Dafür werden die Öle direkt bei der Ernte gewonnen. Aus Cochin in Indien stammt die zweite geschmacksintensive Ingwersorte, die dem Ginger Ale  eine erdige,  fast  schokoladenartige  Nuance  verleiht. Optimal abgerundet wird der Geschmack mit dem intensiven Aroma des Ingwers aus Nigeria.


Der saisonale Winter Drink "Winter Tale" wurde von Bartender David Desplace (vom Botanic District in Hamburg) mit Ginger Ale, Bourbon, Orange Bitter und Limette kreiert. Und wer kein alkoholisches Getränk mit Bourbon trinken möchte, für den gibt es natürlich auch die alkoholfreie Variante "Virgin Mule":


Noch mehr herbstliche Rezeptideen findet ihr auf fever-tree.de/cocktails


Was ich besonders spannend finde, ist die Suche nach den Inhaltsstoffen. Das sogenannte "Ingredient Hunting" gehört auch zur Lieblingsbeschäftigung von Gründer Tim (so kann er nämlich auch seiner anderen Leidenschaft, dem Reisen, nachkommen). Bevor er und Charles den ersten Tonic auf den Markt brachten, begaben sie sich auf eine 15-monatige "ingredient hunt" Reise, auf der sie die besten Zutaten weltweit aufgespürten - von Bitterorangen, angebaut nach alten Maya-Methoden in Mexico, über  Vanilleschoten aus Madagaskar bis zu Zitronenthymian und Rosmarin aus  der Provence. Schaut mal:




Ich habe an diesem Abend eine Menge gelernt und hoffe, auch ihr fandet all diese Infos spannend. Welcher Drink wäre denn euer Favorit? Und, wie steht ihr eigentlich zu Ginger Ale? GO or NO?


Mittwoch, Oktober 16, 2019

Zu viel Blaulicht, zu viel Blendung. Grelle Lichter im Strassenverkehr und was mir hilft!

Mittwoch, Oktober 16, 2019 0
Zu viel Blaulicht, zu viel Blendung. Grelle Lichter im Strassenverkehr und was mir hilft!
So kurz vor 40 kann ich immernoch gut sehen. Es gibt Momente, da wünsche ich mir eine Brille, weil es so viele Schöne gibt. Doch der Test beim Optiker hat keine Verschlechterung meiner Sehkraft ergeben – Yuchuuu. Das ist doch ein Grund zur Freude. Doch des Nachts ändert sich meine Sehkraft ... In der Dämmerung habe ich in den letzten zwei Jahren echte Probleme bekommen und grelle Lichter irritieren mich zunehmend.


Zumal in den letzten Jahren immer hellere Scheinwerfer auf den Strassen unterwegs sind. Laser-, LED- und Xenon-Scheinwerfer bringen den Fahrern mehr Sicht = mehr Sicherheit. Doch eben nicht für den Gegenverkehr – dieser wird durch die grellen Leuchten oft geblendet. Sagt der Automobilclub der Schweiz ACS – der ADAC hat das Thema auch schon mehrfach aufgegriffen.

Und warum blenden diese neuen Lichter so viel mehr? Im Vergleich zur konventionellen Glühlampe weisen sie einen sehr hohen Anteil an Blaulicht auf. Blaulicht ist der energiereichste Teil des Lichtes, der für uns Menschen wahrnehmbar ist und demnach die meiste Blendung verursacht.

Blenden können diese Scheinwerfer allerdings nicht nur den Gegenverkehr, sondern sie stören auch bei dem Blick in den Rück- oder Seitenspiegel. Helfen könnte eine Überprüfung der Abblendautomatik oder die manuelle Steuerung das Fernlicht. Doch wenn man in einem höheren Wagen trohnt, dann stören einen die anderen Lichter eben weniger, so vermute ich, die meisten denken darüber gar nicht nach. Genauso wenig wie über die eigene Einstellung (der Lichter), die oft zu hoch eingestellt sind (weil der Wagen beladen ist, oder oder oder).

Besonders bei Starkregen und Schneefall werden die Niederschlagspartikel so stark von den Abblendlichtern angestrahlt, dass sie einem wie weisse Zettelchen entgegenkommen und so die Augen schnell ermüden. So wird das Auto fahren bei Nacht und Nebel anstrengend und unangenehm. Ich muß mich oft stark konzentrieren. Der erhöhte Konzentrationsdruck verursacht, dass man - oft ohne es zu merken - weniger blinzelt und die Augen aufreißt, um aus den ungenauen visuellen Informationen die überlebenswichtigen herauszufiltern. Weniger Blinzeln führt dann zum Austrocknen der Augen, wenn dann noch die Heizung, Klimaanlage und Lüftung an ist ... oh je. Es juckt und tut weh.

Für mich habe ich eine Lösung gefunden, die es zumindest etwas abmildert und ich nicht mehr so genervt von den anderen Lichtern bin: Eine Brille mit gelben Gläsern. Sie mildern die Farbe Blau etwas ab, und so sind die Lichter nicht mehr ganz so anstrengend. Doch, direkt einen Warnhinweis hinterher: Duch dem Blaufilter wird das gesamte Blauspektrum des Lichtes gefiltert. Menschen in blauer Kleidung auf der Fahrbahn sind nicht mehr gut sichtbar.


Solltet ihr also richtig dolle Probleme bei Nacht haben, lasst euch lieber vom Augenarzt eine "richtige" Autofahrbrille verschreiben. Diese filtern besser als eine gelbe Sonnebrille, wie ich sie trage. Meine Gläser in der Brille (von Andy Wolf) sind zwar auch von Zeiss, dem weltweit größten Hersteller von optischen Instrumenten, doch eben keine Autofahrgläser.

Bei Zeiss hat man eine spezielle Beschichtung für Brillengläser entwickelt, die den Blauanteil des durchfallenden Lichtes auf ein Minimum reduziert, ohne dass es zu einem Ausfall des Blau-Sehens kommt. Die Brillengläser nennen sich DriveSafe und sie führen zu einer gefühlten Reduktion der Blendung von etwa 50-70%. WOW! Zeiss sind natürlich nicht die Einzigen die so eine Option anbieten, ihr müsst also nur das Beste für euch finden. Da die Gläser keine Färbung aufweisen, sind Brillen mit solchen Gläsern auch für alle anderen Alltagssituationen nutzbar.

Zurück zu meiner Brille, ich bin happy, denn wenn es dämmert, dann werde ich nun nicht mehr so doll geblendet. 😎

Dienstag, Oktober 15, 2019

Juist – jut zu jeder Jahreszeit. Mein Place to be: Der Juister Hof

Dienstag, Oktober 15, 2019 0
Juist – jut zu jeder Jahreszeit. Mein Place to be: Der Juister Hof
Na, habt ihr schon Pläne für Silvester? Ihr denkt es ist zu früh sich darum zu kümmern, ihr wollt lieber spontan schauen, wo ihr eine gute Party findet? Vollkommen ok, doch es gibt eben auch die Anderen. Mich zum Beispiel. Ich verbringe seit mittlerweile vier Jahren mein Silvester auf Juist im Juister Hof. Juist? Wo ist das denn? Kann man da nicht nur im Sommer hin? Ist das die Insel wo keine Autos fahren? Ja und Nein. Ich war noch nie im Sommer auf der ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer, doch hab mir erzählen lassen es ist herrlich. Ich bin auch im Winter von Meer und Strand angetan. 

Der Juister Hof - mein place to be.
Silvester - Menü und Party
Bei Ostwindlagen ist oftmals mit extremen Niedrigwasserständen an der Nordseeküste zu rechnen, da das Wasser durch den Wind angetrieben stärker als normal abläuft. Im Wattenmeer kann sich der Wasserstand permanent um ca. 1 cm pro Minute verändern. Ab einem vorhergesagten Wasserstand unter dem normalen Niedrigwasserstand (MNW) kann der Fährverkehr aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingeschränkt oder ausgesetzt werden, da eine sichere und verzögerungsfreie Fahrt über die seichten Stellen in den Fahrwassern gefährdet sein kann.


Juist liegt zwischen Borkum und Norderney und ist im Norden Deutschlands nicht ganz so bekannt, wie in NRW. Was wohl auch an der Entfernung liegt. Und ja genau, die Insel ist Autofrei. Vor der Fähre gibt es einen großen Parkplatz, auf dem alle Autos während der eigenen Inselzeit stehenbleiben. Von hier aus wird das Gepäck zur Fähre gebracht und in den kleinen Wagen überfahren – was immer ein lustiges Gepäcksuchen auf der "anderen Seite" beinhaltet.

Auf der Insel dann haben nur die Feuerwehr und die Ärtzte ein Auto – ansonsten wird hier alles mit Pferdekutschen oder dem Fahrrad erledigt. Auch der Bürgermeister und die Polizistin erledigen alles mit dem Rad. Und wenn jemand die Entfernung von 17 Kilometern vom Westen in den Osten nicht zu Fuß machen möchte, wenn Getränke ausgeliefert werden oder große schwere Koffer zum Hotel müssen, dann kommen die Pferdekutschen zum Einsatz.

Es ist die Längste, doch nicht die breiteste der ostfriesischen Inseln. Die maximale Breite beträgt 900 Meter, die minimale nur 500 Meter. Mir erleichterte es beim ersten Aufenthalt die Orientierung und alles fühlt sich irgendwie noch kleiner an – das gefällt mir.


Die Lage meines Aufenthaltsortes, dem Hotels Juister Hof, gefällt mir auch außerordentlich gut, denn das 4-Sterne Hotel liegt in der Sackgasse der Promenade, direkt am Juister Strand. Hier ist eigentlich alles nah und durch die Randlage des Hauses hat man seine Ruhe - herrlich. Das Haus hat "nur" 38 Komfort-Appartements und -Suiten, nach zwei Tagen kennen sich demnach auch alle Gäste. Fast alle Zimmer haben einen Balkon und durch die Größen von 32-48 qm (die Penthouse-Suiten unter dem Dach hat über 70 qm!!!) fühlt man sich wie in seiner eigenen Wohnung - vielleicht auch durch die im Zimmer versteckte Küchenzeile. Doch was es hier ganz besonders schön macht, ist die Aufmerksamkeit des Personals. Sie merken sich Dinge, an die ich mich selbst fast nicht mehr erinnere und genau das macht es hier so persönlich, ohne aufdringlich sein zu wollen. 

Im Juister Hof gibt es Meer- oder Dünenblick und einen ziemlich kurzen Weg zum Strand.
 
Ein weiteres Highlight ist Chris Hoppe – der Hotelchef ist definitiv eine Erwähnung wert, denn er ist einer der jüngsten Hoteldirektoren, die sich in Deutschland finden lassen. 2016 kam er vom Festland auf die Insel und hat das Hotel übernommen und das ein bißchen eingestaubte Image nach und nach modernisiert. Damit meine ich nicht etwa die Einrichtung, sondern die Ausrichtung. Mit seinem Weitblick hat er das Hotel so nachhaltig gestaltet, wie möglich. Müll ist auf Inseln ja generell ein Problem und so hat er die Neuerungen vor allem mit Sicht auf die Gesellschaft der Insel und für die Natur verändert. Das Langschläfer Frühstücksbuffet (bis 11.30Uhr) ist mittlerweile Verpackungsfrei – beim Essen im hauseigenen Restaurant ist das natürlich eh klar.

Jeden Morgen gibt es eine persönlich gestaltete Juist-Zeitung.
Am Nachmittag Süppchen, original ostfriesische Tee Tied (Teezeit-) und Kaffeespezialitäten.
Nicht auf der Menü-Karte im Angebot, doch gar kein Problem auch alles "vegan" zu bekommen.

Mittlerweile sind auch immer mehr Hotels auf Juist Unterstützer des Slowfood. Im Restaurant des Romantikhotel Achterdiek (Danzers) bekommt man Slowfood mit Produkten aus der Region auf ganz hohem Niveau.

Zurück zur Natur, ab der ersten Etage genießt man dank unverbauter Natur den Meerblick mit meist traumhaften Sonnenuntergänge. Um die Silvesterzeit ist das Wetter in den letzten Jahren oft eher nebelig und verregnet gewesen, doch ich habe Bilder gesehen! Es muß stimmen. Hehe. Und wenn man kalt und nass nach Haus (also ins Hotel) kommt, kann man sich hier immernoch im Saunabereich entspannen. Und den Whirpools. Und alles wieder von vorn beginnen.
Der Meerblick aus dem Juister Hof ab Etage 1


Also, was kann man auf Juist tun? Ich liebe es durch die kleinen Gässchen zu spazieren und immer wieder neue Ecken zu entdecken - liebevoll gestaltete Gärten, kleine ostfrisiesche Eigenarten, großartige Backwaren oder inseleigene Töpferkunst. Wer mag, kann natürlich nach ausgiebigen Strandwanderungen oder Radtouren auch noch in das Nationalparkhaus, das Küstenmuseum, das Kutschenmuseum oder den Wasserturm gehen und ganz viel lernen.

Ich möchte bei meinem nächsten Aufenthalt gern eine Wattwanderung machen um den vielfältigen Lebensraum von Wattwürmern kennenzulernen. Außerdem in die legändere Domäne Bill. Im letzten Jahr waren die Besitzer zum ersten mal seit Jahren selbst im Urlaub und in dem Jahr davor war der Gegenwind zu stark und wir sind schon vorher in der Domäne Loog eingekehrt um ein Rosinenbrot zu essen. Da sich die Geschichten über die Domäne Bill allerdings einzigartig anhören, MUSS ich da selbst mal hin.

Solltet ihr an Silvester auf der Insel sein, könnt ihr natürlich auch beim anbaden mitmachen, nix für mich, doch es sieht aus, als würde es vielen Teilnehmern eine Menge Spaß bereiten. Außerdem gibt es ein Kino, was bis heute den legänderen Charme des Kinos behalten hat. Es ist meist gefüllt bis auf den letzten Platz und sogar Felix durfte mit und vom Boden aus zuhören. Klingt doch alles super, oder? Es gibt auch noch ein Meerwassererlebnisbad in dem man wettergeschützt im 30°C warmen Meerwasser entspannen kann UND gleichzeitig die Aussicht auf die Nordsee genießen kann. Womit würdet ihr anfangen?

Ob der trockenen Rosinenstulle in der Domäne Loog war ich dann doch etwas skeptisch
Einmal alles bitte bei der Bäckerei Remmers
Diesen Kinoabend werde ich wohl nie vergessen. Ich war nie in einem Kino mit besserer Stimmung. Urlaubsentspannung eben.

Ihr habt an Silvester schon etwas vor und wollt Juist trotzdem kennenlernen?
Wie wäre es im Frühjahr? Da veranstaltet die Insel jedes Jahr eine Gesundheitswoche. Es gibt viele Vorträgen und Kursen zur seelischen und körperlichen Gesundheit. Im Bio Hotel Annatur und im dazugehörigen Zauberbrunnen gibt es zum Beispiel tolle Angebote mit rein biologischen Wirkstoffen von Kosmetik bis Yoga. Und natürlich nicht zu vergessen: Die Thalasso Anwendungen im TöwerVital. Von diesen habe ich nun schon so oft gehört, dass ich mir für diesen Winter-Urlaub selbst einen Termin machen werde.
 
Der Sanddorn auf Juist ist berühmt. Denn mit ihm lässt sich allerlei anstellen.
Marmelade, Schnaps, Cremes ...

Da mittlerweile auch immer mehr Gäste mit Hund ankommen, interessiert euch bestimmt noch, wie das im Juister Hof geregelt ist, oder? Sie sind willkommen, die "Hundezimmer" befinden sich alle im Erdgeschoß und es gibt nicht nur für Zweibeiner ein Bett, sondern auch für die Vierbeiner einen gemütlichen Liegeplatz, Näpfe, Hundedecke, Handtücher und einen Willkommensgruß (Felix LIEBT die Kekse).

Gegen den juckenden Sand gibt es vor und hinter dem Haus Hundeduschen, so muß der Schmutz erst gar nicht im Zimmer verteilt werden. In das Restaurant selbst darf der Hund beim Frühstück nicht (wegen dem offenen Frühstücksbuffet), beim Abendessen ist es möglich ihn mitzunehmen. Aus Rücksicht vor den anderen Gästen gibt es dafür einen extra Bereich – so sind hier alle zufrieden.

Pro Hund und Tag berechnet das Strandhotel Juister Hof 15 Euro. Und auf der Insel an sich? So lange ihr euch hier an die Leinenpflicht haltet, sind alle sehr nett zu Hunden. Der Hundestrand befindet sich vom Juister Hof aus ca. 20 Minuten in Richtung Osten. Es gibt sogar einen Hundeübungsplatz. Den möchte ich in diesem Jahr auch mal besuchen, nun muß ich nur noch rausfinden, ob dann auch Trainer vor Ort sind. 

Beach-Baywatch-Beau
Mittlerweile habe ich verstanden, was der Spruch mit dem schlechten Wetter und der schlechten Kleidung bedeutet.
Ich bin so dankbar für meine Outdoor-Kleidung von Craghoppers und Tenson.
Eine gefütterte Thermoleggins ist im Winter der Hit!

Alles in allem kann ich sowohl die Insel, als auch das Hotel nur empfehlen. Ich zähle schon jetzt die Tage, bis ich mich mit der Fähre wieder auf den Weg machen kann. Ihr könnt auch mit dem Flugzeug anreisen, der Flug dauert nur ein paar Minuten. Ich bevorzuge die Fähre, nicht nur wegen dem nachhaltigen Fußabdruck, sondern auch um die ganzen Miturlauber schon mal zu sehen. Zudem entschleunigt die Fahrt auch und so ein Fährenkaffee - wer möchte auf den schon verzichten? ☕😀

Mein warmer Wintermantel ist von Craghoppers.

Danke für den wie immer schönen Aufenthalt an

Strandhotel Juister Hof ****
Strandpromenade 2
26571 Juist
Deutschland