Kathrynsky's

Freitag, Juli 03, 2020

Magda Krawcewicz. Hamburger Mensch #222

Freitag, Juli 03, 2020 1
Magda Krawcewicz. Hamburger Mensch #222
Durch Susanne (HH Mensch #218) habe ich Magda Krawcewicz kennengelernt. Susanne hat mir ans Herz gelegt diese talentierte, inspirierende und lustige Frau auch vorzustellen. Was soll ich sagen, sie lebt schon doppelt so lange wie ich in dem schönsten Stadtteil Hamburgs und ich bin beeindruckt von ihrer Kunst. Denn sie ist mehr als vielfältig. Wieso das so ist und wie sie zu dem kam, was sie heute tut, erzählt sie euch nun selbst, also los, liebe Magda, wer bist du?

MAGDA KRAWCEWICZ

Ich lebe arbeite als Bildende Künstlerin in Hamburg
Wie mein Nachname es bereits verrät, habe ich polnische Wurzeln.
Vor dem Umzug nach Hamburg habe ich 2 Jahre in Chicago verbracht.


Seit wann bist du in Hamburg? 

Ich lebe seit 32 Jahren in Hamburg, davon seit 19 Jahre in der Neustadt.

© Caren Detje

Erzähl mal von deinem Beruf? 

Der Anfang war noch angewandt, ich habe in Hamburg Fotografie studiert und auch längere Zeit den Beruf ausgeübt. Parallel hatte ich seit Studientagen Ateliers unter anderem in Altona, St. Pauli, Niendorf und sieben Jahre in Eimsbüttel, um dort erstmal im „verborgenen“ meine künstlerische Sprache zu entwickeln. Meine Arbeiten wurden freier und es kamen neue Disziplinen zur Fotografie hinzu.

Mittlerweile gehören Malerei, Zeichnung und Skulptur (überwiegend aus Porzellan) zu den Bereichen in denen ich mich gerne bewege. Seit zwei Jahren arbeite ich in einem sehr schönen Atelier in Ottensen an meiner Kunst. Hier bereite ich Ausstellungen und Publikationen vor und brenne im eigenen Ofen Skulpturen. So entstehen Arbeiten für Kooperationen mit Galerien wie aktuell der Galerie Holthoff (https://www.21st-edition.com) und Porzellanarbeiten in kleiner Auflage für ein Privatmuseum vor den Toren Hamburgs, das WAI - Woods Art Institute. Das ist auf jeden Fall einen Besuch wert (https://woodsartinstitute.com)!

© Caren Detje

Mein Arbeitsalltag ist sehr selbstbestimmt, was Vor -und Nachteile haben kann … ich würde mir keine andere Arbeitsweise mehr vorstellen wollen. Das erfordert zwar Selbstdisziplin gleichzeitig gibt es viel Raum zum Experimentieren, Denken und Forschen. Etwas nerdy und introvertiert das ist mir schon klar … ich genieße es aber sehr.

Ich lasse mich zu gerne von Mythen und Symbolen, der Unterwasserwelt (Korallen und Medusen), Kunst und Wunderkammer-Kabinette, Mineralien und organischen Formen wie Federn und versteinerten Objekten inspirieren.


Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Vielleicht würde ich als Studio Keramiker traditionell irgendwo in Irland in einer Werkstatt arbeiten oder Psychologie studieren. Im Grunde bin ich jetzt auch in mehreren Berufsfeldern tätig, das finde ich sehr bereichernd und erfüllend. 


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Spaziergänge an der Elbe, lesen in der Hängematte, mit Freunden essen gehen … meistens in den netten Restaurants in der Paul-Rosen Straße auf St.Pauli oder mit meinem Partner verreisen. 

©  Caren Detje
© Jens Umbach

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

In der Neustadt und mit einem Fuß an der Elbe…
                       
 
Möchtest du nochmal in einem anderen wohnen?

Warum?





Wo würdest du dein Traumhaus bauen? 

Am liebsten ein Atelier/Wohnatelier bauen … und einen Garten anlegen. Im Alten Land?


Ist Hamburg für dich eine Kulturstadt?


Ja und Nein. Es gibt ein gutes kulturelles Angebot an Theater, Lesungen, Ausstellungen und Konzerten u.v.m. Dennoch könnte einiges für Kunst und Kulturschaffende getan werden. Generell mehr Verständnis und Zuwendung seitens der Stadt mit mehr Engagement in Bereichen wie bezahlbaren Atelierflächen, Stipendien und eine etwas lebendigere Galerielandschaft wäre wünschenswert. Für mich gehört zur Kultur auch geselliges Zusammenkommen, die Treffpunkte wie Restaurants und Cafés die es jetzt immer noch so schwer haben.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst? 

Das ist schwer auszuformulieren … einige Ideen, die ich habe:
  • Kostenloser Zutritt in alle Museen an einem Tag der Woche.
  • Ein sehr günstiges Jahresticket für den Nahverkehr.
  • Mehr Einsatz für das Thema bedingungsloses Grundeinkommen.



Warum lebst du in Hamburg und nicht Berlin, Istanbul oder New York? 

New York ist sehr inspirierend, das Tempo dieser Stadt unfassbar und schön. Im Alltag bestimmt anstrengend.
Berlin schwankt zwischen inspirierend und deprimierend …
Istanbul habe ich noch nicht kennengelernt.

Das hat was mit Wurzeln schlagen zu tun, mit Menschen und Orten die ich gerne um mich habe. Hamburg ist mir vertraut und es hat eine gute Lebensqualität – auch an grauen
verregneten Tagen fühlt es sich heimatlich an.


Alster oder Elbe?


Elbe - egal ob Richtung Blankenese oder Entenwerder … beides top. 


Wieviele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Immer - Nachts im Schlafmodus.




Keine Frage, doch ein wenig Platz für etwas was du mal loswerden möchtest: 

Ich wünschte mir, dass die schönen Künste als Sinneserfahrung mehr Menschen in ihrem Alltag erreichen könnten. 




Lieblingslied / buch / serie des Moments?

Musik: von Joep Beving, mehrere Alben.
Meistens Hörbücher und Podcasts …

                       
Lieblingslied / buch / serie forever ever?



Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt mal angeschaut haben sollte: 

Für einen schönen Tag in Hamburg: 
  • Die laufende Ausstellung in den Deichtorhallen besuchen, 
  • an der Elbe entlang zum Entenwerder Café radeln und auf dem Ponton den Blick aufs Wasser genießen. 
  • Abends im Vienna essen.


Möchtest du jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Alle lieben Freunde, die über die Jahre mir und meiner Kunst zugewandt waren und sind … 


© Valereia Mitelman


 Noch mehr von Magda könnt ihr hier sehen:

Donnerstag, Juli 02, 2020

Der 'Dutch Loveletter' & mehr neue Rutte Drinks für den Sommer + Gewinnspiel

Donnerstag, Juli 02, 2020 0
Der 'Dutch Loveletter' & mehr neue Rutte Drinks für den Sommer + Gewinnspiel
Was ist euer Drink in der Corona-Zeit des Sommers? Oder sucht ihr vielleicht gerade einen neuen, weil euch die altbekannten schon langweilen?

Erinnert ihr euch noch an meine Reise nach Dordrecht in die Destillerie von Rutte (hier findet ihr meine Beiträge zu dem Besuch)? Ich kannte die Spirituosen zwar schon vorher, doch seit dem Besuch dort bin ich noch überzeugter von ihrer Expertise und Passion. So haben sie es aktuell wieder einmal geschafft, mir, ohne dass sie es wussten, den perfekten Sommerdrink zu kreieren. Denn ob Zuhause, auf dem Balkon oder der nächsten Gartenparty – der Sommer sollte auch geschmacklich ins Getränk, bei Rutte gelingt das mit Hilfe von: Erdbeeren, Rhabarber, Cranberry, Kokos und sogar Spargel.



Die außergewöhnlichen Kombinationen klingen vielversprechend lecker: Vanille trifft auf Estragon (SUMMER LOVE), Zitrusaromen mischen sich mit Agavensirup und Fleur de Sel (ASPARAGUS SOUR) und pikante Sellerienoten mit Erdbeeren und süßlich-cremigen Tonkabohnen (DUTCH LOVELETTER). Alle Highballs von Rutte haben einen vergleichsweise niedrigen Alkoholgehalt, was perfekt ist, wenn es so gut schmeckt, dass man mehr als einen Drink nehmen möchte (++ bitte genießt Rutte verantwortungsvoll ++).

Mein Favorit ist ein Drink aus der klassischen Cocktailschale, der 'Dutch Loveletter' – des Namens und auch der Erdbeeren wegen bin ich persönlich interessiert. 🍓 Erdbeeren schmecken fast immer überall; im Salat, auf Texel sogar im Brötchen mit Vanillepudding, im Kuchen, solo sowieso und im Drink auch = ein Loveletter! Die Niederlande sind so nah und gerade doch so fern und vielleicht vermisse ich sie deswegen noch mehr!


Das Rezept für den 'Dutch Loveletter':
  • 40 ml Rutte Celery Gin
  • 20 ml De Kuyper Erdbeerlikör 
  • 20 ml Zitronensaft
  • 10 ml Rhabarbernektar
  • 10 ml Tonkabohnen-Sirup
Alle Zutaten werden auf Eis im Cocktailshaker geschüttelt,
durch ein feines Sieb oder Barsieb in eine Cocktailschale gefiltert.
Und damit es noch schöner wird, mit Erdbeeren und Rhabarber garniert.  
🍓🍸 🍓


Bei dieser Rezeptur verleiht der Celery Gin dem Drink das gewisse Extra: Die Botanical-Komposition von Master Distillerin Myriam Hendrickx setzt mit der Sellerienote, der süßen Erdbeere und den betörenden Vanillenoten der Tonkabohne spannende Kontraste zusammen.
       


Ihr kennt Rutte noch gar nicht? Die Familie stammte ursprünglich aus Südholland. Sie zogen im 18. Jahrhundert nach Rotterdam und sind seit Mitte des 20. Jahrhunderts im Destillationsgeschäft tätig. Bis heute kredenzen sie feinste Spirituosen mit Aromen von frischen Früchten, Kräutern und Nüssen. Wenn ihr mehr sehen und lesen wollt, schaut mal in meine Reise zu deren Destillerie nach Dordrecht: von-rotterdam-nach-dordrecht-mit-rutte. Ich erinnere mich immeroch gerne an diese Reise und die Menschen vor Ort, die voller Leidenschaft tagtäglich neue Zutaten miteinander mixen um zu sehen, ob sie auch gemeinsam funktionieren.

Und nun noch etwas für euch und eure Bar zu Hause, ich verlose 2x das Drink-Package mit dem Rutte Celery Gin, Rezepten und zwei Cocktailgläsern. Dafür würde ich gern in den Kommentaren unter diesem Blogpost euren (bislang) liebsten Sommerdrink wissen und wenn ihr Eins habt, auch euer Lieblingsrezept / Essen mit Erdbeeren. Das Gewinnsipiel läuft bis zum 09.07.2020 und die Gewinnspielregeln könnt ihr HIER nachlesen. Die Gewinne wurden mir zur Verfügung gestellt. In diesem Sinne: Cheers, auf den Sommer!



P.S. Übrigens: Der Rutte Celery Gin ist auch der perfekte Gin für den wohl beliebtesten Drink Hamburgs, den 'Gin Basil Smash' aus dem 'Le Lion'.

Sonntag, Juni 28, 2020

Schlaf gut. Träum gut. Tut gut. Der Schlafdrink mit Gute-Nacht-Formel. #allyouneedissleep

Sonntag, Juni 28, 2020 0
Schlaf gut. Träum gut. Tut gut. Der Schlafdrink mit Gute-Nacht-Formel. #allyouneedissleep

Mitte März wurde ich ins Home Office geschickt. Der Arbeit-Freizeit-Leben-Schlaf-Rhythmus, den ich bislang hatte, wurde durcheinandergewirbelt. Ich habe nie viel Schlaf gebraucht, sechs, sieben Stunden reichen mir oft und ich bin fit. Auch einschlafen ging immer ziemlich gut. Meine stetige Konstante: Guter Schlaf mit amüsanten und abenteuerlichen Träumen.

Auf einmal ist alles anders – ich weiß, nicht nur für mich, für alle. In fast allen Lebenslagen. Nicht mal das Einschlafen klappte mehr und das hat mich ziemlich kirre gemacht. Die Gedanken kreisten und manifestierten sich in eine Spirale, die sich ins Negative, statt ins Positive drehte. Was bringt die Zukunft, was die Gegenwart, wie soll es weitergehen ... Und, was tun, wenn der Schlaf nicht mehr so kommen mag, wie ich es gewohnt war?

Das Universum hat wohl gelauscht und dies irgendwie mitbekommen, denn Anja von #sleepink hat mir Anfang Mai von ihren Tees und Schlafdrink Produkten erzählt und mir angeboten diese auszuprobieren. Passend, denn bei den Produkten dreht es sich um den guten Schlaf. Ein großes Thema - vor allem für die, die ihren Schlaf verbessern, aber nicht auf herkömmliche Schlafmittel mit den ganzen Nebenwirkungen zurückgreifen möchten. 

Zuerst habe ich die Schlafdrinks (Zutaten: Sauerkirschsaft, Wasser, Agavendicksaft, Passionsblumenextrakt, Hopfenzapfenextrakt, Zitronenmelissenextrakt, Melatonin, Maltodextrin der Extrakte, Konservierungsstoff Kaliumsorbat) probiert.  Man trinkt sie 30 Minuten vor dem Einschlafen und, was soll ich sagen, ich bin leichter in den Schlaf gekommen. Ohne zwischendurch aufzuwachen bin ich am nächsten Morgen aufgewacht und habe erstmal etwas gebraucht um wach zu werden. Doch schon in der zweiten Nacht hat sich mein Körper daran gewöhnt und ich habe mich, dank dem Drink, auf weitere ruhige und entspannte Nächte gefreut. Was ein Glück, denn so haben sich auch meine nächtlichen Gedanken beruhigt.

Ich würde euch nun auch gern raten gen Abend eher ein Buch zu lesen und daraus ein Ritual zu machen, als in einen Bildschirm zu schauen, doch, dass wäre nicht ehrlich, denn ich liebe es im Bett noch ein paar Kästchen i.love.hue oder Angry Birds zu spielen. So findet jeder seine eigene Routine und für mich gehört das Abendteechen jetzt dazu.


Mittlerweile wurde das sleep.ink Sortiment nämlich auch um zwei hochwertige Schlaftees erweitert. Diese sind bald in Reformhäusern, bei Douglas und auch im Alsterhaus erhältlich – vorerst allerdings nur über Amazon (Schlaftee RELAX, Schlaftee GUTE NACHT) und natürlich auch über die eigene Webseite: sleep.ink.

Auch diese habe ich schon getestet und würde sie des Geschmacks wegen am liebsten auch tagsüber trinken. Die Tee Zubereitung leitet für mich mittlerweile das Zu-Bett-Gehen ein und so habe ich nun einen neuen Rhythmus in dieser verrückte Zeit gefunden. Das seh wohl nicht nur ich so, denn die Tees wurden jetzt vom International Taste Institute in Brüssel mit dem "Superior Taste Award" für ihren Geschmack ausgezeichnet.  🎉 
 

Die Produkte wurden mir zur Verfügung gestellt, 
ich habe kein Geld für diesen Beitrag erhalten und 
der Text entspricht meiner persönlichen Erfahrung und Meinung.

Samstag, Juni 20, 2020

Ohrwurm Tipp: Relationshit von Emily Roberts

Samstag, Juni 20, 2020 0
Ohrwurm Tipp: Relationshit von Emily Roberts

What’s my worth? Im so happy to be a woman. Of course I don’t know it any other way, I’ve always been comfortable with gender. And to be fair, for the longest time I wasn’t even aware of the glass ceiling a lot of women are being kept under. If you’re boss ass business woman people might ask “ but what about having kids ? “. If you’re a “stay at home mum” people may ask “ but what about your career or aspirations ?!” Damn hard to get it right ... I’ve always been very confident, never afraid to speak up for others when they couldn’t do it themselves. What I’m trying to say in “REALTIONSHIT” is that you as a woman are enough. You don’t need a partner to validate you - if you don’t want to have kids: don’t have kids. A woman’s worth is not determined by the amount of children she has. Not determined by a ring on her finger. You don’t want any of these things ? FAIR ENOUGH. You do you. You’re enough and you’re loved. No matter what.


Freitag, Juni 19, 2020

Carmen Boch. Hamburger Mensch #221

Freitag, Juni 19, 2020 0
Carmen Boch. Hamburger Mensch #221
Seit jeher ist einer meiner Miniträume die Kreation einer Kette, an der ein Eislöffel oder / und eine Pommesgabel hängt. Gibt es etwas Nachhaltiges und zugleich Praktischeres? Ich hätte dann immer alles dabei, was ich brauche, oder? Ich bin wohl nicht die Einzige die so denkt, denn es gibt diese Ketten schon. Carmen Boch, eine Hamburger Designerin verkauft sie seit Jahren. Grund genug sie mal für die Serie 'Hamburger Menschen' zu interviewen. Und sie hat noch mehr zu erzählen, los geht es mit dem Interview #221, erzähl mal von dir, Carmen.

Ich komme aus dem Handwerk, bin gelernte Goldschmiedin und habe hier in Hamburg Produktdesign studiert. Mein Name ist Carmen Boch, aufgewachsen bin ich im Süden Deutschlands in Oberschwaben.

Photocredit: Marcia Breuer

Seit wann bist du in Hamburg?

Das Studium an der HfbK hat mich vor 25 Jahren nach Hamburg verschlagen. 


Erzähl mal von deinem Beruf?

 Meine Goldschmiedewerkstatt befindet sich in einer Ateliergemeinschaft, welche in Altona Nord liegt. Dort bin ich seit über 17 Jahren zuhause. Hier entstehen meine Schmuckstücke und Produkte, inspiriert von althergebrachten Dingen, welche ich oft neu inszeniere. Ich arbeite mit dem Material, lasse weg, verlängere, kürze, adaptiere, kombiniere
Photocredit: Marcia Breuer
Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?
 
Wenn ich nicht in meiner Werkstatt bin, findet man mich bei LUV Interior in der Schanze. Als Produktdesignerin kann ich hier meine Liebe zu Möbeln, Materialien und Farben an die Kunden bringen. 

Wenn ich dann noch Zeit finde, arbeite ich als Kunst- und Designvermittlerin im Museum für Kunst- und Gewerbe. Hier führe ich meist Kunstprofilklassen, neben der theoretischen Einführung in der Ausstellung arbeite ich auch praktisch mit den Schülern in den Werkstätten.

Goldschmiedin und Designerin passt ganz gut, ich bin sehr glücklich damit. Mein Beruf ist sehr bunt und es wird nie langweilig. 


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

In meiner freien Zeit findet man mich am Herd, an der Elbe, in Altona auf dem Wochenmarkt oder bei meinem Freund in Berlin. 


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Ich lebe in Altona Nord.
Photocredit: Marcia Breuer
 
Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Wenn Hamburg und Umzug, dann würde ich gerne einmal in der Neustadt wohnen wollen. 


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Mein Traumhaus kann ich mir gut im Allgäu vorstellen. Das hügelige Voralpenland gefällt mir schon sehr gut. Ich bin gerne auf dem Berg. Hier sind meine Wurzeln, die Nähe zum Bodensee, Österreich, Schweiz, Italien ... alles ist um die Ecke. 


Ist Hamburg für dich eine Kulturstadt?

Ja, Hamburg ist für mich eine Kulturstadt. 


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Wenn ich in Hamburg was zu sagen hätte, würde ich die Alster wieder zum Schwimmen freigeben und kleine Badeanstalten, wie sie es schon mal gab wieder installieren. Ich würde unbedingt die Innenstadt autofrei gestalten. Außerdem würde ich mich massiv für ein absolutes Grundeinkommen einsetzen.
Photocredit: Marcia Breuer

Warum lebst du in Hamburg und nicht Berlin, Istanbul oder New York?

Ich mag die Größe der Stadt, sie ist sehr überschaubar. Die höfliche Zurückhaltung der Menschen gefällt mir. Außerdem ist die Stadt sehr grün und man ist schnell an der Ost- und Nordsee. ... und der Hafen, natürlich. 


Alster oder Elbe?

Elbe.


Wieviele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

24 Stunden. Ich habe große Kinder, Teenager +, für die möchte ich immer erreichbar sein.
You never know ...


Lieblingslied / buch / serie forever ever?  

One von Jonny Cash.
Benedict Wells 'Vom Ende der Einsamkeit'. 


Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt mal angeschaut haben sollte:

Die Strandperle,
den alten Elbtunnel und 
den Michel.


Carmens Produkte findet ihr auf ihrer Seite:
http://carmenboch.de/

Kaufen könnt ihr sie auch offline, z.B. im Hamburger Perle Store

Mittwoch, Juni 17, 2020

There is a new kid in nature: the female explorer

Mittwoch, Juni 17, 2020 0
There is a new kid in nature: the female explorer
Die Anzahl an Outdoor-Magazinen ist überschaubar und wir lieben sie alle! Ihren Look, die Bilder und Inhalte. Jedoch finden wir uns immer nur zu einem Teil wieder. Wir vermissen authentische Reisegeschichten von Frauen und praxisnahe Themen wie die Monatshygiene unterwegs. Das Outdoorthema ist noch immer sehr männlich geprägt. Schaut man sich die schön designten Hefte an, sehen wir Männer in Karohemden, die Holz hacken und sich eine Pfeife schnitzen. Es ist nicht so, dass uns dieser Anblick stört, im Gegenteil – wir lieben echte Kerle in Holzfällerlook (hot!). Das ist nicht der Punkt. Uns geht es darum auszugleichen und Vorurteile zu entkräften. Wir fragen uns, werden Wildnis und Weiblichkeit noch immer als Gegenpole gesehen, die sich nicht vereinen lassen? Ist die wilde Frau immer noch die Hexe aus dem Wald? Wir wissen, dass es nicht so ist, denn wir sind selbst Entdeckerinnen, die ihre Art von Natürlichkeit und Daraußensein leben.  
 
Sarah, Leo, Nic und Jess haben es sich zur Aufgabe gemacht ein Outdoor Magazin für Frauen rauszubringen. Noch ist es nicht so weit, doch schon bald, sollen wir es haptisch in unseren Händen halten, noch in diesem Herbst, wahrscheinlich Anfang September erscheint die erste Ausgabe. Wo und noch mehr zu der Entstehungsphase, findet ihr schon jetzt auf dem Instagram Accounts der Vier: @thefemaleexplorer!

Doch es geht nicht nur darum zu folgen und die Bilder mit Herzchen zu markieren, sie wollen eine Community um The Female Explorer aufbauen, um Frauen anzusprechen, zu inspirieren und zu ihrem #wildself zu stehen. Egal ob ungeschminkt oder mit Fake Lashes! Unter dem Hashtag #femaleexplorercommunity featuren sie auch eure Beiträge. Also, entdeckt, erforscht und verbindet euch und tausch euch mit ihnen aus! Und für das gedruckte Magazin: Stay tuned!

Freitag, Juni 12, 2020

Anna Plewka. Hamburger Menschen #220

Freitag, Juni 12, 2020 0
Anna Plewka. Hamburger Menschen #220
Meinem heutigen Gast der Serie 'Hamburger Menschen' bin ich durch gemeinsame Freunde bei einem gemeinnützigen Dinner für den Verein War Child begegnet. Wir saßen uns gegenüber, es ging ziemlich schnell und ich habe nur noch ihren Geschichten gelauscht. Das Drumherum war mir irgendwie egal. Dank der Leidenschaft und Expertise, mit der sie über Bücher und Erzählungen spricht, würde ich Jedes von ihr empfohlene Buch kaufen. Dank der Liebe zu ihrem Heimatland ist meine Sehnsucht danach noch größer geworden. Ich bin wirklich froh, dass wir Zwei uns begegnet sind! Wie schön, dass ich sie für diese Serie gewinnen konnte und ihr sie heute auch ein bißchen kennenlernen könnt. Liebe Anna, erzähl mal, wer bist du und woher du kommst.

Ich heisse Anna Plewka und komme ursprünglich aus Halmstad in Schweden. Ich habe allerdings viele Jahre in Hamburg gewohnt und seit ein paar Jahren lebe ich in Ahrensburg.



Seit wann bist du in Hamburg?

Ich bin das erste Mal 1990 nach Hamburg gekommen. Damals war ich au-pair Mädchen bei einer Familie in Eppendorf. Dann bin ich wieder zurück nach Schweden und habe in Lund in Südschweden ein paar Semester Deutsch studiert. Ich wollte aber gern zurück nach Hamburg und habe hier schließlich einen Studienplatz bekommen.
 

Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich bin Übersetzerin und übersetzte aus dem Deutschen ins Schwedische. Es fing mit einem Versandkatalog an, mittlerweile übersetze ich hauptsächlich Literatur, meistens für Erwachsene aber sehr gern auch Kinder- und Jugendliteratur.


Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Dann würde ich wahrscheinlich mit Kindern arbeiten. Oder ich würde Post mit dem Fahrrad ausfahren.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich lese gern, arbeite gern im Garten und verbringe Zeit mit meiner Familie.


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Ich habe lange in Ottensen gelebt. Jetzt wohnen wir außerhalb der Stadt in Ahrensburg.


Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Nein, ich würde aber gern irgendwann in unserem Ferienhaus in Schweden leben. Oder in Göteborg.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Das habe ich tatsächlich schon. Es ist das Haus meiner Großeltern und liegt an der schönen Westküste Schwedens.


Ist Hamburg für dich eine Kulturstadt?

Ja. Hamburg ist eine Kulturstadt, ich finde es gibt hier immer viele schöne und interessante Sachen.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde die Reichtümer der Stadt rigoros umverteilen, würde mich schnellstens für die Umwelt einsetzen, mehr Geld für Kinder und Jugendliche ausgeben und eine freundliche, gerechte Stadt anstreben.


Warum lebst du in Hamburg und nicht Berlin, Istanbul oder New York?

Ich liebe Hamburg, wegen der Elbe und dem Hafen, weil es so schön grün ist und so viele unterschiedliche Gesichter hat. Hamburg ist eine lebendige Großstadt aber viel ruhiger als zum Beispiel Berlin. Das mag ich.




Alster oder Elbe?

Auf jeden Fall Elbe.




Wieviele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Den ganzen Tag, aber ich guck nur selten drauf.





Keine Frage, doch ein wenig Platz für etwas was du mal loswerden möchtest:

Ich hoffe, so sehr, dass die Zeit nach Corona, eine bessere wird. Dass wir daraus was lernen, merken was wir vermisst und nicht vermisst haben und dass wir gut überlegen wie wir unsere Zukunft gestalten und was für eine Welt wir zukünftige Generationen hinterlassen wollen.




Lieblingslied / buch / serie des Moments?

Lieblingsbuch ist immer schwer, ich habe so viele. Ich lese meistens ein Buch auf Schwedisch und eins auf Deutsch - parallel. Auf Schwedisch liegen gerade Astrid Lindgrens Kriegstagebücher auf dem Nachttisch. Astrid Lindgren ist toll. Ich bewundere ich sie sehr und mag alles was sie geschrieben hat. Auf Deutsch lese ich gerade 'Kein Teil der Welt' von Stefanie de Velasco. Es handelt von zwei Mädchen, die bei den Zeugen Jehovas aufwachsen, irre Geschichte und total gut geschrieben.

Anmerkung:
Hier geht es zur deutschen Version der Kriegstagebücher von Astrid Lindgren - 'Die Menschheit hat den Verstand verloren'


Lieblingslied / buch / serie forever ever?

So schwer … aber Out of Time von Blur ist auf jeden Fall so ein forever ever-Liebling.


Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt mal angeschaut haben sollte:

Natürlich der Alte Schwede am Elbstrand und der hockende Affe im Stadtpark.


Möchtest du jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Alle Hamburger*innen, die sich für eine offene, bunte, empathische Stadt für alle einsetzen, zum Beispiel meine Freundinnen von dem feministischen co-working space eeden ( → eedenhamburg.de)

💙💛💙💛💙

Liebe Anna, ich danke dir sehr. Und wenn ihr noch mehr von Anna sehen und lesen wollt, folgt ihr doch auf instagram.com/anna_plewka, dort berichtet sie immer wieder von ihren Arbeiten. 

Donnerstag, Juni 11, 2020

Amzingy lanciert die do good, look good, feel amazingy beauty charity box 2020

Donnerstag, Juni 11, 2020 0
Amzingy lanciert die do good, look good, feel amazingy beauty charity box 2020
Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine tolle Amazingy Beauty Charity Box (hier geht es zu dem Beitrag für die Box für das Jahr 2019). Im letzten Jahr war die Box nach nur 5 Stunden ausverkauft, weswegen es in diesem Jahr eine höhere Stückzahl gibt. Sie erscheint am 19.Juni 2020 und beinhaltet wieder viele schöne Produkte, die das grüne Beauty Herz höher schlagen lassen.

Dafür haben sie sich in diesem Jahr mit Mama Cash zusammengetan. Die Idee dazu begann 1983 – mit fünf Frauen aus Amsterdam an einem Küchentisch. Eine von ihnen hatte eine beträchtliche Summe Geld geerbt, mit der sie etwas Sinnvolles gestalten wollte. Gemeinsam kamen sie auf die Idee, einen Fonds zur finanziellen Unterstützung von Frauenrechtsbewegungen  zu  schaffen.  Sie  nannten  ihre  Initiative  Mama  Cash  und  seitdem  finanzieren  sie  weltweit Aktivisten, die gezielt an dauerhaften Veränderungen für Frauen, Mädchen, Trans- und Intersexuellen arbeiten.

In diesem Sinne entscheidet sich Mama Cash immer für eine Unterstützung von Gruppen und Ini-tiativen, die es wagen, groß zu träumen, laut zu protestieren und radikal zu handeln. Für Frauen, Mädchen und Transgender, die die Dinge selbst in die Hand nehmen, um ihr Recht auf ein gutes Leben ohne Gewalt, Ausgrenzung und Unterdrückung zu verwirklichen. Sie finden, dass mutige Frauen-, Mädchen-, Trans- und Intersexuelle-Menschenrechtsorganisationen  weltweit  Finanzmittel  und  unterstützende  Netzwerke  benötigen,  um  ihre  Gemeinschaften  zu vergrößern und zu transformieren. Mama Cash mobilisiert Ressourcen von Einzelpersonen und Institutionen, gewährt diesen selbst geführten feministischen Organisationen Zuschüsse und hilft beim Aufbau der Partnerschaften und Netzwerke, die erforderlich sind, um die Menschenrechte von Frauen, Mädchen, Transsexuellen und Intersexuellen weltweit erfolgreich zu verteidigen und voranzutreiben.

Letztes Jahr konnte Amazingy mehr als 10.000€ an Because We Carry spenden und dieses Jahr werden minimal 20.000€ Gewinn erwartet, die vollständig an Mama Cash gespendet werden.

Und was ist in der Box? Darin sind Fullsize Produkte, Reisegrößen, sowie Deluxe Samples von sehr beliebten Produkten wie zum Beispiel die meistverkaufte Mascara bei Amazingy, der Limitless Lash Mascara von  ILIA  Beauty  oder  einer  Originalgröße  des  luxuriösen  FEZ  Hand  and  Body  Balm  von  Kahina  Giving Beauty, enthalten.

Versehen mit Amazingys Leitsatz “Do Good, Look Good, Feel Amazingy”, hat Amazingy eine Bag aus 100% Bio-Baumwolle designt, die in Kooperation mit einer Berliner Behindertenwerkstatt hergestellt wurde. Sie dient in diesem Jahr als Box – auch um unnötige Verpackungen zu vermeiden.

In der Box sind Produkte von:
Absolution, Abel Odor, Beuti Cosmetics, M Picaut Skincare, Kahina Giving  Beauty,  NINI  Organics,  FYI  Cosmetics,  The  Konjac  Sponge  Co.,  Organicup,  HIRO  Cos-metics,  RMS  Beauty,  The  Organic  Pharmacy,  De  Lilou,  Kjaer  Weis,  Rahua,  Innersense  Beauty,  BioBrush Berlin, Codex Beauty, Mádara Cosmetics, We Love The Planet, Balm Balm, Amazingy, Nailmatic, FINE, Susanne Kaufmann, Pai Skincare, ILIA Beauty.

  • Die Box erscheint am 19.Juni 2020  
  • Sie ist limitiert auf 250 Stück à ca.129€
  • Der tatsächliche Produktwert beläuft sich auf 500€ 
  • Pro verkaufter Box werden von Amazingy 10 Bäume gepflanzt
  • Amazingy macht keinerlei Profit mit dem Verkauf der Boxen

Dienstag, Juni 09, 2020

EIVISSA - das Spielfilmdebüt von Tini Lazar

Dienstag, Juni 09, 2020 0
EIVISSA - das Spielfilmdebüt von Tini Lazar
Wie schön, dass Tini Lazar jetzt in meiner Interviewreihe Hamburger Menschen dabei ist. Sie selbst hatte gerade ihr Spielfilmdebüt mit EIVISSA! EIVISSA handelt von unerwarteten Wendungen des Lebens und der Magie, die entstehen, wenn man einfach loslässt – besonders auf Ibiza. Parallel dazu malt der Film ein lebendiges Porträt der Insel und ihren vielen bunten Charakteren. So erzählt der Film die Geschichte der geradlinigen Bankierin Isabelle, die, nachdem sie eine unerwartete Erbschaft erhalten hat, ihren Alltag in Hamburg verlässt und nach Ibiza (katalanisch: Eivissa) reist. Sie findet sich in einer neuen und fremden Welt wieder, wehrt sich zuerst dagegen, doch begibt sich nach und nach auf eine augenöffnende, transformative Reise.


Zusammen mit der Hauptdarstellerin Lenka Arnold, die auch vor Ort mit ihr das Filmteam bildete, hat Tini sich auf eine sehr abenteuerliche Reise begeben, um diesen Spielfilm mit viel Liebe und Leidenschaft zu realisieren. Den wundervollen Soundtrack, steuerte ihr Mann Leo Lazar bei.

Mich persönlich hat der Film zurück in eine Zeit vor 15 Jahren gebracht, als ich drei Sommer  hintereinander auf Ibiza verbrachte. ❤️ Es ist eine so vielseitige Insel, die durch ihre Bewohner, die seit Generationen dort leben und ihr Land bestellen, sowie die Zugezogenen, die etwas schrullig daherkommen und den Hippie-Charme leben, eine Energie entwickelt, die diese Insel ausmacht.

Aufgrund der aktuellen Lage gibt es den Film als Online-Veröffentlichung, als Video on demand, mit der Option ihn zu kaufen oder auszuleihen. Wenn auch ihr den Film sehen wollt, besucht www.eivissa-movie.com!


Montag, Juni 08, 2020

Heiraten und das Brimborium des 20.ten Jahrhunderts. Aus der Carolin Kebekus Show.

Montag, Juni 08, 2020 2
Heiraten und das Brimborium des 20.ten Jahrhunderts. Aus der Carolin Kebekus Show.
 
So schön ich es finde die Liebe von zwei Menschen zu feiern, das Brimborium und Gedöns drumherum sind mir oft zu viel. Warum nehmen Menschen für ihre Hochzeit Kredite auf? Wieso sollte ich Pärchenspiele lustig finden? Wieso reist man für ein Event um die halbe Welt und gibt als Hochzeitspaar und auch als Gast wahnsinnig viel Geld aus? Weil, im Schnitt werden 13.000€ für 60 Gäste ausgeben. Wieso und war es schon immer so?

Anfang des 20.ten Jahrhunderts entdeckte die Industrie die Hochzeit als Konsumbeschleuiger - Dinge, die jedes Paar unbedingt braucht, wenn es denn eine glückliche Ehe werden soll. Schließlich ist eine Hochzeit doch das Lebensziel von uns Frauen, oder? #ironie - Ronja, Pippi und Lotta sehen es bestimmt anders und da ich mit ihnen aufgewachsen bin, hatte ich persönlich nie den Wunsch diese Festlichkeit in solch einem Ausmaß zu feiern, dass es im kommenden Jahr nur noch Brot und Wasser geben kann.

In der letzten Carolin Kebekus Show gab es neben dem tollen Brennpunkt mit dem Thema #BlackLiveMatters, auch einen Bericht über die Hochzeits-Entwicklung in diesem Jahrhundert. Die Fakten wurden mit Quellenangaben belegt und ich hab während des Beitrags mehr als einmal gedacht: "Endlich sagt es mal Eine!" Jedem Paar das Seine, doch vielleicht überlegen wir mal, warum und für wen viele Paare all das wollen?



Ich erinnere mich an einen Nachmittag im Ruhrgebiet, an einen Kaffeeklatsch und meine Mutter sagte zu einer Freundin: "Ich würde mich nicht wundern, wenn Kathrin irgendwann anruft und sagt, hey, wir haben übrigens geheiratet.", auch wenn ich auf Hochzeiten immer furchtbar emotional bin, ich würde mich über mich nicht wundern. Wenn ja, lade ich auf Schnaps und Blechkuchen ein. Und Pommes aus Papiertüten. 💖 Für die Liebe!


we dont have time - World Environment Day 2020

Montag, Juni 08, 2020 0
we dont have time - World Environment Day 2020
 
Am 05. Juni fand der World Environment Day statt. Er findet seit 1974 jedes Jahr am 5. Juni, dem Weltumwelttag, statt und Regierungen, Unternehmen, Prominente und Bürger werden aufgefordert, ihre Bemühungen auf ein dringendes Umweltproblem zu konzentrieren.

In diesem Jahr ist dieses Thema biologische Vielfalt - ein Anliegen, das sowohl dringend als auch existentiell ist. Die jüngsten Ereignisse - Buschfeuer in Brasilien, den Vereinigten Staaten und Australien, Heuschreckenplagen in ganz Ostafrika und nun eine globale Pandemie - zeigen die gegenseitige Abhängigkeit der Menschen und der Lebensnetze, in denen sie leben. 

Die Natur schickt uns eine Botschaft. Um für uns selbst zu sorgen, müssen wir uns um die Natur kümmern:



Die ganze Konferenz mit allen Speakern könnt ihr euch HIER (Klick klick, es ist ein Link) ansehen. Für umme, zum staunen und lernen und um die Botschaft in die Welt zu tragen und so dabei zu helfen, die Welt zu einem besseren und gesünderen Ort zu machen. 💚

Samstag, Mai 30, 2020

Tini Lazar. Hamburger Menschen #219

Samstag, Mai 30, 2020 0
Tini Lazar. Hamburger Menschen #219
Meinen heutigen Gast der Serie "Hamburger Menschen" habe ich zum ersten mal in einem Fernsehspot für einen Spirituosen Hersteller gesehen. Die Kulisse war ganz urig in einer Scheune erstellt und diese Frau hat den Spot mit dem schönsten, ihrem, Lächeln überstrahlt -  das Produkt war egal, wegen ihr hatte ich danach gute Laune. Durch gemeinsame Freunde habe ich sie auf dem Hafengeburtstag vor zig Jahren gesehen und kennengelernt. Seitdem haben wir uns nicht oft getroffen, doch sie gehört zu den Menschen mit denen im Gespräch das Drumherum verschwindet und selbst Stunden schnell vorüberziehen. Damit nun noch mehr von ihr erfahren, stelle ich sie jetzt auch hier vor und sie erzählt selbst, wer sie ist und woher sie kommt, los geht es.

Ich bin Tini Lazar, komme aus Hamburg und bin Frau, Mutter, Tochter und schon immer (Kindheit ausgenommen) selbstständig.


Seit wann bist du in Hamburg?

Ich bin in Hamburg geboren und habe die ersten zehn Jahre meines Lebens mit meiner Familie im Sauerland auf einem Berg im Wald verbracht. Mit elf Jahren bin ich dann zurück nach Hamburg gekommen, wo ich auch, mit Unterbrechungen von einigen Auslandsaufenthalten, immer noch lebe.

Credits: Jenny Jacob

Erzähl mal von deinem Beruf?

Am liebsten arbeite ich vor und hinter der Kamera. Ich liebe es, besondere Momente einzufangen und Geschichten zu erzählen (Schaut dazu auch mal hier: www.lazarfilm.de).

Aktuell bringe ich, total independent, meinen ersten eigenen Spielfilm, Eivissa (www.eivissa-movie.com) raus, den ich, zusammen mit der Hauptdarstellerin Lenka Arnold, auf Ibiza gedreht habe. Der Film zeichnet, anhand einer fiktiven Geschichte, ein Porträt der Insel und ihrer Bewohner.

→ Hier kann man den Film ab Sonntag, 31.05.2020 leihen und kaufen: www.vimeo.com/ondemand/eivissa

Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Meine Jobs sind so vielseitig. Aktuell arbeite ich an einer Dokumentation und an zwei Serien-Ideen. Außerdem habe ich das Projekt DREH DEINEN FILM! ins Leben gerufen, in dem ich, zusammen mit Drehbuchautor Gabriel Bornstein, Kinder und Jugendliche im Jugend-Kunsthaus Esche unterstütze, ihre eigenen Filme zu realisieren.
Tini @ Work

Momentan möchte ich nichts anderes machen, doch ich könnte mir vorstellen, mich irgendwann darauf zu konzentrieren, mit und für die Natur zu arbeiten.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Bewusst Zeit mit meinen Liebsten verbringen.


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

In Altona, seit 14 Jahren.


Möchtest du nochmal in einem anderen wohnen?

Wenn dann nur ganz am Rand, also richtig im Grünen – danach sehne ich mich immer mehr.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Im Wald, am Wasser, am liebsten am Mittelmeer. Dann aber mit so viel Platz, dass meine ganze Familie dabei sein kann.


Ist Hamburg für dich eine Kulturstadt? Warum ja oder nein?

Auf jeden Fall. Klar geht es immer größer und mehr, aber ich liebe die Vielfalt, die man hier in einem relativ kleinen Kosmos finden kann. Und auch die Möglichkeiten, die man hat, wenn man selber was auf die Beine stellen möchte.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeisterin wärst?

Als Bürgermeisterin würde ich alles dafür tun, dass Hamburg schnell klimaneutral wird.
Ich würde mich dafür einsetzen, dass gerade die kleinen Kulturstätten geschützt und gefördert werden und dass es noch mehr Förderungsprogramme für Kinder und Jugendliche gibt.


Warum lebst du in Hamburg und nicht Berlin, Istanbul oder New York?

Hamburg ist für mich Zuhause. Schon immer. Ich liebe Berlin und New York (Istanbul kenne ich leider noch nicht), bin aber jedes Mal froh, wieder nach Hause zu kommen.

Credits: Hans-Jürgen Darlison

Alster oder Elbe?

Elbe. Und das Alstertal.


Wieviele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Nachts und so oft es geht im Flugmodus, aber an ... eigentlich immer.
 


Keine Frage, doch ein wenig Platz für etwas, was du mal loswerden möchtest:

Lasst euch niemals ausbremsen von Menschen, die eure Visionen nicht begreifen, nur weil ihnen die Vorstellungskraft fehlt!


Lieblingslied / buch / serie des Moments?

Momentan liebe ich es zusammen mit meinem Mann und unseren Kindern die Live Version des Songs „Ticket“ von Seed zu hören, dazu laut zu singen und durch die Wohnung zu tanzen.

Ich lese unheimlich gerne und viel. Die drei Bücher, die mich in letzter Zeit besonders berührt haben sind:
  • Die Verwandlung von Stefan Zweig
  • Unser Hof in der Bretagne von Regine Rompa
  • Marlene von C. W. Gortner

Lieblingslied / buch / serie forever ever?

Für mich ist es so wahnsinnig schwer, mich festzulegen. Ich habe unheimlich viele ganz verschiedene. Doch zu Lieblingslieder forever würde ich jetzt, spontan, sagen „Zion“ von Lauryn Hill und „Moon River“ von Audrey Hepburn.

Und auf jeden Fall der gesamte Soundtrack, den mein Mann Leo Lazar für meinen Film EIVISSA (katalanisch für Ibiza) komponiert hat. Er hat es wunderbarerweise geschafft, die vielen Facetten meines Lebensgefühls und das der Insel selbst zu treffen, die ich in dem Jahr des Drehs auf der Insel durchlebt habe, bevor wir ein Paar wurden.

Tini @ Ibiza

Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt mal angeschaut haben sollte:

Das Alstertal.
Den Hirschpark.
Den Elbstrand.


Möchtest du jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Ich möchte Leo Lazar grüßen und für den bedingungslosen Support danken! Und dafür, dass es so toll ist, mit ihm eine Familie zu sein.

Freitag, Mai 22, 2020

Susanne Panknin. Hamburger Mensch #218

Freitag, Mai 22, 2020 0
 Susanne Panknin. Hamburger Mensch #218
In den letzten Wochen habe ich vermehrte Sehnsuchtsanfragen nach der Kategorie "Hamburger Menschen" bekommen, also los, es geht weiter. Ich freue mich, dass mein #218er Gast Susa Panknin ist, die bei mir um die Ecke wohnt, die ich jedoch trotzdem noch nie getroffen habe. Was sie macht und wer sie ist, das erzhält sie uns nun selbst. Liebe Susa, leg mal los, woher kommst du und seit wann bist du in Hamburg?

Geboren bin ich in Berlin, aufgewachsen im friedlichen Ahrensburg bei Hamburg und in der Stadt selber bin ich schon lange, seit ca. 1988.



Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich habe mehrere! Ich bin eine Generalistin, im positiven Sinne. Sehr vielseitig und immer offen für Neues. Also eher Unternehmerin als "nur" Marketingberaterin oder Design-Label-Betreiberin. Irgendwie will ich nicht so richtig in die gängigen Schubladen passen. Als klassische Beraterin bin ich "zu kreativ" und auch mag ich weder Blazer noch Perlenketten. Als Kreative bin ich oft "zu sehr hinterfragende" Beraterin. Doch ich glaube, das ist genau die perfekte Mischung für mein Tun. Grundsätzlich habe ich viele Ideen und ich versuche auch wirklich viele davon umzusetzen. Somit ist der Status einer Selbstständigen die für mich größte, persönliche Freiheit.


Und im Moment bin ich froh und positiv gestimmt, denn der Sommer steht vor der Tür - Meine absolute Lieblingsjahreszeit. Das Grün erwacht, es ist hell und warm und vor allem die Zeit, neu produzierte Produkte und Fundstücke meines Interior Design Labels SECOND EDEN zu präsentieren. Das Ergebnis und die „Beute“ des ganzen Winters, den ich auch dieses Jahr wieder in Südostasien verbracht habe, gibt es dann auf meiner Website www.secondeden.de zu sehen und natürlich auch zu kaufen.

Weberinnen der Dorfgemeinschaft.
 


Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich bin ziemlich zufrieden mit dem was ich mache. Ich habe ja mindestens zwei Jobs, die sehr unterschiedlich und abwechslungsreich sind. Das erfüllt mich sehr.
Würde ich noch einmal neu ins Berufsleben starten wollen, würde ich mich wahrscheinlich zusätzlich auf das Thema Psychologie in allen möglichen Ausprägungen konzentrieren. Vielleicht studiere ich das irgendwann auch noch einmal, wer weiß?! Außerdem habe ich meiner Pilates-Lehrerin versprochen, dass ich mit 70 Jahren ebenfalls Pilates unterrichten werde! Es gibt vieles, was ich machen möchte.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Reisen, wann immer es geht.

Freunde treffen, ich habe einen wirklich tollen Freundeskreis.

Pilates machen, ich kämpfe zwar fast immer mit meinem inneren Schweinehund, aber wenn ich dann dabei bin, tut es mir so gut.
 
Lieblingsarbeitsplatz im Atelier in Hamburg

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Seit über 10 Jahren lebe ich im Portugiesenviertel. Aber mein Herz gehört noch immer St. Pauli, dort habe ich vorher fast 20 Jahre gelebt - Ich vermisse mein kleines Dorf mitten in der Stadt.


Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Stadtteil? Eher nein. Das Portugiesenviertel liegt so toll zentral. Aber vielleicht geht es irgendwann wieder zurück nach St. Pauli ...


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Ich will gar kein Traumhaus bauen. Ich hätte viel lieber kleine behagliche Orte an all meinen Lieblingsorten auf der ganzen Welt.


Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Man hat sehr viele Möglichkeiten: Konzerte, Kino, Theater, Museen, Events etc. Auch wenn ich zu wenig Angebote davon wahrnehme. Das Interessante ist die Option, all das machen zu können. Dass einem die vielen Möglichkeiten fehlen, wird einem vor allem dann bewusst, wenn man an einem Ort ist, wo es all das nicht gibt. Außerdem ist Hamburg grundsätzlich weltoffen und international. Das ist toll.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Den ganzen Innenstadtbereich für Fahrzeuge sperren. Nur Taxen, Carsharing-PKWs, Anlieferungen und Anwohner hätten Zufahrtsrechte. In meinem Viertel tobt der Wahnsinn. Wir zahlen fürs Anwohnerparken, finden aber keine Parkplätze. Absurd.


Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Hamburg ist einfach eine sehr schöne Stadt mit sehr hoher Lebensqualität. Wenn man viel in anderen Ländern unterwegs ist, dann weiß man das umso mehr zu schätzen. Ich komme immer wieder gerne zurück. Hamburg ist mein Zuhause.

Nur das Wetter verlangt einem sehr viel ab. Gerade im Winter fehlt mir einfach die Farbe und das Licht. Aber mit der jährlichen „Flucht“ nach Bangkok habe ich da ja eine sehr tolle „Alternative“.


Alster oder Elbe?

ELBE. Hier ist Luft für freie Gedanken. Außerdem ist sie direkt vor meiner Haustür.


Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Ehrlich gesagt 24h, davon aber immerhin 10h im Nachtmodus. Ich nutze es aber auch viel. Emails, Social Media, Nachrichten, Fotos, Kindle ... ja, wie alle prokrastiniere ich zu viel. Aber das ist für mich auch Zerstreuung. Und was ich mir konsequent abgewöhnt habe ist, es im Restaurant auf den Tisch zu legen. Für mich ist mein Smartphone Alltagsgegenstand und unverzichtbar. Und solange ich in der Bangkoker BTS (Nahverkehr) die einzige Person ohne Smartphone in der Hand bin, erscheint mir mein Nutzungsverhalten irgendwie ok.


Keine Frage, doch ein wenig Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest:

Ich finde das wirklich schlimm: Immer, wenn ich nach längerer Zeit zurück nach Deutschland komme, fällt mir auf, wie sehr es sich die Deutschen „bequem“ gemacht haben. Es wird an so vielem rumgenörgelt und viel zu wenig wertgeschätzt, was funktioniert und was wir an Freiheit und Wohlstand haben. Dabei haben wir es im Großen und Ganzen unfassbar gut!


Lieblingssong im Moment?

„When I'm small“ von Phantogram.


Lieblingssong forever?

Habe ich nicht, ich lebe mit einem Musiker zusammen! Aber ich kann den Song „Don't worry be happy“ von Bobby McFerrin nicht ertragen.


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Hafen, St. Pauli, Alster.


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Alle meine Freunde, meine Familie, Achim und „Hallo Hamburg“.

wichtige Mitbewohner im Hamburger Atelier