Kathrynsky's: rotterdam
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Sonntag, August 05, 2018

Von Rotterdam nach Dordrecht mit Rutte 4 / 4 – Rutte Destillery in Dordrecht

Sonntag, August 05, 2018
Von Rotterdam nach Dordrecht mit Rutte 4 / 4 – Rutte Destillery in Dordrecht


Seit 1872, fast 150 Jahren, destilliert Rutte Genever, Gins und Liköre. Das besondere daran ist wohl – auch heute läuft es noch auf die gleiche Weise ab wie damals. Das sieht man hier, in der Vriesestraat 130, nicht nur, das riecht man auch sofort, wenn man den Laden betritt.
Und, dies durfte ich ja in den letzten beiden Tagen testen, schmeckt man auch!

Voller Elan empfängt uns im Ladengeschäft die Master Destillerin Myriam Hendrickx, eine der wenigen Frauen in der Männerdomäne der high-class Spirituosen. Als sie die Leitung vor einigen Jahren übernahm, änderte sie auch das Sortiment des Ladens, der Fokus liegt heute auf eigenen Produkten. Schliesslich bekommt man landestypische Spezialitäten auch in naher Umgebung in – ebenso guten – Fachgeschäften.


Das historische Gebäude von Rutte befindet sich noch im Originalzustand. Noch immer werden hier die Destillierkessel geheizt und kleine Produktionen auch mal von Hand abgefüllt. Über der Destillerie, im ehemaligen Wohnzimmer von Simon Rutte, befindet sich jetzt die Probierstube. Hier kann man auch an Workshop oder Verkostungen teilnehmen. Dabei wird man sofort eins lernen, Geschmack und Farbe stammen ausnahmslos von Naturprodukten wie frischen Früchten, Gewürzen, Kräutern und Nüssen.  

In den Kellergewölben des alten Backsteinbaus riecht es nach unterschiedlichsten Aromen: Anregende Düfte von Wacholder, schwarzer Johannisbeere, Kirsche, Sellerie und auch geröstete Nüsse (einer der Besonderheit des Rutte Old Simon Genever) steigen in unsere Nasen.


Diese Ingredienzen lagern noch heute im selben Hinterzimmer, in dem 1872 der Gründer Simon Rutte seine ersten Wacholderbrände destillierte – und es sind noch immer die gleichen Zutaten, mit denen bei Rutte Gin und Genever hergestellt werden. Schon immer war Rutte kreativ und innovativ in punkto Aromen, experimentierte mit exotischen und einheimischen Pflanzen, Kräutern und frischen Früchten. 

So sieht das Probier-Labor von heute aus: 
Die Familie Rutte hatte auch viele Künstler unter sich – und so war auch Simon Rutte das Zeichentalent in die Wiege gelegt. Dies hielt er immer wieder in Szenen-Beobachtungen fest.

Heute ist Rutte international bekannt und gern gesehen, was vor allem Master Destillerin Myriam Hendrickx zu verdanken ist. Aus ihrer Feder stammt zum Beispiel die einzigartige Rezeptur des Celery Gins.

Als sie 2003 begann, galt es ersteinmal die Rezepte von damals festzuhalten, denn vieles war in den Köpfen der Ruttes oder auf Papier zu finden – kein einziges Dokument war digital niedergeschrieben worden.

Ihre Leidenschaft steckt an und auf das internationale Gin Parkett und ins Rutte-Portfolio gehören heute vor allem Old Simon Genever, Dry Gin, Sloe Gin und Celery Gin.

Der Old Simon, ist allerdings ein eher untypischer Genever: Herb, eigenwillig, und zugleich komplex, hergestellt nach einem alten Rezept, was stolze zwölf Botanicals enthält. Neben dem obligatorischen Wacholder sind es auch geröstete Hasel- und Walnüsse. Benannt ist er nach Brennerei-Gründer Simon Rutte und Myriam meint: "Er steht für unsere Tradition und zeigt, wie wir wirklich sind."

Gemeinsam mit Myriam riechen wir im Keller noch an unzähligen weiteren Kreationen und im Anschluß gibt es eine Verkostung im Obergeschoß. Wer sie bei der Arbeit erlebt, sieht und spürt sofort, wie sehr sie auch in ihrem Element ist, wenn es um ausgefallene Foodpairings geht, das ausprobieren und kreieren ist ihre Leidenschaft geworden und sie empfindet es auch nach so vielen Jahren immernoch als sehr spannend!


Danke für diese schöne kulinarische Städtereise an Rutte!

Danke vor allem an Master Destillerin Myriam, die mir Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Gin und Genever, dem „Vorvater des Gins“ erklärt hat und mit der es sich aber auch so herrlich abschweifen ließ und wir im Gespräch allerlei Themen hatten, die einfach alle besprochen werden wollten. 

Es war so herrlich all diese Menschen mit dieser Begeisterung für ihren Beruf kennenzulernen. 
< 3 


Von Rotterdam nach Dordrecht mit Rutte 3 / 4 – Food Tour durch Dordrecht

Sonntag, August 05, 2018
Von Rotterdam nach Dordrecht mit Rutte 3 / 4 – Food Tour durch Dordrecht

Mit dem Wassertaxi ging es vom Hotel in Rotterdam nach Dordrecht, der Heimatstadt von Rutte. Vom Hafen spazierten wir gemeinsamer durch das historische Dordrecht zur Destille um dort als erstes Master Destillerin Myriam Hendrickx zu treffen. Nein, ihr Name hat nichts mit dem Gin zu tun, hier geht es ausschließlich um den Gin und Genever von Rutte aus den Niederlanden. 

Doch bevor wir dazu eine Menge lernten, habe ich gelernt, Dordrecht ist die älteste Stadt Hollands (nicht der Niederlande!). Die Stadt erhielt ihre Stadtrechte 1220. Hier spielt sich, wie in vielen anderen Städten der Niederlande, das Leben am liebsten und oft mit dem Wasser ab. Außgerechnet hier treffen aber auch noch drei große Flüsse aufeinander, was diese "Strasse" zu einer der befahrensten Wasserstrassen des Landes macht. Die Fläche der Stadt beträgt etwa 99,47 km² Gesamtfläche, davon sind jedoch mehr als ein Fünftel (20,86 km²) Wasserfläche. 
 

Da alles unter dem Rahmen einer "kulinarischen Reise" steht, waren auch in Dordrecht verschiedene Food-Stops eingebaut. Wir bestiegen also unsere Foodie-Holz-Räder und radelten durch die historische Altstadt. Weit war es bis zu dem ersten Stop allerdings nicht, denn nur ein paar hundert Meter weiter steht DIE Fischbude für Hering schlechthin. Eigentlich fand ich dieses "Fischschlürfen" als Kind, wenn ich meiner Ma dabei zugesehen habe, immer ziemlich seltsam und auch hier habe ich ihn nicht im Ganzen runtergebracht. Doch als er in kleine Stücke zerschnitten wurde und ich ihn wie Pommes aufpicksen konnte, habe ich es gewagt – ja, sie hatten Recht, der Fisch war zart wie Butter in der Sonne. Dazu gab es natürlich einen kleinen Old Simon von Rutte.
 


Weiter ging die kulinarische Fahrradtour und entlang der Kanäle ging es zu Finn's, wo es Bitterballen gab. Wieder ein klassisches niederländisches Gericht. Na ok, eher ein Snack, dazu noch Pommes und einen Gin Tonic mit Sellerie und Tomate. 

Es sei vorweg genommen, keiner der Gruppe fiel vom Rad oder war doll vom Alkohol bedudelt. Die Drinks waren sehr verantwortungsvoll gemixt und dazu immer ein wenig Essen und Wasser und es hätten bis zum Abend so weitergehen können.

Nach dem Mittagessen war natürlich der Nachtisch an der Reihe und was kann es da anderes werden als Poffertjes? Bei Visser's bereitete uns der Inhaber selbst sehr fluffig leckere, an kleinen Pfannekuchen erinnerndes, münzgroßes warmes Gebäck zu. Es ging natürlich weg, als hätten wir den ganzen Tag noch nichts gegessen – so lecker war es!



Danke für diese schöne kulinarische Städtereise an Rutte!

Von Rotterdam nach Dordrecht mit Rutte 2 / 4 – New York Hotel in Rotterdam

Sonntag, August 05, 2018
Von Rotterdam nach Dordrecht mit Rutte 2 / 4 – New York Hotel in Rotterdam
Bei meinem letzten Besuch in Rotterdam habe ich mitten in der Stadt geschlafen, nah bei den Kubushäusern. Zum essen, schauen und staunen sind wir immer ins 'Kop van Zuid' gelaufen. Nun hatte ich bei meinem zweiten Besuch in der Stadt an der Maas die Möglichkeit direkt in dem Viertel zu schlafen. 

Der Stadtteil Kop van Zuid ist ein relativ neuer Stadtteil in Rotterdam, der seit 1993 auf dem ehemaligen Hafengebiet entsteht – von der Erasmusbrücke über die Nieuwe Maas reicht er bis zum Stadtzentrum. Auf diesen etwa 120 Hektarn sind nicht nur neue Gebäude entstanden, sondern auch Alte erhalten. So zum Beispiel das Hotel New York.  

Ehemals war es die Zentrale der Holland Amerika Line und von hier aus zogen die Emigranten nach Nordamerika. Heute ist es weitaus mehr als nur ein Hotel. Man kann hier vorzüglich essen, schlafen, trinken und auch einfach nur feiern.
 

Die Blicke aus den Zimmer geben einen tollen Blick auf das Rheinufer:



Sobald ich das Gebäude betreten hatte, habe ich das Gefühl gehabt, dass hier eine Menge passiert ist. Das Gefühl der Nostalgie ist überall und wohl auch deswegen steht es unter Denkmalschutz.  Das Gebäude stammt aus den Jahren 1901 bis 1917. Überall findet man Art déco und Jugendstils Elemente. Kaum zu glauben, doch von 1984 bis 1993 stand es leer. 

Dann wurde es von Dorine Vos, Hans Loos und Daan van der Have als Luxushotel wieder eröffnet.
Insgesamt gibt es hier 72 Zimmer, und in dem Restaurant finden sogar 400 Gäste Platz. 

In dem Statteil ist heute eine Menge los, hier finden regelmäßige Flohmärkte statt und die Gastronomie hat in vielen Immobilien einen festen Platz gefunden – es ist belebt. Bei Wiedereröffnung stand das Gebäude jedoch noch im Niemandsland. Was ein Glück, für den Stadtteil, denn der Erfolg des Hotels trug einen großen Erfolg dazu bei, dass das ganze Projekt Kop van Zuid gefördert wurde. 


 
Direkt am Hotel gibt es einen zusätzlich eingerichteten Wassertaxi-Service zum Stadtzentrum auf der anderen Flussseite – dieser erwies sich als so großer Erfolg, dass er mittlerweile auf große Teile des Stadtgebiets ausgedehnt wurde. Und weil er wirklich SO gut lief, haben die Ursprungsinvestoren des Hotel dieses inzwischen verkauft, um sich nur noch auf die Geschäftsführung der Wassertaxis zu konzentrieren.  🛥
 
Und wen die Geschichte nun an das im Jahr 2000 eröffnete Lloyd Hotel in Amsterdam erinnert – das New York Hotel diente es als Inspirationsquelle. Wer da noch nicht gewesen sein sollte, es ist ebenfalls ein einzigartiges Hotel mit einer Einwander, bzw. Auswanderergeschichte.


Noch mehr zum New York Hotel findet ihr HIER!
Danke an Rutte für diesen schönen Aufenthalt.

Von Rotterdam nach Dordrecht mit Rutte 1 / 4 – Gin & Genever Dinner in Rotterdam

Sonntag, August 05, 2018
Von Rotterdam nach Dordrecht mit Rutte 1 / 4 – Gin & Genever Dinner in Rotterdam

"Wie wäre es mit einer Reise nach Rotterdam, einem leckeren Abendessen mit darauf abgestimmten Gin & Genever basierten Getränken und einer Fahrradtour mit noch mehr Essen und Drinks durch die älteste Stadt Hollands?" 

– wie als mit einem "JA!", hätte ich da antworten können? Zum Glück hatte ich Zeit und so ging es vor ein paar Wochen für zwei Tage mit Rutte und Journalisten aus Deutschland, den Niederlanden und Italien auf eine Pressereise in die Niederlande.

Am ersten Abend gab es ein Dinner im "Food Lab" in Rotterdam. Für mich wurde es ohne tierische Produkte umgesetzt und es war einfach gigantisch. So beschäftigt sich der erste von vier Postings fast ausschließlich mit dem Abendessen, sowie den passenden Getränken des ersten Abends. 

🍸🍒🍷🍴



Bei Rutte, einem seit 1872 existierenden Betrieb aus Dordrecht nahe Rotterdam, dreht sich alles um Gin und Genever – von Zweitem habe ich seit 20 Jahren nicht mehr getrunken, was auf eine Jugend-Erfahrung zurückzuführen ist. Doch mit dem Genever, den ich damals getrunken habe, hat dies hier wahrlich nichts zu tun. In den Niederlanden ist Genever fast ein Nationalgetränken – seit Jahrhunderten. Seit ein paar Jahren wird er in der Barszene auch neu entdeckt. 
Einst war er eine Art Zaubertrank und hieß "Dutch Courage" – so nannten ihn die englischen Soldaten während des Dreißigjährigen Krieges. Sie behaupteten, dass ihre holländischen Kollegen aufgrund des Genevers extrem tapfer kämpften. Sie führten nämlich alle kleine Fläschen des Getränkes mit sich und hatten sich Mut angetrunken. Durch diese Kriegs-Geschichte wurde das Getränk im englischen Königreich berühmt. Doch weil die Briten sich mit der Aussprache etwas schwertaten, nannten sie es Gin.
Doch da gibt es gewisse Unterschiede und beim Essen erklärt Laura Schacht, ihres Zeichens Global Education und Advocacy Manager bei De Kuyper, diese mal genau: 
Gin, basiere auf purem Agraralkohol, der aus Weizen oder anderem Getreide gewonnen wird. Durch den nächsten Destillationsgang wird dieser mit Gewürzen und pflanzlichen Extrakten, angereichert (kurz: Botanicals). Bei Gin sind es vor allem Wacholderbeeren die den typischen Geschmack ausmachen. 
Genever basiert immer auf der Alkoholbasis von Malt Wine und Grain Alcohol.

Sowohl Gin und Genever enthalten Wacholder und dazu weitere Botanicals - Gin meist auch Zitrus (Genever himgegen nie Zitrus); im besonderen Fall von Rutte sind noch Nuss Destillate im Genever.



Rutte Celery Basil Smash
Tomato ceviche
** 
Portobello | cherry



**
Nitro | olive oil foam 
**
Rutte Martinez
Various textures of pumpkin
**




Rurre Sloe Royal
Sorbet | red fruit
**
Simon's Espresso Martini



Danke für diese tolle kulinarische Pressereise an Rutte!

Sonntag, Oktober 08, 2017

3 Tage Rotterdam. Tag 1.

Sonntag, Oktober 08, 2017 0
3 Tage Rotterdam. Tag 1.

Ich schwelge in Erinnerungen – Rotterdam, du Schöne! Im Frühsommer diesen Jahres habe ich drei Tage in Rotterdam verbracht. Vom Ruhrgebiet aus sind es nur etwas über 200km, doch ich habe es damals, trotz Vorhaben, nie in die führende Industrie- und Handelsstadt der Niederlande geschafft. Aus Hamburg gut mit dem Flieger zu erreichen, landete ich, gemeinsam mit meiner Freundin Frieda in Rotterdam. Architektur, Kunst, Dachterassen-Partys ... all dies erwarteten wir. Schon bei der Ankunft ging es los, denn an jeder Ecke kommt neue und historische oder moderne Architektur zusammen. 

Auf dem Weg und um die Ecke von unserem Hotel standen die "gelben Häuser" – Das Kubushaus, das von dem Architekten Piet Blom auf der Basis von würfelförmigen, auf einer Ecke stehenden Baukörpern entwickelt wurde. Von jedem Blickwinkel sehen die Häuser anders aus.

Das citizen m bietet viele Dinge zum stöbern an ...
Zum Start in den ersten Tag ging es erst einmal in die Pannekoekstraat und das Hoogwartier. Hier befinden sich, zum Teil in einem Innenhof viele kleine Boutiquen, Cafés und Lädchen. Wir stärkten uns im Sajoer mit frischestem Gemüse und flanierten durch die Strassen in das Louen -  wo es viele skandinavische Marken gibt, das Pantoufle mit Interiour von dem ich gern einen ganzen Koffer gekauft hätte und das Groos - ein Showcase gefüllt mit Kunst, Büchern und Design aus Rotterdam. 

Nach nur zwei Stunden in der Stadt bin ich schon großer Fan. Dieser Tag könnte von mir aus 48 Stunden haben, so viel gibt es hier zum schauen und entdecken.


Von der Pfannekuchenstrasse ging es weiter in das Viertel Zwaanshals. Unser Ziel war das Lof der Zoetheid. Hier haben sich Anastasia und Elena de Ruyter verwirklicht, die beiden sind Mutter und Tochter und backen und kochen. Die Speisen werden auf eigens kreiertem Design serviert. Da wir uns nicht entschieden konnten, haben wir eine Kuchenplatte mit allem bekommen ... 🍰🍪🍰🍩🍰🍮🍰 ... definitv ein Ort, den man in Rotterdam besuchen sollte.


In Zwaanshals, einer Straße im alten Norden von Rotterdam trifft sich ein bunter Mix von Menschen.  Die Straßen Zaagmolenkade, Sawmill Drift und Noordplein gehören zu dieser Gegend dazu, sind sehr schön zu besichtigen und das ganze Gebiet nennt sich dann "Around the Zwaanshals". Im Noordplein z.B., finden regelmäßig Feste und Märkte statt und in den umliegenden Straßen gibt es viele Geschäfte und Restaurants zu entdecken. Die Menschen die hier leben sind, wie sie selbst sagen, eine Mischung aus schrulliger, wie auch charmanter und kreativer Nachbarschaft, die miteinander eine Menge Spaß haben. 

Wo was besonders lecker und oder schön ist, hat places we know aufgelistet.


Bis zum Abendessen war noch ein wenig Zeit und wir sind an der Innenstadt am Timmerhuis Gebäude vorbei, was in der Umgangssprache auch "Tetris-Haus" genannt wird. Über die gelbe Brücke, die "Luchtsingel" = Luftstraße, ging es zum Abendessen ins "Op het Dak". 

Die Brücke ist insgesamt 390 Metern lang, hölzern und ganz in Gelb angestrichen. Damit verbindet diese Fußgängerbrücke nun Viertel, die zuvor durch eine Bahnlinie getrennte waren. Diese Verbindung beinhaltete die Belebung des gesamten Nord-Viertels jenseits des Hauptbahnhofs. Zudem ist sie ist eines der weltweit ersten Crowdfunding-Projekte im Bereich Stadtplanung –  weil die Stadtverwaltung dem Architekturbüros ZUS zu lange zögerte, entschieden sie sich das Projekt selbst in die Hand zu nehmen. Jede/r konnte einen, "seinen" Teil der Brücke kaufen. Diese besteht nun aus tausenden von einzelnen Holzplanken, die mit dem Namen oder einer persönlichen Botschaft der jeweiligen Eigners versehen sind (mehr als 10.000 Miteigentümer). 

Die Luchtsingel ist jedoch nur der Blickfang des Ganzen, denn der Plan umfasst insgesamt 50 bis 60 einzelne Projekte: Ein Gemeinschaftsgarten, eine Dachterrasse für Events sowie ein öffentlicher Park.  Auf Grund der Brücke ist die Gegend rund um den ehemaligen und nun stillgelegten Bahnhof Rotterdam-Hofplein zu einem Viertel geworden, in dem jederzeit viel los ist: Konzerte, Open-Air-Kino, Café und Dachterrasse und viel viel viel Kunst.
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Ein Ort, an den man dank der Brücke kommt ist Op het Dak – im 6. Geschoss des Gebäudes, in dem sich viele Ateliers befindet, ist auch eine Dachterasse, auf der Gemüse angebaut und direkt zu Essen verarbeitet wird – eine grüne Oase mit Blick über die Stadt. Hollands erste Dachfarm und Stadtgarten. Das Menü beschränkt sich auf Lebensmittel der Saison mit Produkten aus der Region. Die essbaren Blumen, Kräuter und der Honig kommen dabei direkt vom Dach. Ein herrlicher Ort, der in einen Rotterdam Besuch fest eingeplant werden sollte. Was ein Glück, dass wir schon am ersten Tag unseres kleinen Trips an diesen Ort gefunden haben.
Auf dem Garten: Stille. Außerhalb des Gartens: Mittendrin in Rotterdams Leben.


Tag 2 // Tag 3 in Rotterdam