Kathrynsky's: bali
Posts mit dem Label bali werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label bali werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, Februar 10, 2019

Bali Gedanken. Leben und Tourismus in der realen Taumwelt?

Sonntag, Februar 10, 2019
Bali Gedanken. Leben und Tourismus in der realen Taumwelt?

Unsere Suche nach Vollkommenheit oder Urlaub beginnt meist mit dem Gegenteil vom dem was wir Zuhause haben. Strand, Sonne und Entspannung zum Beispiel. In Bali ist all dies und noch viel mehr. Neben all dem Wunderschönen und der Freundlichkeit, die wir von zu Hause nicht in diesem Maße gewohnt sind, ist es zugleich auch ein großes Müllproblem, zu viel Tourismus und in Teilen begegnet einem das Kastensystem. Doch wer sind wir, das wir uns darüber erheben können was zu viel ist? 

Ich maße mir hier keineswegs an ein umfassendes Bild oder eine fundierte, auf lange Erfahrung basierende Meinung zu äußern. Ich war nur ein paar Tage auf Bali und wurde in dieser Zeit von einem tollen Reiseführer an die Orte geführt, um uns wurde gesorgt und wir wurden mit einem Minibus von einem an den nächsten Ort gebracht.

Ich habe Bali als eine wunderschöne, grüne Insel mit einer atemberaubenden Landschaft wahrgenommen. Vor allem im Landesinneren ist die Natur durch das satte Grün für unser Auge fast unwirklich. Wie schafft die Natur es bitte solche Farben zu produzieren? Seen, Berge, Wälder und Reisterrassen wirken wie eine Filmkulisse. Sind sie aber nicht – vielleicht aber deswegen auch so ein Traum für viele Westeuropäer. Und weil glücklicherweise meist keine Monokultur betrieben wird, ist es ein sehr abwechslungsreiches Bild.

In einem der vorherigen Postings zu Bali habe ich schon etwas zur Herzlichkeit, Freundlichkeit und Zufriedenheit der Menschen, die einem begegnen, geschrieben. Es hat mich selbst inspiriert mehr aus dem Herzen zu lächeln. 

Der Umweltschutz ist eigentlich noch nicht vorhanden. Durch Gespräche vor Ort bin ich guter Dinge, doch noch ist es so, das der Müll an der Straße liegt und er bei Regen über die Flüsse ins Meer gespült wird. So kann es passieren, das man nach einem Regentag durch Plastiktüten surft oder schnorchelt.  Die Reduktion des Mülls ist etwas, was nicht nur bei uns in Europa stattfinden muß, gerade das Trinkwasser kommt hier in Plastikflaschen von Nestlé oder Danone. Sollte die Privatisierung von Wasser sich hier durchsetzen wird es schnell dramatisch. 

Neben all den z.B. Yogalehrern die aus dem Ausland kommen und hier Geld verdienen, kann man als Tourist auch darauf achten Ausflüge, Fahrten, Besichtigungen und Co. anstatt günstiger, bei dafür lizensierten Menschen zu machen. Dies gilt vor allem für die Personenbeförderung. An welcher Stelle spart man hier und wen möchte man unterstützen und was fördern?


Liebes Bali, danke für die Erfahrungen die ich mit dir machen konnte. Wenn ich wiederkomme möchte ich gerne noch mehr in die Ruhe des Nordens / Ostens. Der Trubel im Süden war aber auch schön. Ich möchte Ubud besser kennenlernen. Nicht den schon sehr touristischen Teil, sondern die Ateliers der Maler und Schnitzer. Selamat tinggal 🙌



💛💚💙 Abbinder 💛💚💙

Danke für die Möglichkeit dieser Reise an das Mövenpick Resort & Spa Jimbaran Bali und für die Organisation des ganzen an PrimoPR.

Ich wurde für diese Reise nicht bezahlt, bekam jedoch die Unterkunft und das Essen gestellt. Insgesamt ging diese Reise vier Tage (ohne die Reisezeit), dies ist wahrlich nicht genug Zeit Bali in Gänze kennenzulernen, es hat mir trotz allem große Freude gemacht einen kleinen Eindruck zu bekommen. 

Das Maya Hotel in Ubud und mein veganes Menü dort (während einer Pressereise).

Sonntag, Februar 10, 2019
Das Maya Hotel in Ubud und mein veganes Menü dort (während einer Pressereise).


An einem Abend auf Bali hatten wir die Möglichkeit uns ein weiteres Hotel anzusehen, das Maya Hotel in Ubud. Mitten in der tropischen Natur am Petanu Fluss findet sich das Luxusresort. Mit dem versteckten Flusstal erstreckt es sich auf 10 Hektar Landschaft. Es ist einem traditionellen balinesischen Dorfes nachempfunden. So schläft man hier zwar in einem Hotel und es gibt einige Zimmer in dem größeren Komplex, doch dann sind da auch noch die privaten Villen. Jeder dieser Bungalows suggeriert einem das Gefühl in seinem eigenen Zuhause zu sein. Schaut mal:



In diesem tollen Resort haben wir ein Abendessen genossen. Für mich einmal in vegan – ohne Probleme und nicht weniger exklusiv und schmackhaft. Danke 💚 Wer es sich in Ubud also mal richtig gut gehen lassen möchte, der schaut doch einfach mal auf die Webseite vom Maya Ubud und nutzt die Online-Spar-Angebote.
 


💚💙💛
Abbinder:
Danke für die Möglichkeit dieser Reise an das Mövenpick Resort & Spa Jimbaran Bali und für die Organisation des ganzen an PrimoPR.
Ich wurde für diese Reise nicht bezahlt, bekam jedoch die Unterkunft und das Essen gestellt. Insgesamt ging diese Reise vier Tage (ohne die Reisezeit), dies ist wahrlich nicht genug Zeit Bali in Gänze kennenzulernen, es hat mir trotz allem große Freude gemacht einen kleinen Eindruck zu bekommen. 

Sonntag, Januar 27, 2019

Bali Ausflug zum Gemüse- und Seafood-Market in Jimbaran und einer Kaffee- und Gewürz Farm (während einer Pressereise).

Sonntag, Januar 27, 2019
Bali Ausflug zum Gemüse- und Seafood-Market in Jimbaran und einer Kaffee- und Gewürz Farm (während einer Pressereise).

Es gab unglaublich viele schöne Erlebnisse auf der Reise nach Bali, die noch immer in meinem Kopf sind. Eine Erinnerung die am nachdrücklichste wirkt, ist der Besuch auf dem Gemüse- und Seafood-Market in Jimbaran. Es ist sieben Uhr morgens und die Sonne brennt bereits heiß vom Himel. Ein zuerst undurchdringbares Gewusel und ein sehr starker Geruch von Fisch sind die ersten Eindrücke die wir bekommen. Kinder malen oder machen Hausaufgaben, während ihre Elten neben ihnen den Fisch aus Styropor Boxen verkaufen. Manch einer frühstückt auch erstmal.

Immer wieder kommen Männer mit geflochteten Körbe die an Bambusstämmen hängen aus dem Meer, darin sind neue Fische. Diese werden zuerst gewogen und dann verkauft. Je länger wir hier sind, umso klarer wird die wuselige Struktur des Marktes.

Leider ist das Müllproblem was (u.a.) Bali hat, hier deutlich zu sehen. In vielen Ecken oder auch am Strand liegen Müllhaufen. Manche davon brennen, der Geruch des brennenden Plastik zieht immer wieder an einem vorbei. Warum? Es gibt hier keine Müllabfuhr, wohin mit dem Müll? Einfach weg scheint am einfachsten, wenn man den Unrat verbrennt. Das dies bei weitem keine gute Lösung ist, wissen einfach noch zu wenige. Das dieser wunderschöne Fleck in der Welt davon bedroht wird, scheint unglaublich.

Erstmal geht es für uns weiter in die Markthalle, denn es gibt nicht nur Verkaufsstände unter freiem Himmel:

🐠🐡🐟🐡🐠🐟🐙🐟🐠🐡🐟🐠🐡


Und dann gibt es in Bali noch die Kaffee- und Gewürz-Plantagen. Die Anlage in der wir waren wirkte so urig, dass es sich anfühlt, als würde uns "I Nengah Sutapa" hier einen echten Geheimtipp zeigen (es ist keiner, doch dieses Gefühl entsteht weil wir hier ganz allein waren). Er zeigt uns hier echte Zimtbäume, wie Muskatnuss, Pfeffer und Co wächst.
 
Neben viel Tee, Bali Kräutern & Gewürzen wird hier auch Kaffee wie der Luwak Coffee produziert. Dieser sogenannte Katzenkaffee wird aus halb verdauten Kaffeebohnen des in den Exkrementen von in freier Wildbahn lebenden Fleckenmusangs hergestellt. Damit die Herstellung leichter ist, werden viele dieser Schleichkatze mittlerweile einfach in Käfigen gehalten. Sie fristen damit ein trauriges Dasein auf sehr wenig Platz – um sie herum die schönste Natur und sie sind eingepfercht hinter Gittern. Auch auf dieser Plantage gibt es eine dieser Katzen, ein Stachelschwein, zahlreiche Papageien, Vögel und sogar eine Fledermaus. Die ist fast einen Meter groß und hängt auf Augenhöhe an einem Baum, sie ist nicht angekettet. Warum fliegt sie nicht weg? ... die Freiheit ist doch so nah. Ob es wohl daran liegt, dass sie eine bestimmte Tiefe braucht, um sich wieder in die Luft zu begeben, oder weil sie hier einfach immer gefüttert wird? Vor Ort habe ich gestaunt, weil es alles so neu und unbekannt war, doch im Nachhinein hat mich diese Tierhhaltung sehr traurig gemacht.

Was auf dem Gelände trotzdem ganz toll ist, ist der Blick über den Wald. Coco Bali coffee liegt zwischen Ubud, Sanur, Kuta Erea, Nusa Dua und Denpasar und neben dem Katzen-Kaffee Bali kopi luwak verkaufen sie auch noch Bali-Ginseng-Kaffee, Bali-Ingwer-Kaffee, Bali-Kokosnuss-Kaffee, Bali-Zitronengras-Tee, Bali-Ingwer-Tee, Bali-Rosella-Tee und einiges mehr. Vieles davon durften wir vor Ort auch probieren und den Ingwer-Kafee habe ich auch mit nach Haus genommen. 
 

So wunderschön diese Insel ist, so sehr sollte man auch immer wieder genau hinschauen was man selbst mit seinem Besuch dort fördert. Ich kann keinen Vergleich zu der Entwicklung durch Tourismus oder die Religion ziehen, da es mein erster Besuch der indonesischen Insel war. 

Was ich bei meinem Besuch dort erfahren habe ist, das die balinesische Mentalität von Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Geschäftstüchtigkeit durchdrungen ist. Ein Lächeln ist auf Bali der Ausdruck von Würde und Respekt. Auch wenn manch eine Tradition für uns Touristen gar rückständig erscheinen mag, so ist es trotz allem unangebracht, sich einzumischen oder gar verächtlich oder belehrend aufzutreten. Die Balinesen sind ein stolzes Volk, das genauso behandelt werden möchte, wie es uns Touristen empfängt. 

Dies bedeutet nicht, das ignoriert werden sollte, wie Plastikhaufen verbrannt statt entsorgt werden, doch nachhaltige Verbesserung entsteht nicht durch schlaue Belehrung. Meine Freundin Petra vom Blog indojunkie erzählte mir, dass sie mal mit vielen Familienoberhäuptern im tiefsten Wald zusammengesessen haben um über Müll zu sprechen – weil sie dazu eingeladen wurden. Um zu erzählen, wie das Müllproblem in Europa behoben wird. Eine klassische Müllabfuhr wie wir sie kennen, wird nicht durch die Wälder zu entfernten Dörfern kommen können, doch es ist alles ein Anfang, oder?

So ist die Regel, das nur 2% der Angestelltem im Mövenpick Resort & Spa Jimbaran Bali aus dem Ausland kommen dürfen etwas, was der heimischen Wirtschaft gut tut. Die Menschen die hier arbeiten kommen, bis auf den Chef-Koch und die Executive Assistant Managerin, ausschließlich aus Indonesien ... vielleicht denkt der ein oder andere daran, wenn er das nächste Yoga-Retreat in Bali von einem Nicht-Balinesen bucht. 🙌

Hält man sich respektvoll an die balinesischen Werte von Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und interessiert sich für die balinesische Kultur, wird man wundervolle Einblicke in diese und  die Lebensweise der Gastgeber erhalten.

💚💙💛


Abbinder:
Danke für die Möglichkeit dieser Reise an das Mövenpick Resort & Spa Jimbaran Bali und für die Organisation des ganzen an PrimoPR.
Ich wurde für diese Reise nicht bezahlt, bekam jedoch die Unterkunft und das Essen gestellt. Insgesamt ging diese Reise vier Tage (ohne die Reisezeit), dies ist wahrlich nicht genug Zeit Bali in Gänze kennenzulernen, es hat mir trotz allem große Freude gemacht einen kleinen Eindruck zu bekommen. 

Dienstag, Januar 15, 2019

Ausflüge auf Bali zu Reisterassen, dem Wassertempel Pura Tirta Empul, den Königsgräbern in den Felsen Gunung Kawi & Ubud (Erlebnisse während einer Pressereise)

Dienstag, Januar 15, 2019
Ausflüge auf Bali zu Reisterassen, dem Wassertempel Pura Tirta Empul, den Königsgräbern in den Felsen Gunung Kawi & Ubud (Erlebnisse während einer Pressereise)

Die Landschaft der indonesischen Insel Bali ist vor allem geprägt durch zahlreichen Tempel und Reisterrassen. Auch wenn wir an Bali denken, haben wir dies wohl zuerst im Kopf. Deswegen haben auch wir auf unser Pressereise für das Mövenpick Resort & Spa Jimbaran Bali auch Ausflüge zu unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten unternommen.

Am schönsten, wegen dem Grün Rundum und den unterschiedlich sichtbaren Anbauphasen, fand ich die Reisterassen. Es scheint, als hätte sich an dem Anbau seit jeher nichts verändert und auf den schmalen Terrassen geschieht der Anbau meistens noch von Hand. Das Wasser wird von den Bergbächen und Quellen über ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem geleitet um die Hangterrassen zu erreichen und sie zu fluten. In einem Jahr gibt es auf Bali in etwa drei Ernten – dabei werden die Reispflänzchen zuerst vorgezogen und dann von Hand einzeln auf das Feld gepflanzt. Wenn die Pflanze reif ist, wird sie auch wieder von Hand geerntet. Eine mühselige Arbeit, die wir uns bei dem Genuss dieser Getreidekörner mal ab und zu in Erinnerung rufen sollte. 

Nach der Ernte wird das Feld abgebrannt und diese Asche schützt und düngt zugleich den Boden und der Zyklus kann von neuem beginnen. Neben den unterschiedlichen Farben von Grün beim Wachsen, Gelb bei reifem Reis und kurz vor der Ernte Ernte, Schwarz nach dem abbrennen und Braun wenn der Reis frisch angepflanzt ist, sieht man auf jedem der Felder auch einen kleinen Schrein. Die Hindugöttin Dewi Sri ist für den Reis zuständig und hier wird ihr geopfert.

Es gibt natürlich viele Reisfelder, die sind so weit im Hinterland, dahin kommen selten Touristen, doch dann gibt es auch einige, die aufgrund ihrer guten Lage und ihrem schönen Erscheinungsbild von viele Tausend Touristen täglich besucht werden. Dementsprechend haben sich mittlerweile viele Café, Warungs und Souvenir-Shops um die Reisfelder herum angeordnet. So auch an den Reisfeldern die wir auf dem Weg zu den Königsgräbern durchschreiten:

Die Ladys schleppen den ganzen Tag die 300 Stufen neue Steinwegplatten hinab – puh.
Wir fanden es schon ohne Balast sehr anstrengend weil es so warm war.
 
300 Meter bergab und mit 50 Metern Höhenunterschied geht es durch die Reisterassen zu Gunung Kawi. Hier am Pakerisan-Fluss liegen insgesamt zehn Königsgräbern die sehr beeindruckende und fast mystisch, in den Berg gehauenen wurden. Die Königsgräber von Gunung Kawi wurden erst 1920 entdeckt und sind nicht zu verwechseln mit dem weiter nördlich gelegenen Tempel Pura Gunung Kawi.

Ungefähr 300 Treppenstufen später, unten angekommen, teilt sich der Weg, gen Osten (nach rechts) führt eine Treppe hinab zu einer Brücke und auf die andere Seite des Flusses. Wenige Meter links dieser Brücke befindet sich die Hauptgruppe der Königsgräber von Gunung Kawi.



Der Legende nach hat der Riese Kbo Iwa die Königsgräber mit den Fingernägeln aus dem Felsen gekratzt. Tatsächlich stammen die Gräber allerdings aus dem 11. Jahrhundert und wurden unter der Herrschaft von König Anak Wungsu zu Ehren seiner Familie errichtet. Obwohl sie Gräber heißen, hier befinden sich keine sterblichen Überreste der Familienmitglieder, es handelt sich eher um Gedenksteine.



Wenige Meter neben den Felsentempeln befindet sich eine alte Mönchsklause mit schmalen Gängen und engen, aus den Felsen gehauenen Steinkammern. Sie stammt aus dem 9. Jahrhundert und gelten als Zeugnis balinesischer Frühgeschichte.
 
 

Oberhalb der Anlage liegt Tampaksiring, 38km von Ubud entfernt, ist dieses Dorf für seine Holzschnitzereien bekannt. Dort gesehen habe ich jedoch nur Sarong neben Sarong.



Nicht weit entfernt liegt der Wassertempel Pura Tirta Empul. Übersetzt heißt dies 'Die sprudelnde Quelle'. Er ist einer von Balis heiligsten und wichtigsten Tempelanlagen und gehört zu den neun Staatstempeln. Er liegt im Zentrum der Insel an der Quelle des Flusses Pakrisan. Wegen des heiligen Quellwassers, das dort zu Tage tritt, kommen hinduistische Gläubige regelmäßig zu diesem Tempel um sich zu reinigen und von Krankheiten und sonstigen Problemen zu befreien. Jede der einzelnen Fontänen, die ihr Wasser ins Quellbecken ergießen, soll dabei für eine ganz bestimmte Aufgabenstellung zuständig sein, die genaue Zuordnung ist aber heute nicht mehr bekannt.

Auch hier findet man zahlreiche kleine bunte Gebetsschalen, mit Räucherstäbchen und Blumen. Und auch hier gilt, bitte nicht direkt darüber oder, oha, draufsteigen, sondern lieber in einem kleinem Kreis um die Schälchen herumgehen, da sie ja als Besänftigung für die Geister gelten.






Pura Tirta Empul wurde um 1.000 n. Chr. zu Zeiten des Warmadewa-Königreiches an der Quelle des Flusses Pakrisan erbaut. In der Anlage finden sich Schreine für die hinduistischen Gottheiten Shiva, Vishnu, Brahma und Indra. Und viele kleine Hunde, die sich im Schatten der Anlage ausruhen. Sie sind teils ganz schön vernarbt, wer weiß was hier also "abgeht", wenn es kühler ist und sie etwas Energie haben.

Der Legende nach besiegte an der Stelle, wo der Tempel errichtet wurde, ein Heer von Gläubigen einen böswilligen zum Dämon verkommenen Herrscher namens Mayadenawa. Dieser vermochte es, das Heer des Priesters Sang Kulputih zu vergiften. Die gläubigen Krieger wurden jedoch durch das heilende Wasser der Quelle, dass durch die vedische Gottheit Indra gespendet wurde, gerettet. 

Was ich schön finde, so gut wie überall kann man sich hier frei bewegen, auch in das Wasserbecken können Touristen steigen um sich an den zwölf Fontänen von unterschiedlichen Sünden zu befreien und dann gibt es hier eben doch Bereiche, in die dürfen nur die Betenden mit einem Priester.



Unweit dieser Tempelanlage (mit Blick auf sie) hat sich der ehemalige Präsident Sukarno in den 1950ern eine imposante Villa ausgebaut. Ausgebaut, weil sie ursprünglich holländischen Kolonialisten als Stützpunkt diente und dann zu Sukarnos Sommerresidenz umfunktioniert wurde. Heute beherbergt sie Staatsgäste.


Der Tempel Pura Tirta Empul im Dorf Tampak Siring, liegt etwa 20 km nördlich der balinesischen Künstlermetropole Ubud. Und bevor wir uns aufmachen in die Stadt, die knapp 30 km nordöstlich von Denpasar liegt flanieren wir noch über den kleinen Markt nahe des Tempels.


In Ubud leben in etwa 34.000 Einwohner, doch handelt es sich hier nicht um eine kleine Stadt, sondern, um den Zusammenschluß von vierzehn Dörfer, die jeweils von einem eigenen Banjar (Dorfausschuss) geführt werden. 
 
Ubud ist in den letzten Jahren schnell gewachsen, und so waren es früher vor allem Rucksacktouristen, die in den vielen kleinen Hostels und Pensionen untergekommen sind. Heute sind es immer mehr Hotelanlagen für Pauschalurlauber. Darunter leiden auch einige zentrale Teile, sie knarren unter der Belastung der Besucherzahl – vor allem Cafes. Die meisten die auf grund dessen also vergrößert und erweitert, werden in einem vermeintlich modernen, und nicht speziell im lokalen Stil entworfen. So geht es auch manch anderem Örtchen dieser symphatischen Insel. Da ich es nun nur so kenne – mir gefällt es immernoch außerordentlich gut und es hat für mich eher Charme als den Eindruck von Plastikhimmel für den Tourismus.
 


Danke für die Möglichkeit dieser Reise an das Mövenpick Resort & Spa Jimbaran Bali und für die Organisation des ganzen an PrimoPR.

Ich wurde für diese Reise nicht bezahlt, bekam jedoch die Unterkunft und das Essen gestellt. Insgesamt ging diese Reise vier Tage (ohne die Reisezeit), dies ist wahrlich nicht genug Zeit Bali in Gänze kennenzulernen, es hat mir trotz allem große Freude gemacht einen kleinen Eindruck zu bekommen. 

Samstag, Januar 12, 2019

Ausflüge in Bali zur: Elefantenhöhle Goa Gajah und dem Uluwatu Tempel. Auf dem Weg: Traditionelle Holzschnitzerei und eine Beerdingungszeremonie. (Erlebnisse während einer Pressereise)

Samstag, Januar 12, 2019
Ausflüge in Bali zur: Elefantenhöhle Goa Gajah und dem Uluwatu Tempel. Auf dem Weg: Traditionelle Holzschnitzerei und eine Beerdingungszeremonie. (Erlebnisse während einer Pressereise)
 


Von Jimbaran aus, dort wo das Mövenpick Resort & Spa Jimbaran Bali liegt, ist es gut möglich ganz Bali zu erkunden. Dabei zu beachten ist, beim Betreten aller Tempels ist das Tragen eines Tempelschals Pflicht. Zudem müssen nackte Oberarme und Schenkel bedeckt sein. Bei Bedarf sind Sarongs meist am Eingang der Tempel erhältlich, einfach immer einen dabei zu haben, vereinfacht dies nochmals.

Die sogenannten Elefantenhöhle Goa Gajah liegt nur etwas über 40 Kilometer von unserem Hotel entfernt und ist einer der ersten Tempel, die wir besuchen.

Es wird angenommen, dass die Anlage aus dem 9. bis 11. Jahrhundert stammt. Allerdings wurde Goa Gajah erst 1923 von einem niederländischen Archäologen 'wiederentdeckt'. Dieser gab der Höhle den heutigen Namen, dabei fragt man sich bis heute wieso. Denn, denn es hat früher gar keine Elefanten auf Bali gegeben. So wird vermutet, dass der niederländische Archäologe bei der Entdeckung der Höhle die Fratze über dem Eingang für einen Elefantenkopf gehalten hat. Oder der Name ist in Anlehnung an die hinduistische Gottheit Ganesha entstanden. Was meint ihr, woran erinnert euch die Höhle?


Die schmale Höhle hat eine T-Form. Im schmalen, sehr einfachen Querraum findet sich am Westende eine Ganesha Statue und am Ostende stehen 3 steinere Lingas. Lingas sind Phallussymbole und stehen für Shivas Schöpfungskraft. Die Lingas sind mit Stoffen in den Farben rot, schwarz, weiß umwickelt, die für die göttliche Trinität aus Brahma, Visnu und Siwa. In weiteren Felsnischen befinden sich altbalinesische Dämonendarstellungen. Die Höhle ist allerdings sehr dunkel und es war auf Grund der ganzen Touristen sehr stickig. Deswegen bin ich lieber, Kokosnuss schlürfend, durch den Rest der Anlage gewandelt. Hier finden sich sowohl Götterstatuen aus dem Hinduismus wie aus dem Buddhismus. 

Auch hier finden sich am Tempel natürlich eine Menge Gebets- oder auch Opfergaben
und auch die Versorgung der Reisenden und Betenden ist gesichert.

80 Prozent der Arbeitsplätze hängen am Fremdenverkehr. Knapp vier Millionen Einwohner hat die Insel, fast genauso viele Menschen kommen seit dem Jahr 2000 als Urlauber nach Bali. Die Tendenz ist weiterhin steigend.


Unser Ausflug ging weiter und auf dem Weg hielten wir an einem Tempel der von außen zuerst nicht ausgesehen hat, als wäre darin etwas los. Doch, weit gefehlt, hier waren die Vorbereitungen für eine Gemeinschafts-Beerdigungs-Zeremonie in vollem Gange:



Die Toten werden hier mit einer großen Zeremonie verbrannt. Im Gegensatz zu dem Rest von Indonesien ist Bali hinduistisch geprägt. Bali ist sogar die einzige Region außerhalb Indiens, Nepals und Mauritius' mit einer hinduistischen Bevölkerungsmehrheit. Die meisten Balinesen bekennen sich zur Hindu-Dharma-Religion, der balinesischen Glaubensform des Hinduismus. Die Hälfte der indonesischen Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze und auch auf Bali ist der Reichtum leider nur wenigen vorbehalten. So ist es so, dass es Gemeinschafts Beerdigungen gibt bei der die Gemeinde die Kosten trägt. Diese finden jedoch nicht einmal im Monat, sondern vielleicht auch nur alle paar Jahre statt – so lange wird gewartet und die Toten werden aufbewahrt. Und in diesem Tempel, in dem wir uns nun befinden, werden die Opfergaben dafür vorbereitet.

Dies ist eine sehr wichtige Arbeit, denn sie hat Einfluß auf das ganze Leben. Weil, das Leben nicht nur von den sichtbaren Dingen des Lebens abhängt, sondern ganz entscheidend vom Einfluss der Ahnen, der verstorbenen Familienmitglieder. Das Leben ist lediglich eine Phase, die man im unsauberen materiellen Körper verbringt. Der Körper ist das Gefäß für die reine Seele, die nach dem Tod der Hülle weiter existiert und das Leben der verbliebenen materiellen Angehörigen steuert.

Diese materielle Hülle besteht aus den fünf Elementen Erde, Feuer, Wasser, Luft und Atmosphäre. Und diese sollen nach dem Tod möglichst vollständig aufgelöst werden, damit die Seele frei sein kann.


Die Opfergaben die dafür erstellt werden, sind kein Opfer im eigentlichen Sinn. Sie sind eher ein Darbieten an die Mächten. Dafür bekommt man Gegenleistungen wie Schutz und z.B. eine reiche Ernte. Kleineren Opfergaben werden auch teilweise täglich gebracht, unabhängig von einer Beerdigung oder einem anderen Anlass. Dies kann in Form von Schreinen, an bestimmten Stellen im Haus auch einfach auf dem Fußboden vor der Tür sein. Es sind meist kleine geflochtene Körbchen aus Palmblättern die Blumen, Öle, Salz und auch Geld enthalten.



Ein weiterer Stop am Wegesrand war eine der klassischen Holzschnitz Werkstätten. Dies ist ein traditionelles balinesisches Kunsthandwerk. Aus verschiedenen Holz- und Bambusarten werden in oft wochenlanger Arbeit filigrane Schnitzereien, lebensgroße Skulpturen oder auch robuste Möbel gefertigt. Viele Holzschnitzer sind in Mas nahe Ubud zu finden.






Auch unser deutschsprachiger Führer I Nengah Sutapa hat in seinem Auto immer eine Gabe dabei. Diese versucht man immer möglichst 'zwischen' guten und bösen Ebenen zu platzieren, so, dass man ohne größere Probleme durchs Leben kommt. Orte die tendenziell eher gut (suci, ening oder nirmala) sind Orte wie Berge, Quellen und die Sonne. Orte die eher böse (tenget oder angker) sind, sind Orte an denen Verkehrunfälle stattgefunden haben, oder auch beispielsweise das Meer. Das Leben der Balinesen unterliegt so spirituell und religiös dieser Dualität aus guten und weniger guten Einflüssen.

Natürlich finden sich auch an dem nächsten Ort den wir besuchen, dem Uluwatu Tempel, diese Gaben:

Der Uluwatu Tempel gehört zu den sechs wichtigsten Tempeln auf Bali. Er liegt auf der Halbinsel Bukit ganz im Süden der Insel. Spektakulär auf einer 70 Meter hohen Felsklippe über dem Meer dürfen wir hier heute der traditionellen Kecak-Tanzaufführung und dem Sonnenuntergang zusehen. Pura Luhur Uluwatu ist übrigens der Meeresgöttin Dewi Danu geweiht. Die Klippe, auf denen der Tempel thront, soll der Legende nach ein Schiff Dewi Danus gewesen sein, das einst zu Stein wurde.

Der vollständig Name des Tempels lautet Pura Luhur Uluwatu, dabei bedeutet Luhur = göttliche Herkunft, Ulu = Spitze und Watu = Fels/Stein.


Der Tempel und die Kecak-Tanzaufführung haben in den letzten Jahren stetig mehr Besucher für sich gewonnen. Bei der Tanzaufführung sitzen alle dicht gedrängt in einem kleinen Stadion und bestaunen die Gesänge und Kostüme, sowie den Sonnenuntergang über dem Meer.

Der Kecak-Tanz ist nicht religiös und zählt zu den beliebtesten Tänzen auf Bali. Die Geschichte stammt aus dem indischen Nationalepos Ramayana und handelt von der Entführung der Prinzessin Sita durch den Dämonenkönig Ravana. Ich mag nun nicht das Ende verraten, zudem war der Beginn für mich viel eindrucksvoller, denn dabei singen sich rund 50 Männer mit bloßem Oberkörper und schwarz-weiß karierten Sarongs in Trance. Sie rufen immer wieder Chacka-Chacka – mal laut, mal leise, sie werfen die Arme zum Himmel und zu den Göttern und finden sich dann alle mal sitzend im Kreis ein. Der monotone Singsang hält an und die Männer sorgen damit für die musikalische Untermalung des Kecak-Tanzes.

Dieser wird von Darstellern in aufwändig gestalteten Kostümen und Masken vorgeführt: Sita, Rama, Ravana und Hanuman.

Leider achten viele der Touristen diese Zeremonie in keinster Weise und sind laut, laufen rum, gehen wenn sie keine Lust mehr haben und tun dies auch nicht ohne zu stören, sondern durchqueren dafür einfach die Tänze und die Show wie es für sie eben am kürzesten zum Ausgang ist. Dieses Verhalten zu beobachten hat mich nicht nur traurig, sondern auch sehr wütend gemacht. Denn nichtmal auf das Bitten der Aufpasser durch das Mikrofon, dass die Show noch nicht vorbei ist, haben sie dieses Verhalten unterlassen.


Vom Tempel bis zum Hotel sind es in etwa 15 Kilometer und am Ende des Tages sinke ich ziemlich glücklich in mein gemütliches Bett.

Danke für die Möglichkeit dieser Reise an das Mövenpick Resort & Spa Jimbaran Bali und für die Organisation des ganzen an PrimoPR.

Ich wurde für diese Reise nicht bezahlt, bekam jedoch die Unterkunft und das Essen gestellt. Insgesamt ging diese Reise vier Tage (ohne die Reisezeit), dies ist wahrlich nicht genug Zeit Bali in Gänze kennenzulernen, es hat mir trotz allem große Freude gemacht einen kleinen Eindruck zu bekommen.