Friseurbesuch bei Kaiser in Lüneburg: Ein Schnitt, der Platz schafft - Kathrynsky's

Samstag, Januar 17, 2026

Friseurbesuch bei Kaiser in Lüneburg: Ein Schnitt, der Platz schafft

Ich habe mir die Haare schneiden lassen. Richtig schneiden. Nach Jahren mit langen Haaren, nach einem Farbexperiment, das eskalierte, und mit dem festen Vorsatz, diesmal nicht nur etwas zu reparieren, sondern bewusst etwas zu verändern. Mein erster Friseurbesuch in Lüneburg bei Kaiser hat genau das geschafft:  

 

 
Es gibt diese Momente im Leben, da steht man vor dem Spiegel und denkt: Ach komm, das kriege ich schon hin. Zwei Wochen ist das her. Winteransatz. Drogeriemarkt. Eine Packung Hoffnung in Pappkarton. Ich wollte nur ein kleines bisschen heller werden. Ein freundlicher Übergang. Frühling für den Kopf.

Was soll ich sagen?
Die Farbe an sich war ... na ja. Gar nicht so schlimm, doch die Idee danach, Silbershampoo zu benutzen, war der eigentliche Plot-Twist.
 
Denn, plötzlich hatte ich graublaue Haare. Nicht elegant-silbern. Eher „Ich habe aus Versehen einen sehr speziellen Filter im echten Leben aktiviert“.
Dazu fühlten sie sich an wie beleidigt. Trocken. Stumpf. Als hätten sie kollektiv beschlossen, mir das übel zu nehmen. Zu Recht.
 
Also: Plan B. Friseur. Und zwar jetzt. Zum ersten Mal in Lüneburg.
 
Mit leichtem Friseurtrauma (wir kennen es alle) und der inneren Bitte „Bitte mach es nicht schlimmer“ setzte ich mich auf diesen Stuhl. Und dann passierte etwas sehr Wohltuendes:
Da war jemand, der hingeschaut hat. Zugehört. Ehrlich war. Und gleichzeitig ruhig. Josi 💝
 
Zuerst galt es die Frage zu klären, wieviel kann ab. Meine Antwort: "Mach einfach!" Also habe ich mich von sehr langen Haaren verabschiedet. Von Jahren. Von Gewohnheit. Von diesem leisen Sicherheitsgefühl, das lange Haare manchmal mitbringen.

Die Farbe? Gerettet.
Aber nicht nur das. Sie ist jetzt nicht „wieder okay“, sondern richtig schön. Warm. Lebendig. Wie Haare, die wieder wissen, wofür sie da sind.

Was Josi dafür tun musste?

Erstmal (mehrmals) mit einer Tiefenreinigung meine Haare waschen. Und dann wurde mit einer amoniakfreien Blondierung mein eigentlich natürliches Blond wieder etwas zurückgeholt. 
Chemisch könnt ihr das so vorstellen, dass bei einer ammoniakfreien Blondierung die natürlichen Farbpigmente im Haar durch einen Oxidationsprozess aufgehellt werden. 
Dabei setzt das Blondiermittel Sauerstoff frei, der die Pigmente schrittweise abbaut und das Haar heller erscheinen lässt. Um diesen Prozess zu ermöglichen, wird die äußere Haarschicht alkalisch geöffnet – bei ammoniakfreien Produkten mit geruchsärmeren Alternativen zu Ammoniak. Der Aufhellungseffekt ist vergleichbar, verläuft jedoch etwas kontrollierter.
Na, findet ihr Chemie auch so spannend wie ich? Mich fasziniert es so sehr!
 


Jetzt trage ich einen kurzen Bob der sich durchwuscheln lässt, wie meine Laune ist. Beweglich. Leicht. Neu. Es fühlt sich ein bisschen an wie Heimkommen. Und gleichzeitig wie Neuanfang.
Wie: Ich darf mich verändern, ohne etwas zu verlieren.

Geschnitten wurde bei Kaiser in Lüneburg – zwei Läden, viel Geschichte und spürbar viel Gegenwart.

Meine Friseurin heißt Josi. Und ihre Geschichte mit diesem Laden ist eine, die man nicht erfindet, sondern erkennt, wenn jemand davon erzählt: Sie hat hier vor vielen Jahren ihre Ausbildung gemacht. Und vor genau einem Jahr hat sie die Geschäftsführung übernommen. Kein lauter Umbruch, eher ein ruhiges, selbstbewusstes Jetzt bin ich dran.

Was man sofort merkt: Dieser Laden ist geordnet – aber nicht steif. Strukturiert – aber nicht stehen geblieben. Es gibt Abläufe, Klarheit, Verlässlichkeit. Und gleichzeitig ist da etwas Modernes, Bewegliches. Josi entwickelt den Laden weiter, ohne seine Identität zu verlieren. Man spürt: Sie hat Lust darauf, dass Kaiser ein guter Ort bleibt.

Ein guter Ort heißt hier nicht nur für Kund:innen. Sondern auch für die Menschen, die dort arbeiten. Josi trägt Verantwortung für rund 20 Mitarbeiter:innen und 8 Auszubildende – und das merkt man. Gute Leute bleiben nicht zufällig. Sie bleiben, wenn Rahmenbedingungen stimmen, wenn Arbeitszeiten fair sind, wenn Entwicklung möglich ist.

Hier arbeiten alle von Dienstag bis Freitag. Keine Ausnahme, keine Hintertür. Eine bewusste Entscheidung. Und Josi weiß auch: Wer möchte, dass gute Menschen gern zur Arbeit kommen, muss ihnen etwas bieten. Fachlich, menschlich, strukturell. Nicht laut, nicht plakativ – aber konsequent.

Während ich da saß, passierte noch etwas sehr Lüneburg-typisches: Ich traf einen ehemaligen Arbeitskollegen. Fast Freund. Ein kurzer Schnack, herzlich, ungeplant. Später schrieben mir mehrere Freundinnen: Ich bin auch bei Kaiser. Meine Freundin Kate sowieso (kennt ihr eigentlich Face Framing? Wenn nicht, schaut mal HIER das Video dazu von Kate bei Kaiser.

Und ich dachte nur: Warum eigentlich erst jetzt?

Die ehrliche Antwort: Ich war immer happy mit meinem Friseur in Hamburg. Wirklich. Aber es ist schon sehr angenehm, wenn Qualität plötzlich nah ist. Ohne Fahrerei. Ohne Planung. Einfach hingehen – und gut aufgehoben sein.



Dieser Friseurbesuch war mehr als eine Farbkorrektur.
Er war ein Schnitt im besten Sinne.
Einer, der Platz schafft.
Für Leichtigkeit.
Für Nähe.
Für das Gefühl, angekommen zu sein.

✂️ Friseur Kaiser – kurz & praktisch

Standorte: Zwei Salons in Lüneburgs Innenstadt (Baumstraße 31 / Am Berge 38, 21335 Lüneburg)
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag
Angebot: Haarschnitte, Colorationen, Typveränderungen, Beratung
Online: Website: https://www.kaiser-friseure.de 
Instagram: https://www.instagram.com/kaiserfriseure 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Danke für Deinen Kommentar! :o)