Once upon a time I used to be a fashion blogger

Und nun? Reisebloggerin, die verlinkt was sie für Klamotten trägt, oder ... ? Als ich vor zehn Jahren angefangen habe, diese Seite zu bef...

Und nun? Reisebloggerin, die verlinkt was sie für Klamotten trägt, oder ... ? Als ich vor zehn Jahren angefangen habe, diese Seite zu befüllen, wurde ich von anderen Menschen in die Modeblog Ecke geschoben – dort habe ich mich aber selbst nie sitzen sehen. Ich habe online gestellt, was ich selbst spannend fand: Modekollektionen, Architekturbilder oder auch spannende Werbefilme. Und Geschichten, die ich im Uni- und Arbeitsalltag erlebt habe, aufgeschrieben und bebildert. Essen tue ich auch seit jeher gern, und wenn es ein individuelles, für mich neues Rezept gab, oder ich Dinge ausprobiert habe, die sich mit Ernährung beschäftigen, habe ich auch dies online gestellt. Doch niemand würde behaupten, dass ich deswegen eine Food Bloggerin bin, oder etwa Beauty Bloggerin, weil ich mich täglich eincreme und diese Info mit Creme Tipp weitergebe. Was bin ich also? Lifestyle Bloggerin, weil es so schön klingt und sich nicht genau einordnen lässt? Ich möchte mich einfach nicht auf ein Thema festlegen, nach wie vor ist es ein buntes Potpourri.

Und was ist, wenn ich auf einem weiteren Kanal der sozialen Netzwerke auch etwas veröffentliche? Bin ich dann immernoch "nur" Blogger, oder auch Instagramerin, Twitterine und / oder einfach Influencer? Bei dem Wort wird vielen von uns (schmeißt einfach alle mal in einen Topf) übel - vielleicht, weil niemand diese große Verantwortung möchte, oder, weil Jede/r doch nur die eigene Meinung publiziert, ohne manipulieren zu wollen. Ich würde viel lieber als Inspiratorin bezeichnet werden – denn ist es nicht ein wunderbares Kompliment, wenn meine Vorlieben auch andere zu Dingen inspirieren? Zum Beispiel den eigenen Ausgleich durch Yoga hinzubekommen – deswegen bin ich aber auch lange keine Sport Bloggerin.


Ich befülle kathrynsky.de nicht hauptberuflich, doch beruflich ist für mich alles auf diesen Blog zurückzuführen. Warum nicht hauptberuflich? Weil ich mich dafür entschieden habe, nicht auf die Einnahmen über diese Webseite angewiesen zu sein (Anmerkung: Und, weil ich mich auch gern mit anderen Dingen beschäftige, die ich nicht hier umsetzen kann). So habe ich hier viele Freiheiten – und nur Verpflichtungen, wenn ich sie eingehen möchte. Wenn ich mal eine Woche lang nichts publiziere, ärgere ich mich zwar, doch schlimm ist es eigentlich nicht.

Doch, wie ist es, wenn man sich entscheidet, hauptberuflich Blogger_in zu sein? Schreibt man weiterhin außschließlich über die Dinge, die man total superdupertoll findet, oder ist es ein Job, bei dem Jede/r auch mal Sachen tut, die er_sie sich eher nicht selbst ausgedacht hätte? Zugleich aber versucht, das Beste daraus zu machen? Denn, es gibt Anfragen von Marken, auf die Idee kommt man selbst nicht und doch findet man es gut, wenn es einem vorgeschlagen wird. Also nimmt man den Auftrag an und, setzt es mit der eigenen Meinung um. Verkauft man sich dann, oder macht man den Job besonders gut?

Ein ausgedachtes Beispiel: Hundefutterwerbung zu machen, wenn man nur ein Kaninchen hat, passt nicht – klar. Doch ein Sonntagsfrühstück auf dem Blog zu zeigen und gleichzeitig zu erzählen, was das Haustier futtert, wenn es auf den Kanälen (Blog, Instagram ...) auch gezeigt wird und somit den Lesern bekannt ist, ist dass unpassend? Ich finde nicht! 

Jacke: Männerjacke von SET – Tittishirt: KDG x This is Jane Wayne – Schmuck: Malaika Raiss Kette / House of Harlow Ring – Hose: Zign
(alles selbst gekauft ... haha)

Zum Glück ist es für den Blog geklärt, DASS bei bezahlten und unbezahlten Kooperationen, bei der Werbung für etwas gemacht wird, gekennzeichnet werden soll. Ob Werbung plump oder charmant umgesetzt wird, kann ja Jede/r selbst entscheiden und ob man sie dann lesen möchte, auch. Werbung, die Nachts auf den privaten Fernsehsendern stattfindet, finde ich für mich ja z.B. auch nicht ansprechend. Da sie aber seit Jahren läuft, gehe ich mal davon aus, irgendjemand schaut sich das wohl an.

Zurück zum Thema, denn es ist noch nicht geklärt, wie und wo es im Blogbeitrag genau auftauchen muß – es gibt viele Meinungen über die Bezeichnungen zu einer Grauzone. Und wie ist es mit den anderen sozialen Plattformen, wenn ein Kooperationspartner bittet / dafür bezahlt, dort aufzutauchen? Instagram arbeitet daran, damit nicht via Hashtag #Werbung#Ad#Kooperation aufgelistet werden muß und dann wieder gelöscht werden kann, doch ist es dann auch deutsches Recht und wie sieht es woanders aus?

Dies ist noch nicht geklärt und das deutsche Gesetz macht bis dato keine exakten Vorgaben, allerdings bekommt man in einem Gespräch über "bezahltes Bloggen" schnell den Kritikpunkt des "geheimen" Verkaufs der Leser vorgeworfen. Betrug. Leider gibt es überall Hallodris, manche verschweigen die Bezahlung, das ist nicht ok – darüber braucht niemand weiter zu diskutieren. Irgendwann kommt alles ans Licht und ob dann die Leser abspringen oder die Steuerfahnder einen gern näher kennenlernen möchten, in jeder Branche gibt es Qualitätsunterschiede. Trotzdem gilt; mitgehangen mitgefangen? 

 
Als Jemand der im Internetz Dinge auf der eigenen Webseite oder den sozialen Kanälen veröffentlicht, hat man sich auszukennen. Punkt. Puuuuh. Ja, sollte man. Wenn man einen Job macht, kann man diesen im besten Fall. Einfacher wäre, man könnte alles irgendwo einsehen; Kennzeichnungen, Bezahlungen für unterschiedliche Reichweiten etc. So eine Seite der Bundesregierung oder einer Gewerkschaft gibt es aber nicht ... Dieser Bereich der Internetberufe ist so jung, viele sind noch in der Ausbildung und nur, weil jeder Leser die eigene Arbeit ganz genau nachlesen kann, muss sie doch nicht immer perfekt sein. Vor allem auf einem privaten Blog, oder? Gerade dies war mal der Pluspunkt, warum Blogs gern gelesen wurden – weil sich in manchen Themen eigene Interessen wiederfanden, oder es so eine neue Inspiration gab. Welche Sparte an Blog man auch gelesen hat. ...

Oft bekommen Leser gar nicht so genau mit, was in dieser kleinen Filterblase eine Diskussion wert ist. Vielen Bloggern geht so auch der Spaß an der Sache ein wenig verloren. Dabei sind es oft nur Eintagsfliegenthemen (natürlich nicht die rechtliche Basis!). Man vermiest sich Dinge, die man gern tut oft durch zu viel Nachdenken. Für mich kommt der Spaß am bloggen dann immer durch ein wenig Ignoranz zurück. Mal wieder auf sich selbst schauen, denn dafür mach ich den Quatch hier ja.

                                                        Habt ein fröhliches Wochenende. 💛

Die Bilder sind auf einer Reise nach Rotterdam entstanden. Mit Frida, die die Bilder gemacht hat, habe ich, u.a., das Fotomuseum besucht. Dort fand gerade die Ausstellung "Etnomanie" statt. Was ein Glück für uns, dass wir uns auch noch mit der Kuratorin der Ausstellung, Ellie Uyttenbroek, über Style und die Entwicklung von damals bis heute auszutauschen konnten. Es kommt alles wieder.

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2 Kommentare

  1. Ich lese deinen Blog schon sehr lange und liebe genau diese bunte Mischung aus Mode, Beauty, wunderschönen Reiseimpressionen und Kunst...ich mag vor allem auch, dass auch Gedichte und Musik immer wieder auftauchen. Wie oft bin ich auf deinem Blog über mein neues Lieblingslied gestolpert.... :) Abwechslungsreich, bunt, vielfältig, interessant, anregend und nie langweilig - deswegen mag ich deinen Blog so sehr!
    PS: Und das letzte Bild unter dem Artikel ist übrigens der Hammer! 💛

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