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http://www.kathrynsky.de/2017/07/once-upon-time-i-used-to-be-fashion.html

Ist der Chef nicht da, entscheidet der Vize. Ist der auch nicht da, entscheidet der gesunde Menschenverstand. Nur der Anfang von etwas.

Entscheidungen sind oft von äußeren Faktoren beeinflusst – selbst weiß man nicht was zu tun ist hat doch meist jeder in der nahen Umwelt hat eine Meinung (oder der Fernen, wenn ich es in die sozialen Netzwerke schreibe). Wird es so nicht noch schwieriger auf sich selbst zu hören?

Da wären noch die Erwartungen der Familie und Freunde, weil, oft ist einem wichtig, was die "Anderen" denken. Natürlich sagt fast jede/r; "Nö nö, ich doch nicht, nein, mir egal!", wenn man fragt, doch unbewusst stimmt es wohl, die Meinung der Anderen zählt. Und wenn man nur ein bißchen zweifelt, dann lässt man sich schneller in eine Richtigung verleiten. Doch was, wenn es gar nicht die eigene Entscheidung ist? Ist man im Nachhinein unzufrieden? Dann hilft: Sich mal wieder auf das konzentrieren, was man eigentlich am besten kennt: Sich selbst! 



Als erstes hört man mal auf sich um andere Sorgen zu machen. Es wird nie Jeder mit einem zufrieden sein – warum auch? Wieso sollten wir alle die selben Sachen machen? Akzeptieren wir einfach, dass irgendwer enttäuscht sein könnte und erinnern uns daran, es ist die eigene Entscheidung, die für einen selbst wichtig ist. Die Sicherheit dazu kann nicht von Jemand anders und deren Bestätigungen, sondern nur aus dem eigenen Innern kommen. Doch da, wo es unterschiedliche Meinungen gibt, die durch verschiedene Erfahrungen aufgrund von Kultur- oder Familienwerten entstanden sind, wird es eben schwierig, sich nur auf die eigene Person zu konzentrieren.

Uns wird in unser heutigen Welt suggeriert, wir können alles sein, was wir wollen und einen Weg wählen, der uns glücklich macht. Ist es so einfach? Weil es uns gesagt wird, können wir es?
Ich beneide Menschen, die von Beginn an, also seit der Grundschule oder so, wissen, was sie werden wollen. Mir ging es nie so und doch bin ich bislang immer glücklich gewesen – auf meinem "Weg". Doch dabei habe ich auch Entscheidungen getroffen, die nicht im Sinne von allen in meiner Umgebung waren. Es war nicht immer einfach, gerade die Liebsten in der Familie möchte man nicht enttäuschen und irgendwie vergleicht man sich dann doch mit der Existenz der Anderen. "Mach doch erstmal eine Ausbildung, bevor du studierst, was dir bislang nur als Hobby Spaß macht.", hab ich nach der Schule gehört – ich habe überlegt, dann nicht auf diesen Rat gehört und trotzdem etwas anderes gemacht. (zur Info: Erstmal ein Jahres-Praktikum um währendessen zu merken, ich persönlich möchte ein anderes Studium.)




Es ist keine große Entfernung von der Ruhr nach Hamburg, doch wer mal eine Zeit lang im Ruhrgebiet gelebt hat, weiß, die Menschen dort sind von einem ganz eigenen Schlag. Die Herzenswärme und gleichzeitig schnodderige Art, der Zusammenhalt durch die Geschichte, die die Erde vorgeben hat, diese Wurzeln trägt man immer in sich. Egal woher man auf der Welt kommt und auch wenn sich diese Zeiten ändern, diese Wurzeln kann man nicht vergessen und sind ab und an wichtig um wieder zu sich selbst zu kommen.  
'Der Mensch ist ein Gewohnheitstier', so heißt es – Anpassung ist der Schlüssel und auch wenn man durch das Land und die Kultur getrennt ist und sich für eine andere Zukunft entschieden hat und dabei glücklich ist, es bleibt etwas besonders einzigartiges in der Ferne.

Ehrlich mit sich selbst sein und dies zuzugeben, ist nicht leicht und auch nicht von heut auf morgen machbar wie ein Fingerschnips – mit der Zeit habe ich für mich erkannt, auch diese Wandungsprozesse machen Spaß, sich selbst zu beobachten und in Frage zu stellen, ist äußerst interessant. Warum handel ich so, wie reagiere ich, wenn dies und das passiert, möchte ich so sein oder anders? Was zieht euch an, wo landet ihr immer wieder mit euren Gedanken, wenn ihr euch selbst die Zeit gebt, um darüber nachzudenken? Was lässt euer Herz klopfen?
Alles ist im Wandel und ändert sich, warum sollte man selbst standhaft bleiben und es so machen 'wie es schon immer war'!? Wenn ihr darüber nachdenkt und in die Richtung schaut, in die ihr wollt, dann baut doch um und verschiebt in euren Gedanken das Puzzle und den Weg – die Perspektive.

Wenn ich für mich die Richtung kenne, ist es viel leichter etwas zu erreichen, als wenn ich mir ein ganz präzises Ziel setze – jeder macht es anders. Wenn man sich des eigenen Potenzials bewusst gemacht hat, können die Maßnahmen ergriffen werden – über die ihr selbst enschieden habt.



Kette: Von Christos aus Ouranopolous – Shirt: American Vintage – Mantel: Beate Uhse – Hose: Zara





Wenn du eine Entscheidung treffen sollst, und triffst keine, so ist das selbst eine Entscheidung.   
William James 

Wer auf allen Wegen geht, verfehlt den Weg nach Hause.  
Aus dem Senegal  

Weitsichtige Entscheidungen verlangen eine völlig andere Zeitrechnung als Augenblicksentscheidungen. 
Ernst Ferstl

 

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