Philipp Strüver. Hamburger Menschen #77

Liebe Pauli, wenn du dies in 10 Jahren (oder eher?) liest, dieses Interview meiner Reihe Hamburger Menschen ist das Erste, bei dem ich bei...

Liebe Pauli, wenn du dies in 10 Jahren (oder eher?) liest, dieses Interview meiner Reihe Hamburger Menschen ist das Erste, bei dem ich beim lesen Tränen in den Augen hatte – wegen der tiefen Liebe eines Vaters zu seiner Tochter, den schönen Geschichten, der Liebe zu Hamburg und weil ich mich so freue ... auch das Philipp nun hier im Interview ist. Wer Pauli ist? Das könnt ihr am Ende dieses tollen Interviews lesen, wir fangen an mit wer bist du, woher kommst du und seit wann bist du in Hamburg??

Philipp Strüver, 40 Jahre, verheiratet und Vater einer Tochter. Geboren bin ich in Mainz, habe aber auch in Kaiserslautern und in Budapest gelebt, bevor ich 2000 nach Hamburg gezogen bin.



Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich bin seit Oktober 2014 freier PR-Berater,  nachdem ich 15 Jahre lang in verschiedenen Agenturen gearbeitet habe. Als PR-Berater betreue ich verschiedene Firmen, denen ich dabei helfe, sie in der Öffentlichkeit bestmöglich darzustellen – sei es in der Presse, im Internet oder aber auch vor den eigenen Mitarbeitern. Außerdem unterstütze ich hin und wieder Agenturen, wenn es um Konzepte und Strategien, aber auch um Texte etwa für Broschüren geht.
Das Wesentliche an meinem Beruf ist aber, dass ich mich immer wieder mit neuen Branchen auseinander setzen darf und mich in ganz andere Themen einarbeite. In meiner bisherigen Laufbahn habe ich mich schon zum Experten für Zigaretten, Formel 1 Teams, Schönheits-OPs, Tierfutter, Mähdrescher, Sportclubs und Handwerksberufe gemacht. Und ein Ende ist nicht abzusehen. Das ist gerade für mich total inspirierend und sorgt dafür, dass es nie langweilig wird. Großartig!

(Anmerkung: Philipp ist natürlich auch buchbar, klickt HIER.) 



Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Och, da fällt mir einiges ein.  Und vielleicht wird daraus ja irgendwann nochmal etwas. Kinder und Tiere sind Themen, die mir viel Spaß machen würden. Das könnte ich verbinden, indem ich zum Beispiel Kindergartengruppen Naturführungen anbiete. Tierfilmer wäre auch etwas, was mir Spaß machen würde. Allerdings müsste ich dann noch eine Menge über das Filmen lernen – also vielleicht doch lieber nicht ...
Aber eine Herzensangelegenheit, die ich irgendwann noch einmal realisieren möchte ist ein Kinderbuch. Aber nicht so ein pädagogisches, in dem in jedem zweiten Satz die erzieherische Botschaft der Autoren rauszuhören ist. Ich dachte immer, das wäre ein aktueller Trend bei unseren deutschen Übereltern. Aber gerade fällt mir auf, dass ja der Struwwelpeter schon vor 150 Jahren in die gleiche Kerbe geschlagen hat. Auf jeden Fall soll mein Buch vor allem Spaß machen und zum Lachen bringen.



Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Auf keinen Fall langweilen! Da ich verheiratet bin und eine knapp 4-jährige Tochter habe, genieße ich natürlich viel Zeit mit den beiden. Außerdem haben wir einen Schrebergarten, was sich sehr viel spießiger anhört als es ist.  Da gibt es immer was zu schneiden, umzugraben oder zu grillen. Dann sind da noch einige supergroßartige Freunde. Und weil Freundschaften gepflegt werden müssen, stehen gemeinsame Nachmittage und Abende in Restaurants, Bars oder zu Hause auf dem Programm. Außerdem angle ich gerne mit den Jungs. Das ist jedes Mal eine tolle und intensive Zeit mit guten Gesprächen, bei denen das eigentliche Angeln oft in den Hintergrund rückt. Eine kleine Auszeit vom Alltag, die ich mir immer wieder dank meiner Selbstständigkeit gönne. Und wenn meine Selbstdisziplin es zulässt, gehe ich Boxen.



In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Im wunderbaren Eimsbüttel, beim Else-Rauch-Platz. Hier haben wir eine Wohnung mit einem kleinen Garten und unfassbar tollen Nachbarn, wie zum Beispiel Eike. Dieser Umstand beschert uns regelmäßige spontane gemeinsame Abende, die nicht selten in einem veritablen Kater enden.
Die Lage unserer Wohnung ist perfekt. Es ist nicht weit zu unserem Garten am Wasserturm, die U-Bahn hält direkt vor der Tür und es gibt unzählige Cafés, Restaurants und Bars in der Nachbarschaft. Außerdem haben wir einmal im Monat direkt vor der Haustür einen Flohmarkt, den wir wahlweise nutzen, um unseren Hausstand zu verkleinern oder zu vergrößern. Letzteres passiert in der Summe wohl häufiger.
Außerdem gibt es viel Grün, die Leute sind nett und man kann in fast jede Richtung einfach loslaufen und spannende Ecken entdecken.
Kurzum, für mich im Hier und Jetzt der beste Ort, an dem man leben könnte.



Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Eigentlich nicht. Zumindest nicht für immer. Ich fände es bestimmt mal ganz spannend, im Treppenviertel in Blankenese zu leben. Die Elbe in der Nähe, süße Häuschen mit einem dörflichen Charakter und eine außergewöhnliche Umgebung. Aber wahrscheinlich würde es mir recht schnell auf den Keks gehen, dass meine Hood ständiges Ausflugsziel zahlloser Hamburger und Auswertiger ist und dass das Nachtleben und die Ausgehmöglichkeiten eher dürftig sind. Und auch in lebhafteren Ecken wie St. Pauli oder St. Georg würde der Vorteil der ständigen Verfügbarkeit an Bars etc. in absehbarer Zeit von dem ganzen Trubel wieder wettgemacht werden.
Meine ersten Jahre in Hamburg habe ich in der Susannenstrasse im Schanzenviertel gelebt. Das war toll in der Zeit. Meine winzige Wohnung war quasi unbewohnt, weil ich jenseits der Arbeit ständig unterwegs war. Das Viertel hat sich sehr gewandelt, was die ersten Jahre über total spannend war. Aber mittlerweile erkenne ich die Schanze kaum wieder, wenn ich da bin. So ein anderes Publikum, andere Läden, andere Stimmung – so richtig wohl fühle ich mich da nicht mehr. Ich hoffe, das liegt nicht nur daran, dass ich mich mit dem Alter verändert habe.
Oder aber auf’s Land, so ein reetgedecktes, altes Haus fände ich schon sehr schick. Am Besten mit direkter U-Bahn-Anbindung und guten Bars in Laufnähe. Sowas, was man auf Hamburger Boden besonders häufig und günstig angeboten bekommt.
Also bleibt es wohl bei Eimsbüttel. Kann ich ausgezeichnet mit leben!

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

In Hamburg? Auf ein richtig großes Grundstück mit viel Garten, natürlich mitten in Eimsbüttel. Das weiß ich spätestens seit der letzten Frage.

Wenn es nicht Hamburg sein soll, dann irgendwo am Hang, mit Blick. Ob ins Tal, auf das Meer oder über einen Wald ist mir eigentlich egal. Toll wäre Wetter. Also so richtiges Wetter, mit Jahreszeiten, auch mal einem Sturm, eben Wetter. Kombiniert mit der Lage kann man dann entweder bei wohligen Temperaturen drinnen sitzen, während es draußen stürmt oder schneit. Oder man kann den Sonnenuntergang bei ein paar Drinks unter freiem Himmel genießen.
Ich merke gerade: Flaches Land ist zugegebenermaßen nicht meine erste Wahl. Was mache ich eigentlich in Norddeutschland?
Ansonsten soll es da gutes Essen geben, die Menschen sollten offen und freundlich sein und Genuss soll eine wichtige Rolle spielen. Also käme der Mittelmeerraum in die engere Auswahl. Da würde ich zur Not auch auf ein paar Tage „Wetter“ verzichten und mich mit Sonnenschein und warmen Temperaturen zufrieden geben.



Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Das ist nicht so ganz einfach. Wenn man Kultur im engeren Sinne meint, also Kunst, Musik, Theater – dann gibt es zahllose Städte, die besser aufgestellt sind. Aber es gibt andere Bereiche, in denen Hamburg jeden Tag Kultur beweist.
Dank des Hafens konnten sich Hamburg und die Hamburger seit Ewigkeiten daran gewöhnen, sich von fremden Menschen und ihren Kulturen bereichern zu lassen. Das hat die Hamburger in meinen Augen recht gelassen gegenüber anderen gemacht. Es Willkommenskultur zu nennen ist sicher zu hoch gegriffen, doch eine Kultur des gegenseitigen Respekts würde ich den Hamburgern schon zusprechen.
Außerdem haben die Hamburger eine bemerkenswerte „Draußen-Kultur“. Sobald das Thermometer ein klein bisschen steigt und die Sonne raus schaut, sitzen sie alle in Decken vor den Cafés und genießen den Moment. Das finde ich herrlich. Vielleicht auch deshalb hat Hamburg wohl eine so überdurchschnittlich hohe Cabrio-Dichte.
Eine Essenskultur kann man den Hamburgern auch nicht abstreiten. Denn es gibt viele tolle, abwechslungsreiche und individuelle Restaurants. Da ist zum einen für jeden etwas dabei und zum zweiten auch immer etwas neues zu entdecken.

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Als erstes würde ich viele kreative Köpfe an neue Verkehrskonzepte setzen. Wenn man mal ganz bewusst durch die Straßen geht und sich überlegt, wie ungeheuer viel Platz wir unseren Autos opfern und wie wenig Platz dann noch übrig bleibt für Fußgänger, Fahrräder, Kinder, Grünanlagen, Biergärten, Spielplätze, Blumenbeete, Sitzbanken und und und. Das ist schon heftig, was da verloren geht. Ich bin kein Freund davon, alle Autos aus der Stadt zu verbannen. Aber was für eine Verschwendung, diesen wertvollen Raum dafür zu nutzen, dass Autos 23 Stunden am Tag einfach nur rumstehen. Wir sind zwar so aufgewachsen und finden das normal, aber das kann doch eigentlich in niemandem Interesse sein.
Dann würde ich die nächsten klugen Köpfe darauf ansetzen, dass die Alster schnellstmöglich zum Freibad wird. Ruhig in einem begrenzten Rahmen, es soll nicht alles Grün um die Alster zu Liegewiesen mit Pommes Buden werden. Aber dieses einmalige Gewässer inmitten der Stadt sollte bestmöglich genutzt werden. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, bei der Frage „Alster oder Elbe“ votiere ich immer für die Elbe. Aber so ein Freibad mitten in der Stadt wäre schon ganz cool.
Naja, und dann die üblichen Wählerversprechen. KiTas, ÖPNV, bezahlbarer Wohnraum, ... also all die dankbaren Themen, die in der Umsetzung total undankbar sind.
Aber ganz ehrlich? Wenn ich morgen früh plötzlich – warum auch immer – als Hamburgs erster Bürgermeister aufwachen würde, währe meine erste Amtshandlung der Versuch, Neuwahlen durchzuführen. Das ist nicht mein Job. Da bin ich nicht der Richtige.

Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Ich finde, man kann überall glücklich werden, wenn die richtigen Leute da sind. Und nirgendwo glücklich werden, wenn eben diese fehlen. Zumindest gilt das für mich. Allein schon deshalb ist Hamburg für mich erste Wahl. Aber wenn ich so darüber nachdenke, Berlin und New York sind auch ziemlich geil. Die Strecken sind weiter, aber daran kann man sich gewöhnen. Und New York hat mich bisher aus unerfindlichen Gründen zwar nicht so geflasht, wie es alle immer sagen. Aber wenn sich die Gelegenheit bieten würde, würde ich sie glaube ich nutzen – vorausgesetzt Frau und Kind machen mit.

Alster oder Elbe?

Ach guck mal, da hätte ich wohl erst mal alle Fragen lesen sollen. Auf jedsten die Elbe. Überhaupt keine Frage. Ich weiß auch gar nicht, was ich da noch mehr zu sagen soll. Elbe, fertig!



Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

24/7.
Schlimm, oder? Nervt mich selbst. Aber noch viel mehr nervt es meine Frau Andrea. Und wenn ich mich mal kritisch hinterfrage, ist das meiste, was ich am Smartphone mache, total überflüssig. Gut, als Selbstständiger muss und will ich schon bestmöglich erreichbar sein. Aber Facebook, Instagram, Twitter, WahtsApp, SPON, 9gag – Not tut das nicht. Wenigstens habe ich mich bis heute erfolgreich gegen ein Tablet gewehrt. Ich glaube, dann würde ich der realen Welt vollends verloren gehen.
Und wie gut eine Auszeit vom Smartphone merke ich immer, wenn ich einmal im Jahr mit meinen Jungs ein verlängertes Wochenende auf Floßtour auf der Mecklenburgischen Seenplatte bin. Kaum Empfang und annähernd 100 Prozent Realität. Geht auch, sogar sehr gut.

Keine Frage, doch ein wenig Platz für etwas, was du loswerden möchtest:

Weder bin ich der große Philosoph noch würde mein Vater als alter, weiser Mann durchgehen. Aber er hat so seine Sprüche, die ich nicht so ganz falsch finde und dich ich hier jetzt einfach mal raushaue, weil ich sie echt schön und nicht ganz falsch finde.
Der erste Spruch, den er oft sagt lautet „Den Spaß, den wir haben, müssen wir uns schon selber machen!“ Und den finde ich gut. Man kann pausenlos rumjammern, wie blöd alles ist oder wie schlecht es einem geht. Aber man kann auch einfach versuchen, sich selbst ein wenig Spaß zu machen. Dabei geht es jetzt nicht um die große Frage des Glücks. Und manchmal läuft es einfach echt scheiße, ohne das man wirklich was dazu kann. Aber für die geilen Momente und den Spaß kann man sehr wohl was.
Und das zweite ist einfach eine kluge Angewohnheit. Mein Dad sagt oft, wenn man zum Beispiel mit einem Glas Wein anstößt „Vertragen wir uns wieder!“ Klingt bescheuert. Aber wenn der Haussegen schief hängt und der Streit echt ziemlich verfahren, fällt es viel leichter, die Worte über die Lippen zu bringen. Und die Wirkung ist die gleiche, weil man sich anschaut und genau weiß, wie ernst es gemeint ist.



Lieblingssong des Moment?

Rodriguez finde ich gerade ganz geil. Schon ein bisschen länger. Natürlich der Song „Sugar Man“, aber auch die vielen anderen Titel. Und die unfassbare Geschichte zu diesem Künstler.

Lieblingssong forever?

Ich finde, es gibt die perfekte Musik für den Moment. Das sind oft Stücke von früher, klar. Und die ändern sich auch nicht so schnell. Aber die Bandbreite ist da ziemlich groß. Ein schöner guter Oldschool-Hiphop-Song zum Beispiel. Oder mit einem ordentlichen Pegel, tief in der Nacht sowas wie „Remmindemmi“ von Deichkind. „Ohne dich“ von Selig macht so eine schöne, wohlige Schwere und Melancholie im Herzen. Und „Wonderwall“ von Oasis kann ich auch jederzeit gut hören hören. The Beautiful South habe ich gerade ein bisschen wiederentdeckt für mich. Und manchmal geht nichts über Dolly Parton, denkt jetzt über mich, was ihr wollt. Im Sommer läuft bestimmt wieder öfter Gentleman rauf und runter. Und „Koks und Nutten“ von Olli Schulz hole ich gerne raus, wenn die richtigen Leute dabei sind. Auch super, um sich jung zu fühlen ist Nirvana, egal was. Das geht bei mir immer. Da sehe ich jetzt wieder öfter T-Shirts bei Teenies und denke dann bei mir „So falsch und peinlich waren deine Jungend und dein damaliger Geschmack wohl doch nicht!“ Die Liste könnte ich ewig fortführen, einfach weil es so viele gute Lieder gab in den letzten 40 Jahren, die mir aus unterschiedlichsten Gründen nahe gehen, wichtig sind oder einfach nur gut gefallen.

Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:
  • Speicherstadt mit Hafencity und Elbphilharmonie. Über die Hafencity und die Elbphilharmonie kann man denken was man will. Aber gesehen haben sollte man das mal, das ist schon beeindruckend. Und die Speicherstadt ist ein Ort, so was gibt es echt selten. Das ist wie eine kleine Zeitreise, erzählt so viele Geschichten und beflügelt unheimlich die Phantasie, wenn man die Kräne sieht vor den Holztoren, die einfach so an der Häuserfassade hängen. Hammer! Da habe ich dann die alten Schiffe vor Augen, voll beladen mit Teppichen, Gewürzen und Kaffee aus aller Welt. Das ist ganz viel Hamburger Geschichte auf engstem Raum.
  • Dann die U3 zwischen St. Pauli und Rathaus. Das finde ich auch immer schön, da lang zu fahren, auf der alten Brückenkonstruktion, mit Blick auf den Hafen und die Speicherstadt. Kurz ausgespuckt aus den Tunnels der U-Bahn, wird man ratternd vorbeigetragen an einem Wahnsinnsblick, um wenig später wieder vom Erdboden verschluckt zu werden. Sehr geil finde ich das.
  • Und neulich bin ich mit Andrea den Steindamm entlang, als wir auf dem Weg zu einer kleinen Feier in einem Hinterhof-Loft waren. Die Sonne hat geschienen, und wir haben uns ein bisschen gefühlt wie im Urlaub. Viele Schattenseiten, Drogenabhängige, nicht zwingend schön, aber so anders, so raus aus dem Alltag. Mit anderen Geschäften, anderen Gerüchen, anderen Gesichtern. Das alles gehört genauso zu Hamburg wie Pöseldorf, aber man vergegenwärtigt es sich viel zu selten. Vielleicht nicht der perfekte Ort für einen Nachtspaziergang, aber auf jeden Fall wert, es mal erlebt zu haben.
  • Gefragt waren drei, aber wer so Orte wie Treppenviertel, Elbstrand, Ottensen, Rathausmarkt, Alster, Fischmarkt, St.Pauli, die Köhlbrandbrücke oder den alten Elbtunnel nicht gesehen hat, muss nochmal wiederkommen. Oder direkt morgen mal hin, finde ich.

Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Puh ... Insgeheim hoffe ich ja, dass das niemand liest, den ich kenne. Deshalb brauche ich hier auch niemanden zu grüßen.
Oder doch, natürlich Mama. „Hallo Mama!“
Und meine wunderbare und großartige Frau, die zu mir steht und mich und meine schlechten Scherze erträgt. Die mich in meinen Entscheidungen bestärkt und mit mir steinige Wege geht.
Und meine Tochter. Also, Pauli, wenn du das hier irgendwann mal liest, weil das Internet ja nichts vergisst und du – wenn du alt genug bist – dich auch hier rumtreiben wirst und vielleicht sogar deinen Vater googelst (Benutzt man das noch?): Mit knapp vier warst du der Hammer und ich war dein Fan und hab mir von ganzem Herzen gewünscht, dass es genau jetzt und für alle Ewigkeit so bleibt! Auch wenn du gerade denkst „Oh Papa, wie peinlich!“ ... das gehört dazu zum Groß werden.

Und alle Freunde, die mich begleiten, mir immer wieder tolle und unvergessliche Momente bereiten und mir Kraft geben, wenn ich sie brauche. Dafür bin ich sehr dankbar. Und alle, die tatsächlich bis hier hin durchgehalten haben beim Lesen: Herzlichen Glückwunsch, das war tapfer, ihr habt es quasi geschafft! Und als Dankeschön würde ich euch gerne meinen liebsten Witz vom Indianer und vom Cowboy erzählen, das geht aber leider nur in live. Deshalb hier mein Zweitliebster:

Ein Arzt ist im Altenheim hat mehrere Patientinnen und Patienten besucht, Blutdruck gemessen und sich die Sorgen und Nöte angehört. Es ist schon relativ spät und der letzte Patient, ein wirklich alter Mann ist auch schnell versorgt. Da sagt der Arzt, etwas verhalten: „Sagen Sie mal, Sie haben ja wirklich ein stolzes Alter und sind noch ziemlich fit. Jetzt werde ich auch nicht jünger und aus ganz privaten Gründen würde mich mal interessieren, wann Sie das letzte Mal Verkehr hatten?“
Der alte Mann lehnt sich zurück, holt tief Luft und sagt: „Ach wissen Sie, das wird so neunzehnfünfundvierzig gewesen sein!“
Der Arzt ist etwas entmutigt und merkt an: „Das ist aber schon ziemlich lange her.“
Darauf blickt der alte Mann auf seine Uhr und sagt: „Wieso? Jetzt ham wa zwanzigfünfzehn ...“


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