Kathrynsky's: streetart
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Samstag, September 05, 2015

“Yalla” Mural in Düsseldorf - von Julia Benz

Samstag, September 05, 2015 0
“Yalla” Mural in Düsseldorf - von Julia Benz

"250 Quadratmeter nur für mich!" – als Frau Benz mir von der Möglichkeit für ein neues Kunstwerk erzählte, waren wir beide schwer beeindruckt. Viel mehr Platz als auf einer Leinwand – was macht man mit so viel Platz? Vielleicht all das, was einen beschäftigt darauf bringen? Seit ihrer Reise in den Sudan ist das Leben und die Menschen dort ein Thema, worüber man mit Julia lange reden kann. Lebensweise, Verständnis – könnte ich es auch? Es gibt so viele Möglichkeiten und auch Andersartigkeiten zu bedenken die ganz andere Ausgangslagen und auch Chancen bieten.

Düsseldorf-Lierenfeld im Kuthsweg. Hier ist diese leere Wand von 250 Quadratmeter. Hier leben viele Menschen unterschiedlicher Kulturen, vielleicht genau der richtige Ort um das Motiv einer verschleierten Frau, die Julia im vergangenen Jahr im Sudan fotografierte, zu zeigen. 

Wieso denn verschleiert, muß das sein? "Eine verschleierte Frau heißt nicht zwangsläufig eine unterdrückte Frau", sagt Benzi und erinnert mich daran, dass die sogenannte "Tobe" als traditionelles sudanesisches Gewand schon lange vor der Verbreitung des Islam getragen wurde.

Also ist die Frau, das gewählte Motiv, auch als Appell für Toleranz gegenüber anderen Kulturen zu verstehen. Und die können wir schließlich alle irgendwann und irgendwo mal gebrauchen.


Dienstag, Juni 30, 2015

Millerntor Gallery #5, vom 2. - 5. Juli - Millerntor Stadion / St. Pauli

Dienstag, Juni 30, 2015 0
Millerntor Gallery #5, vom 2. - 5. Juli - Millerntor Stadion / St. Pauli

Die Millerntor Gallery öffnet in die in diesem Jahr zum fünften Mal ihre Tore und wird damit zum Mittelpunkt eines urbanes Festival, was Kunst, Film und Musik in ungewöhnlicher Location -  einem Fußballstadion - verbindet.

Mehr als 130 Kunstschaffenden und über 50 Helfer engagieren sich hier freiwillig. Doch es wird natürlich etwas eingenommen, diese Einnahmen, durch den Kunstverkauf außergewöhnlicher Werke von Streetart Künstlern, Fotografen und anderen Kunstschaffenden, werden zur Durchführung der WASH Projekte von Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. in Afrika und Asien gespendet. (WASH bedeutet Water, Sanitation, Hygiene und ist ein offizieller Begriff in der Entwicklungshilfe. Wir machen daraus WASH - Water, Art, Sanitation, Hygiene.) Weil es wichtig ist dort zu helfen.

Und weil es schön ist, sich die Kunst hier anzusehen, ich hab schonmal ein bißchen gelinst:


Ein Teil des Werkes von Julia Benz


 Fabian Wolf auf dem tragenden Pfosten


Wasservergleichsprojekt via Photographie vom Berliner Künstler Ulf Saupe.


Am Donnerstag geht es los und noch mehr Millerntor Gallery Infos bekommt ihr HIER.

Mittwoch, Juni 17, 2015

60 Jahre Kunst in Hamburg = 3 + 17 + 13 + 5 + 13 + 9

Mittwoch, Juni 17, 2015 0
60 Jahre Kunst in Hamburg = 3 + 17 + 13 + 5 + 13 + 9

Kunst Kunst Kunst – gibt es in Hamburg eine Menge. Ich empfinde es so, als könnte man fast in jeder Woche zu einer neuen Ausstellung gehen. Aktuell zum Beispiel in die Affenfaust Galerie. Nachdem sie sich räumlich erst vor vier Wochen vergrößert hat, haben sie am letzten Wochenende schon ihre zweite Ausstellung eröffnet. An dieser sind 22 Künstler beteiligt die einen Querschnitt junger Kunst von der Installation, Ölbildern und Street Art zeigen. Diese 22 sind sonst in sechs verschiedenen Hamburger Galerien zu sehen: Feinkunst Krüger, heliumcowboy, Mikiko Sato, Oel-Früh, Kramer Fine Art, sowie der Affenfaust Galerie. Zusammen sind diese sechs Kunstinstitutionen 60 Jahre alt und diese stattliche Jahreszahl wird mit einer Gruppenausstellung gefeiert.

Da ich am letzten Wochenende durch die Strassen von Paris gestreift bin (Street Art Bilder und mehr kommen noch), konnte ich nicht vor Ort sein, hatte jedoch gestern das große Glück mit einem der Künstler, dem wunderbaren Fabian Wolf, ein paar Stunden allein in der Galerie zu verbringen. Montag bis Mittwoch ist der ehemalige Supermarkt in der Paul-Rosen-Straße (Nummer 43, 22767 Hamburg) nämlich geschlossen, doch bis zum 11.07.2015 habt ihr Donnerstag und Freitag von 17–21 Uhr und Samstag und Sonntag von 14–18 Uhr die Möglichkeit euch die Kunstwerke anzusehen. 

Hier ein paar meiner Favoriten – die Wand von Fabian Wolf (Galerie Affenfasut) beinhaltet: 'Brotherhood of the False Faces', 'Faceless', 'Firebug', 'Lady Death', 'Ultra-Humanite', 'Shut down the earth', 'Overlord', 'Skyhook', 'Psycho-Man', 'Abattoir' und 'Mephistopheles':
 

Der Kampf mit sich selbst, dem Inneren oder dem Freund, Feind, Partner, gerade mit den Menschen die einem nah sind, ist es oft nicht leicht und doch gibt es die Ergänzung ... das Leben besteht immer aus Entscheidungen, die einen neuen Weg nach sich ziehen. Sich von der Angst nicht in die Enge treiben lassen oder auf den Scherben stehenzubleiben, ist nicht immer so leicht, doch auch das Feuer der Gewohnheit brennt irgendwann aus und dann, ab und an muß man kämpfen. Es ist ok zu fallen, denn es geht weiter und auch vorbei und fängt wieder neu an.

Meine liebste Julia Benz (Galerie Helium Cowboys) ist auch dabei, ich freu mich immer wieder ihre Kunst zu sehen und bin schon ein wenig aufgeregt, denn es gibt ein Projekt, was bald veröffentlicht wird, wo sie sich in einen neuen Bereich wagt und das Ergebnis ist so toll – seid gespannt, bald mehr. Bei dieser Ausstellung ist sie mit "Nature Package", Acryl, Tusche auf Leinwand, vertreten:


Hiroshi Takeda aus Japan (von der Galerie Mikiko Sato) hat eine ganz besondere Technik bei der Erschaffung der Bilder. Teilweise sind es mehrere hunderte Lackschichten, die immer wieder sehr dünn aufgetragen werden. So entsteht eine Tiefe, obwohl es "eigentlich" nur ein paar Zentimeter sind. Ich mag die zarten Farben und dass es in dem Bild so viel zu entdecken gibt, hier nur ein Beispiel:


Das PimmelWimmelbild stammt von Boris Hoppek, der von der Galerie Helium Cowboys vertreten wird. Diese war übrigens eine der ersten Galerien Europas, die abseits vom traditionellen Elitedenken des Kunstmarkts eine neue Generation urban geprägter Künstler vertreten hat:

 
Ebenfalls aus dieser Galerie (die neuerdings von Frida Mindt geleitet wird), kommen die Arbeiten von David Shillinglaw, den ich schon in den letzten beiden Jahren bei der Millerntor Gallery so toll fand, hier auch wieder:
 

Und, last but not least, ein vierter Künstler aus der Galerie in der Hamburger Neustadt: Victor Castillo. Ich hab kein gutes Bild hinbekommen, doch seid ihr vor Ort, schaut euch unbedingt seine Arbeiten an.

Diese Art von Zusammenschluß für eine Ausstellung find ich toll – bitte mehr davon.

60 Jahre Kunst in Hamburg
Bis 11.07.2015 in der Affenfaust Galerie, Paul-Rosen-Straße 43, 22767 Hamburg
Donnerstag und Freitag von 17–21 Uhr und Samstag und Sonntag von 14–18 Uhr

Mittwoch, November 19, 2014

Berliner Straßengeschichten aus Moabit

Mittwoch, November 19, 2014 0
Berliner Straßengeschichten aus Moabit



Am letzten Wochenende habe ich mich aufgemacht um Berlin auszukundschaften. Einige Stadtteile sind mittlerweile auch außerhalb der Haupstadt bekannt, Moabit ist ein fast Unentdeckter. Ich war nicht allein, insgesamt haben sich 13 Blogger mit ihren Smartphones auf eine Erkundungstour begeben um den Berlinhorizont zu erweitern.

In dem Ortsteil der von den Wasserstraßen der Spree, dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, dem Westhafenkanal und dem Charlottenburger Verbindungskanal umschlossen ist, habe ich mich fast nordisch heimisch gefühlt, denn es ist ja eigentlich eine künstliche Insel, die durch 25 Straßen-, Bahn- und Fußgängerbrücken mit der Stadtlandschaft verbunden ist.

Der Host der Veranstaltung war ein Mobilfunkanbieter - für sie als Stadtführer dabei war Superinstagramphotographen thomas_k.
 


Thomas Kakareko aka thomas_k hat auf Instagram viiiiiiiele Follower, dieser Erfolg verpflichtet ihn quasi dazu uns ein paar Tipps zu geben und von seinen Erfahrungen mit der Foto-und Video-Sharing-App für Smartphones zu erzählen. Wie bekommt man bessere Photos, wie sieht es mit der Bildkomposition aus, Licht und Bearbeitung der Bilder – es ist oft Geschmack und über den lässt sich bekanntlich streiten, doch geht lieber nah ran als zu zoomen, Bilder ohne Rahmen kommen besser an und dann gibt es noch ein paar Apps die er zur Bearbeitung emphielt: Snapseed, Noir, VSCO, TouchRetouch und SKRWT. 

Damit wir nicht wirr durch die Strassen liefen, wurden wir von dem Stadtmagazin Mit Vergnügen geführt und bekamen ein paar Insider Informationen zu den Orten. Besonders gut hat mir die Arminiusmarkthalle Markthalle gefallen, sie wurde bereits 1891 eröffnet. Unter der schon damals modernen Eisen-Konstruktionen hatten einst 425 Stände auf 10 Verkaufsgängen Platz, jeder 2,48 m breit – der Mittelgang war einst 12m breit damit auch Pferdewagen, Handkarren und Hundegespanne für den Antransport der Waren Platz hatten, heute stehen auch dort kleine Verkaufstände.

Seit dem Herbst 2010 ist die Markthalle mit dem Ziel der Schaffung als ein "Ort der guten Dinge" und Ort der Begegnung für regionale und Manufaktur-Produkte, Kunst, Kultur und Bürgerbeteiligung wieder neu eröffnet. Leider kann man dort nur am Wochenende essen – so etwas wäre doch auch an jedem anderen Tag eine große Bereicherung. Mich hat die Halle an die Torve Hallen in Kopenhagen erinnert – solche hätte ich auch gern in Hamburg.

 



 Mit dabei waren Andreas – Klon blog, Claudia – claudia um die welt, Dominik – mobile life blog, Dustin – tchnws, Eileen – Ein Zimmer voller Bilder, Maik – langweile dich, Michaela – kosmetik kosmo, Mici – talk asia, Nils – house of reggae, Sophie – dr lima und Susanne – sush testet

Die Bilder sind fast alle von Stefan Groeneveld.

Montag, April 28, 2014

Street Art in Hamburg St. Pauli und der Schanze.

Montag, April 28, 2014 4
Street Art in Hamburg St. Pauli und der Schanze.
Tags, Paste-Ups, Styro Cuts, Figures und und und und. Und was? Was welche Bezeichnung hat und das sich nach oben schauen doch immer wieder lohnt, dass hat Relentless Energy uns am vergangenen Wochenende eindrucksvoll gezeigt. Eigentlich ging es gar nicht so sehr um den Drink, der auch den FC St. Pauli sponsert, sondern um die Kunst, die die Strasse zeichnet: Street Art.

Sonntag morgens, 10:00 Uhr vor der Superbude, 15 Leute setzen sich in Bewegung um durch die Hamburger Schanze und St. Pauli zu ziehen und "Schmierereien" anzuschauen. Auch wenn ich (vielleicht auch dank Hermann) gerne mal vor Mauern und an Hauseingängen verweile, um mir die Bilder im Detail anzusehen, was Lars aka Schabernack uns da an Infos und Hintergrundgeschichten zu Kunst und Künstlern erzählt hat, dass wusste ich nicht. Vor allem die unterschiedlichen Techniken des Malen und Anbringen haben mich erstaunt - oder hättet ihr gedacht, das einige Tags mit Hilfe eines Feuerlöschers an die Wand kommen?

Am Ende des Spaziergangs hatten wir das große Glück auch noch gemeinsam das Fußballspiel des FC St. Pauli gegen den VfR Aalen zu sehen. Die Paulianer haben zwar verloren, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch und ich vermisste ein wenig die Stadionatmosphäre meines Lieblingvereins.


Ein paar meiner Street Art Favoriten seht ihr auf den Bildern, doch es gibt wahrlich so viele schöne Bilder, vergänglich und jeden Tag etwas Neues – ihr solltet euch selbst auf machen um auf einem Spaziergang die Kunstwerke zu entdecken.


Noch mehr Bilder könnt ihr auf den Instagram Profilen der anderen Teilnehmer sehen:

@Danielrehn_on, @olsonobert, @frau_k_aus_hh, @streetartsupporter, @testspiel, @piabruni, @museumsheld, @instaliesel, @arturz, @geschnackvoll, @bosch und last but not least, extra aus Berlin angereist, es hat mich sehr gefreut ihn mal in echt zu treffen: @hermsfarm

Oder alles auf einen Blick auf der dafür erstellten Microsite für das Hashtag #stpaulispringwalk.

 

Mit Laura von Geschnackvoll und Rubi von urban shit und den wärmenden Pullis gegen die nordische Briese im Stadion. 
Danke an alle für den feinen Tag!