Blog goes Work

Immer mehr Bloggerinnen und Blogger arbeiten Hand in Hand mit Firmen, Agenturen und Unternehmen. Die ersten Generationen Blogger haben scho...

Immer mehr Bloggerinnen und Blogger arbeiten Hand in Hand mit Firmen, Agenturen und Unternehmen. Die ersten Generationen Blogger haben schon teilweise ihr Hobby zum Beruf gemacht, andere starten eine steile Karriere. In Vorbereitung auf das Fashioncamp in Wien, bei dem ich, Kathrynsky und Anna Frost als Speaker zum Thema "From Blog to Brand" eingeladen sind, unterhalten wir uns vorab über das Thema (für unsere Stilzeug Kolumne), welches besonders reizvoll für uns ist, da wir beide einen ähnlichen Weg eingeschlagen haben.



Kathrynsky: Blogger sind lange nicht berühmt wie Redakteure oder großen Hollywood-Stars, doch die Definition von Ruhm wandelt sich. Blogger werden von den Menschen, die ihre Websites lesen gekannt und erkannt. Manch einer lebt sehr öffentlich, der andere zeigt Bilder von sich, doch gibt von seinem Privatleben nichts preis. Blogger sind also zu einem gewissen Grad berühmt. Das sehen ja mittlerweile auch Magazine und Marken, denn sonst würden nicht Marken wie Dolce & Gabbana, H&M, Mango und auch eBay, Blogger für redaktionelle, Fotoshootings und Kooperationen "nutzen".
Auch der Mikro-Ruhm baut Markenbekanntheit, sowie Marken-Engagement über digitale Kanäle auf. Medienunternehmen starten Blogger-Netzwerke (Glamour, Teen Vogue, Vogue, Glam in Deutschland) und Agenturen eigene Blogs.
Wo du nun gerade für Klarmobil im Fernsehen warst und ich eine Stunde in meiner Agentur über mich und mein Leben als Bloggerin geredet habe, wie geht das weiter? So im Allgemeinen?

anna frOst: Das ist eine interessante Frage. Vor allem, weil ich glaube, dass wir Deutschen da ziemlich hinterher sind. Während z.B. Chiara von The Blonde Salad bereits ihre eigene Schuhkollektion auf den Markt wirft und bereits für diverse Unternehmen auf Plakaten zu sehen war, probieren deutsche Unternehmen gerade zaghaft aus, wie sie mit Bloggern arbeiten können. Eine Kampagne auf eine Gruppe Blogger zu stützen, ist eben sehr mutig. Aber die Zielgruppe ist erreicht.

Kathrynsky: Ich find es im super und toll, dass es Unternehmen und Kunden langsam wagen und ich denke in der Regel werden sie auch belohnt :) Das es nur noch Modelle machen, ist ja schon lang nicht mehr der Fall. In den "Randgruppen" findet man sich heute schneller wieder.

anna frOst: So sehe ich das auch. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich das Gefühl habe, hier in Deutschland sieht das mit dem "Fangehabe" und dem Gönnen des Erfolgs oder einer Kampagne nicht so einfach, wie z.B. in den Niederlanden, Amerika oder sonst wo aus. Hier wird eher gesagt, dass man sich verkauft, man für Geld alles tut. Im Fall von Chiara z.B. lese ich nirgendwo etwas negatives, dass sie von mehreren Plakaten gleichzeitig lächelt. Ich finde es super. Und wenn sich der Job eines Bloggers in diese Richtung bewegt, WHY NOT? Als Blogger ist man eh irgendwie Rampensau und ein Selbstdarsteller. Wenn das zu einer Win Win Situation wird, finde ich das null verwerflich. Ich denke da an die damalige Vodafone Werbung zurück, in der mehrere Blogger mitgespielt haben, unter anderem Sascha Lobo. Eine Bloggerin hat, nachdem der Shitstorm auf sie losging, aufgehört. Zu schade.

Kathrynsky: Doch, ich glaube jedoch es beruhigt sich gerade, oder hast du nicht das Gefühl? Das "Oh, du nimmst Geld dafür"-Thema ist durch. Die Aufregung des Anfangs ist vorbei. Von mehreren Plakaten gleichzeitig zu lächeln find ich gut, wenn die Bereiche sich nicht überschneiden, wenn doch, mmmh, dann wird es schwieriger mit der Glaubwürdigkeit.

anna frOst: Ja, dadurch, dass alles transparenter geworden ist, hat die Aufregung abgenommen. Und dadurch, dass bekannt geworden ist, dass mittlerweile einige aus der 1. und auch 2. Generation Blogger nun auch hauptberuflich Bloggen oder einen großen Teil ihrer Einnahmen aus dem Blog beziehen, ist alles entspannter.

Kathrynsky: Wie schön, dass es bei uns auch geklappt hat, oder? ;)

anna frOst: Ja. Und ich bin sehr gespannt, was noch so alles kommt! Ich bin bereit!!

Kathrynsky: Es passiert einfach jeden Tag etwas und ich bin auch sehr gespannt, was NOCH alles passiert und auf mich zukommt. Bei mir als nächstes eine Schmuckkooperation!! Yuhuuu!
.

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7 Kommentare

  1. Mist! ich bin nicht da!! hätte euch gerne zu dem thema gehört!
    Nächstes mal... :-)

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  2. Och wie schade, warum denn nicht?
    ABER, bald in Hamburg ist ja auch genau DAS unser Thema! ;) Und da bist du dabei!

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  3. Guten Tag die Damen!

    Eines vorweg: Ich gönne euch euren Erfolg und dass ihr davon und damit leben könnt! Es schaffen schließlich nur wenige Menschen ihr Hobby zum Beruf zu machen. Also ist dies absolut kein Neid-Beitrag!

    Was bei dieser Professionalisierung und Kommerzialisierung in meinen Augen leider immer etwas verloren geht, ist der persönliche Touch, die Meinung und - oh Gott, wie biblisch - das "geschriebene Wort".
    Aber vielleicht ist dieser Schritt zurück (in die Intimität) eine logische Konsequenz, wenn man zur Marke wird!?

    Jedenfalls weiterhin viel Erfolg bei allen Chancen und Möglichkeiten, die euch eure Blogs so bieten!

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  4. Schöner Austausch! Und ich finde es superspannend. -- Ihr macht das prima!

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  5. @LabaNich: Ich weiß ja du magst uns, deswegen keine Sorge ;)

    ... Meinst du das geschriebene Wort in Beiträgen? Bei mir ist es ja z.B. so, dass ich seit ich beim dealhunter bin weniger Zeit für Kathrynsky finde und wenn dann, schreibe und Bilder zeige. Mein persönliches Gefühl sagt mir also, ich würde mehr schreiben.
    In die Intimität zurück finde ich schön gesagt - der Ansatz bei Anna und mir ist da ja ein komplett anderer ^^ . Was sie zeigt ist mir zu intim. Doch genau damit klappt es ja bei ihr, weil die Leute Voyeure sind.
    Oder fehlen dir hier Bilder, bei denen man mal zeigt was man so macht? Die Schuld daran trägt leider Facebook und Twitter und jenes finde ich wirklich sehr schade und überlege immer, soll ich es da, da oder da zeigen, oder überall, aber überall, ist es nicht zu viel.

    Was meinst du? :)

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  6. Als ich damals für Anna schrieb, fand ich es großartig, dass ich mit wenigen Worten und ein paar Gedanken eine Diskussion lostreten konnte, dass man mit Menschen in ein "Gespräch" kommen konnte, einfach, weil man eine Meinung preisgegeben hat. Etwas, wenn man so will, intimes. Auf eine gewisse Art konnte man mich dort schon kennenlernen und hinter diese LabaNich-Maske schauen.

    Diesen Blog hier sehe ich tatsächlich noch als einen klassischen Blog, als ein "Tagebuch" gefüllt mit "Fillipchen" (a.k.a. bunte Bilder) und kleinen Texten und Dealhunter als einen "Job" - das kann man sehr schön trennen. Da gibt es einmal die privatere Kathrin und die Arbeits-Kathrin.

    Ich denke, es gibt zwei Definitionen von "Intim", die man getrennt voneinander betrachten muss:
    Es gibt einmal das "Daniela"-Intim, was Jakob, die Familien und du sicherlich kennen und dann diese "gesteuert"e, professionalisierte Intimität als "Anna", die ja auch ihren Reiz hat und die man bei ihrem Beruf und Leben begleiten kann. Ich will damit nicht andeuten, dass sie sich verstellt: Aber diese verschiedenen Namen stellen ja schon eine gewisse Abgrenzung dar, die bei täglich x-tausend Besuchern auch notwendig ist.
    Früher gab es noch ein wenig mehr Daniela, die zB mit ihrem Bruder bei Burger King sitzt und Burger isst - das fand ich zum Beispiel irgendwie lustig und intim.

    Fashionpuppe ist inzwischen eine kleine Maschine, die laufen muss und soll und das ja nun auch tatsächlich sehr gut tut. Noch einmal: Gratulation!
    Aber diese Intimität, die wir da sehen, ist - in meinen Augen - eine sehr gesteuerte Intimität (völlig zurecht, anders geht es ja nicht!!!), mir persönlich fehlt da nur manchmal ein wenig das Kontroverse, die Meinung, praktisch eine Profilschärfung, die auch zu einer Diskussion führen kann.

    Bei diese super-duper-professionellen, ausländischen Blogs fehlt mir die tatsächliche Nähe - toll wenn jemand eine Schuhkollektion entwirft und man dabei zB mit der Kamera begleitet wird, aber "intim" ist das in meinen Augen nicht mehr; viel mehr langweilt es mich, weil es so furchtbar professionalisiert, so geschäftsmäßig ist.
    Man nennt es noch Blog...sieht aber eigentlich einen One-Man-Firmenpräsentation.
    LesMads ist für mich zum Beispiel kein Blog mehr. Das interessiert mich kein Stück, es ist ein Unternehmen, es ist steril wie ein Fachzeitschrift.

    Ich hoffe nicht, dass es jetzt so rüberkommt, als wolle ich Fashionpuppe zerreißen, das ist mir echt wichtig! Ich habe furchtbar gerne für Anna geschrieben und es gibt Momente, da denke ich mir: Wenn ich könnte, dann würde ich das verschriftlichen und irgendwo online stellen.
    Und ja: Irgendwie bin ich schon stolz darauf, dass ich dieses "Projekt" zu 0,1% mitgestalten durfte.

    Aber lasst euch nicht das Heft auf der Hand nehmen, das ist immer noch euer Blog und keine Litfaßsäule!

    So: Weitermachen!
    Ich lese weiterhin gerne hier und auf Fashionpuppe mit - ich bin ein Freund! ;-)

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  7. @labanich Ich bin zu 100% bei dir!!!! :)

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Danke für Deinen Kommentar! :o)

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