Susanne Panknin. Hamburger Mensch #218 - Kathrynsky's

Freitag, Mai 22, 2020

Susanne Panknin. Hamburger Mensch #218

In den letzten Wochen habe ich vermehrte Sehnsuchtsanfragen nach der Kategorie "Hamburger Menschen" bekommen, also los, es geht weiter. Ich freue mich, dass mein #218er Gast Susa Panknin ist, die bei mir um die Ecke wohnt, die ich jedoch trotzdem noch nie getroffen habe. Was sie macht und wer sie ist, das erzhält sie uns nun selbst. Liebe Susa, leg mal los, woher kommst du und seit wann bist du in Hamburg?

Geboren bin ich in Berlin, aufgewachsen im friedlichen Ahrensburg bei Hamburg und in der Stadt selber bin ich schon lange, seit ca. 1988.



Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich habe mehrere! Ich bin eine Generalistin, im positiven Sinne. Sehr vielseitig und immer offen für Neues. Also eher Unternehmerin als "nur" Marketingberaterin oder Design-Label-Betreiberin. Irgendwie will ich nicht so richtig in die gängigen Schubladen passen. Als klassische Beraterin bin ich "zu kreativ" und auch mag ich weder Blazer noch Perlenketten. Als Kreative bin ich oft "zu sehr hinterfragende" Beraterin. Doch ich glaube, das ist genau die perfekte Mischung für mein Tun. Grundsätzlich habe ich viele Ideen und ich versuche auch wirklich viele davon umzusetzen. Somit ist der Status einer Selbstständigen die für mich größte, persönliche Freiheit.


Und im Moment bin ich froh und positiv gestimmt, denn der Sommer steht vor der Tür - Meine absolute Lieblingsjahreszeit. Das Grün erwacht, es ist hell und warm und vor allem die Zeit, neu produzierte Produkte und Fundstücke meines Interior Design Labels SECOND EDEN zu präsentieren. Das Ergebnis und die „Beute“ des ganzen Winters, den ich auch dieses Jahr wieder in Südostasien verbracht habe, gibt es dann auf meiner Website www.secondeden.de zu sehen und natürlich auch zu kaufen.

Weberinnen der Dorfgemeinschaft.
 


Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich bin ziemlich zufrieden mit dem was ich mache. Ich habe ja mindestens zwei Jobs, die sehr unterschiedlich und abwechslungsreich sind. Das erfüllt mich sehr.
Würde ich noch einmal neu ins Berufsleben starten wollen, würde ich mich wahrscheinlich zusätzlich auf das Thema Psychologie in allen möglichen Ausprägungen konzentrieren. Vielleicht studiere ich das irgendwann auch noch einmal, wer weiß?! Außerdem habe ich meiner Pilates-Lehrerin versprochen, dass ich mit 70 Jahren ebenfalls Pilates unterrichten werde! Es gibt vieles, was ich machen möchte.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Reisen, wann immer es geht.

Freunde treffen, ich habe einen wirklich tollen Freundeskreis.

Pilates machen, ich kämpfe zwar fast immer mit meinem inneren Schweinehund, aber wenn ich dann dabei bin, tut es mir so gut.
 
Lieblingsarbeitsplatz im Atelier in Hamburg

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Seit über 10 Jahren lebe ich im Portugiesenviertel. Aber mein Herz gehört noch immer St. Pauli, dort habe ich vorher fast 20 Jahre gelebt - Ich vermisse mein kleines Dorf mitten in der Stadt.


Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Stadtteil? Eher nein. Das Portugiesenviertel liegt so toll zentral. Aber vielleicht geht es irgendwann wieder zurück nach St. Pauli ...


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Ich will gar kein Traumhaus bauen. Ich hätte viel lieber kleine behagliche Orte an all meinen Lieblingsorten auf der ganzen Welt.


Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Man hat sehr viele Möglichkeiten: Konzerte, Kino, Theater, Museen, Events etc. Auch wenn ich zu wenig Angebote davon wahrnehme. Das Interessante ist die Option, all das machen zu können. Dass einem die vielen Möglichkeiten fehlen, wird einem vor allem dann bewusst, wenn man an einem Ort ist, wo es all das nicht gibt. Außerdem ist Hamburg grundsätzlich weltoffen und international. Das ist toll.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Den ganzen Innenstadtbereich für Fahrzeuge sperren. Nur Taxen, Carsharing-PKWs, Anlieferungen und Anwohner hätten Zufahrtsrechte. In meinem Viertel tobt der Wahnsinn. Wir zahlen fürs Anwohnerparken, finden aber keine Parkplätze. Absurd.


Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Hamburg ist einfach eine sehr schöne Stadt mit sehr hoher Lebensqualität. Wenn man viel in anderen Ländern unterwegs ist, dann weiß man das umso mehr zu schätzen. Ich komme immer wieder gerne zurück. Hamburg ist mein Zuhause.

Nur das Wetter verlangt einem sehr viel ab. Gerade im Winter fehlt mir einfach die Farbe und das Licht. Aber mit der jährlichen „Flucht“ nach Bangkok habe ich da ja eine sehr tolle „Alternative“.


Alster oder Elbe?

ELBE. Hier ist Luft für freie Gedanken. Außerdem ist sie direkt vor meiner Haustür.


Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Ehrlich gesagt 24h, davon aber immerhin 10h im Nachtmodus. Ich nutze es aber auch viel. Emails, Social Media, Nachrichten, Fotos, Kindle ... ja, wie alle prokrastiniere ich zu viel. Aber das ist für mich auch Zerstreuung. Und was ich mir konsequent abgewöhnt habe ist, es im Restaurant auf den Tisch zu legen. Für mich ist mein Smartphone Alltagsgegenstand und unverzichtbar. Und solange ich in der Bangkoker BTS (Nahverkehr) die einzige Person ohne Smartphone in der Hand bin, erscheint mir mein Nutzungsverhalten irgendwie ok.


Keine Frage, doch ein wenig Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest:

Ich finde das wirklich schlimm: Immer, wenn ich nach längerer Zeit zurück nach Deutschland komme, fällt mir auf, wie sehr es sich die Deutschen „bequem“ gemacht haben. Es wird an so vielem rumgenörgelt und viel zu wenig wertgeschätzt, was funktioniert und was wir an Freiheit und Wohlstand haben. Dabei haben wir es im Großen und Ganzen unfassbar gut!


Lieblingssong im Moment?

„When I'm small“ von Phantogram.


Lieblingssong forever?

Habe ich nicht, ich lebe mit einem Musiker zusammen! Aber ich kann den Song „Don't worry be happy“ von Bobby McFerrin nicht ertragen.


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Hafen, St. Pauli, Alster.


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Alle meine Freunde, meine Familie, Achim und „Hallo Hamburg“.

wichtige Mitbewohner im Hamburger Atelier

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