WHO MADE MY CLOTH? - Willkommen zum Fashion Revolution Day Germany - Kathrynsky's

Mittwoch, April 24, 2019

WHO MADE MY CLOTH? - Willkommen zum Fashion Revolution Day Germany

Seit etwa einem Jahr kann ich bei neuen Klamotten sagen, woher diese kommen. Trotzdem weiß oft  nicht, woher wurde eigentlich die Baumwolle für den Stoff angebaut und ist dies wirklich nachhaltig?
Vorher war es war mir nicht egal, doch, da wollte ich ein paar Dinge einfach gern haben.

Und so geht es noch zu vielen. Dafür kauft man meist bei Konzernen, wo die Produktionskette undurchsichtig ist. Die Bilder der überfüllten und eingestürzten Fabriken sind trotzdem bekannt. Ein weiterer Punkt sind die sozialen und schlechten Arbeitsbedingungen am vermeintlich anderen Ende der Welt. "Ist ja weit weg!" - doch je mehr ich mich mit nachhaltiger Produktion beschäftigt habe, umso weniger kann ich diese schnell produzierte Kleidung kaufen. 


Mein Schlüsselerlebnis war der Sparpril, in dem ich mit einer Freundin ausgemacht hatte nichts zu "shoppen". In diesem Monat besuchte ich den Vortrag eines nachhaltigen Taschenlabels und die Gründerin trug einen Pulli, den ich unfassbar schön fand. Ich bin gar nicht davon ausgegangen, dass dieser nicht auch nachhaltig ist. Irgendwann lag er auf dem Stuhl vor mir und ich konnte einen Blick auf das Tag erhaschen. Ich war richtig geschockt, er kam aus einem der größten Textilunternehmen der Welt die dafür bekannt sind, alles andere fair zu produzieren (er war neu, nicht second hand). Was sie danach über die eigenen Produktion erzählte, war toll, doch hatte für mich einen Faden Beigeschmack. Das Wohl der eigenen Arbeiter ist wichtig, doch das der eigenen Klamotte?

Mittlerweile kann ich selbst gar nicht mehr bei den Fast Fashion Konzernen einkaufen. Natürlich habe ich im Schrank vieles, was noch davon stammt, ich trage es auf, sortiere aus, mache Flohmarkt, spende und und und.
 
Seitdem hat sich mein Blickwinkel verändert, ich konzentriere mich auf Sachen, von denen ich weiß, das die Produktionskette transparenter ist. Oder eben Vintage, bzw. Second-Hand. Dies ist gar nicht so schwer, wie ich zuerst angenommen habe und meist kaufe ich lokal, wo ich die Designer kenne. Wer niemanden in der Nähe hat, es gibt auch viele Online-Shops, die Wert darauf legen.

                         BEI UTOPIA FINDET IHR HIER EINE LINK LISTE MIT ONLINE SHOPS

Wenn ihr also demnächst also unbedingt einen Leomuster-Rock (Bsp.) haben wollt, schaut doch mal, bevor ihr dafür zu den üblichen Verdächtigen geht, wo er ganz bestimmt hängt, weil er eben gerade im Trend ist. Zumal bedeutet ein Modetrend, das es eine Wiederholung ist – ihr findet also Second Hand oder bei Mutti im Kleiderschrank sogar eher ein Teil, was richtig schicki UND einzigartig ist. Na klar, es wird sich nicht von 0 auf 100 ändern, doch eine Umstellung ist nötig!

Dafür müssen wir alle anfangen nachzufragen - wer hat meine Klamotten gemacht? Diese Nachfrage passiert bislang noch nicht ausreichend und so wird weiter munter auf Masse und ohne Rücksicht auf Verluste produziert. Nachhaltig zu sein, ist gerade Trend, alle schnell produzierenden oder grossen Modeketten machen da mit, doch nur weil etwas zum Beispiel vegan ist, wurde es noch lange nicht fair produziert.

Macht euch die Mühe und schaut Mal nach, wie Bio und fair er wirklich ist und ob es das Teilchen nicht auch in einem Laden gibt, der etwas über die Produktion und Herstellung erzählen kann. Wir selbst können dies allerdings einfordern – Also fragt nach, schafft Aufmerksamkeit - startet eine Revolution. So kann daraus ein Umdenken passieren. Eine Bewegung, die natürlich ist und irgendwann selbstverständlich.

Dies ist nur der Anfang, denn es gibt in allen Bereichen so viel was getan werden kann. Kosmetik, Pflegeprodukte, Nahrung, Konsumgüter, Spielzeug, Autos, Strom ... Für die Welt, für uns.

Was ist der Fashion Revolution Day?
Menschen aus über 68 Ländern beteiligen sich mit Events, Flashmobs,
Workshops und einer weltweiten Selfie-Kampagne. Prominente und jeder der mag stellen den Modemarken alle die gleiche Frage: „Who made my clothes?“

Die deutsche Initiative startete offiziell im Januar 2014 in Berlin.

Wenn ihr noch mehr darüber erfahren wollt, wo Events dazu stattfinden, oder welche Projekte damit unterstützt werden, besucht mal die Webseite:
https://www.fashionrevolution.org/europe/germany/

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