Holy Holiday in Heiligenhafen - Kurztip ins Beach Motel.

Vor rund einem Monat war ich zu Besuch in Heiligenhafen. Bevor für mich ein neuer Job losging, galt es noch ganz kurz ein paar Tage den Wi...

Vor rund einem Monat war ich zu Besuch in Heiligenhafen. Bevor für mich ein neuer Job losging, galt es noch ganz kurz ein paar Tage den Wind an der See genießen. Zeit zu Zweit Dritt und sich vom Meerwind durch den Tag tragen lassen.


Anfang letzten Jahres waren wir im Beach Motel in St.Peter Ording, nun ging es wieder ins Beach Motel – allerdings nach Heiligenhafen. Dort steht das, an US-amerikanische Stranddomizile erinnernde, Haus seit Ende letzten Jahres zwischen Promenade, Yachthafen und Binnensee. Wäre es wärmer, ich würde mich ein bißchen fühlen wie in Florida.

In 'Holy Harbour' oder auch Heli Hally, wie die Kleinstadt im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein gern genannt wird, angekommen, haben wir natürlich erst den Willkommens-Kuchen auf dem Zimmer verputzt, kurz die Aussicht genossen und dann den direkten Weg an den Strand genommen. Auch wenn es, aufgrund der Lage, aus fast allen Zimmern den Blick auf das Wasser gibt: mit seinen Füßen durch den Sand zu stapfen, sich die kalte Seeluft ins Gesicht wehen zu lassen und mit dem Hund um sein Seil zu kämpfen, ist noch besser.

Unser erstes Zimmer, das Ocean Zimmer.

Wir laufen ein wenig nach links bis zu einer Minidüne, um die Ecke und werden von einem anstrengenden Dackel nicht mehr in Ruhe gelassen ✋ kein Streß bitte 🐶 also ab in die andere Richtung. Da stehen wir auch schon vor der Attraktion des Strandes, direkt vor der Moteltür gelegen: Die 435 Meter lange Seebrücke. Wie alle Häuser, die auf der östlichen Spitze der Halbinsel Wagrien an der Ostsee stehen, ist auch diese auf 15 bis 20 Meter langen Pfählen begründet. Auf drei Etagen ist es möglich auf der Brücke zu entspannen und sich dem Meer nah zu fühlen. Da gibt es das Sonnendeck  hoch über  der  Ostsee,  eine wettergeschützte,  verglaste  Lounge und auch ein großes Badedeck mit Ruheliegen, Sitzbänken,  Klettergeräten und Wasserspielen (diese waren im Winter leider abgestellt) ... und alles mit herrlichem Blick auf das Motel.

Anstatt am Hafen entlang, in die nur ca. 10 Minuten entfernte Kleinstadt zu laufen, haben wir es uns im Holyharbour Grill Restaurant gemütlich gemacht – leider gab es keinen Zimmer Service, denn noch lieber hätten wir uns einfach in das gemütliche Bett gelegt und die Aussicht genossen. Macht aber gar nix, so kamen wir schnell mit den anderen Gästen ins Gespräch und dies war auch ziemlich erheiternd und ein lustiger Abend.

An der gemütlichen langen Tafel sitzen die unterschiedlichsten Gäste gemeinsam beeinander.
Lecker Wein – lokaler Pulli von productmate

Dort ging es nach einer ausgiebigen Schlafpause direkt weiter: Frühstücksschmaus mit Aussicht auf Meer, Seebrücke und Wellen. Auch wenn es dank einer großen Hochzeitsgesellschaft ziemlich wuselig war, im hinteren Teil des Frühstücksbereichs fanden wir unsere Ruhe und Sojamilch.

 

Und nun? Ein ganzer Tag in Hilligenhaven (plattdeutsch) ganz ohne Pläne? Einfach mal loslaufen. Das Stätdchen, was sich seit dem 13. Jahrhundert entwickelt, hat eine interessante touristische Geschichte hinter sich. War hier in den 70/80er Jahren sehr viel los, ging der Besucherstrom bis 2002 spürbar zurück. Dies wurde nicht nur vereinzelnd erkannt, sondern die ganze Stadt setzte sich weitreichend dafür ein, ein neues Tourismus-Konzept zu entwickeln.

Der Yachthafen wurde modernisiert, ebenso das Schwimmbad, das zum Aktiv-Hus mit Spa-Bereich und Saunalandschaft umgebaut wurde. Und eben auch die Seebrücke im Zickzackkurs auf das Meer. Gäste wollen heutzutage im Allgemeinen nicht mehr so lang bleiben und urlauben, doch dafür gern häufiger kommen – habt ihr schonmal ein Ferienhaus gemietet? Ist meist nur von Sonn- bis Sonnabend möglich und so wird ein Kurztrip schwieriger. Doch auch dem soll Abhilfe geschaffen werden, denn das Beach Motel ist nur eines der drei neuen Häuser die vor Ort gebaut wurden. Da gibt es noch die Bretterbude für das etwas jüngere Publikum, das 4**** Hotel Meereszeiten und das Feriendorf – insgesamt 1200 neue Gästebetten!

Was ich spannend finde: Um eine ganzjährige Auslastung zu erreichen, dürfen die Besitzer der Ferienwohnungen ihr Domizil höchstens sechs Wochen im Jahr nutzen. ... Da frag ich mich doch sofort, was ist, wenn sie auch im Winter und an Ostern und im Sommer vor Ort sein wollen? Vielleicht gibt es da eine Regelung, fest steht auf jeden Fall, das sie sich auch im Rest des Jahres verpflichten die Wohnung über eine zentrale Website und Hotline zu vermieten. So sollen heruntergelassenen Jalousien vermieden werden und es das ganze Jahr über möglich sein hier Urlaub zu machen (der Park ist noch nicht fertig, sonst hätte ich die Seite wo es die Häuser zu mieten gibt, gern verlinkt).

Dies bringt natürlich mehr Geld, welches in das Städtchen fließt, doch damit soll auch dem Arbeitsrhythmus von 7 zu 5 Monaten entgegengewirkt werden. Denn, in den meisten Orten an der Küste kommen eben nur im Sommer die Gäste. Der Touristik-Chef von Heiligenhafen Manfred Wohnrade erzählt: "In sieben Monaten haben wir 90 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet – in den übrigen fünf Monaten nur zehn Prozent." Wen das Thema interessiert, es gibt einen sehr spannenden Artikel dazu in der shz, lest euch mal rein.

Ich würde es dem kleinen Stätdchen auf jeden Fall sehr wünschen, denn viele der Restaurants waren im März noch geschlossen, was unsere Essensauswahl, doch nicht unsere Laune geschmälert hat:

Hotelhund Lui und Hermann.
 
Am Fischereihafen könnt ihr direkt Fisch zum essen kaufen.
Im Yachthafen nahe der Innenstadt gibt es rund 1.000 Liegeplätzen


Nass geregnet, doch um viele Informationen reicher, haben wir dann unser neues Zimmer bezogen, die  Cosman Interiour Junior Suite. Von der einen Seite des Hotels auf die komplett Andere – nur ein paar Meter weiter und doch ein ganz anderer Blickwinkel – von hier schaut man auf die Promenade. Dazu gibt es auch noch die Badewanne und den Balkon. Es ist so irre gemütlich, das wir nur ganz kurz im hauseigenen Ocean Spa mit finnischer Sauna, Biosauna und dem Dampfbad sind und dann doch wieder auf dem Zimmer rumhängen.
Schon ist unsere Zeit hier um, doch, weil Fehmarn von der Halbinsel Wagrien so nah ist, können wir nicht einfach nach Haus, sondern fahren natürlich noch über die Fehmarnsundbrücke auf die drittgrößte deutsche Ostseeinsel. Einfach um den Kite-Surfern etwas zuzusehen und noch nicht nach Haus zu müssen.

Mütze: Ambacht - Jacke: Didricksons – Pulli: productmate


Danke an das Beach Motel in Heiligenhafen für den netten Aufenthalt.

Wenn ihr dort mal Gast sein wollt, hier ein paar Fakten:

Es gibt:115 Zimmer und Suiten, das Restaurant Holyharbour Café & Grill mit eigener Patisserie, die Flamingo Bar, die Strandbar Deck 7, ein 700 m² großer Ocean Spa mit Wellness, Sauna, Pool, Fitnessraum und Ruhebereichen innen und außen, fünf Tagungsräume plus ein Sportraum sowie ein Shopgebäude und Geschäften mit Bekleidung und Interieur. Bald auch mit extra Fahrradverleih, im Moment könnt ihr die Beach Cruiser an der Rezeption mieten.

Es gibt folgende Zimmer-Kategorien: Doppel-, Loft-, Family- sowie Friendszimmer. 
In den Lofts gibt es eine Schlafempore auf zweiter Ebene, im Sommer sind diese glaub ich ziemlich warm, doch da finden sie bestimmt eine Lösung. Die Familyzimmer haben einen extra Kinderraum mit Etagenbett und in die größeren Friendszimmer passen bis zu vier Personen.

Die Junior Suiten und Suiten wurden von Kooperationspartnern wie z.B. MINI, Ocean House, Bombay Sapphire, Cosman Interior und PAD Design Concept gestaltet. Weswegen alle anders aussehen, einen Blick in andere Suiten könnt ihr zum Beispiel in den Blogbeiträgen von Freisein oder auch iloveponys werfen.

Preislich geht es ab 79 Euro pro Zimmer los. Der Parkplatz kostet vier Euro pro Tag, die Nutzung von Sauna und Pool sieben Euro und das Frühstück 11,90 Euro extra. 

Hunde sind erlaubt, kosten 15€ extra und bekommen dafür auch ein eigenes Bett und ein paar hauseigen erstellte Leckerlis.

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1 Kommentare

  1. Schöner Reisebericht... Kleine Anmerkung. Heiligenhafen wird Hally genannt, nicht Heli... ;) Gruß Ostseejunkie

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Danke für Deinen Kommentar! :o)

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