Kathrynsky's

Freitag, Mai 25, 2018

Lena Carstensen. Hamburger Mensch #202

Freitag, Mai 25, 2018
Lena Carstensen. Hamburger Mensch #202
Am 02. Juni, kommenden Samstag, findet das Women's Hub nun endlich auch in Hamburg statt. Dort geht es vor allem um gegenseitige Inspiration! Und Vernetzung – für Frauen. Es gibt Frauen, die stellen ihr eigenes Projekt, oder ihre Geschichte vor und die Anderen hören zu und lassen sich inspirieren. Neben dem Lauschen der "Inspirational Talk" ist es auch möglich vor Ort viele kreative Köpfe kennenzulernen. Einen Kopf, eine der Hamburger Gründerinnen ist Lena Carstensen. Wir kennen uns nun seit fünf Jahren und neben ihrem Aktionismus liegt mir vor allem ihr Humor. Mit ihr ist es möglich innerhalb von Sekunden von einem tiefgründigem Gespräch zu sarkastischstem Quatch zu wechsel – herrlich. Mehr über sich und auch den Women's Hub erzählt Lena nun selbst: 

Wer bist du und woher kommst du?

Hey, ich bin Lena und ich bin ein Nordlicht - aufgewachsen an einem See in der Nähe von Plön und dann mit 12 umgezogen an die Ostsee. Abi hab ich in Timmendorf gemacht. Freistunden am Strand verbracht. Meine Kindheit war Bullerbü.


 
Seit wann bist du in Hamburg?

Ich bin 1997, direkt nachdem ich mit der Schule fertig war, nach Hamburg aufgebrochen. Ich wollte mehr als Lübeck zu bieten hatten. Den Sommer habe ich noch durchgeknüppelt und mir dann von meinem Geld meine erste Wohnung mit allem drum und dran finanziert. Hat sich gut angefühlt.


Erzähl mal von deinem Beruf?

Angefangen hat alles im Eventbereich mit einem Volontariat zum Eventmanager. Weiter ging es  mit einem Kompaktstudium in der Immobilienbranche. Damals habe ich für Engel&Völkers gearbeitet. Im Rahmen der internationalen Expansion nach Südafrika bin ich dann als Start-up Manager nach Kapstadt gegangen. Ausgewandert quasi – den ganzen Hausstand in einen Überseecontainer und ab damit ans andere Ende des Globus. Ich habe mehr als 2 Jahre dort gelebt und gearbeitet. Es war eine unfassbar tolle Zeit.

Nach den Immobilien kam für mich der Wechsel in die Produktionswelt. In Kapstadt fing es im Bereich Fotoproduktion an. Zurück in Hamburg habe ich als Freelancer viel Werbung und Musikvideos gemacht. 2003 kam dann ein Angebot vom Studio Hamburg. Seither habe ich genremäßig so ziemlich alles gemacht, was Bewegbild vereint: Talkshows, Spielfilm, Serien, Doku und seit nunmehr 10 Jahren hauptsachlich Unterhaltungsformate - also Show. Die Abwechslung in den Produktionen und das tolle Team mit dem ich arbeite, machen den Job auch nach 15 Jahren noch spannend. 

Spannend ist auch ein Projekt, dass mich aktuell beschäftigt: Mit einer lieben Freundin (Anmerkung: Dannie Q. ist die Zweite im Women's Hub Boot und ihr HH-Menschen Interview gibt es HIER zu lesen.) habe ich mich entschieden, eine bereits in München etablierte Eventreihe in unsere schöne Stadt zu holen. Den WOMEN'S HUB DAY. Der WOMEN’S HUB ist eine Plattform für eine starke Community von Frauen, die sich beruflich und persönlich verwirklichen, weiterentwickeln und wachsen wollen. Wir sind überzeugt, auch Hamburg braucht so eine tolle Veranstaltung! Es gibt so viele großartige Frauen in dieser Stadt. Zeit, sie zusammen zu bringen, damit sie sich vernetzen Gemeinsam ist der Weg. Daran glaube ich und brenne so sehr für dieses Thema.

Potentialentfaltung ist in meiner Lebensphase ein top aktuelles Thema. Auf Gleichgesinnte zu treffen, inspiriert mich immer wieder und beflügelt sicher auch viele andere in Ihrem Prozess. Ich persönlich bin davon überzeugt: Es ist an der Zeit, uns zu zeigen und über uns hinauszuwachsen und unser Leben beruflich und privat so zu gestalten, wie wir es leben wollen! Ich glaube, das wir zusammen viel verändern können. Besonders kraftvoll erlebe ich solche Prozesse in der Gemeinschaft mit Frauen. Daher widmen wir dem Thema bei unseren Veranstaltungen einen vollen Tag. Sisters only! Am 2.6. gehen wir an den Start. Unsere große Premiere. Ich bin ganz aufgeregt und wahnsinnig gespannt. Einige Resttickets gibt es noch https://www.eventbrite.de/e/womens-hub-day-hamburg-tickets-45614070914. Die 2. Ausgabe gibt es dann im November. 

The future is female - let’s make a change, together!



Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Seit mein Sohn in der Schule ist, bohrt der Gedanke in mir: Ich werde Grundschullehrerin. Wenn ich ihn morgens in die Klasse bringe, ist dies Frage in meinem Kopf: Ich würde so gerne hier bleiben, will jemand lieber zum Fernsehen?? Ich würde gerne tauschen.
 
... Dann würde ich Yoga, Meditation und Glück unterrichten. Und Mathe, das mochte ich immer gern.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich bin gerne draussen. Und am Wochenende fahre ich mal raus aus der Stadt und in der Natur. Ich kann wunderbar umschalten von arbeiten auf Freizeit und runterfahren. Ich liebe es auszuschlafen und manchmal lege ich mich mit dem Frühstück wieder zurück ins Bett und lese. I love it! Genauso wichtig ist es aber auch Freunde zu treffen. Es gibt so viele tolle Menschen in meinem Umfeld. Ich ich liebe es tanzen zu gehen. Mein Favorit ist im Moment die MS Hedi. Ich liebe es schwofend über die Elbe zu fahren und dabei den Blick auf meine Hamburg von der Wasserseite zu genießen.




In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Karoviertel - St. Pauli


Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Ich liebe es hier und könnte mir keinen besseren Ort vorstellen. Die Nähe zum Park und zur Elbe und trotzdem - gerade in unserer Straße - die Ruhe und das Gefühl einer Dorfstraße.



Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

In Portugal oder Griechenland. Definitiv am Meer. Und morgens gehe ich surfen. Abends den Sonnenuntergang an einer langen Tafel mit Freunden.



Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

ÖPNV für Umme. Mehr bezahlbarer Wohnraum in Konzepten die generationsübergreifend sind. kostenfreie Kinderbetreuung. mehr soziale Gerechtigkeit.

Und Stellplätze für TinyHouses in Citynähe als Wochenenddomizil.


Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Ich bin ein Küstenkind und brauche die Nähe zum Wasser. Außerdem mag ich es lieber kleiner und ruhiger.  Mir ist Berlin gefühlt schon zu groß. In Hamburg setzt Du Dich aufs Fahrrad und kommst überall hin. In Berlin fährst Du von An ach B und bist ewig unterwegs. In New York war ich bisher noch nicht, hat sich noch nicht ergeben bzw. war noch nie auf meiner Hitliste. Copenhagen und Lissabon fände ich in Europa auch spannend.


Alster oder Elbe?

Ganz klar Elbe!! Das fliessende Wasser und die großen Pötte, da geht mir immernoch das Herz auf. Außerdem stecke ich gerne meine Füsse n den Sand. Nur baden mag ich da leider überhaupt nicht. Aber dafür gibt es ja die Dove-Elbe.


Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Solange ich wach bin. Ansonsten stelle ich es bewußt auf Flugmodus, wenn ich schlafe. Im Urlaub kann es passieren, dass ich durchgehend offline bin. Ich bin lieber im Hier und Jetzt. Social Media is no Hype vor me. Ich finde Smartphones praktisch aber ich kann auch gut ohne.

 
Lieblingssong des Moment?

Lieblingssong forever?

Oh, es gibt so viele! Manche mag ich so gerne hören, weil damit Emotionen und Erinnerungen verbunden sind, andere sind toll zum mitsingen. Und dann gibt es die zu denen ich super gerne tanze. ich kann mich da nicht festlegen.

 
Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Alter Elbtunnel
Speicherstadt
und Planten un Blomen



Mittwoch, Mai 16, 2018

The indoor Generation - It's up to us!

Mittwoch, Mai 16, 2018
The indoor Generation - It's up to us!
Draussen Zeit verbringen ist für mich gerade im Urlaub das Normalste überhaupt ... Warum sollte ich bei all dem, was es im Urlaub zu entdecken gibt, im Gebäude sein?

In diesem Film wird die Frage generell gestellt ... Und wenn ich den Film sehe, frage ich mich, möchte ich so leben? Eigentlich nicht! Nein! Wie geht es euch?


We spend 90% of our life indoors.

We have become The Indoor Generation and it is affecting our health and wellbeing. See the disturbing truth about your indoor life here: the indoor generation


Company: The VELUX Group
Website: https://www.velux.com
Facebook: https://www.facebook.com/velux/
Twitter: https://www.twitter.com/VELUX
Instagram: https://www.instagram.com/veluxgroup/

Dienstag, April 10, 2018

Ein Buchtipp: Gott bewahre von John Niven. Gelesen von mir 🙋

Dienstag, April 10, 2018
Ein Buchtipp: Gott bewahre von John Niven. Gelesen von mir 🙋


Der Wunsch in diesem Jahr mehr zu lesen, wird erfolgreich in die Tat umgesetzt. Im Moment lese ich die Bücher von Kathrin Weßling – Super und dir? und Katrin Bauernfeind – Alles kann, Liebe muss: Geschichten aus der Herzregion. Beide Bücher kann ich sehr empfehlen! Dank dem Talk-O-Mat mit Visa Vie und Max Raabe ist mir ein weiteres Buch wieder eingefallen, welches ich euch heute gern empfehlen würde: Gott bewahre von John Niven.

Dieses Buch habe ich vor Jahren gelesen und bin immernoch der Meinung, es sollte als Standardliteratur in der Oberstufe gelesen werden. Trotz des göttlichen Titels, bedarf es keinem Glauben um an dem Buch Gefallen zu finden, es relativiert die Religion an sich – auf Werte die wir untereinander leben sollten. Und dies wird äußerst polemisch beschrieben. 

Vor vier Jahren durfte ich einen Teil des Buchs für ein neues Produkt des Elektronikhersteller Samsung lesen. Wir haben damals zwei Stellen eingesprochen (gelesen?), doch die Zweite war am Ende zu sarkastisch und blasphemisch und durfte nicht online gehen 👀 ...

Schaut mal rein, vielleicht habt ihr danach ja Lust auf das Buch:



Samstag, April 07, 2018

Glückstag - Rooftop Session mit Giuseppe Porrello

Samstag, April 07, 2018
Glückstag - Rooftop Session mit Giuseppe Porrello
 

Unter sein Video bei YouTube hat jemand geschrieben: "Sonne für die Seele". So fühlt sich das Lied von Giuseppe Porrello auch an, egal wann. Neben anderen Projekten ist Giuseppe der Hauptkopf seiner Band GASTONE, die ihr euch mal live ansehen solltet.

Doch heute, hier und jetzt ist erstmal Glückstag:





Freitag, April 06, 2018

Jens Sroka – Hamburger Mensch #201

Freitag, April 06, 2018
Jens Sroka – Hamburger Mensch #201
Ich habe schon in einigen seiner Häuser geschlafen und mich immer gefragt, wo war der Anfang von allem? Gerade am letzten Wochenende war ich noch in Heiligenhafen und habe mich ein paar Tage richtig gut entspannt (die Geschichte dazu kommt noch). Wer steckt dahinter, wer hatte die Idee dazu und überhaupt lieber Jens, wer bist du und woher kommst du?

Moin, ich bin Jens U. Sroka. Geboren bin ich in Hamburg, aufgewachsen in Ahrensburg.


Seit wann bist du in Hamburg?

Seit 2013 bin ich wieder „fest“ in Hamburg. Vorher war ich sehr viel unterwegs, im In- und Ausland. Das bringt mein Job in der Hotelbranche mit sich, da sind die Lehrjahre richtige Wanderjahre. Aber meine Ausbildung zum Hotelfachmann habe ich auch in Hamburg gemacht, im Atlantic Hotel.


Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich bin gelernter Hotelier. Seit ein paar Jahren entwickle und betreibe ich spannende Hotelkonzepte, vor allem für die deutsche Küste, also Nord- und Ostsee. Angefangen hat alles im Hotel Ambassador in St. Peter-Ording – das Haus direkt an der Seebrücke gehörte meinen Eltern und mein Bruder und ich haben ihnen das 2006 abgekauft und nach und nach modernisiert. 2007 haben wir direkt nebenan das StrandGut Resort eröffnet, damals das erste Lifestyle-Hotel der Nordseeküste. Das lief super und wir hatten wirklich das Gefühl, zur richtigen Zeit mit dem Konzepthotel an den Start gegangen zu sein. Nach ein paar Jahren hatte ich persönlich Lust, was Neues zu machen - mein Bruder hat dann das StrandGut Resort übernommen und ich habe mich an die Pläne für das erste Beach Motel gemacht. Eröffnet habe ich das dann im März 2013.

St Peter Ording
Deichschafe

Bilder via Christian Perl


Mittlerweile hab ich mit meinem Team ein zweites Beach Motel in Heiligenhafen und die Bretterbude eröffnet. In Planung oder schon Bau sind fünf weitere Häuser – übrigens eins davon auch in Hamburg!

Damit das nicht zu unübersichtlich wird, haben wir jetzt eine Dachmarke gegründet: die Heimathafen Hotels.

Die Heiligenhafen Seebrücke
Das Beach Motel in Heiligenhafen

Bilder via Christian Perl


Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Schauspieler. Ich wollte tatsächlich zuerst Schauspieler werden, hab in der Schulzeit Theater gespielt und war auch nicht total schlecht. Aber letzendlich hatte ich nicht den Mumm. Ich hatte keine Kontakte, wusste nicht, ob ich es in dem Job schaffen würde. Ich wollte meine Zukunft nicht vom Glück abhängig machen, da bin ich ehrlich.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich liebe meine Freizeit! Vor allem reise ich viel – am liebsten mit Freunden. Auf den Reisen sammel ich Inspiration und Dekoideen für neue Hotels. Da ich die Inneneinrichtung auch selber mache, ist das für mich total wichtig. Ansonsten koche ich gerne, gehe ins Kino, auch gerne mal in die Elphi, oder lecker essen.



In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du und, möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

In St. Georg und, nee, im Moment nicht. Bis vor Kurzem hab ich noch in Harvestehude gelebt, das war mir aber irgendwie zu „gesettelt“. Wenig Menschen auf den Straßen und dann auch nur eine Klientel. Da ist mir das bunte St. Georg lieber.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Hmm, wahrscheinlich wäre das eine urige Hütte in Skandinavien, ganz gemütlich, romantisch. Mitten in der Natur. Großes Fenster raus in die Natur. Mit Feuerstelle, ohne Fernseher und ohne Ablenkung. Das stelle ich mir sehr schön vor.

Bilder der Bretterbude von Andrea Flak


Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Das große kulturelle Angebot. Die Elbphilharmonie und die Laeiszhalle, aber auch ganz einfache und reduzierte Angebote, z.B. in der Schanze.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde, ganz platt, den Harvestehuder Weg vor dem amerikanischen Konsulat an der Alster wieder aufmachen. Außerdem fänd ich es toll, wenn wir einen Schwimmponton an der Alster hätten.

Anmerkung: Schwimmpoton!!!! 😍😍😍 Meine Rede – aber in der Elbe 😜


Das Beach Motel in St.Peter Ording


Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Weil hier mein Zuhause ist. Weil hier meine Wurzeln sind.  Ich war so viel unterwegs, auch im Ausland, und habe auf den Reisen gemerkt, dass das hier einfach meine Heimat ist.


Alster oder Elbe?

Alster!


Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Tatsächlich 24h, allerdings ist das Ding immer lautlos. Massages und E-Mails werden nicht auf dem Display angezeigt, ich kriege also keine Benachrichtigungen, wenn ich ne Mail kriege. Das würde mich sonst verrückt machen. Wer mich erreichen will, schreibt mir eh am besten eine WhatsApp, gehe selten ans Telefon. 



Lieblingssong des Moments?

We got love von Jessica Mauboy.


Lieblingssong forever?

People von Barbara Streisand.


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Stadtpark, das Treppenviertel in Blankenese und die Speicherstadt.


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Meinen Verlobten, den ich im Sommer endlich heirate. 


Hier findet ihr noch mehr Infos zu seinen Hotels:

Montag, April 02, 2018

Meine Aussichten: Durch die Welt mit Handgepäck

Montag, April 02, 2018
Meine Aussichten: Durch die Welt mit Handgepäck
Ob Wochenendausflug in die Lieblingsmetropole oder lebensverändernde Reise, ob Ozean oder Off-Road: Das Fernweh hat jeden von uns schon mindestens einmal gepackt. Und bis es das dass nächste Mal tut, ist es nur eine Frage der Zeit. Garantiert! Mich hat es im vergangenen Jahr so oft gepackt, dass ich mir vorgenommen habe, ich möchte im Jahr 2018 gerne viele andere Orte sehen (auch wenn es in Hamburg wunderschön ist), dafür muß ich nicht die halbe Welt umrunden, nur mal weg von zu Haus.

Das Jahr startete für mich auf Juist, dann ging es auf das Travel Festival nach Berlin. Die vermeintlich kleine Schwester der ITB ist eine sehr liebevoll hergerichtete Messe, die in diesem Jahr zum ersten mal stattgefunden hat. 80 handverlesene Speaker haben ihre Erfahrungen auf der Bühne, in Live-Workshops und im Rahmen des interaktiven Programms mit den Besuchern geteilt. Und ich habe mir viele Orte (vor allem in den Niederlanden) angesehen, um mein Fernweh anzuheizen.

Im März ging es nach Schweden (ich sortiere noch die Bilder von dieser schönen Reise), an diesem Wochenende habe ich in Heiligenhafen relaxed und bald geht es nach Bali. Ungefähr 90% meiner Freundinnen haben sich dieses schöne Fleckchen Erde schon angesehen, nun bin ich an der Reihe und trotz der langen Reisezeit aufgeregt.

Und im Mai, da wartet für mich das größte Abenteuer seit langem auf mich. Ich mache mal richtig Ferien, wie es als Schüler in den Sommerferien möglich war. Drei Wochen Griechenland. Strand und Meer und Hitze. Und hoffentlich vor Langeweile nicht wissen, was man tun soll. Danach geht es in die Niederlande (obwohl ich wegen der WM gerade nochmal alles überdenke 👀 ) und den Sommer über gibt es ein paar Orte in Deutschland die ich bereisen möchte (alles Kurztrips). 

Meine Challenge an mich: Alle Reisen bestreite ich ausschließlich mit Handgepäck – bedeutet, es muß alles in einen Koffer passen, der nur 55 x 40 x 23 cm groß ist und höhstens 8 kg wiegt. Am Ende hat man meist doch zu viel und nutzt nicht alles. Auch nicht in drei Wochen. Die Herausforderung dabei ist aber natürlich trotzdem die Auswahl. Deswegen, gibt es irgendwelche Tipps und Tricks? Alles nur in Schwarz, dann kombiniert es sich besser oder wie handhabt ihr es?



"Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an." 
Kurt Tucholsky

Freitag, März 30, 2018

Cathy Bernhardt. Hamburger Mensch #200

Freitag, März 30, 2018
Cathy Bernhardt. Hamburger Mensch #200


Ich war mit einer Arbeitskollegin essen und die Besitzerin des Restaurants kam zu uns an den Tisch. Wir plauderten ein wenig und als sie wieder in der Küche verschwunden war, meinte meine Kollegin: "Es ist schön Freundschaften zu haben, wo das Vertrauen so sichtbar besteht." Ich habe fast geschluchzt, denn die Inhaberin, Cathy, und ich kennen uns erst ca. ein Jahr und doch war von Beginn an eine sehr große Sympathie vorhanden. Mein Girl-Crush quasi. Nun ist sie Hamburger Mensch #200 - 200! WOW! Danke an alle, die bislang mitgelesen und auch mitgemacht haben. Heute gibt es mehr von Cathy – sie ist toll, am liebsten hätten wir für ihren Laden ein Abo oder mindestens eine Stempelkarte, so oft sind wir da. Deswegen und wegen noch mehr erzählt sie uns nun selbst von sich – wer bist du Liebes? 

Moin, ich bin Cathy, 28 Jahre alt und bin die Inhaberin vom HAPPENPAPPEN

Bilder via Kai Cuno


Woher kommst du? 

Ursprünglich aus einer Kleinstadt namens Cloppenburg. Das liegt noch so ca. eine Stunde hinter Bremen. Dort gibt es eines der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands. Wem das immer noch nichts sagt: Oldenburg - die nächst größere Stadt. Dort habe ich auch mal für ca. zwei Jahre gewohnt. Mit 17 bin ich dorthin gezogen, der Grund war, haltet euch fest, meine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten - olé!


Seit wann bist du in Hamburg?

Seit knapp 6 Jahren. Ursprünglich habe ich hier in einem großen Forderungskonzern gearbeitet. Zuletzt als Coach/Trainerin intern. Kaum zu glauben aber wahr. In der Gastronomie bin ich schon seit 14 Jahren, immer als Aushilfe, angefangen mit 14 in einer Eisdiele. Ich brauchte das nebenbei als Ausgleich und natürlich auch die Kohle. Hat etwas gedauert bis ich gemerkt habe, dass die Gastro meine heimliche große Liebe ist. Aber dann kam sie, mit Anlauf.



Erzähl mal von deinem Beruf? 

Nachdem mir in meinem alten Beruf irgendwann der Kragen geplatzt ist und ich gemerkt habe, dass ich total fehl am Platz bin, habe ich mich wieder der Gastronomie zugewandt. Jetzt betreibe ich auf St. Pauli ein kleines Restaurant (manche sagen auch Café, ich weiß es selbst nicht so recht) --> www.happenpappen.de.
 

Wie das dazu kam (Kurzversion): Das Happenpappen wurde Mitte 2013 in Eimsbüttel gegründet, 2014 bin ich als Aushilfe dazu gestoßen und im Januar 2016 habe ich den Laden komplett übernommen, da war ich 25. Knapp ein Jahr später musste ich ziemlich unerwartet die Räumlichkeiten in Eimsbüttel aufgeben. Das war eine harte Zeit. Ist eben doch nicht alles Zuckerschlecken. Eine neue, bezahlbare Fläche für eine Gastronomie zu finden ist abartig schwierig in Hamburg, aber ich liebe ja Herausforderungen, haha. Das Karma meinte es gut mit mir und so zog es mich in die Feldstraße bzw. nach St. Pauli. Manchmal kommt es eben so, wie es kommen soll.
Die Ärmel wurden hochgekrempelt, das Happenpappen für ca. 1 Woche geschlossen und zack bumm, fertig war das neue Zuhause. 
Mittlerweile beschäftige ich 26 Leute und habe das weltbeste Team, wirklich 💙. Wir haben 7 Tage die Woche geöffnet. Es gibt einen täglich wechselnden Mittagstisch, ganz viel Kuchen, abends Burger & Burger-Bowls und am Wochenende 'Breakfast all Day long'!

Bei uns ist alles frisch, hausgemacht und wirklich lecker und vegan. Alles. Es gibt nichts vom Tier. Bevor sich jetzt jemand ins Hemd macht: Ich glaube 80 % meiner Gäste sind nicht vegan, die kommen einfach weil es schmeckt, vegan hin oder her. Das ist für mich das größte Lob und mein Ziel. Ich will einfach was gutes kochen was jedem schmeckt, zeigen wie eine vegane Küche aussehen kann. Weg von den blöden Klischees.



Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Schwierig, ich kann mir wirklich nichts anderes vorstellen. Vielleicht würde ich mir einen alten Hof kaufen und einen Gnadenhof gründen um alle Tiere zu retten. Dann könnte ich noch Gemüse anbauen, Schnaps brennen und den ganzen Tag in Gummistiefeln rumrennen. Bestes Leben 💚


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Gute Frage - ich gehe gerne mit meinem Freund Max bouldern und ansonsten freue ich mich schon wenn es klappt Freunde zu treffen. Mit meinem Rad durch die Gegend düsen (zu lange nicht gemacht). Ansonsten versuche ich wieder mehr zu lesen (klappt bisher nicht, haha) und ich liebe meine Couch richtig doll.  Einfach mal schlafen. Genauso liebe ich es aber auszugehen, Bier zu trinken und sich die Arbeit vom Körper zu schütteln – bestes Gefühl. Selbstständigkeit ist das Schönste & gleichzeitig Schlimmste was dir passieren kann. Man hat wirklich so wenig Zeit aber andererseits weiß man kleine Dinge so zu schätzen. Bereut habe ich es aber NIE, dafür liebe ich es zu sehr! Wenn ich mich mit einer Freundin auf ein Kaffee treffe, platze ich schon fast vor Glück und Freude. Mehr braucht man nicht. Zeit ist wirklich das Wertvollste.



In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

ST. PAULI 


Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Niemals - lieber schieße ich mir ins Knie.



Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

St. Pauli (oder Norwegen aber dann nur ein Ferien-Traumhaus).



Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Die Elbe, der Hafen, die Kneipen, der Schnack, die Menschen / die Gemeinschaft, die Schönheit, das Bunte, die Möglichkeiten die man hier hat – alles, sogar das Schietwetter 💘 

💖💖💖


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Die Gott verdammten Mieten runterschrauben, mich um die Steuern kümmern und dem Finanzamt mal zeigen wo der Hammer hängt. Ich würde das veraltete Schulsystem gerne abschaffen und dafür sorgen, dass es Menschen die sich selbstständig machen wollen leichter von der Hand geht. 


Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Beides ist mir ehrlich gesagt zu groß und weitläufig. Hamburg fühlt sich nicht wie eine Großstadt an. Ich brauche das Muckelige. Man fühlt sich hier so geborgen. Ausserdem brauche ich die Elbe & den Hafen!


Alster oder Elbe?

ELBE!



Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

 24/7. Und wenn ich ganz verrückt bin, schalte ich mein Handy manchmal vorm schlafen gehen in den Flugmodus.

Keine Frage, doch ein wenig Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest:

Ich wünsche mir mehr Zufriedenheit und „lieb sein“ von allen Menschen. Zu oft sehe ich garstige Menschen, Gehetze, Egoismus etc. Jemanden einfach mal anlächeln, Türen aufhalten, Oma Ernas Koffer die Treppe hoch tragen uvm. sind so kleine Dinge die andere Menschen glücklich in den Tag gehen lassen und einen selbst auch. So kleine Dinge bereichern einen schon so sehr und würden einiges ändern. Es sollten alle ein bisschen aufeinander achten.



Lieblingssong des Moment?

Spotify - Dein Mixtape 1 



Lieblingssong forever?



Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

 


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Alle die bis hierhin gelesen haben, meine Family (huhu Mutti), meine Freunde, mein großartiges Team & ein dickes Küsschen für Max.

Tschüss 💖