Montag, Dezember 22, 2014

'Early Spring Day' – In Korea ist schon Frühling ...

... zumindest in der Dezember Ausgabe der Dazed & Confused. Michael Schwartz fotografierte das Model Chiharu Okunugi für die Strecke 'Early Spring Day'. Wir sehen: Muster zu noch mehr Mustern, zu noch mehr Mustern – der Frühling wird vielfältig.


Bilder via Michael Schwartz

Sonntag, Dezember 21, 2014

4. Advent – Verlosung. Endlich was für die Männer!

Nun gab es an den letzten drei Adventssonntagen etwas für die Damen, heute sind endlich die Herren der Schöpfung an der Reihe – damit ihr euch nach Weihnachten den Nikolausibart abnehmen könnt, verlose ich am 4. Advent den Rasierer der Braun Series 9. Wenn es denn sein muß (die Bärte haben ja in letzter Zeit ein ganz schönes Ausmaß angenommen), schafft der Rasierer es euch 50 Minuten am Stück zu rasieren. Durch den integrierten Präzisionstrimmer eignet er sich allerdings auch für die einfache Pflege der Bartstoppeln. Um Koteletten, den Schnurrbart oder den Vollbart zu trimmen, wird der Präzisionstrimmer einfach nach oben geschoben. 

Also werte Herren, oder Damen, die den Rasierer für den Mann haben wollen – erzählt mal, habt ihr euch schon etwas vorgenommen, was im nächsten Jahr als erstes erledigt wird? Schreibt es mir bis zum 28.12. in die Kommentare – dann wird ausgelost. Ich drück euch allen die Daumen!


Die Gewinne verlose ich in Kooperation mit der Agentur Brandzeichen.
 

Samstag, Dezember 20, 2014

Uptown Funk – Mark Ronson and Bruno Mars

Es gibt Freunde, die finden einfach die richtigen Worte und müssen zitiert werden. Über Bruno Mars fand ich den Kommentar eines Kumpels, der mich zum lachen brachte, ironisch herrlich auf meiner Wellenlänge ist und gut zusammenfasst, wie toll der Typ ist, dessen neues Lied am letzten Wochenende immer wieder auf der Glühweinparty gespielt wurde und sich niemand dem Tanzen entziehen konnte:  

"So langsam geht mir der Typ echt auf die Eier: Er kann sich auch ne verschimmelte Mandarine mit Mikado-Stäbchen eingepiekst auf den Kopf setzen und dazu ne vollgeschissene Pferdedecke umhängen und ist immer noch DER Player - Bruno, wir müssen mal wieder reden ..."

Dem ist nichts hinzuzufügen ... außer; Bruno, ich möchte mit dir tanzen!


Mark Ronson ft Bruno Mars - Uptown Funk from Crille Forsberg on Vimeo.


Mit dem Song müsst ihr einfach aufstehen – funky Weekend! 


Freitag, Dezember 19, 2014

Henriette, Jette, Wegner, Hamburger Menschen #66

Heute finde ich keinen richtigen Anfang diese Person zu beschreiben, deswegen geht es mit den Fakten los, wir haben uns im Juni diesen Jahres auf einer Surf & Yoga Reise von Driftwood Travelling kennengelernt (Das neueste Projekt aus dem Hause sind übrigens die Waterkant Touren: Einblicke und Geschichten an Hamburgs Ecken abseits von Barkassen und Doppelstockbussen mit einem VW Bus und in einer kleinen Runde.). 

Jette, mein heutiger Gast der Reihe Hamburger Menschen, war mit ihrer, nur wenige Monate alten, Tochter angereist. Und brachte uns gemeinsam mit ihrer Studiopartnerin Sophia jeden Morgen mit 1,5 Stunden Yoga in den Tag und noch besser vorbereitet auf das Surfbrett. Sie strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, wie man es von einer Yogalehrerin vielleicht erwartet und doch war sie das absolute Gegenteil von dem, wie ich mir bis zu dem Tag vorurteilshafterweise Yogalehrer vorgestellt habe. Und weil ich sie von Anfang an toll fand, war ich irgendwie inspiriert und bin dabei geblieben und auch hier in Hamburg (mal mehr, mal weniger) regelmäßig in ihrem Yogastudio Monkey Mind Yoga zu Gast – schon vor dem Interview: danke dafür Jette! Weil sie selbst viel besser von sich erzählen kann (und ich bin mir sicher, ihr wisst danach warum ich so schwärem), los geht es:

Wer bist du?

Wow, das ist ungefähr eine der heikelsten Fragen, die man einer Yogalehrerin stellen kann ... denn darum geht's doch, oder? Wer bin ich wohl? Neben all den erlernten Rollen, Facetten, Spleens, Neurosen, Überzeugungen und nicht zu vergessen: den Verhaltens- und Denkmustern ...
Und offensichtlich bin ich jemand, der Aufzählungen liebt inklusive merkwürdiger Einstiege in Interviews ...
Sollten mir aber nur zwei Worte zur Beschreibung meiner Person zur Verfügung stehen, wären dies: Naschkatze & Tänzerin!



Woher kommst du?

Das ist ungefähr eine der heikelsten Fragen, die man einer ... nee, Quatsch!
Geboren und gross geworden bin ich in Rostock. Dort gibt es einen wahnsinnig schönen Ostseestrand, und ihm verdanke ich meine tollsten Kindheits- und Jugenderinnerungen. Allerdings trage ich schon immer eine nennenswerte Portion Fernweh mit mir herum, und die rüttelt von Zeit zu Zeit an meinem Herzen, damals wie heute, und dann heißt es Koffer packen und los.

Seit wann bist du in Hamburg?


Nach Hamburg brachte mich ein Praktikum bei einem Fotografen, und das ist jetzt schon ganze 14 Jahre her. Wow, dafür, dass ich nach einem halben Jahr eigentlich gleich weiterziehen wollte, ist doch eine ganz schön respektable Zeit die Elbe runter geflossen ... jetzt sind ja angeblich eh alle nach Berlin gegangen, darum kann man doch eigentlich auch einfach hier bleiben. Ist doch eh die schönste Stadt Deutschlands, oder?
 
Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich betreibe mit meiner zauberhaften Partnerin Sophia Lenz das Yogastudio Monkey Mind Yoga in Eimsbüttel. Dort kann man erstklassiges Yoga kaufen, zubereitet von unserem fantastischen Lehrerteam. Ab und zu steh ich da natürlich auch selbst auf der Matte, und erzähle was vom richtigen Atem und Om Shanti und so ... auch wenn das jetzt  vielleicht etwas profan rüberkommt: es macht tierisch viel Spass, ist sinnvoll & erfüllend. Mir wird nur manchmal ein gewisses, feingeistig durchdrungenes Auftreten von einigen Vertretern der Szene zu viel. Denn nur weil man Yoga unterrichtet, heißt es noch lange nicht, dass man automatisch ein besserer, weil bewußterer Mensch ist, oder das man den Schlüssel für alle Rätsel und Aufgaben unseres komplizierten Daseins parat hat.




Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst? 

Gute Frage ... ich hätte wohl Meeresbiologie studiert, und würde jetzt auf den Philipinen oder vor der Küste Australiens Korallenriffe retten und beschützen. Ich würde jede frisch geschlüpfte kleine Schildkröte einzeln von ihrem Nest im Sand ins Meer tragen und dafür sorgen, dass niemand, absolut niemand! den Kleinen was antäte. Damit hätten wir dann wahrscheinlich eine Überpopulation an Meeresschildkröten, das ganze Ökosystem wäre im Ungleichgewicht und ... wie gut, das ich Yoga unterrichte! Archäologin wäre ich auch gern, aber nur wenn ich was spannendes ausgraben dürfte, sonst wäre das ja total öde. Oder ich wäre Tänzerin in der Pina Bausch Company und würde auf den Bühnen dieser Welt auftreten, oder ich würde Oliven anbauen, und als Familienbetrieb ganz edles Olivenöl herstellen, um das sich dann alle Chefköche der Welt reißen würden. Und wir säßen alle zusammen an einer riesigen langen Tafel vor unserem Haus, würden exzellent speisen und trinken und uns über Gott und die Welt unterhalten. Natürlich vor dem malerischen Bild der untergehenden Sonne. Logisch.
 

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Dann versuche ich seit Neuestem (ca. einem Jahr) meine Tochter zu bändigen, ein völlig zum Scheitern verurteiltes Unterfangen, gehe am Meer spazieren, blättere in völlig überteuerten Architekturzeitschriften, und schau mir all die Dinge an, die ich mir nicht kaufen werde. Oder ich esse Chips vorm Fernseher und schau die Olsenbande.




In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

St. Paulihiiii. St. Paulihiiii! Talstraße.

Ist leider ein bisschen zu viel St. Pauli mittlerweile. Touristenhorden, die sich unter unserem Schlafzimmerfenster  gruppieren, und animiert vom Kiezführer zum hunderttausendbillionsten Mal „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins ...“ schmettern. Es ist immer später als halb eins, immer schief und immer schlimm. Es gibt wahnsinnig fertige Leute dort, aber auch echt die schrägsten, skurillsten Typen. Ich kauf Windeln beim Budni, die falschen Perlen ihre Beautyprodukte, und auf der Straße erzählt mir eine Dame aus heiterem Himmel, dass ihre kleine Schoßhündchenbande unseren Briefträger angefallen hat und sie 20€ zahlen musste. Nachdem sie sich die Wunde hat zeigen lassen, ist sie zu der festen Ansicht gelangt, dass unser Briefträger eine Heulsuse ist, und die kleine Bisswunde höchsten 5€ wert war ... I love it!
 
Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Nope. Wenn, dann schon so richtig weit weg. Raus aus St. Pauli, Hamburg, Deutschland ... eher so.
 

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?


Mein Traumhaus steht logischer Weise am Meer, mit viel privatem Besitz (hehe) drumherum, es duftet nach Pinien, man kann Feigenbäume pflanzen und mindestens 9 Monate  im Jahr mit T-Shirt und Schlappen an den Füßen draußen sein. Es gäbe einen Esel ... und eine Schildkröte.


 
Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt #1?

Kultür? Mit dem ganzen, von Hamburg Marketing angepriesenen Reeperbahntrash, Musicalentertainment  samt Elbphilamoniedisaster kann von Kultur ja wohl nicht die Rede sein! Aber ich darf den Mund nicht zu voll nehmen, ich mach nämlich gar nicht mehr mit beim „kulturellen Leben“.  Ich geh nur gelegentlich in den Pudelz, ab und zu in die Deichtorhallen, oder hol ne Pizza (haha, Kultur!) bei Slim Jim. Mein letztes Konzert ... ich kann mich nicht erinnern. Au Backe.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst? 

Den Job will man ja wirklich nicht geschenkt bekommen. Ich versuche es mal. Zu allererst: Das Leben selbst billiger machen. Mieten, gesundes Essen, und ganz klar autofreie Zonen einrichten. Man kann so prima alles mit dem Fahrrad erledigen. Der Verkehr nervt kollossal, absurd, diese Blechlawinen jeden Tag. Dabei fällt mir ein, ich würde auch vorgeschriebene Fahrtrichtungen für Fahrradfahrer abschaffen, und vielleicht mal nen anderen Architekten als Hadi Teherani engagieren. Ich würde in den Clubs eine Quote für Hiphop gesetzlich vorschreiben, Elektro my ass und jedes Flachdach zur Umrüstung eines Garten oder einer Miniparkanlage frei geben.

Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York? 

Ja warum eigentlich nicht Berlin? Ich hab gehört, da soll es ja richtig abgehen. Total fresh, innovativ, pulsierend ... und New York erst!
 
Alster oder Elbe? 

Auf alle Fälle Hafenrundfahrt auf der Elbe. Die muss einfach alle paar Monate mal sein. So richtig schön mit dem Kutter, flotten Sprüchen und Gischt im Gesicht.

Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?  

Früher musste man mir die Dinger eher aufdrängen. Aber ja, mittlerweile mach auch ich mal mit meinem Telefon ein Foto und schau schnell was im Internet nach. Dann muss ich mir aber immer von meinen multimedial affinen Mitmenschen „Siehste. Siehste. Siehste!“ anhören. Aber ehrlich gesagt, könnte ich auch gut & gerne darauf verzichten. Ich fotografiere lieber mit ner analogen Kamera, schau auf Stadtpläne, die man nie wieder ordentlich zusammen falten kann und rede am liebsten mit Leuten von Angesicht zu Angesicht.


Keine Frage, Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest: 

Kommt jetzt sehr Yogalehrermäßig rüber, aber ich wünschte wir würden einfach viel freundlicher zueinander sein. Wir haben es nämlich ganz gut gertroffen mit unserem Leben hier, ich versteh die Unzufriedenheit, das Genervtsein und das Ich-allein-zähle-Getue nicht. Also mein Aufruf:

Verschwende deine Freundlichkeit an die Anderen – egal ob verdient oder nicht. Mit so einem kleinen authentischen Augenzwinkern durch den Alltag schlürfen, das wär mal was!




Lieblingssong des Moment? 

Och, immer schwierig ... aber vielleicht dieser hier: òlafur Arnolds „Tomorrow´s song“.


Lieblingssong forever? 

Da gibts natürlich auch einige, aber um einfach mal einen Song da rauszufischen, et voilà:

The Roots feet Erykah Badu mit „ You got me“.


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:
  • Ich verfahre mich zwar dort immer regelmäßig und Schweiß gebandet kann ich die Umgebung gar nicht genießen, weil ich jeden Mal denke, jetzt JETZT komm ich wirklich nie nie wieder hier raus: Der Freihafen!
  • Planten un Blomen. Ich hab den Park schwanger und mit Baby echt lieben gelernt ...
  • und dann unbedingt in der Sonne sitzend vor dem Café Johanna.


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür: 

Still loving the Sophizi, so toll das du an meiner Seite bist. Danke für deine Unterstützung!



Donnerstag, Dezember 18, 2014

Kuschelkurs auf ganzer Linie

Ab jetzt wird es gemütlich. Die letzten Termine für das Jahr werden erledigt, die liebsten Hamburger Freunde nochmal umarmt und kleine Glückseligkeiten für die Familie im Ruhrgebiet gepackt. 
Zuhause ist da wo da deine Freunde sind – hallo Ruhrgebiet, bald bin ich wieder bei dir. Und ich freu mich auch schon wieder zurück in den Norden zu kommen. Alles kuschelig.


Mütze: Malaika Raiis – Schal: Ethel Vaughn
Mantel: Zara – Jeans: Gina Tricot
Schuhe: mou Sneaker

Kluge Sprüche, Lebensweisheiten und "Wat mutt, dat mutt!"

Habt ihr schonmal versucht euch nur in Sprüchen zu unterhalten? Wenn man einmal damit beginnt, kann man schwer aufhören. Doch jeder hat ab und an einen Spruch, der einen auf die eine oder andere Art fast verfolgt, eine Lebensweisheiten die zum Moment passt oder gar ein loses Motto, an dem er sich orientiert, oder einen ganz konkreten Satz, der Halt gibt. Denn auch wenn man ab und an genervt ist, wenn man schon wieder "kluge Sprüche" bekommt, "Wat mutt, dat mutt!" und ab und an tun sie ja auch gut.

In der Adventszeit kommt es mir generell so vor, als häufen sich diese Sprüche, vielleicht weil das Jahr zum Ende kommt, die Menschen nochmal ein Resümee ziehen und es eine Menge Dinge gibt, die sich einfach nicht anders begründen oder erklären lassen. Empfindet ihr es, als nicht genug mit dem Thema beschäftigt und oberflächlich, oder passen diese Sprüche eben und man fasst damit alles, was man in vielen Sätzen auseinandernehmen könnte zusammen? Getreu nach Goethe an Schiller: "Entschuldige die Länge des Briefes, ich hatte keine Zeit, mich kurz zu fassen".

Braucht man diese Lebensweisheiten? Was ich in diesem Jahr wieder mal gelernt habe; es kommt schon alles wie es soll, das Leben kann ruhig mal vorlaufen, es kommt schon alles zu seiner Zeit (Genug der Sprüche), es ist eher Zeit zu überlegen was man am heiligen Abend anzieht ;)


Tuch: Codello – Urban Ring: Jonathan Johnson – Karohemd & graue Jeans / Weißes Hemd mit gemusterter Jeans: Lee – schwarzes Kleid und hellblaues Jeansoutfit: Urban Outfitters – gemustertes blaues Hemd und Hose: Monki – Lederjacke: Liebeskind Berlin – buntes Shirt: Santa Lupita – Mütze: The North Face von Neckermann

Mittwoch, Dezember 17, 2014

Mädchen sind manipulativ und subtil. Boy Friend Material.



In der vierten Staffel von New Girl gibt es eine Folge die einem vor Augen führt, wie kompliziert Frauen es sich doch ab und an selbst machen. Vor allem miteinander. Kurz, Jess lebt mit vier Jungs in einer WG und ihre beste Freundin seit Kindheitstagen ist auch immer wieder zu Gast. In der Folge "Girls Fight", die von der Autorin Danielle Sanchez-Witzel geschrieben wurde, mischt sich einer der Jungs unwissend in einen schon lang schwelenden, aber nie ausgebrochenen Streit der beiden Frauen ein und dann geht es erst richtig los.

Mädchen sind manipulativ und subtil.
Missversteht mich nicht: Ich habe seit der Schulzeit sehr gute weibliche, sowie auch männliche Freunde. Ich liebe es mit Mädchen rumzuhängen, ich bin emotional, weine vor Freude, Frust und aus Mitgefühl. Weil es wohl ein bezeichnendes, weibliches Merkmal ist; Ich mag Einkaufen (allerdings am liebsten vormittags wenn die Läden leer sind, oder online), ich habe auch rosane Sachen im Schrank und Schminke im Bad. Ich liebe es die Zeit beim Kaffee trinken und tratschen zu verbringen. ... Über Leben, Träume, Zukunft und Gefühle. Und doch finde ich uns Frauen manchmal furchtbar, wenn ich das ganze Spiel von außen betrachte.

Es wird wohl allen klar sein, die inneren Kabel laufen bei Frauen und Männern nicht gleich. Die Vielschichtigkeit die Frauen haben wollen, steht uns auch oft im Weg. Wir denken über alles und nichts gleichzeitig nach; wir wollen emotional komplexe Individuen sein. Ich möchte nicht pauschal urteilen und es gibt mit Sicherheit auch "Andere", doch vielen Männern ist manches egaler, was bei Missverständnissen von Vorteil sein kann. Denn, wenn Männer kämpfen, kämpfen sie offen. Sie sind wütend, sie laufen vor Wut rot an ... Und dann, wenn die Wut erschöpft ist ... sind sie fertig. Einfach fertig und weiter geht es. Ohne Streit.



Frauen sind nicht so. Frauen kämpfen taktisch. Wir lächeln und wir nicken und sobald die andere außer Sichtweite ist, sprechen wir mit unseren Freundinnen darüber. Es geht meist nicht um die Sache, oder was, sondern darum, wie es gesagt wurde. Wir kämpfen mit Strategie und einem Ziel (auch wenn Dieses nicht unbedingt sinnig ist), passiv-aggressiv ist das, was wir am besten können. Frauen sind emotionale Wesen, wir möchten, dass unser Gegenüber unsere Gedanken liest, damit es weiß, warum wir wütend sind. 

Wir sammeln an, bis wir genug haben, um alles gleichzeitig loszuschießen. Wie Jess in der Folge sagt: "Wir erinnern uns an Dinge!". Wir haben unsere Gefühle irgendwo begraben – bis zu dem Moment an dem wir selbst implodieren. In der Folge löst zum Beispiel eine Handtasche die vor 20 Jahre "weggenommen" wurde, den Streit aus. Die meisten Frauen haben Gedächnisse wie Elefanten und deshalb ist das miteinander kämpfen auch so ein schwieriger Akt. Wir erinnern uns an Kleinigkeiten von vor zehn Jahren, und diese Datei wird genau dann abgerufen und verwendet, wenn wir sie brauchen, um den anderen emotional mit seinen eigenen Erinnerungen zu treffen.



In der Folge "Girls Fight" geht es darum, wie die Menschen kämpfen und wie Konfrontation einfacher zu vermeiden wären. In dem man andere bei ihren Streitereien beobachtet?
Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind klar auf der Hand und doch geht es nicht um den "Kampf der Geschlechter", denn es wird nie versucht, das Publikum davon zu überzeugen, dass die eine oder die andere Art, die Welt zu sehen, richtig ist, sondern, dass es Unterschiede gibt und jeder ein Individuum bleibt. Trotz der Unterschiede können wir voneinander lernen.

In dieser Episode lösen die Jungs ihre Konflikte vermeindlich mit ein, zwei schnellen Schlägen, doch gelöst ist damit auch nix. Die Mädels lernen, dass sie, statt ihre Gefühle zu begraben, sie sich einander gegenüberstehen und reden sollten, wenn Probleme da sind. Ich glaube, es fällt den meisten Frauen schwer Konfrontationen bewusst einzugehen, weil weibliche Freundschaften kunstvoll und fein ausbalanciert sind, sie sind zerbrechlich und sie sind beständig unbeständig. Aber wir erhalten sie mit einer Sorgfalt, einem Lächeln und Latte Macchiato – weil wir sie brauchen. Wir brauchen andere Frauen. Wir kämpfen nicht gern mit unseren Freunden, wer tut dies schon, wir wissen genau, dass, wenn wir etwas Falsches sagen oder tun, unsere Beziehung nie mehr dieselbe sein könnte.
Es gibt keine allgemeine Lösung, doch Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten anzuerkennen und eine unserer Lieblingsbeschäftigung, miteinander reden, hilft. Wir können voneinander verstehen lernen, um uns gemeinsam besser zu fühlen – das was Freundschaft eben ist, ausmacht und weiterbringt!


Boy Friend Material für das Zink Magazine
Photograph: Andreas Ortner
Styling by Hannah Godde 
Hair & Make-up: Sandra Kern
Model: Luisa Bianchin

Montag, Dezember 15, 2014

Die Top-Designer-Barbie für die Vogue Paris

Über die Barbie lässt sich streiten – was macht die Puppe zum Beispiel mit Mädchen und dem Verhältnis zum eigenen Körper? Schließlich hat sie in etwa die Maße von 99-46-84 cm und die sind doch selten. Trotzdem hatten viele meiner Freundinnen und auch ich selbst, trotz sehr emanzipierter Müttern, die Puppe in ihren Kinderzimmern. Viele von uns sind ganz ok und auch es ist fast egal, dass die Puppe 2003 mit einer neuen Körperform auf den Markt kam, bei der waren die Beine kürzer und die Hüften breiter. Diese Form kam zwar näher an den Durchschnitt, entsprachen allerdings auch nicht der Realität und zwei Jahre später kehrte der Hersteller Mattel zur vorherigen Größe zurück. Für mich selbst war die Puppe eben einfach eine Puppe mit Freundinnen, einem supercoolen Auto und einer Wohnung mit Wandklappbett (mega!).

Die Erfinderin der Barbie, Ruth Handlers, entwickelte die Puppe bewusst als Alternative zu den in den 1950er Jahren fast ausschließlich verkauften Babypuppen, die zum Einüben der Mutterrolle dienen sollten. 
Die erste Barbie, die 1953 auf den Markt kam, trug zunächst nur einen Badeanzug; so sollten die Kinder selbst eine Persönlichkeit für die Puppe entwickeln. Diesen Gedanken mag ich sehr gerne – leider wurde die Idee 1973 (als die Barbie Erfinderin Mattel verließ) verworfen. Nach zukaufbaren Outfits, wie z.B. Doktorhut und -robe beschäftigt sich die Puppe seitdem nur noch mit trivialen Themen wie Make-up, Frisuren und Modedesign. Sie hat allerdings nie geheiratet und ist nach wie vor eine berufstätige Frau ohne Kinder, mit eigenem Haus und Auto.

Der Photograph Giampaolo Sgura hat das polnische Model Magdalena Frackowiak und Elisabeth Erm aus Estland für die Dezember Ausgabe der Vogue Paris als lebensgroße Barbie inszeniert. Inspiriert von der Moschino Barbie Catwalk Show gibt es die Gucci-Barbie, Fendi-Barbie, Dior-Barbie usw. im Stil der Designhäuser – Welche der insgesamt elf Barbies gefällt euch am Besten? 





Didriksons Urban Spring / Summer 2015

Wir überspringen mal kurz den Winter und schauen uns an wie das nächste Frühjahr aussehen könnte, wenn man sich modisch und wetterfest kleiden möchte. Das zeigt uns Didiriksons nämlich in ihrem neuen Lookbook für 2015: 


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