Freitag, August 01, 2014

Kai Bösel. Hamburger Menschen #46

daddylicious, ist ein Blog der mal kein Mama-, sondern ein Papablog ist. Ein Angebot für werdende, junge und alte Väter. Dort, so sagen die Gründer, finden Männer relevante Informationen für ihre neue Rolle als Vater. Obwohl ich kein werdender oder Vater bin, schau ich selbst auch gern rein, um eben mal so die Männersicht zu lesen ... das finde ich ganz spannend. Und da bin ich nicht die Einzige – auf der Fashion Week habe ich mit Jana Ina Zarrella darüber gesprochen, ihr Mann Giovanni ist nämlich vor kurzem von daddylicious interviewt worden (schöne Grüße von den Beiden ;) ).

Heute vor einem Jahr startete dieser Papablog – gegründet von Kai Bösel und Mark Bourichter. Einen der beiden (Mark ist nach einigen Jahren Hamburg wieder ins beschauliche Münster gezogen) habe ich heute in meiner Blogreihe Hamburger Menschen zu Gast. Happy birthday und los geht es mit den Fragen:

Wer bist du?


Ich heiße Kai, bin 42, verheiratet, habe eine große Patchwork-Familie mit einer 18jährigen Tochter und einem 16jährigen Sohn und einer eigenen Tochter, die etwas über zwei Jahre alt ist.

Woher kommst du?

Ich komme ursprünglich aus Lübeck. Von da aus hab ich mich die Ostseeküste entlanggearbeitet, nämlich in Flensburg an der Fachhochschule BWL studiert und später eine Zeitlang in Kiel gewohnt.

Seit wann bist du in Hamburg?

Anfang 1999 war ich mit dem Studium durch und bundesweit auf der Suche nach dem ersten Job. Ich habe aber sehr auf Hamburg gehofft, denn für mich ist das die schönste Stadt der Welt. Und im Februar 99 ging’s für mich dann tatsächlich hier los.

Photocredit: Jo Fischer

Erzähl mal von deinem Beruf?

Neudeutsch bin ich wohl ein Entrepreneur, denn mittlerweile habe ich drei Online-Firmen gegründet. Den Ursprung dazu legte mein erster Job bei dem Internet-Portal Lycos in Hamburg, denn damit gehörte ich zu den Online-Pionieren und habe sowohl die Goldgräberzeiten als auch den Crash im Jahr 2000 miterlebt. Meine zweite Station war bei yahoo! und die dritte bei mobile.de. Von dort aus habe ich 2004 zusammen mit einem Kollegen meine erste Firma gegründet: motoso.de, einen Internet-Marktplatz für alles rund um’s Kfz. Aus dieser Firma bin ich Anfang 2014 nach fast 10 Jahren ausgestiegen.

Vor vier Jahren habe ich mit meiner Frau adventman.de gestartet, einen Online-Shop für individuelle Adventskalender. Da können sich die Besucher aus fast 3.000 Artikeln nicht nur die 24 Geschenke aussuchen, sondern auch passende Aufhänger, Klammern und Beutel finden. Und auf Wunsch wird sogar alles zusammengepackt. Seit gut einem Jahr hat der Xmas-Superheld einen Bruder: geschenkman.de ist unser zweiter Shop für kleine Mitbringsel und leckere Spezialitäten zu ganz vielen verschiedenen Themen und Anlässen.

Und mein drittes Projekt ist seit August 2013 online: zusammen mit meinem Kumpel Mark, der genauso junger Papa ist wie ich, betreibe ich ein Online-Magazin für Väter mit dem Namen daddylicious.de (Anmerkung: siehe oben in der Einleitung). Knackige Texte mit Mehrwert, spannende Interviews mit besonderen Daddys, Testberichte zu Familienautos und so weiter. Das geht gerade ziemlich steil, seit Februar schreiben wir eine wöchentliche Kolumne auf stern.de und Ende Mai haben wir den „Deutschen Preis für Onlinekommunikation“ gewonnen. Mal sehen, was da noch kommt.

Aktuell laufen meine eigenen Projekte aber nebenbei, mein Geld verdiene ich derzeit als Freelance Consultant bei der Werbeagentur Philipp und Keuntje als Leiter eines eCommerce-Projektes.

Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?


Ich hatte mal gehofft, eventuell gar nicht mehr arbeiten zu müssen, denn Ende 2012 stand ich als einer von fünf Kandidaten auf der Treppe bei „Schlag den Raab“. Da ging es um 3 Mio. Euro. Leider wurde ich nicht in’s Finale gewählt. Daher muss es doch mit „echter“ Arbeit klappen. Wenn das nicht in der Online-Branche gewesen wäre, dann wäre ich vielleicht Psychologe geworden. Während meiner Zivi-Zeit im Kinderheim habe ich einen kennengelernt, der mich sehr inspiriert hat. Aber nun habe ich eigentlich das große Glück, genau das gefunden zu haben, was mir Spaß macht und mich begeistert.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?
 

Mh, es ist zwar ein abgedroschenes Sprichwort, aber das mit „selbst und ständig“ trifft es schon ganz gut. Die meisten Abende gehen für Texte schreiben oder die Marketing-Arbeiten unserer beiden Shops drauf. Trotzdem versuche ich, so viel Zeit wie es nur geht mit meiner kleinen Tochter zu verbringen. Die beiden großen Kids brauchen uns nicht mehr so richtig. Da sind wir froh, wenn sie mal Zeit für uns haben. Hobbies kommen seit der Geburt zu kurz. Ich habe zwar ne Mitgliedschaft in einem Golfclub und sogar eine Rennlizenz, aber sowohl das Cockpit wie auch die Golfschläger haben seit über zwei Jahren Pause. Nur Joggen kriege ich noch regelmäßig hin. Und gelegentlich eine Bowlingrunde mit meinem Club, den Bloody Bullets, dem wohl verrücktesten Bowling-Club der Welt.


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du? Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Momentan wohnen wir in einer traumhaften Eigentumswohnung in einer Spielstraße in Niendorf. Aber hier möchten wir später nochmal wieder weg. Der Plan ist, bis zur Einschulung von unserer Tochter wieder deutlich zentraler zu wohnen. Also haben wir noch gut 4 Jahre Zeit …

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Puh, dazu habe ich noch gar nicht genug gesehen von der Welt. Aber mir fehlt hier die Sonne. Daher würde ich im Süden bauen. Mit Nähe zur Familie, daher wäre Ibiza schon ne prima Lösung. Die Insel finden wir perfekt.

Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt #1?

Ob es die Nummer 1 ist, will ich gar nicht behaupten. Aber ich habe bisher noch kein kulturelles Angebot vermisst. Und das macht schon viel aus. Ich mache jetzt nicht ständig Programm, gehe aber durchaus gern auf Konzerte, war schon in Musicals, im Theater, Kino sowieso und auch Sportevents und Feste landen mal im Terminkalender. Als ich noch in Lübeck gewohnt habe, musste ich nach einer Veranstaltung immer wieder in „meine“ Stadt zurückfahren. Das hat genervt. Jetzt habe ich es vor der Tür.

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Da gibt es gar nicht ein ganz bestimmtes Projekt, welches ich ganz dringend umsetzen würde. Im Großen und Ganzen läuft schon vieles recht gut. Mich nervt auch nicht der Verkehr, wie die meisten anderen. Denn ich fahre eine alte Vespa PX 200. Da gibt es keinen Stau und keine Parkplatzsuche. Was mich aber insbesondere seit der Geburt meiner Tochter immer wieder fassungslos macht sind die Schicksale kleiner Kinder, von denen man leider bei uns immer wieder liest. Vielleicht ließe sich da in der Betreuung noch etwas verbessern. Und bei den beiden großen Kindern hatten wir oft das Gefühl, dass sich Leute in der Schulpolitik austoben, die selbst keine Kinder haben. Da wird oft nicht dran gedacht, dass es um Kinder geht und nicht um genormte Standardschüler, die sich nach Plan entwickeln und in ein superstarres System passen.

 Photocredit: Jo Fischer 

Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Zu New York kann ich gar nichts sagen, da war ich noch nie. Aber Berlin ist mir definitiv zu groß und wuselig. Ne Stunde Auto zu fahren, ohne Veränderungen im Stadtbild erkennen zu können, ist mir als jemandem mit schlechter Orientierung ein viel zu großer Dschungel. Hamburg bietet alles, ist vom Stadtkern aber eigentlich klein und übersichtlich.

Alster oder Elbe?

Zum Joggen die Alster, mit Kinderwagen der Stadtpark. Entweder erst zum Lesecafe und dann auf den großen Spieli mit dem Becken oder von der anderen Seite zum Cafe Linne und dann auf den wohl schönsten Spielplatz Hamburgs. Zur Elbe schaffen wir es nur alle paar Monate, dann meist mit Decke auf die Terrasse vom Cafe „Zum Bäcker“, Hamburger Pannfisch essen und ein paar Schiffe angucken mit unserer Kleinen.



Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

An ist es durchgehend, aber immer nur auf Vibration. So setzt es mich nicht unter Druck und ich kriege ich auch keine eingehenden Mails mit.

Keine Frage, Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest:

Wie besonders Hamburg sich anfühlt, das merkt man, wenn man nach einer langen Autofahrt „durch den Süden“ abends wieder kurz vor dem Elbtunnel ist und rechts die Köhlbrandbrücke sehen kann und links den beleuchteten Hafen Waltershof. Aber dieses Kribbeln kennen wahrscheinlich nur die Hamburger.

Photocredits: Sven Wiesner

Lieblingssong des Moments?

Das sind die beiden Songs, die ich meiner Tochter Mika seit fast zwei Jahren jeden Abend zum Einschlafen vorsinge: den St. Pauli Song „You’ll never walk alone“ und „Eulogy“ von Frank Turner. Dabei knips ich aber immer vorher das Babyphone aus.

Lieblingssong forever?

Mein Lieblingssong ist „Reach for the Sky“ von meiner absoluten Favoriten-Band Social Distortion.

Welche drei Orte in Hamburg sollte man kennen / gesehen haben? 

  • Unser zweites Wohnzimmer in Hamburg ist der Stadtpark. Nicht gerade ein Geheimtipp. Aber wir sind mit unserer Kleinen zwei- bis dreimal pro Woche dort und geniessen die chillige Stimmung. Manchmal nur eine Stunde, manchmal den ganzen Tag. Joggen war ich da auch recht oft und coole Konzerte habe ich auf der Freilichtbühne auch gesehen. 
  • Zweiter favorisierter Ort ist das Treppenviertel. Am besten mit viel Zeit und ohne konkretes Ziel einfach loslaufen, mal links mal rechts abbiegen und von phantastischen Blicken übers Viertel zur Elbe oder verwinkelten kleinen Gassen überraschen lassen. 
  • Und der dritte Tipp ist eine Tour mit dem Tretboot, an der Spitze der Aussenalster den Anker werfen und beim Picknick den Blick auf die Stadt geniessen.


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Meine beiden Brüder Matze und Basti und meine beiden Buddies Mark und Jo! Ist immer gut, ne verlässliche Konstante im Leben zu haben. Denn im Laufe des Älterwerdens stellt man leider fest, dass es immer mehr Idioten gibt. Beruflich und privat.


Donnerstag, Juli 31, 2014

Punkt, Punkt, doch kein Strich.


Punkt, Punkt, Komma, Strich,
fertig ist das Mondgesicht.
Langer Käse, runde Butter,
fertig ist die Schwiegermutter!
Arme wie 'ne Acht,
ist das nicht 'ne Pracht?
Füße wie 'ne Sechs,
ist das nicht 'ne Hex?
Haare wie ein Stachelschwein,
das ist des Königs Töchterlein!


Kleid: H&M Trend – Neopren Beutel: Triangl – Schuhe: Acne - Kette: Dehoff
(alles via Wunschfrei ;) )

 

Über Geschmacksschwestern lässt sich soviel sagen: Es braucht nicht viele Worte und schon versteht man einander – das ist einfach das Freundinnenverständnis. Und dann kommt bei manchen der Mädels eben noch dazu, dass man ohne zu zögern seinen Kleiderschrank tauschen würde (Na, zumindest für eine Zeit lang), Kathrin vom Blog Wunschfrei ist so eine – Anne von Les Attitudes auch. Mein heutiges Outfit ist ganz aus dem Lüneburger Kleiderschrank entnommen. Und der Hund? Der wartet so lange. Geduldig. Guter Hund. Winnie.


Mittwoch, Juli 30, 2014

An den Landungsbrücken raus, dieses Bild verdient Applaus!

Die Band Kettcar singt in einem Song: "An den Landungsbrücken raus, dieses Bild verdient Applaus!" – es passt so wunderbar zu einer Plakatkampagne die im Moment an der U-Bahn der Haltestelle Landungsbrücke hängt.



Dem Macher des Plakats für AWN, habe ich ein paar Fragen gestellt (mal schauen, ob ich ihn nochmal zu den Fragen der Serie Hamburger Menschen bekomme ...)

Wer bist du?

Ich bin Julian, 29 Jahre und Art Director bei einer Agentur in der Speicherstadt und leidenschaftlicher HSV’ler.

Woher kommst?

Ich komme aus Hamburg und lebe in Ottensen.

Was machst du beruflich?

Gelernt hab ich mal visueller Merchandiser und bin irgendwann, nach dem ich aus Florida zurück nach Hamburg gekommen bin,  in der Werbung gelandet.

Das Motiv an den Landungsbrücken spricht mich sehr an, wie bist du auf die Idee gekommen?

Irgendwann hab ich bei National Geographic mal eine Reportage über das Meer gesehen. Da gab es eine Szene, bei der eine Welle an einem Leuchtturm gebrochen ist – und diese Welle sah aus wie ein riesiger Bär, der aus dem Meer kommt. Somit war das Motiv geboren. Fehlte nur noch die Idee dazu.
Als Segler hab ich eh eine Affinität zu allem, was mit Wasser zu tun hat. Was liegt näher als hier ein Boot mit ins Spiel zu bringen und was braucht man da? Klar, eine Rettungsweste und um die Wartung von diesen geht es letztlich im Motiv.

Welcher Künstler gefällt dir?

Kann ich gar nicht sagen. Wenn mir heute einer gefällt, kann es sein, dass ich es ein nem halben Jahr schon wieder doof finde. Ist also alles ein bisschen von der Tagesform abhängig;)
Momentan gefällt mir zum Beispiel die Food Inszenierung von Lurpak, entwickelt von Wieden + Kennedy/ London. Was aber momentan auch viel mit den Projekten im Job zu tun hat.

Was würdest du gern mal verwirklichen/umsetzen?

Einmal zum Fliegenfischen nach Patagonien!

Dienstag, Juli 29, 2014

mien fro'Natur Frozen Yogurt - made in Hamburg


Letzte Woche sind mein Freund und ich mit unserem T4 durch Deutschland gecruist. Immer der Sonne hinterher. Vor dem Schlafengehen wurde kurz die Wetter App gecheckt und am nächsten Tag nach dem Frühstück zum nächsten See, Berg oder Freizeitpark gefahren. Warum immer in die Ferne schweifen wenn das Schöne doch so nah liegt. Und grüner als das Gras in Deutschland wird es in den heißen Ländern wohl auch nicht.

Das Gleiche haben sich die zwei "Dithmarscher Deerns", Stella Peters und Katja Ringert, mit ihrem mien fro'Natur Frozen Yogurt gedacht. Die beiden Freundinnen aus Kindertagen entdeckten das Produkt zum ersten Mal während eines Auslandsemesters in New York und wollten, zurück in Deutschland, nicht mehr auf den Geschmack verzichten. Folglich machten sie sich selbst an die kalten Töpfe und mixten und probierten so lange bis sie für sich das perfekte Erfrischungsrezept gefunden hatten. 


Das Tolle ist, dass sie die Milch und den Joghurt von einem Bauernhof im Hamburger Umland beziehen. "Wir wollten kein Trendprodukt auf den Markt bringen, zu dem niemand einen Bezug hat, sondern ein regionales, hochwertiges Produkt entwickeln, das ohne lange Transportwege auskommt und einen Beitrag zur regionalen Wirtschaft leistet," lautet die Philosphie des jungen Unternehmens.
Wir, Kathrin und ich, durften bei einem Yogurt Tasting auch mal probieren und unser Resultat lautet: Sehr, sehr lecker! Warum und wieso es den Yogurt nun gibt, gibt es als kleine Geschichte hier in Videoform:




Fakten zum Yogurt, die ihn noch cooler machen als er sowieso schon ist:
  • Der Fettanteil ist mit weniger als 1,5% ausgezeichnet. Also viel weniger als beim Eis vom Italiener! Haut rein!!!
  • Man kann mischen und mixen wie man lustig ist. Bock auf frisch? Dann greift zu Erdbeere, Himbeere oder Kiwi. Bock auf süß? Dann habt ihr die Möglichkeit zwischen Kinderschokolade, Cookies oder Nüssen zu entscheiden. Naja oder ihr packt halt alles drauf. "All you can top", quasi. Dazu noch eine leckere Soße und fertig ist der Frischekick. 
  • Glutenfrei
  • 100% natürlich


Wer den Frozen Yogurt lieber zuhause genießen möchte kann sich entweder im Onlineshop oder in verschiedenen Edeka Filialen eindecken. Es gibt vier Geschmacksvarianten: Natur, Natur mit Waldfruchtsoße, Erdbeere und Schoko. Uns haben Waldbeere und Natur am besten geschmeckt. 
In Hamburg bekommt ihr das Produkt im hauseigenen Shop in der Grindelallee 29, und im Caligo Coffee Opern Plaza in der Dammtorstraße 12.

Sonntag, Juli 27, 2014

WegoEGO - Hamburgs neuester Streich

Wäre ich ... ähm ... xyegal Jahre jünger, würde ich wohl kreischen, wenn ich WegoEGO auf der Bühne sehen und hören würde – die drei multiinstrumentalistische Frontmänner plus virtuosem Drummer, überzeugen mit Charme und dreistimmigem Gesang bei dem sie auch immer wieder Klassiker aufnehmen, zu denen einst ihre Großeltern tanzten. Und heute wir!

Kennengelernt haben sie sich schon in der Schule und nach mehreren Umbesetzungen hat die Band mit der Zeit nun einen ganz eigenen Musikstil gefunden, den sie selbst Rock 'n' Funk nennen. Zum ersten Mal habe ich die Drei für ein kleines Ständchen bei dem Hallo Frau Nachbar Markt gesehen und bei dem Konzert im Good Old Days haben sie die ganze Meute zum Tanzen gebracht.


Nun geht es für WegoEGO erstmal nach Amerika und wenn sie wiederkommen, können wir sie bald wieder in Hamburg sehen. Bis dahin gibt es noch mehr Videos auf ihrer Facebook Seite oder der Page der Jungs.

Bild via WegoEgo

Samstag, Juli 26, 2014

Fleet kommt von fleeten, heißt fließen. Alles im Fluß in Hamburg.



Ich wohne seit nun über vier Jahren in Hamburg – seit mehr als Drei davon in der Neustadt. Da die Hansestadt an sich nicht groß ist, ist man, egal wo man wohnt, schnell überall. Trotzdem nennt der Hamburger an sich, nachdem er erzählt in welchem Stadtteil er eine Wohnung hat, dass diese sehr nah ist zur x und y und z – komisch oder? Die Hamburger Neustadt liegt wirklich mitten in der schönsten Stadt der Welt, was eben daran liegt, dass sie neben der Altstadt den ältesten Teil Hamburgs ausmacht und sich so alles darum erbaute. 


Zudem gibt es hier die schönsten Fleete (kommt von „fleeten“, plattdeutsch für „fließen“), das sind die Kanäle über den früher der Warenverkehr zwischen dem Hafen und den Kontorhäusern in der Stadt abgewickelt wurde und die sich bis in die Speicherstadt ziehen. Im letzen Jahr sind wie nach dem Ducksteinfestival von der Fleetinsel, die vom Herrengraben-, Bleichen- sowie dem Alsterfleet eingeschlossen wird, mit dem Boot nach Hause gefahren – herrlich, ich bin für mehr Wassertaxen in der Stadt. Bis dahin steh ich auf der Brücke.


Jacke, Oberteil, Tasche: windsor – Hose, Hut: The Kooples – Schuhe: Zara


Freitag, Juli 25, 2014

Vom Fluss in den Strom - Pegel halten!


Ab und an findet man Sachen, die erstmal eher unscheinbar daherkommen und auf einmal ist man doch verliebt. Ist also eher keine Liebe auf den ersten Blick, oder? So ging es mir mit dem Pullover von windsor. Kaum hatte ich ihn an, wollte ich ihn nicht mehr ausziehen – butterweich und kuschelig und das Schönste, ich finde meine Augenfarbe Eins zu Eins in der Farbe des Strickoberteils wieder. Und zack, war ich verliebt. 


Noch ist es zu warm, doch psssscht, ich freu mich schon ein wenig darauf wieder mehr Strick zu tragen und am Fleet aufs Wasser zu schauen. Es ist nicht weit von mir zu Haus und am liebsten sitze ich in der Nähe des Schaartorkanal in der Neustadt. An dem gläsern-transparenten Schleusenhaus liest man: "Vom Fluß in den Strom - Pegel halten!", die Strasse dort heißt "Herrlichkeit" – sitzt man ein Weilchen, sieht man viele Menschen, die stehen bleiben und darüber schmunzeln: "Warum steht es da wohl?". 

Ernst Mitzka lies 1989 drei zu Wasserstrudeln geformte Neonröhren aufhängen und schrieb auf die große Glasfront den Text – es ist Kunst. Manche Dinge sollte man nicht in Frage stellen sondern einfach genießen ... oder sich verlieben, in Pullis, in Kunst, in Hamburg – ich bin es.
 


Was ist so blau, so blau, sag' an,
Des Himmels weiter Raum,
So weit ich ringsum schauen kann?
"Blau ist der Sehnsucht Traum;
Drum sollst du bei des Himmels Blau'n
Stets sehnend auch nach Oben schau'n."

Anna Esser


Pulli, Hemd, Tasche: windsor – Hose: H&M – Schuhe: Mango - Hut: The Kooples

Tina Tenoth. Hamburger Menschen #45

Ihre Tücher begleiten mich seit Jahren – Grün und Pink ... eins in gelb und blau (gibts im Moment aber gar nicht) hätte ich gern irgendwann noch ... Die Rede ist Tina Tenoth und ihrem Label Ambacht. Hier im Blog habt ihr ihre Werke bestimmt schonmal gesehen, nun gibt es ein paar Infos zu ihrer Person. Los geht es:

Seit wann bist du in Hamburg?

In Hamburg geboren und aufgewachsen. Ich liebe diese Stadt, sie ist Heimat für mich.


Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich habe Modedesign studiert und arbeite in einem Hamburger Familienunternehmen. Momentan bin ich allerdings im Mutterschutz.
Und dann habe ich noch vor fast drei Jahren ambacht the shop gegründet. Ich bedrucke Tücher und Kleidungsstücke im Siebdruckverfahren. Alle verwendeten Illustrationen stammen von mir. Es entstehen zwei Kollektionen im Jahr. Im Winter kommen auch Strickteile dazu, hergestellt in Omas Wohnzimmer :).


Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Restaurator oder Schreiner. Ich stehe total drauf alte Dinge oder Möbel aufzupolieren. Im nächsten Leben mache ich einen Laden mit aus ,Alt mach Neu‘ Möbeln auf. 

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich hänge mit meiner kleinen Familie im Garten ab und genieße den Sommer.

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Im ganzen Hamburger Wohnungsmarkt-Wahnsinn sind wir ganz zufällig in Fuhlsbüttel gelandet. Ich habe diesen Stadtteil total unterschätzt und ihn dermaßen in mein Herz geschlossen. 

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Nee.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

In Little River - Neuseeland.

Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt #1?

Es ist nicht so aufgesetzt wie z.B. in Berlin. Jeder der Lust und Laune hat kann sie genießen ohne hip, hipper am hippsten zu sein.

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich möchte mit ihm nicht tauschen.

Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Ich liebe es nach Hause zu kommen. 

Alster oder Elbe?

Elbe.

Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Es ist immer an bis der Akku aufgibt. 

Keine Frage, Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest:

Create your own career!

Lieblingssong des Moment?


Lieblingssong forever?

Eisbär von Nouvelle Vague

Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut oder gemacht haben sollte:
  • Elbstrand und Besuch beim Treppen Krämer
  • Kanu mieten am Alsterlauf
  • Currywurst bei Lucullus um 4 Uhr morgens