Freitag, Mai 29, 2015

THE HISTORY OF GERMAN RAP! Mit Dendemann und Jan Böhmermann.

'Jetzt alle auf Salat und keiner mehr verstrahlt' – trotzdem gut drauf und alle versammelt in diesem Video was in Jimmy-Fallon-Justin-Timberlake-Manier von Dendemann und Jan Böhmermann gerappt wurde. Großartig wie sie gemeinsam mit vielen anderen Künstlern durch die Geschichte des Deutschrap führen!!!




Nela Quandt. Hamburger Menschen #88

Nachhaltigkeit ist wichtig und sollte mitlerweile fast selbstverständlich sein. Ist es aber noch nicht, deswegen ist es toll, dass es Menschen gibt, die es einfach tun und noch schöner wird es, wenn diese Projekte auch Herzensprojekte der Menschen sind. Nela ist so ein Mensch die Sachen umsetzt, die nicht nur die Käufer, sondern auch die Prouzenten glücklich machen. Zudem kennt sie Hamburg sehr gut und hat eine Menge schöne Tipps für euch in der heutigen Ausgabe der Serie "Hamburger Menschen":

Wer bist du?

Ich bin Nela. Heute Quandt, vor 5 Jahren noch Pivic. Ich bin Mutter von 2 tollen und anstrengenden Kindern und Gründerin des nachhaltigen Labels bosnanova.


Woher kommst du?

Ich bin waschechte Hamburgerin, mit Leib und Seele. Meine Eltern kamen vor – ich muss lügen – 45 Jahren aus Bosnien, damals Jugoslawien, als Gastarbeiter her.

Seit wann bist du in Hamburg?

Seit dem 10.02.1977

Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich bin Gründerin, ein Startup, Entrepreneurin, Unternehmerin. Ich weiß immer nicht so recht, was am richtigsten ist. Ich habe vor 3 Jahren ein Label gegründet – bosnanova. Das heißt wörtlich übersetzt „neues Bosnien“, meine Eltern kommen aus Bosnien. Ich produziere mit bosnanova selbstentworfene Design(Kinder)möbel, Spielsachen und Accessoires. Alle Produkte werden zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt: die Möbel aus hochwertigem und zertifiziertem Laubholz, die Spielsachen und Accessoires aus Wolle und Baumwolle. Die gesamte Produktion findet in Bosnien&Herzegowina statt, in Kooperation mit familiären Tischlereimanufakturen und mit Frauenvereinen. bosnanova ist mein Herzensprojekt. Ich möchte damit zurück zum Ursprünglichen, Handwerklichen, Natürlichen – weg von Massenware, Ausbeutung, Industrie. Und ich möchte in Bosnien Arbeitsplätze schaffen. Ich hatte großes Glück, dass meine Eltern nach Deutschland auswanderten und ich mit meinen beiden Brüdern hier aufwachsen durfte. Uns ging es immer gut und wir waren weit weg vom Krieg. Ich hatte immer das Bedürfnis irgendetwas zurückzugeben, was Nachhaltiges. Das versuche ich nun mit bosnanova.

Momentan habe ich eine Crowdfunding Kampagne laufen auf Nordstarter (nordstarter.org/bosnanov) und Starnext (startnext.com/bosnanova). Ich habe sehr viel Lehrgeld bezahlt im ersten Jahr meiner Gründung und von Beginn an kein wirkliches Budget für Marketing gehabt. Damit es aber mal irgendwann richtig losgehen kann, brauche ich diese Kampagne – alleine schaffe ich es nicht, schon gar nicht mit zwei kleinen Kindern. Ich brauche entweder Budget, um mir professionelle Hilfe einkaufen zu können oder einen starken Partner/Investor. Darüber denke ich jetzt nach. Ich wünsche mir, dass es irgendwann läuft und neben mir noch etwa 30 weitere in Bosnien davon leben können. Ich arbeite weiter dran.


Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich mache den Job, den ich machen möchte! Nebenbei mache ich noch ein paar andere Sachen, mit denen ich mein Geld verdiene, denn bisher ist bosnanova reine Investition.

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Arbeiten! ☺ Ehrlich, ich habe eigentlich keine Freizeit. Ein Job zum Geldverdienen, ein riesiges Herzensprojekt, Mann und zwei kleine Kinder. Meine Tochter ist 5, mein Sohn gerade mal 9 Monate. Ich würde sagen, ich schufte rund um die Uhr. Ich hoffe, dass sich das mal legt. Ich würde so gerne mal wieder ein Buch lesen. Oder zumindest ein paar Seiten darin.


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Im wunderschönen Grindelviertel. Durch die Nähe zur Uni ist es doch recht bunt und locker und hat mit dem Pöseldorfer Harvestehude ein Glück nicht so viel gemeinsam. Wir fühlen uns da sauwohl.

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Nö.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Wenn ich nicht ans Geld denken müsste?!? Dann hätte ich gerne so eine „Hamburger Kaffeemühle“ mit viel Garten und den nächsten Nachbarn gerne paar Meter weiter. Vielleicht auf der Ecke Eimsbüttel/Lokstedt.

Ist Hamburg für dich Kulturstadt? Was macht sie dazu?

Absolut! Hier gibt es alles und für jeden! Konzerte, Lesungen, Theater, Sportevents, Messen, Märkte. Ich meine, es ist völlig egal, was man mag: hier findest Du es.

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde mehr Flüchtlinge integrieren, mittendrin. Ich würde Laternen auf Spielplätze stellen – im Winter wird es um 3 dunkel! Was macht man mit den Kids den ganzen Tag?!? Und ja, das ist ein Luxusproblem in meinen Augen. Aber: ich würde mal einen ordentlichen Spielplatz an die Alster stellen, auf die Westseite, wo die großen Wiesen sind. Ich kann nicht verstehen, warum es den nicht schon längst gibt. Halb-Hamburg geht da am Wochenende spazieren, selbst eine Hundewiese gibt es. Aber keinen Spielplatz mit Bänken wo man mit Kindern einfach mal nett abhängen kann. Die haben nämlich kein Bock um die ganze Alster zu spazieren …

Warum Hamburg und nicht Istanbul, Berlin oder New York?

Naja, ich bin hier geborgen. Ich bin eine Hamburger Deern, sozusagen. Zum studieren war ich am Bodensee und in Stuttgart. War schön, aber ich wollte auf jeden Fall zurück. Berlin ist mir zu groß und nicht grün genug. Ich mag es etwas gediegener und weniger Hipp. Istanbul und New York stehen gar nicht zur Diskussion. Hamburg ist für mich die schönste Stadt der Welt. Neben Kapstadt muss ich sagen. Aber danach hast Du ja nicht gefragt ;-)

 
Alster oder Elbe?

Beides. Ich wohne im Grindelviertel, da liegt Alster mal eben umme Ecke. Aber Elbe finde ich persönlich interessanter. Wobei bei schönem Wetter beides überlaufen ist, wenn man jetzt von der „Strandperle“ ausgeht. Wir fahren ganz gerne mal raus nach Wittenbergen. Oder an den Strand Finkenriek an der Süderelbe.

Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

16. Wenn ich schlafen gehe, mache ich es aus.

Lieblingssong des Moment?

Das Abendlied von Matthias Claudius. Mein Sohn ist 9 Monate alt, ich singe es ihm immer vor. Und vor 5 Jahren habe ich es meiner Tochter vorgesungen. Es ist ein wundervolles Lied, ganz besonders den Part: „Seht ihr den Mond dort stehen. Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn“. Ist das nicht wahr?

Lieblingssong forever?

Alles von Tracy Chapman. Mit ihren Liedern bin ich groß geworden und sie kann ich immer hören. Da gibt es kein „Verjährt“. Das gleiche Gilt für meinen kroatischen Lieblingssänger Oliver Dragojevic. Seine Lieder handeln meist von Meer und Wind und sind sehr tiefsinnig. Ich liebe Oliver!

Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Altes Land & Harburger Berge auf jeden Fall! Ich bin in Hausbruch aufgewachsen, zwischen dem Alten Land und den Harburger Bergen. Obwohl Neuwiedenthal, der Stadtteil in dem ich meine ersten 19 Jahre gelebt habe, ein Arbeiterviertel ist, ist es dort sehr grün und eben eingebettet in wundervolle Natur. Riesige Obstbaumfelder auf der einen Seite und hügeliger Wald auf der anderen. Durchs Alte Land bin ich als Kind immer mit dem Fahrrad gefahren und im Wald haben wir Störtebeker‘s Schatz gesucht. Leider nie gefunden. Und als dritten Plätz: Planten Un Bloomen. Hier sitze ich gerne im Sommer in den gemütlichen großen Holzsesseln am Wasser und lese oder arbeite. Man kann sich so gut „zurückziehen“ und hinter den vielen Blumen und Pflanzen verstecken.

Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Ich war vor einigen Tagen auf der brand eins Konferenz. Es gab viele interessante Gäste, die von sich und ihrere Arbeit erzählten. Unter anderem Jungunternehmer Tarek Müller und die tunesische Unternehmerin Amel Karboul. Mit Euch würde ich gerne mal ein Bierchen oder Tee trinken! Ihr habt mich sehr inspiriert, ermutigt und berührt.


Donnerstag, Mai 28, 2015

Exclusive Collection für die nächste Sommerparty


Wo ist die nächste Sommerparty? Ich hab nämlich ein neues Outfit, was nur darauf wartet ausgeführt zu werden! Das Glitzertop und die weite Hose flattern so schön im Sommerwind und entstammen der heute gelaunchten Gina Tricot Exclusive Collection. Bei der Kollektion handelt es sich um Anlaßmode – Occasion Wear – auch die restlichen Teile sind so schön, da veranstaltet man doch glatt selbst ein Fest um sie zu tragen. Meine Favoriten sind diese hier:


Ich hatte das Glück mir diese schöne Kollektion vorab anzusehen. Vor ein paar Wochen lud Gina Tricot einen paar der Hamburger Blogger ein, um die Sachen anzuprobieren. Das war ein großer Spaß, denn zum einen ist es immer nett die Blogger und PR Mädels zu treffen und dann ist es natürlich eine Freude eine limitierte Kollektion vorab zu sehen und so exklusive Materialien anzuprobieren. Die Materialien in der Hand zu haben, bleibt ja beim online shoppen aus, ab und an würde man es doch gerne und so macht es doch gleich doppelt Spaß – vor allem, wenn es sich so gut anfühlt.

Ich habe mich direkt in die tolle, weite, lange, weiße Hose verliebt. Dazu ein bißchen Freizügigkeit mit dem wallenden Top und los geht es (also zur Sommerparty – ein Outfitpost kommt dann auch noch). Die Exclusive Collection ist in ausgewählten Stores und online erhältlich, schaut mal rein, bevor sie vergriffen ist.


Mittwoch, Mai 27, 2015

Deep tears auf St. Löwenzahn - F.O.R.C.E mit egyboy und Ethel Vaughn

Auf den Touribustouren sagen sie immer wieder: 'Die Stadtteile Hamburgs mit einem "Sankt" im Namen, sind die Sündigsten.' In St. Pauli und St. Georg treffen Menschen zusammen wie in keinem anderen Stadtteil von Hamburg.  

Das die geile Meile auch auf Ethel Vaughn abgefärbt hat, ist unübersehbar. Ihr Stil ist genauso gradlinig, wie immer wieder bereit sich unterschiedlichen Kollaborationen zu öffnen.

Als ich zu Beginn des Jahres in ihrem Atelier war, hab ich mich auf den ersten Blick in F.O.R.C.E, die in Koop mit egyboy entstanden sind, verliebt. Nun, hier; heilig, sündig, lässig ...


Sweater & Hose: Ethel Vaughn
Schuhe: Lala Berlin

Ein kleiner Ausblick auf die Stoffe der kommenden Saison:



P.S. Wenn man eine Traube einer Haselnuss vorzieht, hat man weicher zu kauen.



Dienstag, Mai 26, 2015

Nusum Easiness und CUTure.


Mich überkam gerade ein unglaublich schlechtes Gewissen, dass ich euch hier auf dem Blog noch nie von dem Hamburger Modelabel Nusum erzählt habe. Ehrlicherweise dachte ich, ich hätte es bereits getan, doch die Suche im Archiv zeigt: 0 Ergebnisse. Dies muß geändert werden, denn ich bin seit fast zwei Jahren begeistert von dem Label UND dem Buch zum Label!


In Kombination mit richtig gutem Design hat Designerkleidung einfach oft einen Preis, der die Arbeit rechtfertigt, doch eben nicht für jeden erschwinglich macht. Auch Lottas gesamte Kollektion wird in Deutschland gefertigt, weil sie viel Wert auf die Auswahl von Materialien und kleine feine Details legt. Und weil es wichtig ist, nicht in fernen Ländern zu prouzieren, sondern dort, wo man sich die Arbeitsbedingungen ansehen kann.

So entstand 2013 die Idee zu dem Magazin: Mit NusumCUTure werden die Entwürfe zu uns nach Haus gebracht und die Produktion kann bei jedem Einzelnen stattfinden. So kann sich jeder Designerkleidung in den Schrank hängen- fair produziert und aus dem Material, das das eigene Herz höher schlagen lässt.


Vielleicht bekommen wir doch nicht alles so hin wie Lotte selbst, das Schneiderhandwerk ist schließlich auch etwas was mit Übung und Können zu tun hat und, dass sie es kann, zeigt sie mit ihrer neuen SS15 Kollektion Easiness allemal:



Freitag, Mai 22, 2015

100 Tage ohne Angst – einfach mal ausprobieren!

Vor was habt ihr Angst? Ich hab Angst vor Tunneln und ein wenig Panik (wegen einer Allergie) vor Mücken ... und auch noch vor einigen anderen Dingen – vielleicht sind dies aber einfache Ängste, die man eher Furcht nennt. Alleine ins Kino gehen, den Tag ohne Smartphone verbringen, Waxing, Austern essen, Rollerbladen, all dies sind Dinge, vor denen sich Michelle Poler gefürchtet hat.

 
Michelle ist Art Director aus Venezuela, lebt nun in New York und hat eine Menge Ängste. Um diese zu bezwingen, hat sie sich selbst ein Projekt auferlegt: "100 Tage ohne Angst". In diesem Projekt erobert sie all ihre Ängste und dokumentiert sie ihre Erfahrungen dabei in kurzen Videos.

Gerade ist Tag 44 erschienen, schaut mal rein in ihren YouTube Kanal. Hier eine kleine Zusammenfassung des ersten Monats:



Ihre Ängste sind für den Einen vielleicht groß oder klein, doch ihre Videos inspirieren hoffentlich andere Menschen sich ihren eigenen Ängsten zu stellen. "the grass just might be greener on the other side" – vielleicht aber auch nicht! Mit welcher Angst oder Furcht fangt ihr an?

 
"I am afraid of everyone, of the cold water, of the death. I am like all the mortals, unavoidable.
And for that, in these short days I am not going to pay attention to them, I am going to open myself up
and shut myself in with my more perfidious enemy."
– Pablo Neruda.

Tina Wolf. Hamburger Menschen #87

Fast alle Menschen, die in der Serie Hamburger Menschen zu Gast sind, habe ich schonmal getroffen. Aber eben doch nicht alle. Heute zum Beispiel habe ich eine Schriftstellerin zu "Besuch", deren Buch ich gerade angefangen habe zu lesen. Ich freu mich sehr, dass sie in diesem Interview so viel erzählt und es so einiges Spannendes und Lustiges zu lesen gibt. Liebe Tina, ich freu mich dich bald mal im echten Leben zu treffen und mit dir eine Runde zu schnacken. Nun euch so viel Spaß wie mir beim lesen:
 
Wer bist du?

Ich bin Tina Wolf. Eigentlich heiße ich Bettina, aber wie es denn immer so ist: Die Eltern machen sich monatelang Gedanken und dann nennt kein Mensch das Kind so. Und dafür bin ich auch ganz dankbar. Bettina wurde ich als Kind wirklich nur gerufen, wenn es „ernst“ wurde. Ansonsten nennt mich keiner so. Außer mein Onkel Torsten. Ich weiß aber auch bis heute nicht, warum er das tut ;-)


Woher kommst du?

Meine ersten zehn Lebensjahre habe ich in Bad Segeberg verbracht, wo ich auch die Jahre danach noch regelmäßig war, um meinen Vater an den Wochenenden zu besuchen. Bis ich 26 Jahre alt war, lebte ich dann in Kiel. Und danach bin ich nach Hamburg gezogen. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens!

Seit wann bist du in Hamburg?

Seit 1999. Damals habe ich ein Praktikum bei der Welt am Sonntag gemacht. In der großen Stadt Hamburg. Das war vielleicht aufregend. Vor allem weil ich mich einfach mal gar nicht auskannte. Ohne eine Vorstellung von den einzelnen Stadtteilen zu haben, habe ich damals in Eimsbüttel, fast direkt an der Schanze eine tolle Altbauwohnung mit kleinem Garten gefunden. Erst im Nachhinein wurde mir dann klar was für ein unfassbares Glück ich hatte! Statt zum Schulterblatt zu gehen bin ich damals als erstes Richtung S-Bahnhof Holstenstraße und habe die Leute nach einem kleinen Café oder Bäcker gefragt. Darüber kann ich heute noch lachen! Wo es den leckersten Galao direkt um die Ecke gab. Nur eben in der anderen Richtung ...

Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich bin schreibende Moderatorin mit Fotografenausbildung und Volontariat. Das müsste es eigentlich auf den Punkt bringen ;-)
Auf der Suche nach einem „kreativen“ Beruf habe ich 1992 in Kiel eine Ausbildung zur Fotografin begonnen, anschließend in einem Fotoatelier gearbeitet, dann aber alles stehen und liegen gelassen und bin sechs Monate nach Maui geflogen. Im Anschluss habe ich als Kamera-Assistentin beim NDR in Kiel angefangen. Dabei habe ich allerdings festgestellt, dass mich die Arbeit der Redakteure sehr viel mehr interessiert, als die Frage welches Mikro auf dem Dreh benötigt wird und welche Lampen. Also bin ich noch einmal zurück auf „LOS“ gegangen, habe meinen Job und meine Wohnung gekündigt und habe mit knapp 27 Jahren ein mehrmonatiges Praktikum bei der Welt am Sonntag gemacht. Danach hatte ich das große Glück bei RTL-Nord ein Praktikum und ein Volontariat zur Online- und On Air Redakteurin machen zu können. Noch während der Zeit des Volontariates wurde ich gecastet und hatte schneller als ich gucken konnte eine Sendung: „Guten Abend Schleswig Holstein“ habe ich zwei Jahre lang moderiert.
Eine Ausbildung zur Kundalini-Yogalehrerin folgte und ein neuer, alter Sender: Für den NDR in Mecklenburg-Vorpommern moderierte ich jahrelang „Land und Leute“, „Nordmagazin“ und ein paar Sondersendungen und  große Konzertveranstaltungen. Seitdem kenne ich das Land wie mein Westentasche und bin immer noch gerne dort, um an der Ostseeküste auf Rügen z.B. Urlaub zu machen. So wie gerade erst ...
Für das „Hamburg Journal“ habe ich dann noch ein Jahr die Nachrichten gesprochen, was aber nicht meins war und mich dann daran erinnert, was ich eigentlich schon immer am liebsten gemacht habe: Geschichten erzählen, Leute unterhalten und zum Lachen bringen. Gerade ist  mein neuer Roman, ein Mops-Krimi erschienen. „Zum wilden Eck“ (Heyne Verlag/ unter dem Pseudonym Fritzi Sommer) Außerdem arbeite ich mit einer Fernsehproduktionsfirma zusammen und entwickle neue Sendeformate. Ich kann also sagen: Ich mache das, was mir Spaß macht!


Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich kann mir so viel vorstellen und hätte zu so vielem Lust. Das Problem ist ja nur, dass man nicht mehrere Leben parallel führen kann. Manch einer kriegt das hin, aber ich glaube mir wäre das zu stressig. Also muss man sich entscheiden. Wenn ich die Augen schließe und darüber nachdenke sehe ich mich in einem kleinen Café irgendwo am Strand. Vielleicht auf Maui. Oder La Gomera. Oder Frankreich? Nichts touristisches, etwas ganz kleines. Ein schöner Laden würde auch gehen. Und ich hätte allerhand Hunde und Katzen, die mich ständig besuchen würden. Ich könnte mir aber auch vorstellen ein Projekt für Kinder auf die Beine zu stellen oder ... oder ...

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich gehe laufen, unternehme etwas mit meinem 8-jährigen Sohn, wühle im Garten rum, lese einen Krimi ...

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Wir leben seit ein paar Jahren in Altrahlstedt, nachdem wir sehr lange in Ottensen waren. Ich liebe Ottensen nach wie vor. Die Nähe zur Elbe, die schönen Geschäfte und Restaurants. Es ist ein ganz wunderschöner Stadtteil! Aber irgendwann wurde es uns dann doch etwas zu voll, zu laut ... man wird eben komisch, wenn man älter wird ;-)

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Ich könnte es mir vom Wohnen her nicht schöner vorstellen. Wir haben ein tolles Haus mit großem Garten, das möchte ich nicht mehr eintauschen. Wenn es die Möglichkeit gäbe unser Haus zu transportieren, ja, dann könnte ich mir auch einen anderen Stadtteil vorstellen ... Ganz viele sogar.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Das habe ich schon, aber sollte es doch noch zu einem überraschenden Lotto-Gewinn kommen, stelle ich mir ein großes, weißes Haus mit Veranda irgendwo direkt am Strand, in den Dünen vor.  So wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt. Kilometerlanger Strand und kaum Menschen ... Also total realistisch ;-)  Vor allem, weil ich kein Lotto spiele.


Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Die Tatsache, dass wir nicht nur die großen Bühnen haben von Thalia bis Opernhaus, sondern eben auch die kleinen Bühnen. Die ganze Subkultur. Wie zum Beipspiel die „Die2teHeimat“. Ein ganz besonderer Ort, der unbedingt einen Besuch wert ist! Vor allem für alle die gerne essen .... denn hier gibt ist nicht „nur“ eine Bühne, sondern am Ende eines jeden Stückes auch eine Überraschung:  Ein gemeinsames Essen bei dem alle zusammen an langen Tischen sitzen und man mit Leuten ins Gespräch kommt, die man sonst vielleicht nicht einfach so angesprochen hätte. Außerdem sind die beiden Besitzer ganz zauberhaft!
Und wenn wir schon bei meinem Lieblingsthema sind: Nicht zu vergessen die unfassbare Vielfalt an Restaurants aller Richtungen, die natürlich auch alle nur existieren, weil Hamburg so bunt ist.
Die ganze Vielfalt, auf allen Ebenen. Egal ob man alleine, mit Freunden oder auch mit Kindern etwas unternehmen möchte, man findet etwas. Es gibt so tolle Aktionen selbst für die ganz Kleinen wie z.B. das Hamburger „Kinderzimmer“ von Olafur Eliasson in der Kunsthalle. Dann die Ausstellungen in der Deichtorhalle, kleine Galerien im Portugiesenviertel ... Lesungen ... Ganz neu: Die Kulturwerkstatt!

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde vielleicht eine neue Elbtunnelröhre bauen und eine neue Elbbrücke – wenn das Geld da wäre. Im Osten und im Westen, damit dieser ganze Verkehrswahnsinn aufhört. Busfahren, S- und U-Bahnfahren attraktiver machen, günstigere Parkmöglichkeiten für Pendler die das Park and Rideangebot nutzen. Gängeviertel und Filmfestivals stärker fördern, leer stehende Gebäude intelligenter nutzen.


Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Berlin ist attraktiv, keine Frage, aber mir zu groß, zu viel. Ich fahre sehr gern mal hin, schaue mir alles an und fahre dann wieder zurück nach Hamburg und freue mich, dass ich hier lebe. In NY war ich ehrlich gesagt noch nicht, obwohl ich sogar eine Reise dorthin geschenkt bekommen habe. Vielleicht sollte ich es doch bald mal machen. Wenn nur diese Flugangst nicht wäre ...

Alster oder Elbe?

Elbe. Ich mag die Alster, freue mich jedes mal aufs Neue, wenn ich vorbeifahre oder gehe, wie schön es aussieht, mitten in der Stadt dieses ganze Wasser, die Schiffe. Wunderbar! Aber die Elbe ist eben ein ganz anderer Schnack.  Ich kann mir stundenlang die Container und Kräne auf der anderen Seite anschauen, die Größe der Schiffe bewundern,  die tollen neuen Hausboote u.a. an den Seitenärmeln. Es wird einfach nie langweilig ...

Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Bekloppterweise den ganzen Tag. Selbst wenn ich jogge ist es an, weil ich die Strecke messe. Und natürlich für den Notfall. Seitdem ich mal mitten im Wald über eine Baumwurzel gestolpert und hingeflogen bin, laufe ich nicht mehr ohne.
 
Lieblingssong des Moment?

Von Herbert Grönemeyer „Roter Mond“ und „Neuer Tag“, weil ich davon fasziniert bin wie er es immer wieder schafft, Gefühle so auf den Punkt zu bringen. Er findet Worte für  Momente und Gefühle auf die ich nicht kommen würde.

 

Lieblingssong forever?

Mit der Entscheidung wird es schwierig, aber wenn es eine Sängerin gibt, die ich jederzeit hören könnte, dann ist es „Sade“.

Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Ich würde jedem der Hamburg nicht kennt raten ein Stück abseits der „üblichen Verdächtigen“ zu schauen. Zum Beispiel die schönen Parks die wir haben oder die Alsterkanäle. Mit dem Kanu zu fahren, unterwegs zu stoppen und am Rand einen Kaffee oder ein Eis zu kaufen und weiter zu paddeln ...
Oder die Hausboote anzuschauen, die es unter anderem an der Eilenau oder am Hochwasserbassin gibt. Natürlich ist das Treppenviertel in Blankenese genauso ein Muss wie die Hafencity, Speicherstadt und all die anderen schönen Plätze dieser Stadt. Aber wenn man eben etwas abseits schaut, entdeckt auch viele schöne Stellen ...  Stadtpark mit Planetarium, Isemarkt, Falkensteiner Ufer.

Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Meine Schwester Jana, die in Brüssel lebt! 

Herr Schröder ist nicht mein Hund, aber ich bin seine Leihmama, wenn Herrchen Lars nicht da ist.  Durch ihn, seine lustige Art, seine Komik und gute Laune habe ich mich inspirieren lassen. So ist "Zum wilden Eck" entstanden. 

Mittwoch, Mai 20, 2015

Musik: Romy Schneider & Michel Piccoli "La chanson d'Hélène"

Gestern abend gab es im Thalia Theater eine theatralische Vorstellung von King Rocko Schamoni. Mit einem dafür zusammengestelltem 16-köpfige Orchester („Mirage“) erinnerte er an insgesamt 16 schöne und zu Unrecht vergessene deutschsprachige Perlen der Musik und lies diese wieder glamourös aufleben. 

Auf der Suche nach den Vergessenen der deutschsprachigen Musik schafften sie brillant unperfekte rissige Lieder mit Werken von Manfred Krug, GUZ, Die Regierung, Lassie Singers, Ton Steine Scherben, Hildegard Knef, Jeans Team, Mutter, Romy Schneider, Saal 2, Freiwillige Sebstkontrolle, Knarf Rellöm, Caetano Veloso und Rocko Schamoni selbst u.v.m. Es gibt noch ein paar Termine, schaut mal rein.

Das Schönste, Romy Schneiders einzige Single:





Dienstag, Mai 19, 2015

Light up your Zippo and the music works!

„Encore, Encore, Encore, Encore!“, wer schonmal in einem Konzertpublikum stand, was lauthals nach einer Zugabe forderte, kennt dieses Gänsehautfeeling. Wenn dann auch noch von allen Feuerzeuge in die Luft gehalten werden und die Menschen sich zum Takt der Musik bewegen, fehlen einem einfach nur die Worte. Wie geht es denn dann eigentlich der Band?

An diesem Punkt bin ich mit meiner neu gegründeten Band noch lange nicht, denn wir klingen bei unserem ersten Zusammentreffen eher wie Kraut und Rüben – so gern ich es auch beschönigen würde, dass, was Mauri, Dustin und ich da vor uns hinklimpern, ist noch nicht reif für ein Konzert. 

Doch von Anfang an: Die Boys vom Blog Homme to go werden im Juni mit 'Lina van de Mars' beim Rock am Ring Festival (5. bis zum 7. Juni 2015 auf dem Flugplatz Mendig/Vulkaneifel) sein und für Zippo live berichten, sowie den echten Rockstars bei der Arbeit zuschauen. Um sich darauf vorzubereiten hilft es natürlich, es mal selbst auszuprobieren wie es ist, ein Musiker zu sein. Also wurde die Rockstar Suite der Superbude in Hamburg gemietet und alles für einen Private Gig vorbereitet.

Dank der Coaches von Music Works, die uns in einem Crashkurs für das Konzert am abend fit machten, wurde es von Minute zu Minute besser. Mau an der Gitarre, Jan am Bass, Dustin am Gesang und ich selbst am Keyboard und auf einmal ... es klingt nicht wie das Originalstück der White Stripes, doch der Song 'Seven Nation Army' ist zu erkennen – das Beste: Es macht wirklich viel Spaß und wir grooven uns richtig ein. Zack, auf einmal hab ich eine Band mit Homme to go: The Hannimoons!

Im Anschluß an die Probe durften wir sogar ein eigenes Logo entwerfen. Dazu habt ihr auf dem 'Rock am Ring' auch die Gelegenheit: in der Zippo Encore Area könnt ihr ein ganz persönliches Zippo Feuerzeug designen. Wer es nicht auf das Festival schafft, gewinnt hier eins von zwei ‘The Hannimoon’  Zippo Feuerzeugen – einfach unter diesem Beitrag bis zum Sonntag (24.05.) euren Lieblingssong kommentieren.

Obligatorisch haben wir dann ein wenig "backstage" abgehangen, bevor es auf die Bühne ging. Schaut euch alles was wir gemacht haben in dem Video an:



Danke an das Team und den tollsten Keyboardlehrer der Welt < 3