Zu viel Blaulicht, zu viel Blendung. Grelle Lichter im Strassenverkehr und was mir hilft! - Kathrynsky's

Mittwoch, Oktober 16, 2019

Zu viel Blaulicht, zu viel Blendung. Grelle Lichter im Strassenverkehr und was mir hilft!

So kurz vor 40 kann ich immernoch gut sehen. Es gibt Momente, da wünsche ich mir eine Brille, weil es so viele Schöne gibt. Doch der Test beim Optiker hat keine Verschlechterung meiner Sehkraft ergeben – Yuchuuu. Das ist doch ein Grund zur Freude. Doch des Nachts ändert sich meine Sehkraft ... In der Dämmerung habe ich in den letzten zwei Jahren echte Probleme bekommen und grelle Lichter irritieren mich zunehmend.


Zumal in den letzten Jahren immer hellere Scheinwerfer auf den Strassen unterwegs sind. Laser-, LED- und Xenon-Scheinwerfer bringen den Fahrern mehr Sicht = mehr Sicherheit. Doch eben nicht für den Gegenverkehr – dieser wird durch die grellen Leuchten oft geblendet. Sagt der Automobilclub der Schweiz ACS – der ADAC hat das Thema auch schon mehrfach aufgegriffen.

Und warum blenden diese neuen Lichter so viel mehr? Im Vergleich zur konventionellen Glühlampe weisen sie einen sehr hohen Anteil an Blaulicht auf. Blaulicht ist der energiereichste Teil des Lichtes, der für uns Menschen wahrnehmbar ist und demnach die meiste Blendung verursacht.

Blenden können diese Scheinwerfer allerdings nicht nur den Gegenverkehr, sondern sie stören auch bei dem Blick in den Rück- oder Seitenspiegel. Helfen könnte eine Überprüfung der Abblendautomatik oder die manuelle Steuerung das Fernlicht. Doch wenn man in einem höheren Wagen trohnt, dann stören einen die anderen Lichter eben weniger, so vermute ich, die meisten denken darüber gar nicht nach. Genauso wenig wie über die eigene Einstellung (der Lichter), die oft zu hoch eingestellt sind (weil der Wagen beladen ist, oder oder oder).

Besonders bei Starkregen und Schneefall werden die Niederschlagspartikel so stark von den Abblendlichtern angestrahlt, dass sie einem wie weisse Zettelchen entgegenkommen und so die Augen schnell ermüden. So wird das Auto fahren bei Nacht und Nebel anstrengend und unangenehm. Ich muß mich oft stark konzentrieren. Der erhöhte Konzentrationsdruck verursacht, dass man - oft ohne es zu merken - weniger blinzelt und die Augen aufreißt, um aus den ungenauen visuellen Informationen die überlebenswichtigen herauszufiltern. Weniger Blinzeln führt dann zum Austrocknen der Augen, wenn dann noch die Heizung, Klimaanlage und Lüftung an ist ... oh je. Es juckt und tut weh.

Für mich habe ich eine Lösung gefunden, die es zumindest etwas abmildert und ich nicht mehr so genervt von den anderen Lichtern bin: Eine Brille mit gelben Gläsern. Sie mildern die Farbe Blau etwas ab, und so sind die Lichter nicht mehr ganz so anstrengend. Doch, direkt einen Warnhinweis hinterher: Duch dem Blaufilter wird das gesamte Blauspektrum des Lichtes gefiltert. Menschen in blauer Kleidung auf der Fahrbahn sind nicht mehr gut sichtbar.


Solltet ihr also richtig dolle Probleme bei Nacht haben, lasst euch lieber vom Augenarzt eine "richtige" Autofahrbrille verschreiben. Diese filtern besser als eine gelbe Sonnebrille, wie ich sie trage. Meine Gläser in der Brille (von Andy Wolf) sind zwar auch von Zeiss, dem weltweit größten Hersteller von optischen Instrumenten, doch eben keine Autofahrgläser.

Bei Zeiss hat man eine spezielle Beschichtung für Brillengläser entwickelt, die den Blauanteil des durchfallenden Lichtes auf ein Minimum reduziert, ohne dass es zu einem Ausfall des Blau-Sehens kommt. Die Brillengläser nennen sich DriveSafe und sie führen zu einer gefühlten Reduktion der Blendung von etwa 50-70%. WOW! Zeiss sind natürlich nicht die Einzigen die so eine Option anbieten, ihr müsst also nur das Beste für euch finden. Da die Gläser keine Färbung aufweisen, sind Brillen mit solchen Gläsern auch für alle anderen Alltagssituationen nutzbar.

Zurück zu meiner Brille, ich bin happy, denn wenn es dämmert, dann werde ich nun nicht mehr so doll geblendet. 😎

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