Juliane Eichblatt. Hamburger Menschen #123

Nachdem ihre Kollegin Eva im Dezember bei den Hamburger Menschen zu Gast war, ist Juliane heute an der Reihe, auch sie ist Teil von Frisc...

Nachdem ihre Kollegin Eva im Dezember bei den Hamburger Menschen zu Gast war, ist Juliane heute an der Reihe, auch sie ist Teil von Frischepost. Warum, wieso, was das ist und noch mehr von ihr, erzählt sie uns heute. Juliane, wer bist du und woher kommst du?

Ich bin Juliane von Frischepost und ich komme aus Kulpin – ein kleines Dörfchen südlich von Lübeck.


Seit wann bist du in Hamburg?

Seit genau 2 Jahren lebe ich fest in HH, vorher habe ich einige kurze Stationen in der Perle gemacht, einfach nur weil es so schön ist.

Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich habe vor einem Jahr das Start-Up Frischepost gegründet. Wir liefern die besten Lebensmittel unserer Region direkt vom Acker in die Stadt. Da ich selber von einem landwirtschaftlichen Betrieb komme, sehe ich die Herausforderungen der landwirtschaftlichen Betriebe bereits seit meiner Jugend: die Bauern möchten sich auf ihre Lebensmittel, auf ihren Hof und ihre Tiere konzentrieren und gleichzeitig einen fairen Preis erzielen und sich nicht weiter um die Vermarktung kümmern. Sie brauchen einen Partner wie uns, der ihnen die Türen in die Stadt öffnet, ihnen die Direktvermarktung abnimmt, ihre Geschichte erzählt und ihnen den Rücken frei hält. Meine Vision ist es, dass auf beiden Seiten – auf Seiten der Landwirte und auf Seiten der Verbraucher  - wieder ein Bezug zueinander entsteht und es selbstverständlich ist, zu wissen woher die Karotte auf dem Teller kommt.


Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Schwierig zu sagen ... ich habe vor der Gründung als Projektmanagerin und Einkäuferin in einem Großkonzern gearbeitet.  Es hat mir Spaß gemacht und ich hatte ein tolles Arbeitsumfeld und viel Verantwortung. Am Ende hat mich aber die Selbstständigkeit sehr gereizt.. Das Gefühl zu haben, mehr gestalten zu können, Dinge zu tun, hinter denen man zu 100% steht und wo man auch den direkten Effekt der eigenen Arbeit sieht. Ich glaube, ich würde auch selbstständig sein und irgendetwas mit Lebensmitteln machen. Denn gutes Essen ist meine Leidenschaft.
 

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich fahre in die Natur, auf den Hof meiner Eltern und an die Nordsee, laufe durch den Wald,  gehe im See schwimmen, fahre Fahrrad, jogge ... schöneres gibt es nicht. Meine Familie und mein Hund sind mein Ein und Alles, ich verbringe so viel Zeit wie möglich mit ihnen. In Hamburg liebe ich es, mit meinen Freunden an der Alster oder Elbe zu grillen, auf der Alster zu segeln, in Ottensen zu bummeln, neue Cafés und Restaurants auszuprobieren und ins Abaton Kino oder ins Thalia Theater zu gehen. Wenn ich mit einem Wein auf dem Balkon den Abend ausklingen lassen kann, ist der Tag perfekt. Erst recht, wenn ich noch meine eigenen Tomaten auf dem Balkon ernten kann ☺

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Ich wohne in Hoheluft-Ost.

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen, wenn ja, wo?

Ja, ich träume von einer Altbauwohnung am Isebekkanal in Eimsbüttel. Dort ist alles ein wenig entspannter als in Eppendorf.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Definitiv in Schleswig Holstein, an einem See oder am Meer. Ich brauche Wasser!

Ist Hamburg für dich Kulturstadt? Was macht sie dazu?

Für mich ist Hamburg eine durch und durch vielseitige Stadt, auch kulturell gesehen. Im Abaton kann ich tolle deutsche Filme schauen und die Theaterhäuser haben immer ein gutes und interessantes Programm für mich. In einigen Clubs wird gute Musik  gespielt, aber was mir fehlt ist eine gemütliche Pubkultur, wie ich sie in englischen, schottischen und irischen Städten zu schätzen weiß. Unkomplizierte Livemusik in den Kneipen wäre super, aber dafür sind wir Norddeutschen anscheinend zu steif ...


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde in ganz Hamburg ordentliche Fahrradwege bauen und ich würde das Abschleppen von Autos verbieten die keinerlei andere Fahrzeuge blockieren (so ein frustrierendes Gefühl!).

Warum Hamburg und nicht Istanbul, Berlin oder New York?

Hamburg und die Umgebung ist für mich Heimat und deswegen kann ich die Stadt auch nicht so gut mit anderen Städten vergleichen. Hamburg ist nicht zu leise, aber auch nicht zu laut. Die Stadt hat Charakter, ist wahnsinnig vielseitig, hat sehr viel Geschichte, und weltoffen durch den Hafen. Ich fühle mich frei und geborgen zu gleich.

Alster oder Elbe?

Die Elbe gibt Hamburg in meinen Augen mehr Charakter als die Alster. Ich finde es großartig, bei Wind und Wetter an der Elbe zu spazieren, durch Övelgönne zu trödeln und bei der Strandperle ein Alsterwasser zu trinken. Mit dem Fahrrad fahre ich gerne zum Elbpark Entenwerder, trinke einen Café von Public Coffee Roasters auf dem Ponton und danach geht es weiter Richtung Dove Elbe, zu den Brombeer Büschen  und wenn ich es schaffe auch bis nach Reitbrook, wo mein Lieblingsproduzent von Frischepost herkommt – der Milchhof Reitbrook!

 
Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Ganze 24 Stunden am Tag! Ich habe natürlich Phasen, wo ich niemals auf das Handy schauen würde. Aber es ist ein sehr praktisches Ding! Ich bin ein generell sehr wissbegieriger Mensch und bei mir muss alles flott gehen. Das Handy kann einem so schnell alle möglichen Fragen beantworten und den Alltag erleichtern, ich würde nicht mehr darauf verzichten wollen.

Lieblingssong des Moment?


Lieblingssong forever?


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

1.    Entenwerder1 Café
2.    Övelgönne
3.    Segelboot auf der Alster


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