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Eva Neugebauer. Hamburger Menschen #113

Ich bin ein großer Fan von der Nutzung saisonaler, sowie regionaler Produkte. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Unternehmen, die einem die Möglichkeit geben, Essen frisch, biologisch und aus der Region zu bekommen. Damit leisten sie auch einen sozialen Nutzen, denn so verbinden sie Menschen und ermöglichen neue Wege um zueinander zu kommen. Ein Unternehmen was definitv dazugehört ist "Frische Post". Eva, eine der Gründerinnen habe ich heute zu Gast in der Serie "Hamburger Menschen". Wie schön, lernt sie und ihre Idee kennen, wer bist du und woher kommst du?

Ich bin Eva, geboren am 7.04.1989, im Rheinland. Dort bin ich in der Nähe von Koblenz auf dem Land aufgewachsen.


Seit wann bist du in Hamburg?

Seit Januar 2015. Ich wohne zurzeit in Eimsbüttel und fahre jeden morgen mit dem Fahrrad zum Frischepost Büro in die Hafencity. Ich mag den Stadtteil sehr gerne, könnte mir aber auch vorstellen in Ottensen zu leben – mir gefallen die vielen kleinen Cafés, Bars und die Stimmung auf der Straße. Als Landei reizen mich natürlich auch die ländlichen Vororte Hamburgs ☺


Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich bin eine der zwei Gründerinnen von Frischepost. Frischepost liefert die frischesten Lebensmittel aus dem Hamburger Umland direkt vom Erzeuger zum Kunden vor die Haustür. Auf www.frischepost.com kann der Warenkorb frei zusammengestellt werden - von Obst und Gemüse bis hin zu Milchprodukten, Backwaren, Fleisch und Manufakturprodukten ist alles dabei. Mit Frischepost möchten wir den Lebensmitteleinzelhandel strukturell verändern. Wir setzen auf Regionalität, Transparenz und maximale Frische.


Ich bin in unserer jungen Firma vor allem für die Logistik zuständig. Die Prozesse beim Packen im Lager und in der Auslieferung sind bei uns besonders komplex und herausfordernd, denn wir handeln nicht mit Büchern, sondern mit frischen Lebensmitteln! Genau diese Herausforderung sowie der Anspruch ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln, reizen mich sehr. Wir liefern ausschließlich mit Elektrofahrzeugen und in Mehrwegverpackungen aus.

Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Mich treibt seit langer Zeit der Wunsch um, ein Unternehmen zu gründen, welches gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und sozialen und ökologischen Mehrwert schafft. Mein BWL- Studium habe ich als das passende Werkzeug gesehen, um dieses Ziel zu erreichen. Vor Frischepost habe ich in Mexico und Äthiopien gelebt und gearbeitet, und dort verschiedene Landwirtschafts- und Bildungsprojekte vorangetrieben. Hätte ich nicht Frischepost gegründet, würde ich wahrscheinlich an diesen Projekten anknüpfen, um dazu beizutragen, die berufliche Perspektive und somit die Lebensqualität der Menschen in Entwicklungsländern zu verbessern.



Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich reise gerne und viel – sowohl mit Freunden als auch mit meiner Familie. Außerdem bin ich sehr sportbegeistert - seit meiner Kindheit stehe ich auf dem Tennisplatz und habe lange Zeit Leistungssport – auch in den USA – getrieben. Mittlerweile jogge ich allerdings lieber um die Alster – das brauche ich auch, um einen freien Kopf zu bekommen. Oder ich spiele Volleyball und Basketball im Hochschulsport Hamburg, was ich kürzlich für mich entdeckt habe?

 
Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Definitiv in Sydney, aber nur wenn ich meine Familie und Freunde mitnehmen könnte (sonst ist Australien auf die Dauer einfach zu weit weg).
Die Lebensfreude der Menschen in Sydney fasziniert mich und die Stimmung in der Stadt in Verbindung mit Meer und Stränden ist einfach der Traum. Meine Zeit dort (ich habe während meines Gap Years zwischen Bachelor und Master dort in einem Startup gearbeitet) zählt zur besten Zeit meines Lebens.

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde noch stärker auf „Sharing“ im Transport von Personen, Gegenständen und Lebensmitteln setzen. Meiner Meinung nach wird die bestehende Infrastruktur aktuell noch sehr ineffizient genutzt. Car to Go, Drive Now, Wundercar und City Bike sind die ersten Ansätze, die noch stärker ausgebaut werden sollten. Elektrofahrzeuge sollten weiter verbreitet sein und von der Stadt unterstützt werden - aktuell ist die Haltung von Elektrofahrzeugen nämlich wirtschaftlich noch recht unattraktiv. Gerade für den Bereich der Kurierdienstleistungen braucht es zudem vermehrt Schnellladestationen für Elektroautos, da die Autos sonst nicht länger als 4 Stunden am Stück in der Stadt unterwegs sein können.


Als Bürgermeister würde ich auch noch einen stärkeren Fokus darauf legen, lokale Landwirte und Erzeuger zu unterstützen. Ich würde mich dafür einsetzen, dass artgerechte Tierhaltung und nachhaltige Landwirtschaft für alle Erzeuger attraktiv ist. Der Konsument ist in vielen Fällen noch nicht dazu bereit, den Preis zu zahlen, den gute Lebensmittel wert sind, weshalb die Politik einschreiten sollte.

Warum Hamburg und nicht Istanbul, Berlin oder New York?

Berlin, New York und Istanbul finde ich sehr inspirierend und spannend für eine bestimmte Phase des Lebens. Langfristig sind mir die Städte allerdings zu unruhig und schnelllebig – da gefällt mir Hamburg mit Alster, Elbe und Meer in der Nähe sehr viel besser. Das Wetter könnte nur etwas besser sein ☺


Alster oder Elbe?

Beides klasse! ☺ Von der Alster habe ich durch die unmittelbare Nähe natürlich viel mehr – ich gehe dort regelmäßig Joggen und treffe mich im Sommer zum Spazieren oder Grillen mit meinen Freunden. Die Elbe hat mit den großen Containerschiffen aber auch etwas sehr Weltoffenes und Aufregendes!

Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

An ist es immer, außer in wichtigen Meetings. Ich kann mich auch stets für lebenserleichternde Apps begeistern und nutze mein Handy somit auch in der Freizeit um von A nach B zu kommen, Musik zu hören, zu Lesen, Einzukaufen usw.
Aber wenn ich Freunde oder Familie treffe, dann ignoriere ich mein Handy gekonnt – ich finde es sehr wichtig auch mal von der digitalen Welt abschalten zu können und sich dem realen Hier und Jetzt zu widmen.

Lieblingssong des Moment?

Schwer zu sagen – ich mag die Abwechslung! Morgens höre ich gerne Jazz, Soul oder Klassik, und tagsüber zum Arbeiten eher melodische House Musik.  

Lieblingssong forever?

Carole King – You’ve got a friend

Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

  1. Alsterwiesen  - zum Picknick! 
  2. Aurel Bar in Ottensen – besonders draußen an warmen Sommertagen
  3. Hof Overmeyer in Seevetal 

Mehr Frische Post bekommt ihr HIER.

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