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Eine Reise wert: Helgoland! - „Grön is dat Land, rot is de Kant, witt is de Sand. Dat sünd de Farven vun't hillige Land.“

Ein paar freie Tage zu Hause bleiben, die Familie besuchen oder mal etwas ganz Neues entdecken? Über Ostern haben wir uns für Helgoland entschieden. Es gibt auch die Möglichkeit von den Hamburger Landungsbrücken morgens hin- und abends zurückzufahren, doch wenn man Zeit hat, warum diese nicht nutzen? Die Insel liegt klimatisch günstig am Golfstrom und es gibt nirgends in Deutschland mehr Sonnentage – Grund genug ein bißchen dort zu bleiben.
 

Sobald man mit dem Katamaran auf der Insel angekommen ist, kann man entspannen – denn dort sind nur Elektroautos erlaubt, auch Fahrrad fahren ist untersagt. Das einzige Fahrrad auf der Insel ist dem Polizisten vorbehalten, der Rest der Bewohner und Besucher läuft durch Ober- oder Unterland. 
Es gibt sogar ein Mittelland, doch wir befinden uns keineswegs in einem Märchen.

Die Namen entstanden durch die zwei Ebenen der Insel, die durch eine Treppe und einen Fahrstuhl miteinander verbunden sind. Insgesamt sind es 1,7 km² und in einem Tag schafft man das meiste. Die Besucher führt ihr erster Weg oft zielstrebig in den Nordwesten, dort befindet sich der 47m hohe, freistehende Felsen, Heimat von tausenden Vögeln: Die lange Anna.

Man wundert sich immer wieder über die Kuhlen in den Dünen – diese entstanden bei dem Angriff der Briten im Jahre 1945. Die Insel wurde zuvor komplett evakuiert und bis in die 50er Jahre blieb sie Sperrgebiet ohne Bewohner. Es gab einige Helgolaner die gern zurück wollten, Drei davon besetzen die Insel, wurden gegen ihren Willen wieder ans Festland geholt, doch nach und nach wurden die Rückkehrrufe immer lauter. 1952 durften die ersten Helgolaner wieder zurück und kümmerten sich um den Wiederaufbau.


Vor der Hauptinsel liegt auch noch eine Düne, die man mit einem Börteboot erreichen kann. Auf dieser befindet sich ein bunter Bungalowpark und die Strände laden zum Baden ein, sagt man – uns war es zu kalt, die Kolonien von Seehunden und Kegelrobben in der freien Natur haben uns aber auch sehr glücklich gemacht.


Die Geschichte der Insel wird einem auf vielen kleinen Info-Pyramiden entlang der Wanderwege gezeigt – dabei handelt es sich meist um Informationen der vergangene Tage, die sich mit der Zeit von 1800 bis 1960 beschäftigt. In dieser Zeit wurde die Insel neu aufgebaut. Die Blütezeit des Seebads lag vor dem zweiten Weltkrieg und in den 60er Jahren. Damals befanden sich oft bis zu 12.000 Menschen auf der Insel - heut sind es inklusive Tagesgäste ca. 2.500.

Was damals als neu galt, ist heut eher shabby. Die Bauten, die sich an den klassischen nordischen Häusern und dem Bauhausstil orientieren, sind oft denkmalgeschützt. Sie wirken auf mich weder neu, noch wirklich alt. Es gibt Architekturführungen auf Helgoland, die bei den Bauten von der "Blauen Mauritius der jungen bundesrepublikanischen Architektur" sprechen. Ich empfinde es als gemütlich und doch könnte so einiges erneuert werden.


Es waren ganz wunderbare drei Tage Entspannung am Osterfeuer auf der Düne, im Salzwasserschwimmbad mit Meerblick, den Füßen im Sand und den Drinks bei Bruns, im Krebs und einer der besten Pizzen, die wir je gegessen haben bei Pizza, Pasta und mehr (solltet ihr dort sein wählt die Knieperpizza (=Taschenkrebs)).


„Grün ist das Land, rot ist die Kant, weiß ist der Sand: Das sind die Farben von Helgoland.“

Weil sie die Tage so schön gemacht haben, seien hier gegrüßt: Martin, Arne und Nicole!
 

Die Jacken die wir tragen sind von Didriksons (Selma und Carl) – auf der Insel haben wir sie auf Regen-, Wind- und Wärmetauglichkeit geprüft und für sehr gut befunden!
 

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