40 Tage Intermittierendes Fasten – Die Herausforderung an mich selbst & für #dkms40

Alle Jahre wieder kommt die Fastenzeit – bislang habe ich sie nicht genutzt, um mich mal auf bestimmte Dinge zu fokussieren. 'Wieso s...

Alle Jahre wieder kommt die Fastenzeit – bislang habe ich sie nicht genutzt, um mich mal auf bestimmte Dinge zu fokussieren. 'Wieso soll ich es ausgerechnet dann machen, wenn die katholische Kirche zur österlichen Bußzeit ruft? Ich könnte doch immer ... ich bin schließlich selbstbestimmt und kann anfangen, wann ich möchte.'  – Es ist wie es ist, auch zu anderen Zeiten des Jahres habe ich mich nicht dazu durchgerungen. 

Nun hat mich die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) gefragt, ob ich auf etwas verzichten könnte – für den guten Zweck. Vielleicht habe ich genau diese Herausforderungen gebraucht, denn ich habe ohne darüber nachzudenken sofort zugesagt.

Doch damit stand ich vor der Frage, auf was verzichte ich eigentlich, vom 1. März bis zum 15. April 2017 – für 40 Tage?

  • Lakritz – nein, daran übe ich mich schon lange, doch es endete bislang erfolglos. 
  • Netflix – auf gar keinen Fall! Hier gestehe ich meine Sucht voll ein! Ich habe allerdings auch keinen Drang diese zu beenden. 
  • Seit Februar diesen Jahres habe ich die Benachrichtigungen der sozialen Netzwerke abgestellt, eine der Apps zu löschen ist also auch nicht nötig (Übrigens: Es entspannte mich ungemein). 
Also, was nehm ich bloß?



Ich muß kurz ausholen, um euch zu erklären, was mein Fastenziel geworden ist. Vor zwei Jahren sind, durch Cellsymbiosistherapie, bei mir ein paar Lebensmittel festgestellt worden, die mein Darm nicht verarbeiten kann. Am schlimmsten verhält es sich mit Hefe und tierischen Milchprodukten. Die Auswirkungen waren vor allem im Hals-Nasen-Ohren Bereich zu spüren. Die Details lass ich mal weg, doch meine Gesundheit schlägt seit eh und je zuerst auf diesen Bereich meines Körpers, wer mag, kann dies gern auch psychologisch erklären :) Ich habe mein Essverhalten 2015 also komplett umgestellt, was gesundheitlich eine sofortige Verbesserung mit sich zog.
Es hat keine orthorexischen Züge angenommen und ich esse nach wie vor, wenn ich Hunger, oder Lust habe. Auch wenn meine Ärtztin meinte, es ist sehr wichtig zu frühstücken, ich habe morgens keinen Appetit. Ich esse lieber spät Abends oder sogar Nachts ... 

Nun ist mir vom Intermittierenden Fasten bzw. Intervallfasten erzählt worden und den gesunden Auswirkungen der Variante Lean Gain 14/10h (dazu gleich mehr). Also habe ich beschlossen, dies soll meine eigene Herausforderung für die Fastenzeit werden. Für den eigenen Ernährungsrhythmus und, weil ich an jedem Tag, an dem ich es nicht schaffe, eine kleine Strafe zahle, die einem guten Zweck zukommt. Hierbei geht es natürlich nicht darum, irgendwen zu peinigen, oder möglichst viele Strafspenden rauszuholen, sondern darum, dass auf das Thema Blutkrebs und die Arbeit der DKMS aufmerksam gemacht wird.

Die Fakten: Es ist leicht sich zu registrieren, doch damit ist die Arbeit eben noch nicht getan. Die Typisierungen werden in nationalen und internationalen Laboren bearbeitet und diese müssen bezahlt werden. Während die Kosten dafür im Jahr 1991 noch bei 600 DM (rd. 307 €) pro Test lagen, sind es mittlerweile nur noch 40€ (Stand 2016), dies ist schon ein gewaltiger Schritt – woop woop.
Dies Kosten kann man bei der Registrierung selbst zahlen, es existiert jedoch kein Zwang. Aus diesem Grund können auch Paten die Kosten für diejenigen übernehmen, die es nicht selber tragen möchten. Bis Mitte 1994 wurden sie auch von der Deutsche Krebshilfe sowie dem Bundesministerium für Gesundheit finanziell unterstützt. Seitdem ist die DKMS für den weiteren Ausbau der Datei allein auf Spenden angewiesen. 

Spenden = Sparschwein => An jedem Tag, den ich nicht durchhalte, gebe ich einen Euro in mein goldenes Sparschwein für eine neue Registrierung bei der DKMS (weil, bei 40 Tagen Fastenzeit sind es maximal 40€ und ich bin schon registriert).



Na, seid ihr dabei? Was haltet ihr davon 40 Tage auf etwas zu verzichten, was euch eigentlich schwerfällt? Schließt euch mir gern an. Vielleicht auch mit dem Lean Gain Intervallfasten? Das geht so:

Intermittent Fasting ist der Oberbegriff für periodisches oder unterbrochenes Fasten mit unterschiedlichen Ernährungskonzepten. Es geht nicht unbedingt um ein einheitliches Ernährungssystem, sondern um Mahlzeitentiming. Bei der Variante Lean Gain folgt auf Stunden in denen gegessen wird, eine Fastenperiode. Die Bezeichnung 14/10 ist die Stundeneinteilung: 14 Stunden lang wird gefastet und zehn Stunden lang hat man Zeit für Mahlzeiten (empfohlen sind 2-3). Diese Empfehlung ist übrigens für Frauen, bei Männern ist es 16/8.

Netterweise bin ich in der Essenszeit nicht auch noch an eine Diät gekoppelt oder an feste Uhrzeiten. In der Regel bekomme ich um 10 Uhr Hunger, was bedeuten würde, ich kann bis 20 Uhr essen. Davor oder danach sind Wasser, Schwarzer Kaffee und ungesüßter Tee ok. – Auf Seiten oder in Foren, die sich damit auseinandersetzen, wird immer wieder geschrieben, es ist leichter, als vermutet.

Mal schauen, wie sich die Zeiteinteilung bei mir auswirken wird. Ich werde mit Sicherheit einen Zwischenstand geben und am Ende auch ein Fazit ziehen – wenn ich denn dann überhaupt wieder aufhöre. Denn es hat auch äußerst gesunde Auswirkungen auf die Werte des Körpers.

Ihr könnt aber auch direkt spenden, wenn ihr mögt, dies geht HIER ziemlich einfach. 




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Nachtrag: 
Ich hab nicht damit gerechnet, habe nun allerdings viele Nachrichten zu der Cellsymbiosistherapie bekommen. Ich kann dazu keine verallgemeinerten Infos rausgeben. Die Unverträglichkeit mit Hefe und tierischer Milch ist bei mir so, es ist keine spezielle Allergie, jeder Darm ist da anders. Vielleicht ist es bei einem von euch Paprika und Pfeffer. Oder Ei und Tomate ... oder auch gar nichts ... genau wie die Auswirkungen. Solltet ihr in Hamburg sein, empfehle ich euch gern meine Ärztin. 

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