Löppt ... die Sache mit dem Glück. Für den Moment.

Ich war heut auf einem "Workshop zum Glück" . Auf dem Weg dorthin überlegte ich, was macht mich gerade glücklich? Was ist das ei...

Ich war heut auf einem "Workshop zum Glück". Auf dem Weg dorthin überlegte ich, was macht mich gerade glücklich? Was ist das eigentlich, Glück? Spontan: Die superwarmen Handschuhe, die ich mir auf dem Weihnachtsmarkt gekauft habe. Innerhalb von Sekunden erwärmen die Glücklichmacher die Finger!

So im Allgemeinen würde ich behaupten, die meiste Zeit bin ich ziemlich lebensfroh mit einer optimistischen Grundhaltung. Reicht diese aus? Wie beantworten die Experten vor Ort die Frage? Wie beantwortet ihr dies für euch?




Die Ausgangsfrage: 
Was macht glücklich und was ist ein glücklicher Moment? 
Was braucht es zum persönlichen Glück? 


Fortuna hat viele Facetten und Trendexperte Professor Peter Wippermann begann mit der Definition und Erklärung, dass es das ist, was JETZT passiert. Glück ist etwas Überraschendes.
Im englischen wird dies deutlicher, wenn man die Wörter luck und happiness nebeneinander stellt:
Happiness = Glück / Freude / Fröhlichkeit / Seligkeit / Glücklichkeit / Heiterkeit / Vergnügtheit / glückliche Formulierung. Luck = Glück / Dusel.

Wenn wir uns zurückerinnern, war die Gestaltung des Lebens  früher – ob in Familie oder Beruf – durch die Gesellschaft geprägt. Betriebe wurden übernommen, Ausbildungen wie der Papa gemacht usw. Die Freiheit zu haben, sein Leben, alles in die eigenen Hände zu nehmen, ist relativ neu. So hat sich auch der Alltag stark verändert:
Wir organisieren die eigene Zeit, planen vieles exakt durch und haben uns damit selbst rationalisiert. Dies ist zum einen natürlich positiv, da wir die Entscheidung aus eigenen Stücken getroffen haben. Zeitgleich ist es auch eine große Aufgabe und anstrengend, weil wir immer da sein wollen. Abschalten fällt einfach schwer. Auch, weil wir uns viele optimierende Sachen mit Hilfe von Apps oder technischen Gadgets auferlegen ... und die machen wirklich NIE ein Päuschen.

Zuerst einmal wollen wir also selbst glücklich sein – mit uns. Dies erreichen wir meist durch Selbstoptimierung: Neben der mentalen Fitness gibt es noch die Körperliche und diese ist stark von der Ernährung beeinflusst. Früher war es z.B. normal, gemeinsam zu frühstücken und Abendbrot zu essen, heute wird es zelebriert und "Besinnung auf die Werte" genannt.  

Meine 5-Cent dazu: Wann war früher? Als wir Kinder waren? In der Zeit der Ausbildung, des Studiums? Als wir allein lebten? Als wir uns keine Zeit nahmen? Als wir selbst noch nicht wussten, dass es wichtig ist, auf sich zu achten? Weil wir erstmal ALLES anders machen wollten? Ist es nicht eine "normale" Altersentwicklung? Marmelade schmeckte definitv immer gut!

Fest steht, nach dem alle-trinken-den-selben-Discounter-Kaffee und Kaffee-Kapseln-Trend wird es heute mehr denn je zelebriert, sich z.B. Kaffee mit Genuß aufzubrühen. Vegan vs. Beef, Comfort Food, Craft Beer, es finden sich immer mehr Gemeinschaften für vermeintliche Randthemen zusammen. Vor allem Essen ist zu einer Lustquelle geworden, die glücklich macht.

Der Professor sagte: "Wir haben unser Empfinden zum Glück nur zu 40% selbst in der Hand, 50% sind, durch Prägung, genetisch bestimmt und 10% von äußeren Einflüssen."

Erste Erkenntnis: Erziehung, Umfeld, unsere eigenen Prioritäten und die bewussten Entscheidungen dazu.




Diesen Punkt verdeutlichte auch die zweite Referentin, Glücksautorin Maike van den Boom. Sie reiste in den vergangenen Jahren in die, laut Statistiken, glücklichsten Länder der Welt und befragte die dort lebenden Leute nach ihrer Strategie. Was machen die Menschen auf Island, Butan oder auch der Schweiz, dass sie mit ihrem Leben zufriedener sind? Wir liegen in Deutschland übrigens auf Platz 29 und es gibt 194 Länder – oder besser: Staaten – auf der Welt.

Die Antwort, die sie meistens zu hören bekam war; Sie besinnen sich auf das Wesentliche und strengen sich täglich dafür an, bleiben positiv und setzen sich realistische Ziele. Viele erzählten von ihrem Vertrauen und Gelassenheit in ihr Leben und die Gemeinschaft – was ein stärkeres Wir-Gefühl erzeugt. Zu diesem Gefühl ist nicht viel nötig, nur man selbst. Du und ich.
Durch z.B. flexible Arbeitsmodelle wird es erleichtert eigene Ziel zu erreichen, bedeutet, wir sind glücklich. Andere Menschen machen uns glücklich und diese Wertschätzung gehört zu den "kleinen Momenten des erfahrenen Glücks". Was bedeutet, wir leben auch unsere eigene Freiheit. Da hilft kein Geld der Welt.


Meine 5-Cent dazu: Ich habe oft das Gefühl, es ist in Deutschland schwer, genau diese Dinge dauerhaft zu verankern. Menschen die offen und vermeintlich ehrlich kritisieren, bekommen Applaus und Anerkennung für ihren Mut. Warum beschäftigen wir uns so viel mit den Schwachstellen anderer und stellen stattdessen nicht die positiven Eigenschaften nach vorn? Vielleicht vergleichen wir uns immernoch zu sehr? 

Vielleicht ist dies auch bald vorbei, denn es gibt Studien die zeigen, auch hierzulande nimmt die die Lebensfreude zu – ich mein, hey Platz 29!



Kann man für immer glücklich sein? Gerade, wenn es gut läuft und wir beseelt sind, warten wir oft auf den nächsten Streich den uns das Leben spielt oder ein Unglück, was um die Ecke auf einen warten MUß! Oder wie eine Freundin in unseren philosophisch angehauchten Whats-App Sprachnachrichten über den Glücklichsein-Workshop sagte: "Man verbringt mit Jemanden eine schöne Zeit und denkt nur daran wie schlimm es ist, wenn diese wieder vorbei ist. So vermisst man die Person schon, wenn man noch zusammen ist und kann es nicht genießen!"

Ist dieses bewusste Leben und die Gedanken über Glück und Unglück etwas, wo wir uns selbst im Weg stehen – denken wir zuviel oder können den Segen nur dann genießen, wenn wir erlebt haben, wie es ist, wenn er nicht da ist? Oder aber, streben wir einfach immer nach mehr und das Streben nach Glück ist eine Herausforderung des Lebens?



Fazit: So viele Fragen ... erleben und glücklich sein, eine tägliche Aufgabe an uns selbst und unsere Umwelt. Es war in jedem Fall eine sehr inspirierende Veranstaltung zu der die Privatmarmeladerie Friedrich Göbber auf Grund ihrer neuen Marmelade "Glück" eingeladen hatte, dass ich es mit euch teilen wollte.


😎💜🐸🍑💚🍓💙🍏💖🍒💛😻


Zusatz:
Nach all den glücklichen Erfahrungsberichten schwappte das Thema in der Fragerunde an die Experten in etwas um, was vielleicht zu erwarten war, ich jedoch schade fand:
"Wie lang geht der Trend der sozialen Medien noch, wie lange müssen wir all das Schön dargestellte noch ertragen?"
Was ein Glück, Professor Wippermann antwortete schnell: "Es fängt gerade erst an!"

'Was dort gezeigt wird ist nur schön.' – mal ehrlich, ich finde diese Aussagen langsam langweilig. Alle Journalisten und Blogger die vor Ort waren, beschäftigen sich nicht seit gestern mit den schönen Dingen des Lebens. Dingen, die schön dargestellt werden, damit andere Menschen davon begeistert sind.
Weil es unter anderem glücklich macht Wertschätzung in Form von Gefällt-mir-Angaben von anderen Menschen zu erfahren, teilt man schön angerichtetes Essen. Habt ihr in euren alten Photoalben, heutigen Galerien im Smartphone, Photokalendern, -büchern oder Whats-App Gruppen auch Bilder, auf denen ihr unglücklich seid oder die Momente zeigen, in denen es nicht schön war? Mal ehrlich, die festgehaltene Bilder sind meist die glücklichen Momente zwischen eben den Anderen. Das viele Bilder schöner sind als die Realität – ich bitte euch, ist es nicht jedem klar? Wer kann denn immer in einer hübschen, pickelfreien, sonnigen, nie etwas zu tun habenden Blase leben? Jeder Mensch hat die selben Körperfunktionen. Schaut ihr die schöne Dinge nicht gern an? Weil, es gibt andere Accounts, melted_butterr z.B. zeigt "echtes" Essen. Wollt ihr es sehen? Eine Eigenschaft des Internet ist das ständige Jetzt, Jetzt, Jetzt. Ein Jetzt in dem uns ein Moment Glück beschert wird. ...

You Might Also Like

0 Kommentare

Danke für Deinen Kommentar! :o)