Featured Post

http://www.kathrynsky.de/2017/07/once-upon-time-i-used-to-be-fashion.html

Selbständige - wo arbeiten die eigentlich?

Das Leben der Selbständigen stellt sich so manch Festangestellter sicherlich super spannend und kunterbunt vor! Stimmt ja auch. Der oder die Selbständige ist Freiberufler/in, folglich total frei und übt seine Berufung aus. Traumhaft! Toll, toll, toll!!!

"The gras is always greener on the other side", sag ich da nur. Es ist schon echt super selbständig zu sein. Man kann entscheiden wann und wie man arbeiten möchte. Man muss sich "nur" auf sich selbst verlassen und seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden. Es gibt keinen nervigen, tyrannischen Chef und keine Kollegen die nicht lustig sind auch wenn sie denken, sie wären unglaublich lustig. Die einzigen Regeln an die man sich zu halten hat, sind die selbst gemachten und natürlich an Fristen und Absprachen mit den Kunden, Agenturen, Zeitschriften, Firmen oder für wen und was auch immer man arbeitet. Jedoch müssen wir uns auch selbst motivieren und uns, wenn es mal eine längere Zeit nicht gut läuft, immer wieder sagen, dass bessere Tage auf uns warten. 

Noras Arbeitsplatz


Da ist es tatsächlich von Vorteil einen festen Platz zu haben, an dem arbeiten kann. Denn zuhause lässt es sich so wunderbar ablenken. Da liegt Wäsche rum, da ist das Buch was noch zu Ende gelesen werden möchte, da sind die Schuhe die man noch eben bei Kleiderkreisel reinsetzen könnte und und und. Gut, dass es da verschiedene Angebote gibt, die einem den Raum geben, den man benötigt um sich ganz seiner Freiheit, äh Arbeit, zu widmen.

Man kann sich ein Büro mieten oder sich einer Bürogemeinschaft anschließen, zahlt seine regelmäßige Miete und ist fest an den Ort gebunden. Wenn dann ein Auslandsaufenthalt oder ein Urlaub ansteht, laufen die Kosten natürlich weiter. Kathrin und ich haben das probiert aber unsere Arbeitszeiten und -orte sind zeitweise so flexibel, dass wir den Mietvertrag leider wieder kündigen mussten.

Kathrins Arbeitsplatz ist auch gleichzeitig Esstisch – so muß immer wieder aufgeräumt werden!


Eine Alternative dazu ist zum Beispiel das Betahaus. Das gibt es in Hamburg, Berlin und Barcelona. Hier bekommt man einen Arbeitsplatz, inklusive Stuhl, Tisch, Drucker und Internet (und Kaffee). Das Paket kann man für einen Tag, ein paar Tage im Monat oder den ganzen Monat mieten. Das Tolle an der Geschichte ist, dass dort natürlich viele Freie sitzen und es somit eine kreative Gemeinschaft gibt, in der man sich austauschen, helfen und gegenseitig inspirieren kann. So knüpft man weitere Kontakte und erweitert sein Netzwerk. Es finden regelmäßig Events zu verschiedenen Themen und Arbeitsbereichen statt die super interessant sind und auch hier kann man wieder sein Adressbuch füttern und Visitenkarten verteilen. Das alles auf eine sehr entspannte Art und Weise. Ab dem 1. Juni 2014 ist das Betahaus in Hamburg offiziell umgezogen und in der Eiffestraße zu finden.

Ist man im Bereich Design, Freie Kunst, Fotografie, Stadtplanung, Film, Mode, Illustration, Architektur und Medienkunst selbständig tätig, werden auch hier fleißig Räume, Ateliers und Studios geteilt und vermietet. Da gibt es zum Beispiel den gemeinnützigen Verein Frappant e.v. in Hamburg Altona. Kooperation und Austausch werden hier groß geschrieben und, wie sie selbst sagen, auch provoziert.

Ist man Schreiner oder bildender Künstler kann man sich im Haus 3 eine Werkstatt mieten. Sehr praktisch wenn man neben der festen Arbeit im Betrieb noch frei arbeiten möchte.

So gibt es mittlerweile in vielen Städten Räume, die die Stadt den Selbstständigen schafft, in Amsterdam wurden zum Beispiel ehemalige Bordells zu Künstlerateliers umgewandelt, in Essen ist ein ehemaliges Franziskanerkloster zum Arbeitsraum, dem Unperfekthaus gewandelt worden.
Wie handhabt ihr das, ihr Selbstständigen da draußen?

Gastbeitrag von Nora

Kommentar veröffentlichen

My Instagram