Amsterdam - Noras Tipps für die holländische Haupstadt

Nach der Weihnachtsvöllerei in der elterlichen Heimat und einigen Gläsern Alkohol zu viel, waren mein Freund und ich für ein paar Tage ...


Nach der Weihnachtsvöllerei in der elterlichen Heimat und einigen Gläsern Alkohol zu viel, waren mein Freund und ich für ein paar Tage in der Hauptstadt der – angeblich – besten Händler Europas. Auf unserem Plan für Amsterdam stand die pure Entspannung und gleichzeitig die pralle Inspiration. Da ich in den Niederlanden studiert habe, war mir der Lebensstil der Holländer bereits ziemlich vertraut aber Amsterdam setzt kulturell und modisch einfach noch einen drauf. Die Stadt ist super spannend und pulsiert auf eine angenehm zurückhaltende Art und Weise, wie ich es ähnlich aus Hamburg kenne. Dass die Menschen in dem Land, aus dem der gute Gouda und die hübschen Holzpantoffeln herkommen, aufgeschlossen, entspannt und irgendwie immer so gut gelaunt sind, haben sie uns in den drei Tagen aufs Neue bewiesen.
Ich habe euch und vor allem Kathrin, die ja am Donnerstag in die Stadt der Tulpen reist, mal ein paar Tipps notiert. Die Cafés, Restaurants, Shops, Märkte und Plätze habe ich alle selbst besucht und kann sie aus tiefer Überzeugung empfehlen.

Essen & Trinken:

Greenwoods war ursprünglich der erste englische Teeladen in Amsterdam. Mittlerweile werden dort aber auch frische Leckereien zum Frühstück oder Lunch serviert. Fairtrade wird hier ganz groß geschrieben! Wir waren dort zur Mittagszeit und mussten ein bisschen anstehen weil der Laden wirklich klein ist und dazu proppenvoll war. Aber ich kann euch sagen, das Warten hat sich gelohnt! Wir haben so gut gegessen wie schon lang nicht mehr!!! Meine Empfehlung hier: der "Lambburger" und der "Portabella Mushroom". Dazu solltet ihr unbedingt einen Tee ausprobieren. Die Liste der Sorten ist sehr lang aber ich glaube man wird bei keinem enttäuscht.

Villa Zeezicht ist ein kleines Café mit direkter Lage an der Singelgracht. Wir haben es uns an einem kleinen Tisch gemütlich gemacht und ein riesiges Stück "Appeltaart" (Apfeltorte) mit Sahne und Zimteis gegessen. Dazu gab es die holländische Version von Milchkaffee, einen "koffie verkeerd": Eine Hälfte Espresso, die andere Hälfte warme Milch. Ich finde diese Variation sehr angenehm weil die Milch nicht aufgeschäumt wird und man sich dementsprechend nicht so "voll" fühlt.


Im Kinnaree hat man uns am ersten Abend unseres Trips ein total leckeres thailändisches Essen serviert. Zu Beginn gab es einen kleinen Appetizer aufs Haus. Wir haben dann die Vorspeisenplatte "Mix Kinnaree" und als Hauptgang "Keang Khiao Wang" (grünes Curry plus Garnelen) und den "Yam Neua Yang" Salat mit Rindfleisch bestellt. Mega! Das ist alles was ich dazu sagen kann. Dazu gab es Weißwein. Unser Gaumen ist vor allem bei einer Erdnusssauce die auf der Vorspeisenplatte dabei war, ins unermessliche durchgedreht!

Typisch holländisch ist auch die "patat speciaal" (Pommes mit Majo, Curryketchup und rohen Zwiebeln) und die "patat oorlog" (niederländisch für "Krieg"; Pommes mit Majo, Erdnusssauce und rohen Zwiebeln. Die gibt es an jeder Ecke.

Shoppen:

Generell kann man sagen, dass man beim Shoppen auf den "9 straatjes" sehr gut aufgehoben ist. Hier gibt es neben urbanen Klamottenläden und kleinen Designern auch Geschäfte für Einrichtung, Essen & Trinken, Blumen und Antiquitäten. Also alles was das Herz begehrt.

Black Sheep Road befindet sich in einer der "9 straatjes". Der Laden ist sehr hip eingerichtet ... hier ein Kaktus, da ein Rennrad, dort ein unbequemer Sessel aus den 70er Jahren ... aber insgesamt sehr hübsch. Die Kleidung ist ein bunter Mix aus Streetwear und High Fashion, welche man nicht an jeder Straßenecke findet.

NMBR NINE ist Mode für Frauen. Hier kann man richtige Schätzchen finden. Allerdings klingelt es hier auch im Geldbeutel. Es gibt einen Onlineshop, falls ihr gerade keine Zeit für ein ausgedehntes Wochenende in Amsterdam haben solltet.

Montags und Samstags gibt es im "Jordaan" Viertel einen großen Markt mit Second Hand Mode, Antiquitäten und Essen aus bio- und ökologischem Anbau. Die Stände befinden sich am "Noordermarkt". An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei meinem Freund für die Wartezeit von zwei Stunden und die kalten Füße entschuldigen, weil ich mich bei den unglaublich günstigen Fellmänteln einfach nicht entscheiden konnte.

Kultur:

Am zweiten Tag haben wir uns Fahrräder geliehen (unbedingt machen!!!) und sind mit der Fähre auf die andere Seite des "Ij" gefahren. Dort sind zwei tolle Cafés/Restaurants und vor allem die alte NDSM Werft, die von Künstlern, Designern und Handwerkern zu einem großen, kreativen Zentrum ummodelliert wurde. Hier kann man frei herumlaufen und den Menschen beim Basteln und Bauen zuschauen. Sie nennen den Ort auch lieveboll "Selfmade City". Dort haben wir Jeroen Van Leur kennengelernt. Ein Produktdesigner der gerade an einer kleinen Windmühle baut, die durch den Antrieb des Windes einen Schal stricken kann. Verrückt aber cool!


Das "Festival of Lights" war der ursprüngliche Grund für unsere Reise. Ein Freund von uns, Lars Röhl, steht zusammen mit seinem Schiff "Santiano" und dem Lichtkünstler Harm Bremer im Amsterdamer Hafen. Sie haben sich aus vielen Bewerbungen hervorgehoben und stehen nun mit ca. 30 anderen Künstlern auf dem Lichtfestival in Amsterdam. Dabei werden auf die drei Segel des Schiffes jeden Tag andere Bilder projeziert. Die beiden haben ihre Installationen auch schon auf dem Fusionfestival und in Wacken präsentiert.

Natürlich solltet ihr euch eine Grachtenfahrt nicht entgehen lassen!!! Zurzeit gibt es eine die speziell auf das Festival abgestimmt ist.

Alles in Allem kann ich euch Amsterdam echt ans Herz legen. Sollte ich nochmal die Wahl haben, wäre die Stadt um die Amstel auf jeden Fall eine meiner Favoriten. Nette Menschen, wunderschöne Häuser, viele Fahrräder, wenig Autos und ganz viel leckeres Essen ...

Gastbeitrag von Nora


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2 Kommentare

  1. Fahre am Wochenende wieder nach Amsterdam - auch wegen City of Lights.
    Und ich liebe das Greenwoods! Besonders zum Frühstücken ist es mein Favorit. Außerdem gibt es WLAN, nicht ganz unwichtig für einen Onlinejunkie wie mich. ;)

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  2. oh lecker appelgebäck .... erinnerungen ....
    viel spaß weiterhin, es sieht nach viel spass und netten menschen aus.

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Danke für Deinen Kommentar! :o)

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