No shirt, no shoes, no problems im Sunshine State Florida. Von Miami nach Key West!

Miami, the american way of life, Strassenkreuzer, bunte Farben, Fitness, Strand, Palmen, Shopping, Burger, Architektur und Pommes zum Frühs...

Miami, the american way of life, Strassenkreuzer, bunte Farben, Fitness, Strand, Palmen, Shopping, Burger, Architektur und Pommes zum Frühstück.
In den letzten drei Jahren habe ich im Winter einen kleinen Ausflug in wärmere Gefilde gemacht und bin nach Miami geflogen. Es heißt nicht ohne Grund Sunshine-State (Sonnenschein-Staat), dort gibt es subtropische und  tropische Wetterzonen. In diesem Jahr bin ich nicht dort, doch bereits dreimal nach Tipps für Florida gefragt worden. Ich bin wahrlich kein Florida Experte, doch ich erzähl mal von den Plätzen, die wir gern jedes Jahr aufs Neue besucht haben.
Kommt man nach mindestens zehn Stunden Flug (aus Europa) in Miami an, fühlt man sich meist nicht sonderlich fit und so ist es doch schön, wenn man weiß wo man hin soll. In unserem Fall haben wir uns direkt für Miami Beach entschieden. Dazu muß man wissen, es handelt sich hierbei nicht um einen Strand in Miami, sondern eine langgestreckte Insel die sich vor Miami erstreckt. Über vier Querungen der Biscayne Bay ist die Insel, Miami Beach, mit dem Festland, Miami, verbunden.



Die Hotels, Motels und Unterkünfte untscheiden sich vom Preis her, wenn sie auf der selben Strasse liegen, nicht so wahnsinnig, je näher die Strasse am Strand liegt, umso teurer wird es. Das Island House auf der 1428 Collins Ave war jedes Jahr unsere erste Anlaufstelle. Das Frühstück und der Hotelmanager sind definitv ein Grund gutgelaunt in den Tag zu starten.

Also, was tun?
Nach dem Koffer abstellen, war in jedem Jahr das News Cafe unser erster Stop. Seit 1988 gibt es das Straßencafé, Restaurant, Bar, Kiosk und Buchladen in Einem an der Ecke 8th Street und Ocean Drive im Art-Deco-Viertel. Es gibt 24 Stunden am Tag Frühstück (und mehr)!!!

Wie wäre es erstmal einfach nur einen Tag am Strand abzuhängen? Auch hier gilt, die Preise der Strandliegen unterscheiden sich nicht sehr, das Essen was dort angeboten wird, dafür umso mehr. Meist gehören die Liegen zu den Hotels, die eine Adresse mit Meerblick haben. Gäste können umsonst Platz nehmen, der Rest zahlt mindestens 10$ für den ganzen Tag pro Liege (inklusive Handtuch), Sonnenschirm nicht exklusive (der kostet ca. 15$ pro Tag). Sonnenschutz bietet sich an, denn gerade weil immer ein laues (bis starkes) Lüftchen weht, vergisst man die Kraft der Sonne schnell.
 



Was man sonst so in Miami machen kann? Sport ansehen! Bequem vom Strand aus, denn es gibt überall aktive Menschen die sich an Sportgeräten betätigen. Weitere Möglichkeiten sind unter anderem die beliebten Ballsportarten – das Basketballspiel der Miami Heats hätte ich nicht missen wollen. Genauso wie die Monster Truck Show. Sie tourt fast das ganze Jahr über, es waren eine Menge Rednecks im Publikum, sowie White Trash wie man ihn sich vorstellt. Bevor es losging, durfte natürlich darf auch das Lob auf den Patriotismus nicht fehlen und solltet ihr einen Termin finden, vergesst nicht die Kopfhörer – es ist unfassbar laut vor Ort.
Beim Basketball gab es weniger Trash und mehr Show – Feuerwerk und Tanz, ein echter Spaß.

Ansonsten, einfach Augen auf, es gibt überall etwas zu entdecken, bei der "Hopp on hopp off - Bustour" kommt ihr durch ganz Miami – Hopp off und esst ein Eis, Tipp: Azucar Ice (1503 SW 8th St) – , oder ihr mietet euch ein Fahrrad und fahrt selbst los. Im Januar ist jedes Jahr das Art Deco Festival; Künstler, die malen, nähen, basteln, stellen auf der Strasse aus und verkaufen ihre Kunst direkt vor Ort. Wer kein Bargeld mehr hat, die Kreditkarte wird überall akzeptiert. Auch abseits des Festivals oder dem Art Deco District gibt es Street Art, Grafittis an den Wänden, Orchideen an den Bäumen, Polizisten (freuen sich wenn man nach einem gemeinsamen Photo mit ihnen fragt, keine Angst vor ihnen), relativ alte Kirchen und viel Musik auf der Strasse.




Nachdem man einige Stunden am Strand gelegen hat oder selbst aktiv war, kommt natürlich der Hunger. Meiner Erfahrung nach, gab es überall auf der Reise eine Küche in den Zimmern, oder aber eine Küche, die großzügig mitbenutzt werden durfte. Jetzt muß man nur noch eine Mall suchen, in der man nicht nur Kleidung, sondern auch etwas zu essen findet und nachdem man sich dann durch sehr sehr sehr viele Angebote von fertigem Rührei und Co. gestaunt hat, findet man auch durchaus leckere, frische Sachen.
Tolle Sache, die dem ursprünglichen Standort geschuldet sein dürfte: ich hab in Florida NIE eine Avoca geöffnet, die nicht zu frisch oder schon vorbei war. Und gegen Cerealien mit Marshmallows kann man natürlich auch nichts sagen. Dies wünsche ich mir beides auch in good old germany.



Die Distanzen in den USA sind im Durchschnitt weiter als in Europa – meist nicht in Laufnähe. Es bietet es sich an, ein Auto zu mieten. Was man dabei nicht tun sollte, aus stylischen Gründen bei "Rent a wrack" buchen. Das endete bei uns im ersten Jahr mit mehr als einer Panne (mal der Motor, mal das Rad) und in den folgenden Jahren buchten wir direkt zu Beginn "richtig". Alamo, Sixx, Enterprise - alle haben Angebote und laaaaange Warteschlangen bei Abholung und Rückgabe auf die man sich einstellen sollte (kann auch schonmal zwei Stunden dauern). Dabei enstanden in der Schlange sehr nette Kontakte zu anderen Wartenden, mit denen man sich im Anschluß auch noch auf der Reise getroffen hat – netter Nebeneffekt.
 

Also los, von Miami geht es Richtung Key West. Der Weg führt über die Florida Keys. Diese Insel-Kette besteht aus über 200 Koralleninseln mit einer Gesamtlänge von über 290 km. In Miami haben wir uns noch im Atlantischen Ozean gebadet, nun sind es zwei Minuten von diesem bis zum Golf von Mexiko. Einmal über den Oversea Highway und schon ist man da. Die Strasse ist der einzige Landweg um nach Key West zu gelangen. Über insgesamt 42 Brücken fährt man zwischen Ozean und Atlantik den Highway entlang, begleitet von Pelikanen und endlos erscheinender Weite von Key Largo über Islamorada und Marathon nach Key West.
Vom Highway aus ist eine alte, verfallene Zugstrecke zu sehen. 1912 fuhr der erste Zug bis Key West und war auch die beste Möglichkeit die Strecke zu reisen. 1935 wurden durch einen heftigen Hurrikan, viele Menschen getötet und ein großer Teile des Bahndamms und der Gleise auf einer Länge von 65 km weggespült – ein Großteil der Strecke. Die Kosten für den Wiederaufbau waren im Verhältnis der bisherigen Nutzung allerdings zu hoch und das Auto war das Verkehrsmittel der Neuzeit. So kann man bis heute Reliquien von vor 100 Jahren auf seiner Reise sehen, die heute von unzähligen Vögeln belagert werden.

Sobald man nicht mehr nur Meere sieht, gibt es von der Strasse aus nicht mehr viel zu erblicken, Bäume und Sträucher verhinden die Sicht und man weiß ja auch nicht in welchen kleinen Weg man abbiegen sollte. Hat man Zeit und möchte nicht nur nach Key West, lohnt sich ein Stop beim Tourist Information Center – wo gerade was los ist, dort weiß man es.
Hier landeten wir in unserem ersten Jahr, weil wir zu spät aus Miami losfuhren und die Dunkelheit eingebrochen war. Dort wurde uns das Azul del Mar in Key Largo empfohlen. Es stellte sich als ein Volltreffer heraus.

Dominic kommt aus England, war einmal Photograph und hatte irgendwann keine Lust mehr auf den Irrsinn. Nun macht er Boat Trips mit den Gästen, zeigt ihnen das Ökosystem der Keys, die Mangroven, Vögel und Natur der Gegend und kümmert sich um das Hotel in Key Largo (6 Zimmer) und Key West (11 Zimmer). Auch dort waren wir schon zu Gast und haben uns sehr wohlgefühlt.


Im Azul del Mar in Key Largo hätten wir kochen können, doch wir wollten gern auswärts diniieren, eine Empfehlung die wir bekamen und die man mit gutem Gewissen weitergeben kann, ist das Fishhouse, Fisch mit knuspriger Erdnusssoße - mmmh, ich könnte schon wieder. Weniger gut war dagegen das Big Chill - trotz Gutschein die man dafür an jeder Ecke bekommt. Und wenn man sich schon in Key Largo befindet, kann man auch gleich in den Pennekamp National Park und dort zum Beispiel eine Schnorcheltour machen.
Ein weiteres Hotel, auf den Keys ist das Postcard Inn in St. Pete Beach, es liegt ca. auf der Hälfte der Strecke nach Key West – egal wo man sich in diesem Hotel befindet, es sieht IMMER aus als würde man sich in seiner eigenen Postkarte befinden. Das Hotel hat den Namen wahrlich verdient!!!! Wenn die Gegend nicht so schön wäre, müsste man das Gelände nicht verlassen. Man findet vom Yacht- und Surf-Club die Tauchexkursionen und Jet-Ski (mal ausprobieren!) anbieten, der Tikki Bar mit abendlicher Live Music, Shula Burger mit einem Wahnsinns Angebot von Burgern (auch Vegetarische) bis hin zur Cocktail Bar (geht so gut) und einem Frühstücks-Cafe, alles vor – immer mit Blick auf den Strand. Man kann im Meer baden oder aber in einem der drei Pools.


In Islamorada sollte man unbedingt einen Stop bei Debbiy Doo's Deli & Market Fresh einlegen. Erkennen kann man den Platz am Highway dank des Monster Trucks vor der Tür. Es gibt hausgemachte Suppen, Kekse, Sandwiches und ein nettes Pläuschen mit Debbiy und ihrem italienischen Mann. Unbedingt für einen kleinen Verdauungsspaziergang die Strasse bis zum Wasser entlang laufen, die Aussicht dort lohnt sich ebenfalls.


Ein weiteres Hotel auf den Keys, an dem man einen schönen Platz findet, ist das Conch Key Cottages in Marathon (62250 Overseas Hwy), jeden Morgen frisches Obst an der Türklinke des eigenen kleinen Hauses und Meerblick garantiert.

Wenn man in Key West ankommt (der direkte Weg von Miami dauert ca. 4 Stunden), kann man den Rest der Zeit getrost barfuß verbringen, denn dort ist das Motto: No Shirt, no shoes, no problems. 

Hotelempfehlungen für dort sind das Lighthouse (902 Whitehead St) – gegenüber von Hemmingways Haus (ja, DER Hemmingway) und neben dem Leuchtturm gelegen und das Azul del Mar (907 Truman Avenue). Klickt man sich allerdings mal durch das Angebot der Hotels vor Ort gibt es noch viele schöne Gelegenheiten.

Wir hatten ein tolles Frühstück im Six Toed Cat (823 Whitehead St), es ist nicht ganz zentral, doch sehr leckere Pasta gibt es im Mangia Mangia (900 Southard St). 
Den Tag kann man damit verbringen die Deko der Häuser anzuschauen, sehr viele sind im Kollonial Stil gebaut, das Little White House besuchen (Präsident Truman war so gern vor Ort, so baute er hier auch nochmal ein Weißes Haus), den Künstlern oder Hühnern auf der Strasse zusehen, eine Jet-Ski Tour machen oder ins Key West Butterfly & Nature Conservatory (1316 Duval St) gehen. 

In Key West gibt es 44 verschiedene Kirchen aus 16 unterschiedlichen Konfessionen, alle leben ganz friedlich miteinander und auch sonst ist man in dem hauptsächlich vom Tourismus lebenden Örtchen sehr tolerant. Es gibt einen sehr schönen Friedhof in Key West, wem dabei nicht unwohl wird, der wird dort schöne Gräber finden. 
Ein weiterer wunderschöner Ausflug, war ein Segelboottrip, auf dem geschnorchelt und die Mangroven mit dem Kajak erkundet wurden. Einen Tag lang auf der See und abends glücklich wieder nach Haus laufen. 


In Key West ist einfach alles zu Fuß erreichbar, da sich die Strassen aber vor allem im Dunkeln sehr ähneln, sollte man vorher wissen, wohin man möchte.


Da in den meisten Fällen alles irgendwann ein Ende hat, geht es nun wieder zurück nach Miami, der Rückflug naht – vorher kann man jedoch noch einen Stop bei Ted Vernon einlegen. So viele so schöne Autos auf einen Haufen (8301 NW 7th Ave und NW 79th St (Exit 7)), werdet ihr wohl nie wieder sehen. Wenn man denkt, da kommt nix mehr, kommt noch eine Autohalle und noch ein Garagenhof. Sollte der, von Soutbeach Classics, bekannte Autoexperte vor Ort sein, schnappt ihn euch für einen Plausch, lustiger Typ.


Noch ein Essenstipp für Miami, die Hosteria Romana (429 Espanola Way), sie befindet sich in Little Italy in Key West – gute Pasta können sie! Von dort sollte man sich auch mal zu Fuß auf den Weg weg vom Strand machen, wer gerne Nachbarschaften anschaut, es gibt eine Menge zu sehen.



Ich hoffe die Tipps inspirieren euch zu einer Reise in diese wunderschöne Gegend. Es gibt noch viel mehr zu sehen und zu entdecken, doch das macht ihr am besten vor Ort. Gute Reise!!!

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4 Kommentare

  1. Wow, toller Artikel, tolle Fotos und tolle Reisetipps! Sollte ich in der nächsten Zeit nach Miami reisen können, werd ich einiges davon bestimmt ausprobieren!

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  2. Thank you very much für das mörderlange Empfehlungschreiben!!

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  3. Danke liebe Kathrin für die vielen tollen Tipps. Kann ich echt gut gebrauchen, da ich ja bald drei Monate in Key Largo verbringen werde und hoffentlich noch genug Zeit habe, um einiges zu erleben.

    Ich kann noch das japanische Restaurant "Samurai" in Miami empfehlen <3

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  4. Danke liebe Kathrin für die vielen tollen Tipps. Kann ich echt gut gebrauchen, da ich ja bald drei Monate in Key Largo verbringen werde und hoffentlich noch genug Zeit habe, um einiges zu erleben.

    Ich kann noch das japanische Restaurant "Samurai" in Miami empfehlen <3

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