Antje Schomaker. Hamburger Menschen #212 - Kathrynsky's

Freitag, Februar 15, 2019

Antje Schomaker. Hamburger Menschen #212

Heute darf ich euch einen ganz wunderbaren Gast für die Serie 'Hamburger Menschen' vorstellen, Antje Schomaker, ein Sonnenschein der Hamburger Musikszene. Sie ist eine große Bereicherung für diese schöne Stadt und ich bin so froh, das wir uns vor ein paar Jahren hier begegnet sind. Persönlich bewundere und finde ich sie vor allem für ihr ausgeglichenes Strahlen und ihre positive Art sehr schön. Dazu hat sie auch noch Witz, Charme, viel Liebe zu dem was sie tut, einen großen Gerechtigskeitssinn und viele tiefsinnige Gedanken die jede philosophische Diskussion vervollständigen können. Ob es an unserer Herkunft liegt, daran, dass wir die selbe Schulform besucht haben, oder ihrer Antwort auf "Keine Frage und Platz für eine eigene Antwort" – sie erfreut mich so sehr ... ich könnte noch mehr Schönes über dich schreiben, doch sag mal Antje, wie beschreibst du dich selbst, wer bist du?
 
Moin, ich bin Antje Schomaker, 26, schreibe und singe deutsche Indiepop-Musik, mag Nachhaltigkeit, Brokkoli und Die Drei ???.

Photocredits: Pablo Heimplatz

Woher kommst du?

Ich bin gebürtig aus der Nähe vom Ruhrpott und nach einem kleinen Abstecher nach Irland dann in Hamburg gestrandet.


Seit wann bist du in Hamburg?

Dass ich nach Hamburg ziehen möchte, wusste ich schon eine Weile, 2012 hab ich mir diesen Wunsch dann erfüllt. Jetzt ist der Punkt gekommen, an dem mich viele fragen, wann ich denn nach Berlin gehe und ich versteh die Frage nicht :)


Erzähl mal von deinem Beruf?

Mein Beruf ist Musikerin und Songschreiberin. Letztes Jahr habe ich mein Debütalbum 'Von Helden und Halunken' veröffentlicht, bin damit durch Deutschland getourt und jetzt spiele ich Festivals, Konzerte und schreibe für mein 2. Album, aber auch für andere Musiker. Einen Podcast hab ich auch noch, der 'Antjes Freundebuch' heißt und in dem besuche ich andere Musiker und beantworte Fragen aus eben diesem Freundebuch.

Photocredits: Bernd Rottmann
Photocredits: Nils Lucas



Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich würde wahrscheinlich einen Laden haben, in dem man meine selbstgemachten Stickbilder aus nachhaltigen Materialien kaufen könnte und damit natürlich unglaublich reich werden. Oder eine Bar! Mein signature Drink wäre "detox my ass" - Ingwerwasser mit Zitrone und Cayenne Pfeffer und dann Korn (am besten von NORK) rein.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Pancakes. Für Freunde und dann unterhalten wir uns beim Frühstück und Kaffee. Gedanken über Merchandise mache ich mir, zeichne die Aufdrucke für die Shirts, Poster, Beutel, bastele Armbänder.
Generell fühlt sich meine Arbeit gar nicht wie Arbeit an, weil ich einfach das mache, was ich am allermeisten liebe. Deshalb fällt mir jetzt direkt nur Musik und Kunst und Nachhaltigkeit ein. Und Essen.

Photocredits: Pablo Heimplatz


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Zwischen Eimsbüttel, Altona-Nord und der Schanze. Welches Viertel das genau ist, weiß ich gar nicht wirklich. Altona-Nord glaub ich.



Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Gerade bin ich unglaublich glücklich, aber die Marktstraße fand ich auch immer toll und diese kleinen Hinterhöfe in der Schanzenstraße. Oder Ottensen. Aber ich bleib jetzt erstmal für eine lange Weile dort wo ich bin, denk ich.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Mein Traumhaus steht in der Eimsbütteler Straße. So ein frei stehendes altes Haus ein bisschen kleiner als die nebendran, total süß steht es so und wartet drauf, dass ich in hundert Jahren, wenn ich irgendwann mal im Lotto richtig viel Asche gewinne, endlich einziehe.


Photocredits: Pablo Heimplatz


Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Hamburg gibt vielen Kulturschaffenden und Musikern die Möglichkeit sich einzubringen, wie z.B. auf offenen Bühnen, Song Slams oder kleinen Konzerten. Allein beim Reeperbahnfestival sieht man, wie viele tolle Venues und Spielstätten es in Hamburg gibt, das Imperial Theater, Kampnagel, die Prinzenbar.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Der Kulturraum, von dem wir da oben gesprochen haben, muss geschützt werden. Die Musikspielstätten als soziale & kulturelle Orte müssen bei dem derzeitigen Immobilienboom gewahrt werden. Dafür würde ich mich einsetzen und was ich definitiv noch ändern würde, wäre die Ampelschaltung am Dammtor.


Photocredits: Bernd Rottmann


Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Hamburg ist groß genug, um mal zu flüchten und klein genug, um zu wissen, wo man hingehört. Es ist nicht so anonym, dass man schnell verloren geht und das schönste an Hamburg sind halt immer noch die Möwen.



Alster oder Elbe?

Elbe.


Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Nachts gehe ich in den Flugmodus, aber richtig aus ist es leider eigentlich nie.


Keine Frage, doch ein wenig Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest:

Wenn Du das hier gerade liest, hab ich eine kleine Bitte: gib heute noch eine kleine Nettigkeit weiter. Lächle jemanden an, oder halte jemandem die Tür auf, mache ein ehrliches Kompliment, sag der Person vor Dir in der Schlange, wenn nebenan eine neue Kasse aufgemacht wird, das wird euch beide freuen. Wir entscheiden, was wir weitergeben und so wie wir schlechte Laune weitergeben können, können wir uns auch für etwas Gutes entscheiden.

Photocredits: Pablo Heimplatz


Lieblingssong des Moment?

Ah! So viele ... ich sag mal aus dem Bauch heraus: still feel. von half alive.



Lieblingssong forever?

Puh … das ist ganz schön schwer. Für immer ist ziemlich lang und wer weiß, welche Songs da noch so kommen werden bis für immer vorbei ist. Aber bis dahin nehme ich 'dancing in the moonlight' von Toploader.



Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

- Den Hinterhof mit den schönen Lampions in der Schanzenstraße da beim Pflanzenladen nebenan.
- Ali’s Bioecke in der Eimsbütteler Str. - niemand begrüßt einen so freundlich, kümmert sich so gut um seine Kunden und ist so gutherzig wie Ali. Und alles, was er dort verkauft, ist lecker!
- das Gängeviertel im Sommer. 


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Meine Mama und Paul McCartney. 

Photocredits: Nils Lucas

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