Bomber baby. Gedanken heute.


Alles geht, nichts muß. Immer wieder kehren Klamotten zurück, die unsere Eltern schon in ähnlicher Form getragen haben. Ob Cordhose oder Bomberjacke, erfunden haben es Generationen vor uns. In der Mode kehrt alles wieder. Wenn man sich exakt wie vor 80, 90 Jahren kleidet, geht es doch um etwas anderes als nur ums Styling. Bleibt uns also nur die neue Kombination von Altbekanntem? Statements auf der Kleidung sind ja auch nicht erst im letzten Jahr neu aufgetaucht. Die Sinnsuche auf Shirt, ob politische Themen oder die Liebe, einfach druff.

Wieso sind wir nicht mehr so lyrisch und aktiv, wie einst die großen Denker, denen wir auch heute noch einen erheblichen Teil unser Kultur zuschreiben? Ob Goethe oder Willy Brandt. Müssen wir uns damit abfinden, dass irgendwie doch alles erfunden ist und Neuerungen nur noch in der Wissenschaft und Forschung entstehen können? Bleibt uns also die neue Zusammenstellung?

Oder, sehe ich heute nur Ameisen in ihrem Haufen und nicht mehr all die Einzelindividuen? Wie sehr muß man dies eigentlich sein und ist es nicht auch gut, auf den Fortschritt von Bewährtem aufzubauen?


Jacke: Baum & Pferdgarten
Pullover: the world needs more romance
Hose: Closed
Schuhe: Leihgabe
Schal der Fotografin: Kate
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