Babett Mahnert. Von udo couture. Im Moment Berliner, nicht Hamburger, Mensch. - Kathrynsky's

Freitag, Januar 12, 2018

Babett Mahnert. Von udo couture. Im Moment Berliner, nicht Hamburger, Mensch.

Neben der Familie und dem Coaching für ein wichtiges Projekt hat Babett das Label "udo couture" gegründet. Jede Tasche ist einzigartig und ich freue mich sehr, dass ich ihr ein paar Fragen stellen durfte. Sie hat lange in Hamburg gelebt und der Norden lässt sie nach wie vor nicht los, bevor ich nun zu viel verrate, erzählt sie einfach selbst, wer sie ist und woher sie kommt:

Ich bin Babett, Designerin und Gründerin von udo couture – Bags. Handcrafted in Berlin.
Ich komme ursprünglich aus Cottbus. Seit 2000 habe ich in Berlin, auf Ibiza und in Hamburg gelebt.


Seit wann bist du in Berlin?

Seit 2006 lebe ich wieder in Berlin.


Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich habe letztes Jahr mein eigenes Taschenlabel – udo couture - gegründet. udo couture steht für farbenfrohe Taschen, die nachhaltig in Deutschland produziert werden. Die Gründung ist ein echtes Herzensprojekt von mir. Ich habe zwei Jahrzehnte in großen Unternehmen als Beraterin gearbeitet. Letztes Jahr habe ich den Sprung in den Pool der Möglichkeiten gewagt, um komplett was anderes zu machen. Ich bin dem Ruf meines Herzens gefolgt und ich bin so unfassbar dankbar und glücklich darüber. Ich designe Taschen und Turnbeutel und liebe das Spiel mit Farben und Formen. Das spiegelt sich auch in meinen Entwürfen wider. Jede Tasche und jedes Accessoire hat einen eigenen und unverwechselbaren Look. 

Die nachhaltige Produktion und die hochwertigen Komponenten geben meinen Kundinnen ein rundum gutes und positives Tragegefühl. Das ist mir sehr wichtig. 10% des Nettopreises spende ich an soziale Projekte.



Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich habe Ideen für weitere Projekte, an denen ich auch schon zum Teil arbeite. Ich habe als Coach im Rahmen von „Start Social“ soziale Start-Ups begleitet, in ihrem beruflichen Weg voranzukommen (Anmerkung: startsocial ist „Hilfe für Helfer“. Hier stehten nicht die einmalige finanzielle Förderung einzelner Projekte im Mittelpunkt, sondern der systematische Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und sozialer Projektarbeit.)

Ich bekomme oft widergespiegelt, dass ich eine sehr motivierende Art habe. In jedem Menschen gibt es ein Licht, das ich auch finde. Ich habe ein weiteres Herzensprojekt: Ich möchte als Autorin ein Buch veröffentlichen. Ich stecke gerade in den Vorbereitungen und arbeite an der Struktur. Mit dem Buch möchte ich Menschen helfen, persönliche Erfahrungen zu verarbeiten und ihr Glück zu finden.
 
Ich liebe auch die Fotografie und das Reisen. Ich habe schon so viele wundervolle Orte gesehen und freue mich jedes Mal, die Natur, das Land und die Leute zu entdecken. Ich liebe die wunderschöne und abwechslungsreiche Natur, die Fülle und unberührte Orte. Ich lerne sehr gerne Menschen kennen und bin jedes Mal überrascht, wie unterschiedlich die Lebenswege sind, wie die Menschen leben, welche Werte ihnen wichtig sind. Doch eines ist fast immer gleich: Die Suche nach der Liebe.
Mit meiner Kamera halte ich die Natur und die Menschen in unbeobachteten Momenten fest. In Momenten, in denen sie einfach „sind“.

Singapore


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich verbringe die meiste Zeit mit meinen Kindern und dem Mann an meiner Seite. Das ist für mich das Schönste. Ich mache gerne Ausflüge in die Natur, wir entdecken gemeinsam neue Orte. Wir sind stundenlang auf Spielplätzen oder Bauernhöfen. Meine große Tochter liebt das Reiten und Einhörner. Als Mama und als Selbständige bleibt oft wenig Zeit für mich. Deswegen verabrede ich mich täglich mit mir. Meine Inseln sind regelmäßiges Yoga, Meditieren und Lesen. Ich liebe es, von Zeit zu Zeit nur für mich zu sein.


In welchem Stadtteil von Berlin lebst du?

Ich habe in meiner 3-jährigen Hamburg-Zeit in Eimsbüttel gelebt. Das war eine aufregende Zeit, in der ich viel in der Schanze und auf dem Kiez war. Ich hatte so tolle Begegnungen mit den Menschen der Nacht und habe die Zeit deshalb sehr geliebt. Ich war viel unterwegs und trage diese spannende Zeit in meinem Herzen. In Berlin lebe ich jetzt in Zehlendorf. Früher habe ich in Charlottenburg gelebt.


Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Ich fühle mich gerade sehr wohl an dem Ort, an dem wir leben. Allerdings planen wir, in den nächsten Jahren wieder nach Norddeutschland zu gehen, um näher am Meer zu sein – einer weiteren großen Liebe von mir. Ich fühle mich so inspiriert von seinem Rauschen, seinen Wellen, seinem Temperament. Es trägt alle Facetten des Lebens in sich: das Ruhige, das Beschwingte, die Rauheit und das Veränderliche. Ich schaue stundenlang in die Wellen und verliere mich gerne darin. Alles ist in Bewegung, so wie das Leben. Jede Welle ist anders und wenn sie vorbei ist, rollt die nächste an. Ich verbinde mit dem Meer den ständigen Wandel und dennoch Kontinuität im Sein. Es ist immer für mich da und tief in mir verankert.

ist zwar Hawaii, doch die Wellen sind auf der ganzen Welt hübsch anzusehen ...

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Am Meer.


Was macht Berlin für dich zur Kulturstadt?

Ich liebe in Berlin die unterschiedlichen Plätze und Orte, die für jeden etwas bieten. Neben unendlich vielen Museen, Cafés, Boutiquen und Restaurants, gibt es so viele schöne Parks und Wälder, in denen man die Zeit verbringen kann – abseits vom Großstadttrubel. Ich liebe die Ausflüge in die Natur mit meinen Kindern. Früher haben wir in der City gewohnt und das schnelle Leben mit den vielen Möglichkeiten sehr geliebt. Seit wir Kinder haben, hat sich das verändert.


Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde die vielen politischen Labersäcke entlassen, die nur ihr eigenes Wohl im Auge haben und durch Menschen ersetzen, die sich wirklich für die Verbesserung der Welt einsetzen. Die es ernst meinen. Die das soziale Miteinander fördern. Die sich um Kinder, alte und sozial benachteiligte Menschen kümmern. Die Menschen eine Plattform bieten, sich miteinander zu verbinden. Die am Frieden arbeiten. Die bessere Lebensbedingungen für alle schaffen. Denen die Umwelt am Herzen liegt. Die ans Übermorgen denken, um schon heute den Wandel zu beginnen, der so dringend notwendig ist. Die das Bildungssystem reformieren. Menschen, die Moral besitzen und danach handeln. Menschen, die zum Thema Ernährung und Ressourcen aufklären und ein Anreizsystem schaffen, um mitzumachen und nachhaltig Veränderung zu erzielen. Das sind die Menschen, die wir brauchen, um eine schöne Zukunft zu haben.



Warum Berlin und nicht Hamburg oder New York?

Ich fühle mich in Berlin gerade sehr wohl. Es ist eine tolle Mischung aus urbaner Großstadt und grüner Metropole. Es gibt so schöne Freizeitmöglichkeiten. Berlin ist abwechslungsreich und bietet Gelegenheiten für jede Stimmung.


Weil du sie ja beide aus deiner Hamburger Zeit kennst, Alster oder Elbe?

Elbe


Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Zuviele. ;) 15 h bestimmt. Allerdings habe ich Handyfreie Zonen für mich eingerichtet, zum Beispiel wenn ich mit meiner Familie zusammen bin und meinen Interessen folge.

Vietnam


Lieblingssong des Moment?

„Respect“ von Alliance Ethnik

Lieblingssong forever?


Bali


Drei Plätze, die man sich in Berlin unbedingt angeschaut haben sollte:

Ich liebe den Ausblick vom Teufelsberg – man kann mit einem 360 Grad Blick soviel entdecken. 

Einen Spaziergang durch den Grunewald finde ich sehr empfehlenswert – die wunderschöne und satte Natur abseits der Großstadt ist einfach fantastisch. 

Einen Besuch im Bikinihaus ist absolut lohnenswert – neben tollen Shoppingmöglichkeiten kann man fantastisch essen und dabei die Affen im Zoo beobachten.


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Meine geliebte Familie und meine Seelengefährtin Anja.


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