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Hubert Neubacher. Hamburger Menschen #197

Von meinem heutigen Gast in der Serie "Hamburger Menschen" habe ich zum ersten Mal von meiner Freundin Julia gehört. Weil sie sein Boot angemalt hat. Dabei bin ich zuvor schon zig mal auf seinen Booten gefahren ... ihr vielleicht auch? Denn diese bunten Boote im Hamburger Hafen gehören zu seinem Unternehmen – wie noch mehr. Diese Liebe zur Kunst verbindet er mit seiner Arbeit und hat so etwas Einzigartiges erschaffen. Er veranstaltet Vernissagen, Malkurse für Kinder, Charity Dinner und Musikabende für soziale Organisationen. So ist es zum Beispiel auch zur "Schwimmenden Galerie" gekommen. Mein Wunsch: Alle Boote im Hafen sollten Bunt tragen, doch nun erstmal zu Hubert, erzählt mal, wer bist du?

Ich heiße Hubert Neubacher und bin 45 Jahre alt.



Woher kommst du?

Ich komme aus der Steiermark in Österreich.


Seit wann bist du in Hamburg?

Ich bin 1989/1990 nach Hamburg gezogen.



Erzähl mal von deinem Beruf?

Mein gelernter Beruf ist Restaurantfachmann in einem 5 Sterne Haus in Österreich. Ich bin jedoch seit 1994 im Barkassen- und Hafenrundfahrtsbetrieb BARKASSEN-MEYER tätig.  Begonnen habe ich hier im Hafen als junger Assistent der Geschäftsleitung. Ab 2002 durfte ich die Firma eigenverantwortlich leiten.

Am  01.01.2013 habe ich sie dann letztendlich als Eigentümer übernommen. Der Betrieb besitzt zurzeit 9 Barkassen und Fahrgastschiffe und wird in 2019 ganze 100 Jahre alt.  Unser Gewerbe zählt somit zu einem der ältesten und für Hamburg typischen  - man kann uns quasi als Hamburgensie bezeichnen. Sowohl die Touristen als auch die Hamburger lieben die Barkassen und ihre Törns durch den Hafen.



Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich denke ich wäre evtl. Hoteldirektor geworden.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich arbeite viel und gern.  Meine Leidenschaft ist die Firma mit alle Drum und Dran. Die wenige Freizeit verbringe ich mit meinem Freund gern auf diversen Konzerten (sowohl Klassik, als auch Rock/Pop) oder wir besuchen Ausstellungen. Gern reisen wir in andere Städte wie London oder Paris. Oder wir entspannten auf Mallorca oder beim Skifahren in der alten Heimat. Ich bin leidenschaftlicher Sammler und Konsument von Kunst, Musik und allem was dazugehört.



In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Ich wohne zurzeit in Hamm-Nord, nachdem ich aber die Jahre zuvor auch schon in  Eppendorf, auf St. Pauli und in Bahrenfeld gewohnt habe.  


Möchtest du nochmal in einem anderen wohnen?

Nicht zwingend, da ich finde, dass jeder Stadtteil seinen Reiz und eigenen Kiez hat, wenn man es zulässt, diese kennenzulernen.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Mein Traumhaus würde ich wahrscheinlich in Hamburg und wenn möglich auf dem Wasser bauen. 



Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Die große Vielfalt an Möglichkeiten Kunst und Kultur in alle Richtungen intensiv genießen und/oder locker erleben zu können. Seien es hochkarätige Konzert in der Laeiszhalle oder Elbphilharmonie, tolle traditionsreiche Theater und auch Musicals, kleine und große Pop-Konzerte, die verschiedenen  Festivals und die eigene Verbindung zu diversen Künstlern und verschiedenen Galerien,  teils extrem spannend mit junger Kunst wie z.B. in der Affenfaust Galerie oder Artspace Heliumcowboy.

Außerdem freue ich mich, dass ich die Chance hatte mit meinen bisher vier von jungen Künstlern gestalteten Kunstbarkassen indirekt Kunst im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Grundsätzlich sollte jedermann versuchen seine Freude an solchen Dingen zu  haben und einfach mit offenen Augen und Ohren durchs Leben gehen. 



Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Weil Hamburg trotz seiner bestehenden Vielfalt eine gewissen Bodenständigkeit behalten hat und vor allem eine Stadt mit sehr viel Grün und Wasser ist. Außerdem bietet die Stadt noch großes Potential auf Weiterentwicklung. Mir gefällt auch der Respekt der einem entgegengebracht wird, wenn man möglichst gradlinig und authentisch seine Leistung erbringt.


Alster oder Elbe?

Definitiv Elbe!!

 

Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Häufig 24 Stunden, da es Teil meiner Arbeitsweise ist und ich aufgrund der Flotte im Hafen für Notfälle immer erreichbar sein muss.


Lieblingssong des Moment?




Lieblingssong forever?

oh … da gibt es noch wesentlich mehr ... aber: 

„The lucky one“ – Laura Branigan
... uvm.


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Den Hamburger Hafen – auf welchem Weg auch immer 
Planten und Blomen gern in Ruhe oder im Sommer abends 
und bei gutem Wetter auf den Turm vom „Michel“.



Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Gerne grüße ich allen voran meinen Freund Norbert und danke für alles Verständnis, das er an den Tag legt, meine gesamte Crew am Hafen die täglich voller Energie und guter Laune für unsere Gäste im Einsatz ist und Brigitte Sely für den tollen Kontakt den wir aufgebaut haben. Und ich grüße Stephan Bestmann ganz herzlich und danke ihm für die immer wieder tollen Fotos von mir, meiner Flotte und dem Hamburger Hafen.

 

Alle Bilder von Fotografen Stephan Bestmann



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