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Eine Ermutigungskampagne am "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen".

Wenn doch vorher schon klar wäre, warum so manch etwas im Leben passiert – würde man sich dann wohl trotzdem so voller Leidenschaft hineinwerfen, oder abwegen warum und wie es am besten geht?

Licht nimmt auf dem Weg zwischen zwei Punkten den kürzesten Weg, seine Laufzeit wird sich auch bei kleinen Variationen des Weges nicht ändert. Wir streben nach dem Licht, doch gelingt es uns nicht immer. So kommen Umwege zustande und ab und zu verirren wir uns, weil wir denken, es ist der richtige Weg.

In Beziehungen entstehen diese Umwege oft, weil wir möchten, dass es ein schöner Weg ist ... Wir sehen ihn "in schön" in unseren Gedanken, oder halten an etwas fest, was mal war und was wir uns (wieder) wünschen. ... Heute ist der "Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen" und an diesem soll auf Auswege aus Gewaltbeziehungen aufmerksam gemacht werden.
Im Gegensatz zu den letzten Jahren wurde in diesem Jahr ein neuer Ansatz umgesetzt: Die Frauen, echte Frauen, keine Modelle, haben den Aus-Weg geschafft, sie alle sind in der Ermutigungskampagne zu sehen und erzählen ihre Geschichte. Damit wird nicht mehr die Gewalt und das Opfer fokussiert, sondern aufgezeigt, wie kann es eigentlich danach aussehen? Diese Frauen sind Vorbilder die es geschafft haben einen Weg aus der Gewalt zu finden. Durch vermeintliche Zerbrechlichkeit wurde große Stärke.
Achtung, persönlich: Als ich mal an diesem Moment einer Beziehung war und Freundinnen mir immer wieder Hilfe angeboten haben, war dies wichtig für mich, doch ich habe gedacht, ich schaffe es irgendwie schon, dass es so wird, wie es mal "gedacht" war oder sein "könnte" – dazu gehören allerdings immer Zwei und wenn nicht beide diese eine Idee von der Beziehung haben, klappt es nicht. Als eine Freundin zu mir meinte; "Du musst es selbst erkennen, ich kann es dir nicht immer wieder sagen!" und die Nächste einfach mit dem Auto bei mir vor der Tür stand und gewartet hat, habe ich den Ausweg gewählt. ... Es war bei Weitem nicht einfach und tat erst einmal fast mehr weh. Auch Jahre später habe ich mir noch einen anderen Weg gewünscht, doch die Erkenntnis, das ich eine eigene Entscheidung für mich getroffen habe, tat auch unglaublich gut. Die Was-Wäre-Wenn-Frage ist zu einer Was-Wäre-Heute-Frage geworden. ... Doch, so wie es heute ist, ist es auf Grund des Weges, den ich mit diesen Erkenntnissen bekommen habe, geworden.Die Zeit zurückzudrehen ist nicht möglich, also können wir nur nach vorne sehen und in die Zukunft schauen.

Bei der Erarbeitung der Kampage ist immer wieder deutlich geworden, gerade der Freundeskreis und die Unterstützung ist wichtig. So ist es einfach wichtig zu wissen, an wen kann sich Frau wenden, wenn sie aus einer Situation keinen Ausweg mehr sieht?

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, genauer: die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration plakatierte dafür die Stadt Hamburg seit Mitte November. Auf diesen sind die Frauen und Zitate ihrer Geschichten zu sehen und, es wird auf das Hilfstelefon aufmerksam gemacht. Die Telefonnummer gehört zum Bundeshilfetelefon 08000 116016 und wurde 2016 insgesamt rund 81.800 Mal kontaktiert; in 34.400 Fällen fand eine Beratung statt. In 3.200 Fällen war eine Krisenintervention erforderlich. 1.641 Frauen haben im Jahr 2016 Zuflucht in den Hamburger Frauenhäusern gefunden.


Parship unterstütze die Kampagne in dem sie durch die Optik und ihre Markenbekanntheit mehr Aufmerksamkeit auf die Plakatkampagne lenkten. "Denn", so Parship-CEO Tim Schiffers "Gewalt in Beziehungen ist ein Problem, das adressiert werden muss - jeder Einzelfall ist einer zu viel." Die entsprechende Aktionsseite findet ihr unter aus-weg.de und bei Facebook.

Laut Bundeskriminalstatistik waren im Jahr 2015 rund 127.400 Menschen von Partnerschaftsgewalt betroffen. 82 Prozent davon waren Frauen. Erfasst werden angezeigte Straftaten wie Mord / Totschlag, Körperverletzung, Missbrauch, sexuelle Nötigung, Bedrohung und Stalking. Gewalt in Partnerschaften gibt es in der gesamten Gesellschayft. Das Problem ist bekannt, wird aber nach wie vor in als Tabu behandelt. Die diesjährige Opferschutzkampagne geht deshalb einen wichtigen und neuen Weg. 


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