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Vanessa Janneck. Hamburger Menschen #165

Nach einer kleinen Pause der Serie "Hamburger Menschen", geht es heut wieder los - mit Vanessa. Wir haben uns irgendwann 2015 kennengelernt – wieso eigentlich erst in Hamburg? Sie kommt nämlich auch aus dem Ruhrgebiet und war lange in Essen < 3 ... Irgendwann finden sich die Ruhrgebiets-Humore in Hamburg zusammen. Wie oder wo auch immer, früher oder später ist es so weit. Um ihren eigenen Laden, die B-Lage, kommt man allerdings auch nicht herum. Ich war also bei ihr im Laden um mir Shirt, Schößchen oder was auch immer anzusehen und merkte schnell: Wir ticken ähnlich und die mag ich. Weil sie selbst gut erzählen kann, geht es nun los, wer bist du?

Ich bin Vanessa Janneck alias Vanne alias Wayne alias Frau Wonderland und manchmal auch einfach „Ey, B-LAGE“. Ich bin 29 und studierte Kommunikations- und Sprachwissenschaftlerin in den Fächern Germanistik und Spanisch. Ich höre Hip Hop, Reggae und Dancehall, esse gerne Pizza, Pasta und Pho, kann niemals nur eine Folge einer Serie gucken und bin eine Perfektionistin.

Credits: Paul Pack

Woher kommst du?

Ich bin gebürtige Rheinländerin und komme aus Langenfeld. Wo dat is? Zwischen Köln und Düsseldorf, bei Leverkusen und Solingen. Wir haben eine der größten Wasserskianlagen Europas, ein Autobahnkreuz und einen Dschungelkönig hahaha …
Gelebt habe ich außerdem auf Lanzarote und bevor es mich nach Hamburg zog in Essen und Barcelona.


Seit wann bist du in Hamburg?

Seit 3 Jahren. Nach dem Bachelor in Essen und Barcelona habe ich mich in Hamburg bei verschiedenen Agenturen beworben, erst ein Praktikum im PR Bereich gemacht, bin dann für 2 Jahre in einer Agentur für Künstler-Management gelandet und hatte eine Stelle als Produktmanagerin / Assistentin der Geschäftsführung.


Erzähl mal von deinem Beruf?

Meinen Beruf, so wie ich ihn heute ausübe, habe ich mir vor einem Jahr irgendwie selbst kreiert. Als ich im Sommer 2015, nachdem meine Freunde mich weniger höflich baten doch mal einen Arzt aufzusuchen,  die Diagnose Burn-Out erhielt, beschloss ich auf mein Inneres zu hören und kündigte meinen Job. Was dann kam, sollte wohl alles so sein und ergab plötzlich so viel Sinn.

Ich fand durch meinen jetzigen Laden-Nachbarn die Store Location, eröffnete die B-LAGE und wurde damit selbstständig in den Bereichen Store- und Eventmanagement, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Kreation mit meinem eigenen Label Vanewonderland, das ich schon während des Studiums ins Leben gerufen habe.

In der B-LAGE verbinde ich alle Elemente und biete jungen Kreativen die Möglichkeit ihre Produkte und Marken auf unserer Pop Up Fläche zu präsentieren. Meine eigenen Kreationen gibt es immer im Laden und freiberuflich kann ich mich weiterhin der PR widmen. Klingt viel, ist es auch, aber es macht unheimlich viel Spaß und mittlerweile habe ich gelernt mir auch mal Auszeiten zu nehmen und Aufgaben einfach abzugeben. Gold wert!

Credit: Eleftherios Toptsidis

Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?


Hm, keine Ahnung. Das sollte wohl alles so sein. Manchmal habe ich Lust auf einen Job, bei dem man nicht so viel mit nach Hause nimmt, aber auf Dauer wär mir das dann auch zu langweilig. Ich bin süchtig nach meinem jetzigen Job, weil er mich so erfüllt und vielseitig ist bzw. macht.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Meine Freunde sagen immer ich wäre immer im Arbeitsmodus. Liegt vielleicht daran, dass ich im Kopf immer alles vernetze und neue Projekt zusammenspinne. Aber gerade habe ich zum Beispiel wieder zur Literatur gefunden und lese ziemlich viel. Auf meinem Nachttisch liegt zum Beispiel „Die Spionin“ von Paulo Coelho,  „Das Paket“ von Fitzek und „Das Cafe am Rande der Welt“ von Strelecky. Außerdem sind mir die Sonntage heilig und reserviert für Ausflüge mit Freunden, Museumsbesuche, Kino, Kaffee und Kuchen oder einen Tag auf der Couch.



In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

In Eimsbüttel.


Möchtest du noch mal in einem Anderen wohnen?

St. Pauli oder Neustadt könnte ich mir noch vorstellen.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Ich habe garnicht den klassische Vorstellung eines Traumhauses. Mein Traum wär es tatsächlich irgendwann ein Feriendomizil in Barcelona oder auf den Kanaren zu haben, um den langen Winter in Hamburg zu überstehen.



Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Mit dem kommerziellen Angebot beschäftige ich mich erst seit neustem wieder. Ich mag die Programmkinos, die Deichtorhallen, ein Besuch der Kunsthalle steht noch auf meiner To-Do Liste und was für mich auch die Kultur Hamburgs ausmacht sind die vielen Macher-Menschen, die sich um ein alternatives Kulturprogramm kümmern. Durch die vielen tollen Leute, die mich umgeben, mache ich eigentlich jeden Tag eine neue kulturelle Erfahrung, ob kulinarisch, künstlerisch oder literarisch, es gibt immer was Neues.

Credits: Tim Dechent

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Auf jeden Fall den G20 Gipfel in Hamburg verbieten, da graut es mich schon vor. Ich glaub ich fahr weg, den Laden brauche ich da garnicht auf machen. Und was mich gerade auch ziemlich ärgert ist der Dreck in der Schanze, für den irgendwie keiner verantwortlich ist. Eine Lösung dafür stünde auf jeden Fall auf der Tagesordnung. Und die Mieten in Hamburg, sowohl privat als auch gewerblich. Wer soll sich das denn alles noch leisten können?



Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Berlin und New York sind mir zu gigantisch. Ich bin aus einer Kleinstadt und bin mit Gossip aufgewachsen. In Hamburg hat man auf jeden Fall Dorf und Großstadt Feeling zugleich. Berlin ist immer einen Besuch wert, aber bei mir kommen da keine Heimatgefühle auf, das kam in Hamburg ziemlich schnell.


Alster oder Elbe?

Auf jeden Fall Elbe.


Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Immer. Aber das Internet schalte ich abends aus und erst zum Arbeitsbeginn wieder an.



Lieblingssong des Moment?

Major Lazer - Run Up


Lieblingssong forever?

Es ist eher ne Playlist:
Mapei - Don’t wait
Tarrus Riley - Gimme Likkle One Drop
Rihanna feat. Drake - Take Care
AWOLNATION - Sail
Albarosie feat. Etana - Blessings
Marvin Gaye - Ain’t No Mountain High Enough


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Den Isemarkt, Elbstrand und die Prinzenbar.


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Ich grüße alle, die bis hier hin gelesen haben! Danke fürs zuhören!
Und ganz viel LOVE an alle, die immer da sind und mich zu dem Menschen machen, der ich bin!



Wenn ihr auch in Hamburg lebt und Teil dieser Serie werden wollt, schreibt mir doch einfach eine Mail: kathrynsky ätttt gmx punkt de.

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