Hamburg-Tipp: Mit dem PKW durch den alten Elbtunnel

Der alte Elbtunnel ist wahrhaftig kein Geheimtipp. Muß er auch gar nicht, denn er steht prägnant an den Landungsbrücken, ist nicht zu ...


Der alte Elbtunnel ist wahrhaftig kein Geheimtipp. Muß er auch gar nicht, denn er steht prägnant an den Landungsbrücken, ist nicht zu übersehen, blickt gelassen über die Elbe und wartet auf alle: Touristen, Einheimische, Pendler, Fußgänger, Radfahrer ... Und diese nutzen ihn auch tagtäglich. Es ist schließlich das ganze Jahr rund um die Uhr kostenlos möglich (außer an Silvester von 21:00 bis 04:00Uhr). 

Früher liefen hier pro Jahr knapp zwanzig Millionen Menschen durch, doch mit dem Rückgang der Hafenarbeit fiel auch die Zahl. Mittlerweile sind es jährlich rund 63.000 Radfahrer und 500.000 Fußgänger.  

Ich selbst bin schon oft durchgefahren – mit dem Rad. Weil es auf der anderen Seite so schön ist und die Fahrt einfach praktisch. Im Sommer ist es schön kühl, so weit unter der Elbe und nach den Festivals in Wilhemsburg Dockville und dem Elbjazz bei Blohm+Voss, da war es mehr als praktisch, weil nah (übrigens: ab diesem Jahr findet das Elbjazz in der Elphi statt). Ich nutze ihn also meistens, wann mir danach ist und ich möchte ... Doch all die, die motorisiert auf die andere Elbseite müssen, die haben mehrere Optionen: Der neue Elbtunnel, der Weg am Hafen über die Elbbrücke und Peute und zu bestimmten Zeiten auch der alte Elbtunnel. Diesen kann man werktags von 8 bis 13 Uhr von St. Pauli in Richtung Steinwerder und von 13 bis 18 Uhr in eben die entgegengesetzten Richtung dafür benutzen (Stand Januar 2017).



In geschichtlichen Erinnerungen gekramt habe ich gelesen, dass die kostenfreie Benutzung für Fußgänger schon vor der Eröffnung 1906 eine hitzige Debatte in der Bürgerschaft hervorgerufen hat. Die Sozialdemokraten argumentiert damals: "Weil die Bourgeoisie für die Instandhaltung der Reitwege auf der Uhlenhorst auch keine Abgaben bezahlt, muss die Tunnelbenutzung für Arbeiter frei sein." 

2011 war es dann so weit, der Tunnel eröffnete und bildete neben den Hafenfähren die einzige Möglichkeit, den Arbeitsplatz im Hafen zu erreichen. Die Benutzung für Fußgänger blieb kostenfrei – bis heute. Für Droschken, Personenwagen, leere LKW, geführte Pferde und Esel musste man damals 50 Pfennig (wären heute ca. 2,77€) zahlen. Waren die Wagen beladen wurde es tonnenweise mehr. 
Noch heute ist es für Fußgänger und Radfahrer kostenlos, die motorisierte Nutzung mit Zweirädern, Pkw, Klein-Lkw kostet 2,00€. Und auch wenn ich es schon kenne, das Gefühl den Tunnel rund 24m unter der Elbe zu durchqueren, sich in den alten Aufzug einweisen zu lassen und die Höhe schnell zu überwinden, mit dem Auto war es nochmal anders. Die Herren die einen einweisen, Scherzchen mit einem machen und auserdem auch mit in den Aufzug kommen. 



Und egal auf welche Seite man fährt, von den Landungsbrücken und auch von Steinwerder hat Jeder die Möglichkeit ein großartiges Hafenpanorama zu genießen.  

Von Steinwerder aus mit Blick auf die Elphi
Von den Landungsbrücken aus – Brücke 10

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