Nadine Geigle. Hamburger Menschen #155

Gefühlt gibt es in Hamburg eine gaaanze Menge PR Berater. Eine von ihnen hab ich heute zu Gast in der Serie "Hamburger Menschen"...

Gefühlt gibt es in Hamburg eine gaaanze Menge PR Berater. Eine von ihnen hab ich heute zu Gast in der Serie "Hamburger Menschen"; Nadine Geigle. Doch was wollte sie eigentlich mal werden und was hat sie gelernt? Fragen wir sie selbst, wer bist du und woher kommst du?

Nadine Geigle, Grafik-Designerin, Marketing, PR und Event Managerin, ich bin in Tübingen geboren.

Seit wann bist du in Hamburg?

Mit 6 Jahren kam ich nach Hamburg und bin seit dem eine hanseatische Frohnatur. Ich kenne die hanseatische Art, der ich mich nicht immer anpasse. Ich liebe München und finden die Hanseaten könnten ein Stück offener sein. Das Zurückhaltende ist nicht immer gut.

Erzähl mal von deinem Beruf?

Oh, das ist eine lange Geschichte aber ich versuche es kurz zusammenzufassen. Es war ein längerer Weg zu mir und meinem Wunschberuf zu finden. Noch heute bin ich nicht am Ziel angekommen und versuche meinen Weg stets und ständig zu verbessern und schneller zu werden. Ich habe schon sehr früh den Traum gehabt, eines Tages Unternehmerin zu werden. Als Kind träumte ich davon, eine der erfolgreichsten Grafik-Designerin zu werden! 

In der Schule war ich eher im Mittelfeld und das einzige Fach in dem ich mit der Note 1 punkten konnte, war Kunst, Design und Sport. Als Kind macht man das gerne, was man kann und so übte ich mich fleißig in Sport/Tennis und arbeitete später als Tennislehrerin für den Club Aldiana und gab Unterricht mit Claudia Kohde Kilsch, Jan Gunnarsson und Peter McNamara. Die Disziplin und das Durchhaltevermögen beim Sport, gab mir die Geduld in meinem jetzigen Job nie aufzugeben. Ich liebte es Kindern und Erwachsenen Tennis beizubringen. Gleichzeitig schulte ich mich im Umgang mit Gästen, Kunden und ständig neuen Kontakten. 
Ich bekam daraufhin ein Angebot einen Fotoladen in Portugal als Fotografin zu führen. Meine Aufgabe war es, Menschen mit einer kurzen Momentaufnahme passend zu positionieren. Ich suchte ihnen die Outfits aus, stylte sie und setzte sie in Szene. Damals war das noch manuelle Fotografie, ohne Digitale Welt der Bildretusche. Bedeutet: du musst sehr genau arbeiten, denn jeder Fehler wird im Bild gesehen und kann nicht weg retuschiert werden. 
Schon sehr früh merkte ich, dass die Theorie mir zu langweilig war und ich in der Praxis lernen wollte. Daher begann ich auch früh mir das auszusuchen, was mir wirklich Spaß macht. Die Schulnoten waren da eher zweitrangig für mich. Mein Talent war meine Priorität und die richtige Entscheidung für mein weiteres Leben. 
Ich bin in der Werbung aufgewachsen und fing sehr früh an in Werbeagenturen zu arbeiten. Meine Liebe zur visuellen Kommunikation, verging über Jahre nie und half mir später, meinen optimalen Weg zu finden. Menschen möchten Marken schaffen und damit erfolgreich Geld verdienen. Sie möchten gesehen und verstanden werden und das ist heute meine Aufgabe. Ich betreue Menschen und Marken in der visuellen Komunikation, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Event-Konzepte-Design-Management. Das was ganze Agenturen mit 10-20 Mann erschaffen, versuche ich, mit einer Woman-Show meiner Person, mit voller PS-Zahl auf die Straße zu bringen. Ich versuche mit kleinen und einfachen Schritten, Lösungen zu finden für Unternehmen und Marken.


Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich wäre gerne Schauspielerin oder Psychologin. Ich liebe es andere zu lesen und zu verstehen und ihnen zu helfen, eine besseren Weg einzuschlagen und sich damit zu verbessern. Aber beide Berufe finde ich meinen oben beschrieben Beruf wieder. Als Designerin muss man andere auch lesen und als Managerin muss ich ein Feingefühl haben immer den richtigen Ton zu treffen. Ein geht nicht, gibt es bei mir nicht!

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Oh gute Frage, nächste Frage! Ich liebe meinen Job. Daher ist es für mich keine Arbeit, sondern ein ständiges dazugewinnen! Aber meinen Ausgleich, finde ich im Tennis, Golf. oder wandern in den Bergen.  Ich habe über Jahre gelernt, meinen Körper richtig zu verstehen und merke, wenn ich ausgepowert bin. Daher ist Spa, Sauna und Massage ein fester Bestandteil meines Alltags. Ich mag es Shoppen zu gehen, wenn die Stadt leer ist und die meisten arbeiten. Das ist ein Vorteil eines Selbstständigen. Der arbeitet zwar ständig, aber er kann sich den Luxus rausnehmen, sich Pausen zu gönnen die ein Angestellter sich nicht nehmen kann! Ich erhole mich sehr schnell, daher brauche ich zum Glück auch keine lange Auszeit. Das nur an einem Ort 14 Tage lang zu sein, macht mir eher Angst. Hihi ein Selbstständiger hat eines Tages die Aufgabe, es zu lernen, sich ein Privatleben zu gönnen.

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Ich lebe seit ca. 5 Jahren in Winterhude.

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Ja gerne in Blankenese. Eines Tages!

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Am Strand eine schicke Finca auf Mallorca oder in den Bergen am Gardasee.

Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Hamburg ist eine Medienstadt und setzt sich sehr stark für Kunst und Kultur ein, so wie es in der Möglichkeit besteht. Hamburg möchte in der Liga von London, New-York oder Paris mitspielen.  Aber das Geld wird nicht ganz so zur Verfügung gestellt. Es müsste noch mehr Offenheit und Freiräume für Künstler geben und nicht für die Institutionen.

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde das Bildungssystem verbessern. Die Gesetze der Noten und Gesellschaftsschichten. Die Studiengebühren sind meiner Meinung nach zu hoch und das Studieren ist sehr komplex geworden mit Abschlüssen.  Beruf und Studium zu verbinden, halt ich für sehr wichtig. Auch dass der Freizeitwert Fitness-Studio/Sport in den Firmen mit angeboten wird, ist eine sehr gute Entwicklung. Vorallem dass das Familienleben wie z.B. Kita integriert wird.  Ich würde den öffentlichen Dienst und Verwaltungen abschaffen!

Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Hamburg ist überschaubar. In New York ist alles sehr schnelllebig und damit auch sehr oberflächlich. Viel zu groß, da geht man sehr schnell in der Masse unter. Berlin ist mir persönlich zu alternativ. Hamburg hat Stil und Nachhaltigkeit. Für mich wäre nur München eine Alternative. In der Schweiz und Österreich habe ich kurzzeitig viel Zeit verbracht. Sehr schön. Aber auch hier ticken die Uhren langsamer als in Hamburg und das kleine feine Hamburg, ist meine Perle geworden.

Alster oder Elbe?

Ich finde beides gut und beides gehört zu meinem Leben. Alster im Alltag und Elbe zur Erholung und genießen. Ich bin gespannt ob sich das eines Tages dreht und ich bei der Gründung einer Familie sagen werde: Elbe im Alltag und Alster zur Erholung und genießen ... hihi.



Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Hihi darf man nicht laut sagen! 24 Stunden.

Keine Frage, doch ein wenig Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest:

Bewahre immer das Kind in dir. Vergisst du das Kind in dir, verlierst du dein Herz und Emotionen und am Ende den Glauben an dich selber. Dein Bauch und Herz wird dir den Richtigen Weg zeigen und dich führen. Vertraue dir und am Ende der Liebe. Die Liebe zu dir, deinem Partner, Familie und Freunden ist unschlagbar und zeigt einem den Sinn des Lebens auf! Unternehmer wollen was hinterlassen. Sie möchten was bewirken und sie zerbrechen bei dem Gefühl, dass sie nicht gut genug sind.

Lieblingssong des Moment? 


Lieblingssong forever? 


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Chef Franco Caramba zaubert dir tolle Fischgerichte im Portugiesen Viertel. Besonderheit: seine Feuershow und keine Menükarte. Immer individuell und einzigartig. Ein Ort der Romantik!

Süllberg & Hauser Alm mit dem traumhaften Ausblick und der heimischen Holzhütte zur Winterzeit, in der im übrigen auch  die 10. Woman Business Lounge am 9.11.16 stattfindet.

Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür: 

Oh, wenn ich jetzt alle aufzähle, wird es sehr lang dauern. Daher halte ich es kurz: ich verdanke viel meinen Eltern. Auch wenn sie heute nicht mehr eine Einheit sind, haben sie alles getan, um mir ein schönes Leben zu ermöglichen. Ich danke allen die an mich geglaubt haben und immer erneut, mir das Vertrauen geschenkt haben, in meine Arbeit und Person!

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