Aufschieberitis und Minimalismus. Die Unabhängigkeit von Schnickschnack.

Minimalismus ist ein Trend. Was bei all den neuen Dingen, die uns an jeder Ecke begegnen und angepriesen werden, etwas widersprüchlich ...



Minimalismus ist ein Trend. Was bei all den neuen Dingen, die uns an jeder Ecke begegnen und angepriesen werden, etwas widersprüchlich ist, oder? Nach all den Dingen, die mir in dieser Woche auf der Fashion Week in Berlin begegnet sind, habe ich mich mal wieder gefragt, was nutze ich eigentlich? Wieviel aus meinem Kleiderschrank liegt nur? Immer wieder schaffe ich es und schicke Sachen, von denen ich mich lösen konnte zum verkaufen weg (HIER, wenn ihr schauen wollt). Sich von Dingen zu lösen bedeutet ja auch sich bewusster machen, was man braucht. Dies beschränkt sich wahrlich nicht nur auf den Kleiderschrank.

Um sich minimalistisch auf das Wesentliche zu konzentrieren, stelle ich mir selbst seit einigen Wochen immer wieder Montags die Fragen: Welche drei Sachen möchte ich in dieser Woche unbedingt erledigen? Was benötige ich wirklich, um mein Ziel zu erreichen? Was hält mich oft davon ab, die wichtigen Sachen zu machen? Zum einen muß ich ja auf den sozialen Netzwerken rumhängen, zum anderen ist es aber auch nicht nötig, permanent die Updates zu prüfen.

Zurück zum Konzept des Minimalismus, er wird bestimmt nicht umsonst überall beworben – mal schauen, ob etwas dabei ist, was mir selbst taugt. Also las ich, Minimalismus bedeutet nicht zwangsläufig auch keinen Besitz zu haben, sondern es geht dabei viel mehr um Ordnung, Konzentration und Bewusstwerdung. Sind alles Dinge, die ich gern mag, daran hab ich mich ja letztens schon selbst erinnert. Wie kann man mit Hilfe dieser Prinzipien sein Leben entrümpeln und sich aufs Wesentliche konzentrieren?



Fangen wir doch einfach mit dem Naheliegensten der Unordnung an: Aufräumen und Entrümpeln. 
Es wird definitv einacher, wenn man sich einen festen Termin dafür einträgt und dann auch nichts anderes vornimmt. Vielleicht ist der Anreiz direkt eine selbst auserkorene Belohnung? Wenn man alles in kleine Vorhaben aufteilt und erstmal mit dem Fensternputzen beginnt, hat man den eigenen Unmut schon überwunden. Dank der sauberen Fenster strahlt ja nun auch endlich wieder Licht in die Bude und man sieht besser, um die Unordnungsherde leichter zu erkennen und sich so Einheit für Einheit vornehmen. Mittlerweile räume ich gern nur einzelnen Bretter des Schranks leer. Ich muß ja nicht alles ausräumen, sondern beschäftige mich erstmal nur mit den Pullis / Shirts / Hosen / was auch immer. ... Nutzloses wird direkt entsorgt, nicht umgeräumt! Überlegt euch schon vorher eine Stelle, an oder für die ihr die Sachen sammelt und denkt nicht im Anschluß darüber nach, was damit passieren soll. Dann passiert es nämlich doch, dass es einfach liegt. Und wenn der Platz erstmal da ist: Genießt ihn! In Zukunft kann man sich wirklich leichter fragen; Brauche ich es oder liebe ich meinen freien Platz ein bißchen mehr?

 
Das Leohemd ist von Barre Noire, die Jeans von Closed und Adiletten von eben Adidas.

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