Selbst Brot backen – leichter als gedacht.

  Vegetarisch, Bio, Naturkost – es ist normal geworden, auf Herkunft und Qualität zu achten. Und trotzdem, kennt ihr noch Menschen, ...

 


Vegetarisch, Bio, Naturkost – es ist normal geworden, auf Herkunft und Qualität zu achten. Und trotzdem, kennt ihr noch Menschen, die keine Allergie oder Unverträglichkeit haben? Ich gehöre selbst dazu und vertrage seit einiger Zeit keine Hefe mehr. Bei mir wirkt es sich auf die Atemwege aus und ich habe hatte einen Husten, den der HNO-Arzt gern als Keuchhusten eingeordnet hätte, wäre der Test dafür nicht dreimal negativ gewesen. Ich konnte keinen Satz zu Ende sprechen ohne nicht zwischendurch zu husten. Ohne Schmerzen, doch es hat wirklich genervt, vor allem bei der Arbeit.

Durch Cellsymbiosistherapie wurde der Grund dann entdeckt: Hefe (und ein paar andere Nahrungsmittel, wie z.B. tierische Milch und Paprika, doch um die soll es in diesem Beitrag nicht gehen). Also habe ich meine Ernährung geändert und siehe da, innerhalb von drei Tagen war der Husten fast ganz weg.

Doch wo ist eigentlich überall Hefe drin? Wenn man erstmal darauf achtet, merkt man, es ist in viel mehr Produkten, als man vermuten mag. Brot und Pizza sind klar, doch auch in Chips, Keksen, eben in so ziemlich allem, was irgendwie ausgebacken wird und "größer" gemacht werden muß.
Da Pizza und Brot zu meinen liebsten Nahrungsmittel gehören, mußte ich mir etwas Neues einfallen lassen. Lea vom Blog Lea Lou hat mir viele schöne Rezepte verraten, so kann man Pizza z.B. auch ganz wunderbar aus Blumenkohl herstellen. So bin ich zu Laura Miller gekommen. Ihre Rezepte sind einfallsreich und es macht Spaß ihr beim kochen zuzusehen – sie ist superhot und ihrer Stimme könnte ich ewig zuhören. Genug geschwärmt, hier geht es zum Videorezept für Pizza.

Ich hab mich nie zuvor soviel mit Nahrung beschäftigt, wie jetzt. Wie Kalorien zählen geht, weiß ich noch immer nicht, doch was dem Essen (und Trinken) zugemischt wurde, darin bin ich in den letzten zehn Monaten richtig gut geworden ... wenn man sich damit beschäftigt, möchte man dies einfach nicht mehr zu sich nehmen. Doch hier soll es gar nicht um den erhobenen Zeigefinger gehen, sondern darum, wie einfach es ist Brot zu backen.

Denn, da es nicht in jeder Bäckerei hefefreie Brote gibt (nach Brötchen muß man gar nicht erst fragen), habe ich angefangen selbst zu backen. Dies war definitiv leichter, als ich zuvor gedacht habe und ist auch ohne Brotbackautomat möglich.
Weil es eben so schön einfach ist, wollte ich es mit euch teilen. Mittlerweile gibt es im Bio-Markt auch Fertigbackmischungen ohne Hefe, ihr könnt euch aber auch für folgendes Beispielrezept diese Dinge besorgen: 

350 g Roggenschrot
250 g Roggenmehl
2 TL Salz
2 TL gehäuftes Backpulver
500 ml Wasser
den Saft einer Zitrone
4 EL Roggenschrot 

Es ist ziemlich einfach; die 350 g Roggenschrot und das Mehl werden in eine Schüssel gegeben. Salz, Backpulver, Wasser und Zitronensaft hinzugefügt und mit einem Knethaken eines Handrührgerätes vermengt. Dann 4 EL Roggenschrot auf die Arbeitsfläche geben und den Teig darauf zu einem runden Laib formen. Optional könnt ihr natürlich auch noch Nüsse oder so dazugeben – je nach Geschmack. Das Brot wird diagonal 6-mal über Kreuz (sternförmig) ca. 1 cm tief eingeschnitten und auf ein Backblech gegeben. 

Noch einfacher wird es, wenn ihr eine Kastenform mit Einteiler nutzt, mit der man Dank des Einteilers die Größe selber bestimmen kann. Ich möchte sie nicht mehr missen, denn ich hatte zuvor nur eine Lasagneform, was ein sehr flaches Brot ergeben hat – könnt ihr euch bestimmt vorstellen.

Wenn ihr es also in eure Lieblingsform gegeben habt, lasst ihr es im, bei 180°C (Umluft), vorgeheizten Backofen, 50 Minuten backen. Danach den Ofen ausschalten und das Brot weitere 5 Minuten im Ofen ruhen lassen. Anschließend gut auskühlen lassen, sonst könnt ihr es nicht gut schneiden.


Schon ist das ganze fertig. Ich selbst streiche den Teig am Ende mit Wasser glatt und gebe in die Kerbe auch noch etwas Olivenöl. Und weil es so einfach ist, geht es auch mit "Brotbrötchen", die kommen natürlich in eine andere Form:


Na, wer backt sich sein Sonntags-Brot nun selbst?
In jedem Fall, guten Appetit für euch und danke an Mein Cupcake für die Formen.

Beim nächsten mal probiere ich dieses Rezept.
Der wunderwunderwunderschöne Teller ist von Dibbern.

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