Ronya Schröder. Hamburger Menschen #131

Manchmal muß man einfach machen, wonach einem ist. Auch wenn der Beruf erstmal so gar nicht darauf schließen lässt, dass man sich mit etwas...

Manchmal muß man einfach machen, wonach einem ist. Auch wenn der Beruf erstmal so gar nicht darauf schließen lässt, dass man sich mit etwas "berufsfremden" selbstständig macht. Ein tolles Beispiel ist Ronya, mein heutiger Gast der Freitagsserie "Hamburger Menschen". Wieso, weßhalb, warum und was sie beruflich eigentlich macht, erfahrt ihr jetzt und hier. Also, wer bist du, erzähl doch mal:

Ich bin Ronya Schröder, 27 Jahre, Head of idamy hundesache(n) und werde von meinen 2 Hundemädels auf Schritt und Tritt verfolgt - zumindest von einer, die andere macht immer was sie will ;-) 

Ich bin ein Mix aus Ronja Räubertochter (liegt wohl an meinem Namen), Pipi Langstrumpf, Rote Zora und Pocahontas. Ein Schuss Verantwortung, eine Prise Sarkasmus, einen großen Schluck Wein, zu viel Lautstärke, ein Faible für bunte und komische Klamotten, ich würde behaupten etwas Humor, alles umrühren und tataaa - da bin ich!



Woher kommst du?

Tatsächlich aus Hamburg.

Seit wann bist du in Hamburg?

Schon immer! Ich bin hier geboren und in der „Barmbronx“ aufgewachsen und dann nach Eimsbusch gezogen.

Erzähl mal von deinem Beruf?

Hauptberuflich arbeite ich in einer Kanzlei. Nebenbei, zum kreativen Ausgleich - den ich brauche um nicht durchzudrehen, habe ich mich vor einiger Zeit mit idamy hundesache(n) selbstständig gemacht.

Es fing alles damit an, dass das Podenco-Girl ihre liebevoll mit Stoff bezogene Schaumstoffmatratze und das im Anschluss gekaufte Weidenkörbchen Stück für Stück seziert hat. Und so kam mir die Idee, aus Kaffeesäcken Hundekissen zu nähen – robust und stylisch; der „faule Sack“ war geboren.

Zusätzlich fertige ich Halsbänder und Leinen aus Segeltau in den unterschiedlichsten Farben an. Und weil der Hund ja auch der beste Freund des Menschen ist, gibt es neuerdings auch Freundschaftskettchen in verschiedenen Ausführungen.





Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Mama sagte immer: „Mach ´ne vernünftige Ausbildung, danach kannste machen was du willst!“ Recht hat sie. Ich bin rundum zufrieden und würde vermutlich alles noch mal genauso machen. Wenn nicht, dann wäre ich wahrscheinlich Aussteigerin und würde auf einem Hippiemarkt selbstgebasteltes verkaufen.

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Dann bin ich meistens draußen mit den Hundegirls und am liebsten mit Kaffee in der Hand unterwegs. Der Klassiker: zwei Hundeleinen um mich geschlungen, Kaffee und Zigarette in der einen Hand, in der anderen einen Gassibeutel und dann klingelt das Handy. Das personifizierte Chaos! 


Oh und mein Freund und ich haben ein Pachtgrundstück, wo die Hundegirls machen können was sie wollen (außer riesige Erdlochfallgruben zu buddeln – wenn sie das bloß endlich mal verstehen würden). Ich kann mich da am Gärtnern versuchen, ein Blumenbuffet für Bienen und Schmetterlinge schaffen, Äpfel von unserem tollen Baum pflücken und anschließend Apfelmus kochen. Und Gartenpartys! Feuerstelle anheizen, grillen, mit Freunden zusammen sitzen bis es entweder zu kalt, zu dunkel oder zu beides wird …

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Mitten in Eimsbüttel.

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen, wenn ja, wo?

Nö! Ich habe hier alles, wirklich alles was ich brauche. Und wenn nicht, dann bin ich schwuppdiwupp mit meinem Beachcruiser oder der Bahn überall. Außerdem haben wir eine große, bezahlbare Wohnung in Bestlage - die wird nicht hergegeben!

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

In Somerset - England! Direkt an der Küste `ne kleine Strandhütte!



Ist Hamburg für dich Kulturstadt? Was macht sie dazu?

Klar! Kunst und Kultur gibt´s hier an jeder Ecke und Hauswand. Neben meine Eingangstür ist ein Wookie gesprayt. Und nicht zu vergessen: die Essenskultur! Was wären wir ohne den Griechen nebenan, oder das Tapasrestaurant um die Ecke?

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich wäre dafür so geeignet wie eine Kartoffel. Aber wenn´s hart auf hart kommt, dann mache ich das.

Als erstes wäre ich für schönere Hundeauslaufflächen, die bestenfalls auch noch eingezäunt werden. Und viel mehr Mülleimer - erst wenn man Müll (oder Gassibeutel) in der Hand hat fällt einem auf, wie wenige es gibt!

Und ich würde per Gesetz ein freundlicheres Miteinander zwischen Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern verordnen. Und damit das den Hamburgern auch leichter fällt: Fahrradwege optimieren. Und das ganze so, dass auch Kinder ohne Gefahr radeln können.

Warum Hamburg und nicht Istanbul, Berlin oder New York?

Weil ich mit meiner Hamburger Kodderschnauze in diese Stadt reingeboren bin. Hier ist mein Heimathafen. Ich reise gerne, lass mich inspirieren - aber ich muss immer an meine Basis zurück.

Alster oder Elbe?

Am liebsten Elbe! Bei kalten Wetter dick eingemummelt mit Freunden und ´ner Thermoskanne Glühwein Wind um die Ohren pusten lassen. Gerade für Hundebesitzer ist die Elbe meiner Meinung nach die schönere Alternative. Das Lieblingsereignis meiner Freunde ist es wohl jedes Mal, mich über die Elbsteine klettern zu sehen. Das kann ich nämlich überhaupt nicht und sehe dabei ungefähr so elegant aus wie eine Giraffe auf Stelzen.



Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Irgendwie 24/7, aber eigentlich immer lautlos geschaltet. Von Zeit zu Zeit verordne ich mir Handyverbot. Wenn mein Freund und ich essen gehen bleiben die Handys zu Hause. Fast Gleiches gilt, wenn ich mit Freunden unterwegs bin - da bleibt das Handy in der Tasche.

Keine Frage, doch ein wenig Platz für etwas, was du loswerden möchtest:

Liebe ehemalige Lehrer,

in Wirklichkeit habe ich nie die Hausaufgaben vergessen. Ich hatte einfach keine Lust sie zu machen.

Viele Grüße

Lieblingssong des Moment?


Lieblingssong forever?


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

  1. Das Insider-Café nebenan – jeder hat ein anderes, mein Tipp wäre „Frachtraum“ 
  2. Die Speicherstadt und Hafen (inkl. Elbtunnel) 
  3. Kein Platz, aber ein Musthave: Eine Wohnungsbesichtigung in einem der Szene-Viertel für eine 2-4 Zimmerwohnung (ein Kaffee „to-stand“ ist hilfreich)

Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Meine Omas! Denen druck´ ich das aber aus und schick es ihnen - das Internet ist zu gefährlich.

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