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Tipp: Netflix-Doku 'Cooked' mit Michael Pollan. Achtung: Nicht hungrig schauen.

Die hauseigenen Netflix-Serien sind meist ziemlich gut, so habe ich "Cooked" fast in einem durchgeschaut und wollte euch die Serie auch hier vorstellen. Mit tollen Bildern und viel Liebe zum Essen führt uns der Autor Michael Pollan in einer vierteiligen Serie durch die Geschichte der Menschen und ihrem Bezug zu Essen in ihrer jeweiligen Kultur.

 
Nahrung ist überlebenswichtig für den Menschen. Jeder von uns isst im besten Fall mehrmals am Tag. Doch in der heutigen, schnellebigen Zeit, haben leider viele vergessen, wieviel Spaß es zudem macht, sich selbst mit Essen zu beschäftigen, zu kochen und so etwas zu erschaffen. Ich habe mal gelesen, dass die Deutschen in Europa diejenigen sind, die am meisten Geld für ihre Küchen, jedoch am wenigsten für ihr Essen ausgeben. All denen und natürlich auch denen, die eh gern kochen, sei die neue Netflix-Doku 'Cooked' empfohlen, denn sie macht Lust darauf, wieder selbst Essen zuzubereiten.

Die Dokumentar-Reihe von Erfolgsautor Michael Pollan und dem oskargekrönten Regisseur Alex Gibney, wurde erstmals auf der 66. Berlinale im Februar diesen Jahres gezeigt. In der Doku wird das menschliche Grundbedürfnis Kochen untersucht. Michael Pollan zeigt, was hinter den einzelnen Zutaten, der Entwicklung des Essens und auch den chemischen Prozessen, die dabei entstehen, steckt.

Er selbst ist Journalist und Professor an der University of California in Berkeley, die Frankfurter Allgemeine nennt ihn sogar Essens-Philosoph. Viele seiner Sachbücher, zahlreiche Artikel und Essays beschäftigen sich mit Nahrungsmitteln und der menschliche Essenskultur. Sein Buch "Kochen – Eine Naturgeschichte der Transformation" wurde 2015 sogar als Wissensbuch des Jahres ausgezeichnet. 

Basierend auf Pollans Buch orientiert sich die Doku an den vier Elementen der Natur: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Alle Vier wurden immer schon dazu benutzt, um Rohzutaten in Speisen zu verwandeln. So erklären Michael Pollan und der Koch-Guru Nathan Myhrvold z.B., warum wir Essen mit Luftblasen, wie z.B. Brot, so ansprechend finden. Dabei begeben wir uns auch auf eine Zeitreise ins alte Ägypten. Hier wurde vor 6000 Jahren erstmals Brot gebacken, dann wieder wird das heutigen Marokko gezeigt, in dem es immernoch Gemeinschaftbacköfen gibt.

In der ersten Episode geht es erstmal um Feuer, denn damit änderte sich einiges. Die Fähigkeit Feuer zu kontrollieren ist zwar nie in Frage gestellt worden, doch genau dieser Moment war es wohl, der die Art von Essenzubereitung veränderte. Zum einen natürlich in der Herstellung und zum anderen bedeutete das Feuer neben Licht und Wärme auch, dass der Mensch in der Nacht aktiv bleiben konnte.




Das Teilen einer Mahlzeit, das gemeinsame Kochen, die Versorgung von Freunde und der Familie, gilt in jeder Kultur als großzügig und ist ein Zeichen von Liebe. Gemeinsam an einer Tafel zu sitzen, ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen mit Freunden – auch wenn die Familie zusammenkommt, wird erstmal gemeinsam gegessen.

Nicht alles was auf den Tisch kommt ist gesund, der größte Teil der Lebensmittel, die heute schnell schnell schnell und täglich genutzt werden, sind süß, fettig und maschinell gefertigt worden – ohne Liebe, Sorgfalt und schon gar nicht mehr mit persönlichem Engagement. Es ist also kein Wunder, dass einige von uns die Verbindung zu Essen verloren haben und ihnen ungesunde Nahrung normal erscheint. Die Dokumentation soll auch ein Weckruf zur Rückkehr in die Küche sein und die eigene verlorene Traditionen wiederzufinden, damit man selbst etwas mehr ins eigene Gleichgewicht kommt.

Ich hoffe, ihr genießt die Dokumentation auf Netflix so sehr wie ich und es inspiriert euch! Guten Appetit.

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