Mareen Burk. Hamburger Menschen #112

Einen meiner liebsten Badeanzüge (ok, ich habe genau einen), ist von MYMARINI. Auf die Marke habe ich bereits länger ein Auge geworfen und...

Einen meiner liebsten Badeanzüge (ok, ich habe genau einen), ist von MYMARINI. Auf die Marke habe ich bereits länger ein Auge geworfen und sie euch im Sommer schon vorgestellt. Im Sommer durfte ich dann auch die Macherin des Labels kennenlernen, nun habt ihr auch die Chance dazu. Denn, wenn sie mal nicht mit ihrem Bulli unterwegs ist um neue Ideen für die Mode zu suchen oder auf dem Surfbrett zu stehen, ist sie Hamburgerin. Los geht es, Mareen, wer bist du?

Ich bin Mareen, ich bin 31 Jahre alt und bin die Gründerin von MYMARINI – ethical Swimwear made in Hamburg.

Woher kommst du?

Ich komme aus dem Süden Deutschands, der wunderschönen, aber leider viel zu kleinen Stadt Freiburg.

Seit wann bist du in Hamburg?

Jetzt schon seit 7 Jahren. Ich liebe Hamburg über alles, aber leider vermiss ich immer noch das gute Wetter, das leckere Essen und den guten Wein. Vermutlich wird das auch immer so bleiben. Gerade wenn ich mal wieder zu Besuch in der Heimat war, fällt mir immer wieder auf, dass in Hamburg viel zu viele Leute viel zu viel Geld für halb gutes Essen ausgegeben.


Erzähl mal von deinem Beruf?

Der hat nix mit Essen zu tun ☺
Vor 3 Jahren habe ich mein Label für ethisch korrekte Swimwear gegründet. Nun muss ich nicht mehr in unmodischen Badeanzügen, mit Golddetails surfen gehen, sondern kann mich mit gutem Gewissen auf die nächste Welle freuen.



Was wäre dein Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Ich hatte schon viele Jobs, es war nur eine Frage der Zeit. Hätte ich mein „Baby“ nicht jetzt schon, würde ich meine Firma wahrscheinlich in den nächsten Jahren gründen. Alles schrie danach und dann war irgendwann der Zeitpunkt gekommen an, dem alles zusammen geflossen ist.  Ich bereue nichts und alles hat dazu geführt, dass ich nun das mache, was ich mache.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich übe mich noch darin nicht zu arbeiten ☺ Da viele Bereiche meiner Arbeit mein Hobbies sind, ist es manchmal gar nicht so leicht Arbeit von Nicht-Arbeit zu unterscheiden.
Klar, als Inhaberin eine Surfwearlabel, versuche ich so viel Zeit wie möglich auf dem Wasser zu verbringen. Das wiederum ist dann meine Arbeit. Wir testen die Modelle der neuen Kollektion, fotografieren diese, tüfteln und recherchieren über neue Projekte. Ich tausche mich mit Kollegen und anderen kreativen Menschen über neue Marketingstrategien und so weiter aus.


Wenn ich  nach einer Surfsession im Wohnmobil koche, fallen mir die besten Ideen ein. Da fällt es mir wirklich schwer das Arbeit zu nennen. Aber ja, wenn ich nicht arbeite, nicht surfe, und nichts mache was mit MYMARINI zu tun hat, dann verbringe ich Zeit mit meinen Freunden. Zum Glück wohnen viele von ihnen ganz nah, so dass wir uns oft sehen. Meistens gibt es dann etwas zu essen, wir erzählen von den aktuellen Dingen die uns beschäftigen und philosophieren über die Zukunft.



In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

In Eimsbüttel.


Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen, wenn ja, wo?

Die Frage stelle ich mir auch ständig. ☺  Eigentlich habe ich es hier viel zu gut, aber der Wunsch nach einem vielleicht "richtigen" Nest lässt uns gedanklich doch immer wieder durch das südliche Hamburger Umland schweifen. Da wir uns Anfang des Jahres ein Wohnmobil gekauft haben, ist der Wunsch etwas zu besitzen jedoch wieder weiter in die Ferne gerutscht. Besitz bindet und man muss sich darum kümmern. Das verschluckt nicht nur Geld, sondern viel wichtiger: Zeit. Und ich liebe es Zeit für die richtigen Dinge zu haben.

Richtige Dinge sind für mich: Freunde &  Familie, gutes & gesundes Essen, Sport und Gesundheit. Irgendwie bin ich dann doch zu viel Hippie,  also gehe ich stark davon aus, dass wir noch eine Weile länger als geplant die Küsten Europas abklappern.


Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Puh! Es gibt so viele tolle Orte. Jetzt hat unser mobiles Haus ertsmal eine Solaranlage auf das Dach bekommen, damit wir uns eben nicht enscheiden müssen, wo wir sind.
Da wir die Berge fast genauso lieben wie das Meer, bräuchten wir wahrscheinlich gleich 2 Häuser. Aber wenn, ich mich entscheiden müsste, dann irgendwo in Europa wo es Wellen, Berge und gutes Essen gibt. Vorschläge zu diesem Ort nehme ich gern entgegen.


Ist Hamburg für dich Kulturstadt? Was macht sie dazu?

Sie hat auf jeden Fall eine Surfkultur. Das merkt man nicht nur an den etlichen Facebook Gruppen zu dem Thema, sondern man sieht es auch, wenn man durch die Strassen läuft. Soviele VW Busse und Camping Vans gibt es in Freiburg jedenfalls nicht. 

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Der Bürgermeister von Peniche in Portugal erlaubt es, dass man überall mit dem Bus stehen darf. Würde Hamburg also am Meer liegen, würde ich das auch erlauben.


Warum Hamburg und nicht Istanbul, Berlin oder New York?

Oh! Istanbul war lange mein heimlicher Favorit. Ich konnte es aber nicht laut ausprechen, da man da ja nicht surfen kann. Aber Essen kann man da! Und wie. Spätesten in Istanbul bin ich zur Dachterassen  und Mantı Liebhaberin geworden!
Mantı sind Mini Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch, die mit Jogurthsoße und flüssiger Paprikabutter gegessen werden.


Alster oder Elbe?

Ganz klar Elbe. Meinen letzten Geburtag habe ich in der Strandperle gefeiert.
Meine Gäste waren sehr tapfer, da ich im Januar Geburtstag habe.


Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

25H. Das ich einen Onlineshop habe, ist meine Rechtfertigung. Aber die ganzen Apps sind einfach eine richtig gute Möglichkeit mit vielen tollen Menschen in Kontakt zu sein.

Lieblingssong des Moment?

Ich bin schlecht in Musik. Dabei liebe ich es wenn eine toller Moment mit einem tollen Lied unterstrichen wird. Zum Glück habe ich meine private DJane meist um micht.
Wir können Ipek ja direkt fragen welches mein Lieblingssong ist. ☺


Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Mein Leben ist viel zu sehr auf Eimsbüttel konzentriert. Das stört mich einerseits, auf der anderen Seite ist es genau das, was ich an meinem Leben in Hamburg mag. Alle in meinem Viertel kennen sich, viele Freunde wohnen hier und man bekommt eigentlich alles was man braucht. Wenn ich mal nach Altona muss, ist das gefühlt wie eine kleine Weltreise. Dann denke ich, können wir doch gleich weiter wegfahren.

Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Egal wie kitschig es klingt, aber ohne meine Freunde, meinen Freund und meine Familie, wäre ich jetzt nicht da wo ich bin. Gerade, wenn ich an meine Bikinis und Badenzüge denke.

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