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“Yalla” Mural in Düsseldorf - von Julia Benz


"250 Quadratmeter nur für mich!" – als Frau Benz mir von der Möglichkeit für ein neues Kunstwerk erzählte, waren wir beide schwer beeindruckt. Viel mehr Platz als auf einer Leinwand – was macht man mit so viel Platz? Vielleicht all das, was einen beschäftigt darauf bringen? Seit ihrer Reise in den Sudan ist das Leben und die Menschen dort ein Thema, worüber man mit Julia lange reden kann. Lebensweise, Verständnis – könnte ich es auch? Es gibt so viele Möglichkeiten und auch Andersartigkeiten zu bedenken die ganz andere Ausgangslagen und auch Chancen bieten.

Düsseldorf-Lierenfeld im Kuthsweg. Hier ist diese leere Wand von 250 Quadratmeter. Hier leben viele Menschen unterschiedlicher Kulturen, vielleicht genau der richtige Ort um das Motiv einer verschleierten Frau, die Julia im vergangenen Jahr im Sudan fotografierte, zu zeigen. 

Wieso denn verschleiert, muß das sein? "Eine verschleierte Frau heißt nicht zwangsläufig eine unterdrückte Frau", sagt Benzi und erinnert mich daran, dass die sogenannte "Tobe" als traditionelles sudanesisches Gewand schon lange vor der Verbreitung des Islam getragen wurde.

Also ist die Frau, das gewählte Motiv, auch als Appell für Toleranz gegenüber anderen Kulturen zu verstehen. Und die können wir schließlich alle irgendwann und irgendwo mal gebrauchen.


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