60 Jahre Kunst in Hamburg = 3 + 17 + 13 + 5 + 13 + 9

Kunst Kunst Kunst – gibt es in Hamburg eine Menge. Ich empfinde es so, als könnte man fast in jeder Woche zu einer neuen Ausstellung geh...


Kunst Kunst Kunst – gibt es in Hamburg eine Menge. Ich empfinde es so, als könnte man fast in jeder Woche zu einer neuen Ausstellung gehen. Aktuell zum Beispiel in die Affenfaust Galerie. Nachdem sie sich räumlich erst vor vier Wochen vergrößert hat, haben sie am letzten Wochenende schon ihre zweite Ausstellung eröffnet. An dieser sind 22 Künstler beteiligt die einen Querschnitt junger Kunst von der Installation, Ölbildern und Street Art zeigen. Diese 22 sind sonst in sechs verschiedenen Hamburger Galerien zu sehen: Feinkunst Krüger, heliumcowboy, Mikiko Sato, Oel-Früh, Kramer Fine Art, sowie der Affenfaust Galerie. Zusammen sind diese sechs Kunstinstitutionen 60 Jahre alt und diese stattliche Jahreszahl wird mit einer Gruppenausstellung gefeiert.

Da ich am letzten Wochenende durch die Strassen von Paris gestreift bin (Street Art Bilder und mehr kommen noch), konnte ich nicht vor Ort sein, hatte jedoch gestern das große Glück mit einem der Künstler, dem wunderbaren Fabian Wolf, ein paar Stunden allein in der Galerie zu verbringen. Montag bis Mittwoch ist der ehemalige Supermarkt in der Paul-Rosen-Straße (Nummer 43, 22767 Hamburg) nämlich geschlossen, doch bis zum 11.07.2015 habt ihr Donnerstag und Freitag von 17–21 Uhr und Samstag und Sonntag von 14–18 Uhr die Möglichkeit euch die Kunstwerke anzusehen. 

Hier ein paar meiner Favoriten – die Wand von Fabian Wolf (Galerie Affenfasut) beinhaltet: 'Brotherhood of the False Faces', 'Faceless', 'Firebug', 'Lady Death', 'Ultra-Humanite', 'Shut down the earth', 'Overlord', 'Skyhook', 'Psycho-Man', 'Abattoir' und 'Mephistopheles':
 

Der Kampf mit sich selbst, dem Inneren oder dem Freund, Feind, Partner, gerade mit den Menschen die einem nah sind, ist es oft nicht leicht und doch gibt es die Ergänzung ... das Leben besteht immer aus Entscheidungen, die einen neuen Weg nach sich ziehen. Sich von der Angst nicht in die Enge treiben lassen oder auf den Scherben stehenzubleiben, ist nicht immer so leicht, doch auch das Feuer der Gewohnheit brennt irgendwann aus und dann, ab und an muß man kämpfen. Es ist ok zu fallen, denn es geht weiter und auch vorbei und fängt wieder neu an.

Meine liebste Julia Benz (Galerie Helium Cowboys) ist auch dabei, ich freu mich immer wieder ihre Kunst zu sehen und bin schon ein wenig aufgeregt, denn es gibt ein Projekt, was bald veröffentlicht wird, wo sie sich in einen neuen Bereich wagt und das Ergebnis ist so toll – seid gespannt, bald mehr. Bei dieser Ausstellung ist sie mit "Nature Package", Acryl, Tusche auf Leinwand, vertreten:


Hiroshi Takeda aus Japan (von der Galerie Mikiko Sato) hat eine ganz besondere Technik bei der Erschaffung der Bilder. Teilweise sind es mehrere hunderte Lackschichten, die immer wieder sehr dünn aufgetragen werden. So entsteht eine Tiefe, obwohl es "eigentlich" nur ein paar Zentimeter sind. Ich mag die zarten Farben und dass es in dem Bild so viel zu entdecken gibt, hier nur ein Beispiel:


Das PimmelWimmelbild stammt von Boris Hoppek, der von der Galerie Helium Cowboys vertreten wird. Diese war übrigens eine der ersten Galerien Europas, die abseits vom traditionellen Elitedenken des Kunstmarkts eine neue Generation urban geprägter Künstler vertreten hat:

 
Ebenfalls aus dieser Galerie (die neuerdings von Frida Mindt geleitet wird), kommen die Arbeiten von David Shillinglaw, den ich schon in den letzten beiden Jahren bei der Millerntor Gallery so toll fand, hier auch wieder:
 

Und, last but not least, ein vierter Künstler aus der Galerie in der Hamburger Neustadt: Victor Castillo. Ich hab kein gutes Bild hinbekommen, doch seid ihr vor Ort, schaut euch unbedingt seine Arbeiten an.

Diese Art von Zusammenschluß für eine Ausstellung find ich toll – bitte mehr davon.

60 Jahre Kunst in Hamburg
Bis 11.07.2015 in der Affenfaust Galerie, Paul-Rosen-Straße 43, 22767 Hamburg
Donnerstag und Freitag von 17–21 Uhr und Samstag und Sonntag von 14–18 Uhr

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