Antonio de Spirt. Hamburger Menschen #79

Heute habe ich einen Berliner zu Gast – gilt nicht meint ihr? Doch doch, denn Antonio lebt seit einigen Jahren in Hamburg, wieso weßhalb wa...

Heute habe ich einen Berliner zu Gast – gilt nicht meint ihr? Doch doch, denn Antonio lebt seit einigen Jahren in Hamburg, wieso weßhalb warum und was er so macht, erfahrt ihr jetzt in der wöchentlichen Serie Hamburger Menschen:

Wer bist du? Woher kommst du? Seit wann bist du in Hamburg?

Ich bin Antonio de Spirt und verantwortlich für den musikalischen Output von La Boum Fatale. Ich komme aus Berlin Friedrichshain. 2008 bin ich zum Studium der Medientechnik nach Hamburg gekommen.  Ich wollte „was mit Medien“ studieren. Bei Stuttgart, Emden oder Hamburg fiel mir die Wahl nicht so schwer.



Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich bin Sound Designer für einen Berliner Musiksoftwarehersteller. Ich erstelle Sample Libraries für verschiedene Genres und programmiere Synthesizerpatches. Ansonsten kümmere ich mich auch um die Vertonung von Bewegtbildern und alles andere was in die Richtung geht.
Da ich auch in jeder freien Minute irgendwas mit Musik mache, ist es für mich ein bisschen so als wenn man als Kind in einer Spielzeugfabrik arbeiteten würde. Momentan kann ich mir nichts besseres vorstellen.

Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Hm,  ich würde gern in jedem Fall was erschaffen wollen. Also vielleicht Maler oder Tischler? Naja, die Klassiker wie Höhlenforscher, Weltraumfahrer & Co sind da ja auch noch :). Vor dem Studium habe ich eine Ausbildung zum Hörgeräteakustiker gemacht und auch eine Weile als Akustiker gearbeitet. Vielleicht würde ich jetzt auch einfach noch als Akustiker arbeiten.

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

In meiner Freitzeit verbringe ich viel zu viel Zeit mit der Musikproduktion. Aktuell geht es um das neue La Boum Fatale Album. Wir sind kurz vor der Fertigstellung, da muss jede freie Minute genutzt werden und es bleibt kaum Zeit für andere Dinge. Wenn die Platte fertig ist, freue ich mich wieder auf mehr Bewegung im Wasser und auf dem Rad. Beides kann man ja in und um Hamburg gut machen. Am liebsten fahre ich aber in der Nacht mit dem Rad durch die leere Stadt.
Kochen und Abhängen sind auch der Hammer.



In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

In Altone (Ottensen/Bahrenfeld), zuerst war mir das viel zu ruhig aber jetzt will ich das nicht mehr missen und ich fühle mich sehr wohl hier.

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Nö. Ich hab vorher in Hamm gewohnt, das hat gereicht.
Eigentlich ist es ja egal wo du in HH wohnst, mit dem Rad bist du ja ruckzuck an allen wichtigen Spots.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Auf jeden Fall irgendwo in der Natur. Vielleicht schon hier im Norden in Küstennähe. Die See brauche ich irgendwie immer in der Nähe. Momentan kann ich mir ein dauerhaftes Leben außerhalb der Großstadt aber noch nicht vorstellen.

Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt?

Im Gegensatz zu Berlin ist hier alles ein bisschen kleiner und das macht vieles einfacher. Also man kommt schnell mit den entsprechenden Leuten in Kontakt, kann dadurch gut Netzwerken und startet einfach mal was. Das gefällt mir echt gut. Hätten wir jetzt in Hamburg noch eine „fete dela musique“ wäre ich wunschlos glücklich.



Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Ich würde für eine bessere Handynetzabdeckung am Hauptbahnhof sorgen und Kostenloses W-Lan einführen. Ein bischen mehr Raum für Subkultur kann Hamburg auch gebrauchen. Bezahlbarer Wohnraum ist natürlich selbstverständlich. Ach, es kann auch nicht sein das bei Großveranstaltungen in Hamburg jedesmal die ganze Stadt lahmgelegt wird.

Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Hm, kann man denn in Berlin oder New York die Schiffshörner hören?

Alster oder Elbe?

Ein Alster an der Elbe.

Wie viele Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Es ist immer an, aber ab 22 Uhr ist es im Schlafmodus, was aber leider nicht heißt, dass ich nicht damit rumfummle.

Keine Frage, doch ein wenig Platz für etwas, was du loswerden möchtest:

Hamburg du fetzt! Wir hatten unsere Startschwierigkeiten. Du warst fast immer schön aber du musstest halt immer mit Berlin mithalten, das konnte ja nicht gut gehen. Aber mitlerweile weiß ich auch was du alles kannst. < 3



Lieblingssong des Moment?

Durch die Musikproduktion komme ich leider gerade nicht dazu viel Musik zu hören.
Aber Romano mit seiner Metalkutte hat mich hart geflasht. 100% street credibility.

Lieblingssong forever?

Gibts nicht! Es gibt zu viele und jeder hat seinen Moment.

Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

1. Jürgens Teebutze im Gängeviertel
2. Astrastube
3. Mit dem Fahhrad durch den Hafen in Richtung Dockville-Gelände ballern



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