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Tina Kallbach. Hamburger Menschen #49

Tina, die Tante Tin, hab ich durch ihre Arbeit kennengelernt – ich bin nämlich gefühlt 123 mal an ihrem Atelier vorbei und es hatte nicht auf. Da es meist am sehr späten Abend war, kann sie da gar nix für und meine Spannung wurde so erhöht. Dann bekam ich ihr Apfelkissen von einem lieben Freund geschenkt und im Anschluß bin ich endlich mal ins Atelier und habe mir Hermann in Kissenformat gegönnt. Ich liebäugel noch mit der Wolke, oder dem Seebär, oder dem Löwen, oder ... bis dahin freu ich mich immer wieder bei Tina vorbeizuschauen und eine Runde mit ihr zu klönen. Jetzt gibt es mehr Tina Kallau für euch bei den Hamburger Menschen:

Wer bist du und woher kommst du?

Ich bin Tina, 37 Jahre alt und wohne in Hamburg. Ich bin aus dem guten alten Hannover.


Seit wann bist du in Hamburg?

Mich hat’s nach meinem Studium hierher verschlagen, das war Ende 2003.

Erzähl mal von deinem Beruf?

Ich bin freiberufliche Grafik-Designerin und habe ein Handmade-Label, das heißt Tante Tin. Eine Wortschöpfung meines Neffen, der Tina damals nicht aussprechen konnte. Für mein kleines Label entwerfe ich viele bunte Produkte: Taschen, Poster, Postkarten, Notizbücher, Buttons usw. Allem voran aber nähe ich gerne Kissen. Meine Produkte verkaufe ich hauptsächlich über's Internet und seit fast zwei Jahren habe ich ein Laden-Atelier in der Schanze.
Im Moment bin auch ich hin und wieder Grafik-Mädchen bei der Social Media Agentur beebop. Da muss ich nur um die Ecke in den Hinterhof gehen, sehr praktisch. Und nur nette Menschen!

Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Tja, das ist eine spannende Frage, weil ich schon öfter mit meinem Beruf gehadert habe. Vielleicht würde ich was mit Musik machen oder was mit Kindern … also demnach wahrscheinlich Kinderlieder schreiben :D

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich liebe Musik, singe in verschiedenen Bandprojekten und treibe mich gern auf Konzerten rum. Ich treff mich mit den Girls und wir versuchen regelmäßig zum Sport zu gehen. Und ich geh gern tanzen. Meine bucklige Verwandtschaft liegt mir sehr am Herzen, die versuch ich auch immer mal wieder zu Gesicht zu kriegen. Leider wohnen sie alle nicht in Hamburg.

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du?

Eimsbüttel!

Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

Hm, ist schon so’n büschn meine Hood. Aber nach elf Jahren in ein und derselben Straße (mit einem Umzug von der Nr. 51 in die Nr. 22), könnt’ ich mir durchaus eine Veränderung vorstellen.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Mein Sommerhaus in Frankreich in einem Pinienwald an der Antlantikküste. Meine Winterresidenz in Kopenhagen. Jetzt muss mein Tante Tin Imperium nur noch ein klitzekleines bisschen wachsen.



Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt #1?

Eigentlich die Musik-Szene. Ich hab hier schon so tolle Konzerte gesehen! Unvergesslich waren Phoenix und The National im Stadtpark. Das Dockville in Hamburg-Wilhelmsburg ist eins der schönsten Festivals für mich, die perfekte Kombination aus Kunst und Musik. Außerdem kann man nach Hause fahren und muss sich nicht drei Tage in einem Iglu-Zelt den Rücken ruinieren (dafür bin ich viiiel zu alt).

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Abgesehen davon, dass mich nichts für den Job qualifiziert ... Leidige Themen gibt’s in Hamburg ja viele, z.B. den Mietwahnsinn. Oder das, was mit den Esso-Häusern passiert ist. Wohnhäuser bewusst verfallen zu lassen, um sie dann dem Erdboden gleichzumachen und schicke Bürogebäude oder teure Eigentumswohnungen drauf zu errichten, nee, das würd’s bei mir nicht geben.

Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Hamburg ist überschaubar, man kann überall mit dem Fahrrad hin. Das liebe ich, denn ich habe kein Auto. Hätte aber gern eins! Mein dunkelblauer Lada fährt hier schon irgendwo rum ;) In Berlin wohnt meine Schwester, da bin ich sehr, sehr gerne. In New York hab ich auch mal nach dem Rechten geschaut - großartig und genial, aber wohnen möchte ich dort nicht.

Alster oder Elbe?

Elbe! Zur Alster habe ich überhaupt keinen Bezug. Vielleicht, weil ich es nicht schaffen würde drumherum zu joggen.

Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

Den lieben langen Tach. Es ist schon etwas veraltet und hat einen Sturz in einen Gulli überlebt. Ich mag es.

Lieblingssong des Moment?

Seasons von Future Islands

Lieblingssong forever?

1901 von Phoenix

Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

Na, mein kleines Laden-Atelier in der Schänzi.
Das Dockville Festival Gelände mit all seinen tollen Aktionen.
Das Elbecamp / Falkensteiner Ufer. Wie ich finde, der schönste Strand in der City.


Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

 
Die Lippmannstraße 57-59! Huhu, Siggi!

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