Featured Post

http://www.kathrynsky.de/2017/07/once-upon-time-i-used-to-be-fashion.html

Sanja Stankovic. Hamburger Menschen #43

Sanja traf ich zum ersten Mal im Betahaus vor vier Jahren – von Beginn an waren der Wirbelwind und ich auf einer Wellenlänge auf der nicht mehr viel erklärt werden muß, weil irgendwie klar ist, was für Werte und Ziele wichtig sind. Hört sich romantischer an als es ist, wir sehen uns fast nur auf Events oder Veranstaltungen in Hamburg oder Berlin, doch es ist jedes mal wirklich sehr nett und ich bewundere Sanja für ihr nie enden wollendes Engagement, ihren Tatendrang und ihre Durchsetzungskraft. Heute erzählt sie ein bißchen über sich als Hamburger Mensch:

Wer bist du? Woher kommst du? Seit wann bist du in Hamburg?

Ich bin Sanja, komme aus Hamburg und bin somit seit 35 Jahren hier. 


Erzähl mal von deinem Beruf?

Klassischer Fall von nicht gradliniger Vita, wie so viele die irgendwie digital unterwegs sind. Bis Ende 2012 war ich auf Agentur- und Unternehmensseite mit den Schwerpunkten digitale Kommunikation und Projekte. Seit April 2013 bin ich freiberuflich als digitale Strategin unterwegs und berate dabei Agenturen, Startups und den neuen Digitaltrack der Reeperbahn Festival Conference. Letztere darf ich seit Beginn an mit aufbauen, begleiten und inhaltlich kuratieren. Mein Ziel mehr Frauen auf die Bühnen der männerdominierten Konferenzwelt zu bringen, erreiche ich unter anderem mit meinem ehrenamtlichen Engagement bei den Digital Media Women die ich 2010 mitgründete. Im Dezember 2013 habe ich dann noch Hamburg Startups mitgegründet. Wir wollen die Szene mehr vernetzen und die nationale und internationale Sichtbarkeit der Hamburger Startups
erhöhen.

  Photocredits Portrait und DMWHH: Rieka Anscheit

Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst?

Irgendwas auf Bali.

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Eine der Fragen die ich heute ganz anders beantworte als noch vor wenigen Jahren: Zeit mit der Familie, Schlafen, Essen gehen und Baden. Ich liebe es zu Baden.


In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du? Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen?

In Alsterdorf. Ach, wir suchen gerade eine neue Wohnung und wollen unbedingt hier im Umfeld bleiben. Wichtiger als die Straße oder der Stadtteil ist allerdings die Wohnung und der Blick. Der muss ins Grüne gehen.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen?

Definitiv auf Bali - mein Lieblingsort. Nirgendwo bin ich entspannter, statt Blick ins Grüne würde ich hier allerdings den Blick aufs Meer wählen. Mein Zweitwohnsitz würde dann in Hamburg sein, am Alsterlauf mit eigenem Bootsanleger. 

 
Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt #1?

Tja, ob man Hamburg tatsächlich als Kulturhauptstadt #1 bezeichnen sollte? Ich denke wir haben hier nicht ständig den neuesten und heißesten Scheiß. Was uns aber kulturell gesehen besonders macht, ist dass hier ganz selbstverständlich Gegensätze gleichwertig und miteinander leben. Ein Fankultur wie für den FC St. Pauli oder ein Startups@Reeperbahn Pitch bei dem man Kaufleute mit Startups in einem Stundenhotel auf dem Kiez zusammen bringen kann, das Gängeviertel, das Reeperbahn Festival - sowas geht nur in Hamburg.

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst?

Den Schlagermove verbieten.

Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York?

Weil Hamburg die schönste Stadt der Welt ist! 1998 stand der Entschluss nach Berlin zu gehen eigentlich fest. Dann kam es anders und ich hab es nie bereut. Wenn Europa dann Hamburg, ich liebe es in der Nähe meiner Familie und langjährigen Freunde zu sein. Und wenn ich wegziehe, was soll ich sagen: Dann wird es Bali sein.

 

Alster oder Elbe?

Alster! Wenn man hier aufwächst, entscheidet sich das immer danach auf welcher Seite man aufwächst.

Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an?

24 Stunden, außer ich bin auf Bali. Einer der wenigen Orte, an dem es die meiste Zeit aus ist (okay, zwischendurch logge ich mich ins Free-Wifi ein um mich auf Foursquare einzuchecken). Ansonsten übe ich gerade, es am Wochenende mal wegzulegen (bin aber nicht besonders gut drin).

Lieblingssong des Moment?

Meine 4Sanja Playlist auf Spotify, die mein Mann für mich machte.

Lieblingssong forever?

Da bin ich #YoungwastedJugo. Ich komme aus einem Land, dass es nicht mehr gibt und keine andere Band der Welt hat es mitten im Krieg geschafft 100.000 von "verfeindeten" Menschen gemeinsam singend auf einem Konzert zu vereinen. Kein anderes Lied, weckt in mir soviel Emotionen wie "Ruzica si bila" von Bjelo Dugme.

Drei Plätze, die man sich in Hamburg unbedingt angeschaut haben sollte:

  • Auf der Lombardsbrücke stehen und den Blick auf die Alster genießen. Jedes, wirklich jedes Mal, wenn ich auch nur mit dem Auto da vorbei fahre, denke ich: Hamburg ist die schönste Stadt der Welt und ich liebe sie.
  • Das Treppenviertel in Blankenese.
  • Meine Arbeit für das Reeperbahn Festival mag mich da beeinflussen, aber während dieses Festivals sollte man den Kiez besuchen.

Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:

Meine DMW Mitgründerinnen Kixka Nebraska, Caro Neumann, Inken Meyer, Nicole Willnow, Taalke Renken und Sarah Pust. Ohne euch wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin < 3

Credit: Inken Meyer selfie :-)

Kommentar veröffentlichen

My Instagram