Deike Bockelmann. Hamburger Menschen. #35

Kennt ihr diese Mädchen, bei denen man sich fragt, wie machen sie das bloß? Nicht die Frauen die immer wie aus dem Ei gepellt aussehen, son...

Kennt ihr diese Mädchen, bei denen man sich fragt, wie machen sie das bloß? Nicht die Frauen die immer wie aus dem Ei gepellt aussehen, sondern Mädchen die einfach schön angezogen sind und so ihre symphatische Art unterstreichen. Als hätten sie in den Schrank gegriffen in dem alles zusammenpasst, was darin liegt und hängt. Mit Deike habe ich vor drei Jahren in der selben Agentur gearbeitet und wir haben uns sofort gut verstanden, sie hat einen sehr trockenen Humor, was mir sofort entgegenkam und heute ist sie zu Gast in der Serie Hamburger Menschen:

Wer bist du? 

Ich bin Deike Bokelmann, 23 Jahre alt und gerade fertig mit meinem Medienmanagement-Studium. Der Master ist nicht geplant, weswegen ich gerade mitten in der heißen Bewerbungsphase stecke und total aufgeregt bin, was mich in Zukunft erwartet.

Woher kommst du? 


Ich komme ursprünglich aus Leer im schönen Ostfriesland. Das ist meine Heimat und meine eigentliche große Liebe. Ich komme unheimlich gern dorthin zurück, entspanne in unserem Garten oder treffe liebe Freunde, die ich dort damals zurückgelassen habe ;-).
Aber ich würde Hamburg mittlerweile schon zu meiner zweiten Heimat zählen, es ist quasi ein großes, aufregenderes Ostfriesland für mich.


Seit wann bist du in Hamburg?

Ich bin vor ziemlich genau 3 Jahren nach Hamburg gekommen. 2010 fing mein Studium an und ich glaube, hierher zu kommen, war eine der besten Ideen, die ich jemals hatte.

Erzähl mal von deinem Beruf? 

Das würde ich gerne! Wirklich! Ich bin nämlich, wie erwähnt, gerade in der heißen Bewerbungsphase und unglaublich aufgeregt, was auf mich zukommt, wo ich in einem halben Jahr bin, was ich mache, wie es mir gefällt, ...
Aber wenn ich es mir heute ausmale, dann würde ich mir meinen Job in einem Marketing & Sales – Department eines 5-Sterne-Hotel ausmalen (gerne auf den Seychellen oder einem ähnlichen Paradies). Mit meinen total netten Kollegen würde ich in Meetings sitzen, die Zahlen aus dem letzten Quartal bewerten und daraufhin total geniale Marketing- und Verkaufsstrategien austüfteln, die natürlich sofort wirken und unserem Geschäftsführer ein fröhliches Lächeln auf die Lippen zaubert.
Das hört sich super an, oder?! Wenn es nicht ganz so wird, dann möchte ich mich einfach wohlfühlen wo ich bin.

Was wäre deine Job, würdest du nicht das machen, was du jetzt machst? 


Schon seit ich klein bin, habe ich es geliebt meine Freundinnen zu stylen, zu schminken und die Haare zu schönen Frisuren zu stecken. Das mache ich auch heute noch unglaublich gerne – wenn's auch nur eine simple Flechtfrisur ist.
Ich glaube, diese kleine Leidenschaft hält sich schon so lange, weil ich der festen Überzeugung bin, dass ein verändertes Aussehen Menschen neue Inspiration bieten kann auch das Innere zu verändern und neues Selbstbewusstsein zu erlangen. Außerdem finde ich es spannend, wenn Menschen ihre Macken oder Makel zu einer eigenen Story entwickeln und so wirklich individuell und besonders wirken. Ich denke da immer an  Andrea Sawatzki, die scheint absolut im Reinen zu sein mit ihrem speziellen Aussehen zu sein und wirkt dabei ganz besonders schön.

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?


Vor einigen Jahren bin ich hier in Hamburg zum Rudern gekommen und liebe es seit dem mit meinen Mädchen auf dem Wasser zu sein und mich auszupowern.
Wenn ich das nicht mache, dann sitze ich mit einer Freundin in einem Kaffee/einer Bar oder schlendere durch Möbelhäuser – zur Inspiration.

In welchem Stadtteil von Hamburg lebst du? 


Seit ich in Hamburg bin, wohne ich in Winterhude. Meine Wohnung ist klein aber fein und der Stadtteil bietet mir alles, was ich mir wünsche.
 
Möchtest du nochmal in einem Anderen wohnen? 


Ja! Ich würde wirklich gerne nach St. Georg ziehen. Der Stadtteil hat in meinen Augen noch Potenzial sich zu verändern, während andere Stadtteile schon sehr gesetzt wirken und sich nicht mehr so wirklich zu verwandeln scheinen.

Wo würdest du dein Traumhaus bauen? 


Mein Traumhaus wäre ohne Frage am Meer  - direkt am Strand. Ich liebe das Wasser und kann in kürzester Zeit richtig viel Energie tanken wenn ich aufs Meer blicke.
Weil ich erst grade aus Thailand wiederkomme und ich mich dort unsterblich in die Taucherinsel Ko Tao verliebt habe, würde ich das Haus wohl dorthin bauen ...

Was macht Hamburg für dich zur Kulturstadt #1? 


Mein Interesse an Kunst und Kultur ist letztes Jahr in Frankfurt erst so richtig geweckt worden. Ich habe für ein Praktikum dort zwei Monate gewohnt und habe meine freien Tage und die Wochenenden damit verbracht, Galerien, Museen, Märkte und Ausstellungen zu besuchen. Das habe ich in Hamburg fortgeführt und ich habe gemerkt, dass die Angebote in Hamburg erstens vielfältiger  aber vor allem unangestrengter sind. Hamburgs Kultur ist auch nicht so gewollt elitär. Ich meine damit, dass man in Hamburg manchmal das Gefühl hat, „versehentlich“ in ein Kultur- oder Kunstangebot reingerauscht zu sein und das auch problemlos ohne Einladung o.ä. besuchen kann. Das macht Spaß weil man das Gefühl hat, man ist auf Stadtsafari und kann seine (zweite) Heimat immer wieder neu entdecken und so die Liebe immer wieder aufflammen lassen.

Was würdest du ändern, wenn du Bürgermeister wärst? 


Obwohl ich selber ein Auto besitze und gerne fahre, würde ich ein Autoverbot in Hamburg durchsetzen. Man dürfte dann rund um die Außen- und Binnenalster nur noch mit dem Fahrrad, Inlineskates oder einer Pferdekutsche unterwegs sein. Das wäre cool! Und niemand hätte mehr schlechte Laune wegen der Parkplatzsuche und dem Verkehr.

Warum Hamburg und nicht Berlin oder New York? 


Berlin ist mir irgendwie zu groß und zu hip und NewYork ist zu weit weg. Ich bin tierisch heimatverbunden und leidenschaftlich gerne nah bei meiner Familie.

Alster oder Elbe? 


Die Alster. Auch wenn ich im Ruderboot schon den ein oder anderen verbitterten Kampf gegen mich selber ausgetragen habe, ist die Alster für mich eine Großstadtoase mit der ich viele schöne Erinnerungen verbinde.

Wieviel Stunden am Tag ist dein Smartphone an? 


Ehrlich gesagt ist mein Smartphone 24/7 in Betrieb. Aber ich kann das Ding auch gut und gerne mal für zwei Stunden aus den Augen lassen, ohne Entzugserscheinungen zu bekommen. Für mich ist mein Handy mehr Freund als Feind, weil es eben der heiße Draht zu Freunden und Familie ist und ich mich immer freue, etwas von ihnen zu hören und mich auszutauschen.

Keine Frage, Platz für deine Antwort oder was du loswerden möchtest: 


Geld, das man für Erlebnisse statt Dinge ausgibt, macht Menschen glücklicher. Aber man sollte nicht versuchen, sein Glück auf einer Reise zu finden – das muss schon vorher in einem stecken. 


Lieblingssong des Moment:


Feel the Love – Rudimental feat. John Newman

Lieblingssong forever:


Sitting on the dock of the bay – Otis Redding

Drei Orte, die man in Hamburg gesehen haben sollte:

Es gibt ja so klassische schöne Plätze in Hamburg ... zum Beispiel der Elbstrand oder das Treppenviertel. Aber, um es mal ein wenig spannender zu machen, sind hier meine ganz persönlichen Lieblingsplätze:
1. Die Sicht auf die Aussenalster von der Krugkoppelbrücke kurz vor Sonnenuntergang. 2. Das Clockers in der Paul-Roosen-Straße. 3. Im Sommer im "Schönes Leben" (Neustadt) auf der Terrasse frühstücken ...

Möchtest du noch jemanden grüßen, hier ist Platz dafür:


Es gibt zwei Menschen, die mir Hamburg gleich zu Beginn zu meiner zweiten Heimat gemacht haben. Das sind Sonja (Hotsunny_22 )und Mirjam (hier spare ich mir den Spitznamen besser).
Und noch ein, zwei Küsschen zu den Freunden, die zuhause in Ostfriesland die Stellung halten und mich immer wieder mit offenen Armen empfangen. Ich hab' euch lieb!
.

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