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Hallo Advent. 1. Advent. Kraft, die aus der Stille kommt.

Gerade zur Weihnachtszeit sehnen sich viele von uns nach Stille. Wir suchen uns Orte der Ruhe, schaffen uns Nester und Höhlen, in denen wir etwas ausbrüten können, um unsere eigene Ruhe zu finden. Gerade zu dieser Zeit ist aber auch die größte Hektik zu finden, sei es in der eigenen Familie oder wenn man sich in den Weihnachtstrubel der Innenstädte begibt. Es ist müßig, auf diese Konsumwelt zu schimpfen, auf all den Kitsch und die vermeintliche Sentimentalität. Das alles, kann jeder für sich selbst entscheiden, es ist die Freiheit eines jeden selbst.

Schon früher nannten die Christen den Advent "Stille Zeit". Tage, in denen sie sich vorbereiteten auf das Fest ihrer Feste. Im siebten Jahrhundert fing die Kirche an, den Advent zu feiern und bereits damals spürten die Menschen, dass sie dem Himmel am nächsten kommen, wenn sie sich aus der Welt zurückziehen.

Kraft, die aus der Stille kommt. Neben den allgegenwärtigen Geräuschen von Tastaturenklackern, Telefonklingeln, Hupen, Klingeln und all den vielen Geräuschen, die neue Aufgaben ankündigen, suchen wir Ablenkung und vermeintliche Enstpannung in bunten Fernsehserien und lauter Musik. Wir sind ruhelos, rastlos, schlaflos ... An diesem Wochenende habe ich mich auf eine kleine Reise ins Wendland begeben, wenn man der Elbe gen Südosten folgt, erreicht man den Grenzbereich der heutigen Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. In der Beutower Mühle leben und arbeiten Milton und Hanne und es ist Entspannung pur, ein wenig Zeit dort zu verbringen. Beim Schafe füttern, Angeln, Enten schlachten und ursprünglichen Arbeiten findet man sich wieder selbt.


Licht in der Dunkelheit und die eigene Ruhe in uns finden, ist schwer. Es lohnt sich, bewusst still zu werden. Der Advent ist ein Kulturgut, das in der christlichen Tradition auf Tiefgang setzt und uns somit zur inneren Ruhe führt. Es tut gut, bewusst ein Licht anzuzünden, welches einen kleinen Raum erhellt, in dem uns nichts anblinkt, was sonst gern mal den Alltag bestimmt.

Auch als überzeugter Atheist wird man merken; "Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden." - Friedrich Nietzsche -


1839 "erfand" der evangelische Hamburger Pfarrer Johann Hinrich Wichern den ersten Adventskranz. Er gab Kindern aus armen Verhältnissen eine neue Heimat und beantwortete ihre Fragen "Wann endlich Weihnachten sei?!", mit einem Wagenrad mit 23 Kerzen, von denen er an jedem Tag Eine entzündete. Heute ist der erste Advent und um die Weihnachtszeit zu versüßen, habe ich von Ambacht eine kuschelig weiche Mütze bekommen. Auch ihr bekommt etwas – einen Seidenschal. Dafür müsst ihr nichts anderes tun, als einen Kommentar zu schreiben, dann wird unter allen ausgelost. Bis zum 2. Advent – dann gibt es eine neue Überraschung.


Genießt jeden Tag, jeden Moment und zündet eine Kerze an. Einen frohen ersten Advent!

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