zwischen heimweh und fernsucht

ich war schon immer gerne unterwegs. auch gerne alleine. eigentlich am liebsten alleine. wenn ich städte erkunden kann bin ich in meinem ...

ich war schon immer gerne unterwegs. auch gerne alleine. eigentlich am liebsten alleine.
wenn ich städte erkunden kann bin ich in meinem eigenen tempo unterwegs. muß mich an niemandem orientieren und kann mich ganz von meiner neugier durch die strassen leiten lassen. stehen bleiben wenn ich eine halbe stunde ameisen betrachten möchte oder rennen, wenn ich lust habe die strasse im eiltempo zu sehen. menschen beobachten. es gibt nur ganz wenige menschen mit denen ich dies teilen kann. bevorzugen würde ich mich.

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ich hatte auch nie das bedürfnis schnell wieder nach hause zu kommen, ich hab mich gefreut, doch mich in der ferne immer wohlgefühlt. habe meine heimwehschluchzer nie in der bettdecke ersticken müssen, ich hatte ja nie welche. natürlich gab es momente in denen ich wütend war, doch ich hab mich in der ferne nicht fremd gefühlt.
mit 12 jahren hab ich mal sechs wochen auf einem schloß verbracht (nicht mit graf und gräfin, sondern eines mit ausstellungen und kunst mitten in wiesbaden), weil meine mutter die leute dort kannte und dachte, das macht mir spaß. recht hatte sie. ich hab also meine tage damit verbracht dort die gegend zu erkunden, die pferde zu füttern und mich um diese gekümmert. und ich habe beobachtet. die besucher dort, den rhein neben dem schloß, eben alles was es zu sehen gab ... abends wurde zusammen gegessen und mir ging es gut.
mit 18 bin ich mit einer brieffreundin, mit der ich mir vorher nur ein paar mal geschrieben hatte mit dem zelt nach ibiza gereist. wir waren zusammen dort, doch auch viel allein. ich bin an der stadtmauer entlang gewandert und habe salz aus den salinen gesammelt. da wir nur ein zelt hatten, waren wir abends immer wieder gemeinsam an einem ort (ja, es gab auch tage an denen lagen wir nur gemeinsam am strand in der sonne ;).

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das leben wird nicht besser, weil man woanders ist. man kann nicht weglaufen, nur weil man woanders ist. probleme und träume, die stärken und schwächen die man hat, sind da und es kommen neue dazu, sind immer bei mir. neue menschen, neue sprachen, neue umgebungen, neue erlebnisse, neue himmel, sowas klingt alles sehr nach reiseprospekt (oder philipp poisel) und werbung. ich habe gute freunde und doch nie das gefühl gehabt, ich habe sie nur zu haus. vielleicht hab ich dafür auch einfach zu viele nette leute kennengelernt, die eben nicht im ruhrgebiet leben ...
(die freundinnen auf den bildern leben allerdings alle im ruhrgebiet)
.
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abends wieder nach hause kommen, zu menschen, die ich kenne, mag und bei denen ich mich wohlfühle, dass war immer das wichtigste für mich. denen ich bilder zeigen kann oder erzähle was ich gesehen habe. natürlich hab ich auch schon alleine gewohnt und doch, nun fühlt es sich anders an. ich kenne wenige menschen in der stadt und freue mich und doch ist es kein urlaub, keine längere auszeit, sondern etwas neues.
ich freue mich auf neue wege, abkürzungen kennenlernen, einen gemüsehändler der nett grüßt (ein metzger wurde mir schon empfohlen, dabei ess ich doch so wenig fleisch ;) ). und ich freue mich auf nach hause kommen, auf das ziehen das ich im bauch habe, wenn ich an die gegend des ruhrgebiets denke. ich habe es hier ja schonmal geschrieben, ich bin ein kind des ruhrgebietes. ich freue mich auf neues um auch sagen zu können, "zu hause im ruhrgebiet, da....!"

hallo hamburg!

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15 Kommentare

  1. Hallo,

    ich kann deine Gedanke sooo gut nachvollziehen. Sprichst mir aus der Seele. Ich kann es kaum erwarten wieder unterwegs zu sein. Es ist einfach so schön wenn man aufwacht und weiß, heute erleb ich was komplett neues.

    Viele liebe Grüße aus Wien

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  2. Hallo Hamburg :)

    willkommen in meinem "zuhause". Ich hoffe Du wirst eine schöne Zeit haben, warte erstmal auf den Frühling, dann ist die Stadt ein Traum. Und sollte Dir mal nach einem Käffchen oder kaltem Bier sein, melde Dich gerne.

    Liebe Grüße britt

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  3. ich wünsch dir ne tolle zeit...du genießt sie bestimmt...!!

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  4. Toller Text und schöne Bilder. Ich kann das alles so gut nachvollziehen... :)

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  5. Die Luftaufnahme kenn ich doch :)
    Hamburg freut sich auch sehr auf dich!

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  6. Viel Erfolg in Hamburg - und ich wünsche dir großartige Entdeckungen, Leute, Plätze, Gemüsehändler, Metzger und Leute, die es wert sind, entdeckt zu werden.

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  7. Ein sehr sehr schöner Beitrag! Ich wünsche dir ganz viel Erfolg in Hamburg. Es ist eine sooo schöne Stadt und ich hoffe, dass du dort genau so glücklich wirst wie im Ruhrgebiet!

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  8. wunderschön geschrieben und bebildert. Hamburg hat Glück, denn du bist in die Stadt gekommen :)

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  9. Hamburg? Nice! ;-)
    Ein erster Schritt Richtung New York? Viel Erfolg bei den Prüfungen. Bin gerade selber dabei zu lernen.
    Mich hat es ja seit drei Wochen nach Münster verschlagen.

    Also ich hoffe, die Kommentare hier lindern dein Heimweh etwas.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    Gruß
    Matthias

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  10. meine Liebe ich hab Tränen in den Augen, wir sind uns wirklich sehr ähnlich... selten, dass es jemanden gibt der versteht, dass man eine fremde Stadt, einen unbekannten Ort am Liebsten alleine erkundet.

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  11. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  12. toll geschrieben! Hallo Hamburg also...

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  13. Ich wünsche dir so unglaublich viel Spass, meine Süsse! Und ich liiieeebe diese Bilder! Der Abstand zwischen uns bleibt ja ziemlich unverändert, als muss ich nicht traurig sein. :-)

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  14. ach katja, in zukunft werd ich einfach immer sagen und denken; besser als bis new york fliegen... obwohl es da ja auch sooo schön ist ;)

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Danke für Deinen Kommentar! :o)

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