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http://www.kathrynsky.de/2017/07/once-upon-time-i-used-to-be-fashion.html

zwischen heimweh und fernsucht

ich war schon immer gerne unterwegs. auch gerne alleine. eigentlich am liebsten alleine.
wenn ich städte erkunden kann bin ich in meinem eigenen tempo unterwegs. muß mich an niemandem orientieren und kann mich ganz von meiner neugier durch die strassen leiten lassen. stehen bleiben wenn ich eine halbe stunde ameisen betrachten möchte oder rennen, wenn ich lust habe die strasse im eiltempo zu sehen. menschen beobachten. es gibt nur ganz wenige menschen mit denen ich dies teilen kann. bevorzugen würde ich mich.

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ich hatte auch nie das bedürfnis schnell wieder nach hause zu kommen, ich hab mich gefreut, doch mich in der ferne immer wohlgefühlt. habe meine heimwehschluchzer nie in der bettdecke ersticken müssen, ich hatte ja nie welche. natürlich gab es momente in denen ich wütend war, doch ich hab mich in der ferne nicht fremd gefühlt.
mit 12 jahren hab ich mal sechs wochen auf einem schloß verbracht (nicht mit graf und gräfin, sondern eines mit ausstellungen und kunst mitten in wiesbaden), weil meine mutter die leute dort kannte und dachte, das macht mir spaß. recht hatte sie. ich hab also meine tage damit verbracht dort die gegend zu erkunden, die pferde zu füttern und mich um diese gekümmert. und ich habe beobachtet. die besucher dort, den rhein neben dem schloß, eben alles was es zu sehen gab ... abends wurde zusammen gegessen und mir ging es gut.
mit 18 bin ich mit einer brieffreundin, mit der ich mir vorher nur ein paar mal geschrieben hatte mit dem zelt nach ibiza gereist. wir waren zusammen dort, doch auch viel allein. ich bin an der stadtmauer entlang gewandert und habe salz aus den salinen gesammelt. da wir nur ein zelt hatten, waren wir abends immer wieder gemeinsam an einem ort (ja, es gab auch tage an denen lagen wir nur gemeinsam am strand in der sonne ;).

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das leben wird nicht besser, weil man woanders ist. man kann nicht weglaufen, nur weil man woanders ist. probleme und träume, die stärken und schwächen die man hat, sind da und es kommen neue dazu, sind immer bei mir. neue menschen, neue sprachen, neue umgebungen, neue erlebnisse, neue himmel, sowas klingt alles sehr nach reiseprospekt (oder philipp poisel) und werbung. ich habe gute freunde und doch nie das gefühl gehabt, ich habe sie nur zu haus. vielleicht hab ich dafür auch einfach zu viele nette leute kennengelernt, die eben nicht im ruhrgebiet leben ...
(die freundinnen auf den bildern leben allerdings alle im ruhrgebiet)
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abends wieder nach hause kommen, zu menschen, die ich kenne, mag und bei denen ich mich wohlfühle, dass war immer das wichtigste für mich. denen ich bilder zeigen kann oder erzähle was ich gesehen habe. natürlich hab ich auch schon alleine gewohnt und doch, nun fühlt es sich anders an. ich kenne wenige menschen in der stadt und freue mich und doch ist es kein urlaub, keine längere auszeit, sondern etwas neues.
ich freue mich auf neue wege, abkürzungen kennenlernen, einen gemüsehändler der nett grüßt (ein metzger wurde mir schon empfohlen, dabei ess ich doch so wenig fleisch ;) ). und ich freue mich auf nach hause kommen, auf das ziehen das ich im bauch habe, wenn ich an die gegend des ruhrgebiets denke. ich habe es hier ja schonmal geschrieben, ich bin ein kind des ruhrgebietes. ich freue mich auf neues um auch sagen zu können, "zu hause im ruhrgebiet, da....!"

hallo hamburg!

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